Januar 29, 2021

Weitere Artikel aus der Rubrik

Januar 29, 2021

Ab Samstag: Deutschland bannt Flüge aus fünf Staaten

Luftfahrt-, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen ist es ab Samstag untersagt Passagiere aus Irland, Portugal, Südafrika, Brasilien und dem Vereinigten Königreich nach Deutschland zu befördern. Am Sonntag kommen noch Lesotho und Eswatini dazu. Die deutsche Bundesregierung spricht diesen Bann vorerst bis inklusive 17. Feber 2021 aus, wobei eine Verlängerung möglich ist. Ausnahmen sind beispielsweise für Personen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik, Auslandsdeutsche, Transitreisende und Warenverkehr vorgesehen. Für Lufthansa bedeutet das, dass aus den betroffenen Ländern keine Point-to-Point-Beförderung nach Deutschland erfolgen darf. Umsteiger dürfen allerdings weiterhin zu einem beliebigen deutschen Airport gebracht werden, wenn diese formell nicht einreisen, sondern sich aufgrund dies Flugzeugwechsels im Transit befinden. Momentan bietet der Kranich rund 55 Flüge pro Woche in die betroffenen Staaten, sofern diese im Streckennetz enthalten sind, an. Mit einer kurzfristigen Reduktion ist zu rechnen. Die Regierung prüft derzeit auch, ob Rückholer-Charterflüge für deutsche Staatsbürger, die in den gebannten Staaten „festsitzen“ werden, organisiert werden. Dies würde allerdings nur dann erfolgen, wenn die Routen eingestellt werden. Deutschland ignoriert taggleiche Einigung auf EU-Ebene Bemerkenswert an der Vorgehensweise ist, dass sich die 27 EU-Botschafter am Freitag auf einheitliche, aber striktere Einreiserichtlinien geeinigt haben. So sollen Flug- und Einreiseverbote die Ausnahme sein und die Vorlage von Testbefunden nur in der Kategorie „dunkelrot“ erforderlich sein. Deutschland macht jedoch am gleichen Tag einen Alleingang und bannt mit Portugal und Irland auch Mitglieder der Europäischen Union. Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) doktert derzeit ebenfalls an neuen Einreisebestimmungen. Der erste Entwurf stieß auf erhebliche Kritik seitens des Bundeslands Kärnten. Vorgesehen war, dass

weiterlesen »

Wien: Terminal 1 verwaist – Apotheke hält wie Asterix die Stellung

Das Terminal 1 des Flughafens Wien-Schwechat wird seit 19. März 2020 wegen dem aufgrund der Corona-Pandemie stark reduziertem Angebot nicht mehr genutzt. Seither schlummert der Gebäudekomplex vor sich hin. Alle Geschäfte, Check-in-Schalter, Gates und Lokale sind geschlossen. Wirklich alle? Nein, die Apotheke hält einsam die Stellung in der menschenleeren Abfertigungshalle. Im Gegensatz zu den Restaurants und Shops darf diese aufgrund ihres gesetzlichen Versorgungsauftrags nicht zusperren. Somit gibt es wenigstens ein bisschen Leben im ansonsten verwaisten Terminal 1, in dem selbst der Billa-Supermarkt mangels Kundenfrequenz zugesperrt hat. Auf dem Flughafen Mailand-Malpensa muss die sich im geschlossenen Terminal 2 befindliche Apotheke übrigens ebenfalls aus gesetzlichen Gründen offenhalten und dort einsam die Stellung halten. Das gegenüberliegende Terminal 1A, das im August 2005 als Provisorium für drei Jahre errichtet wurde, jedoch daraus ein „Dauerprovisorium“, das sich schon seit über 15 Jahren hält wurde, ist ebenfalls geschlossen. Das älteste Abfertigungsgebäude, Terminal 2, wird seit 2013 nur noch als Durchgang in den Sicherheitsbereich (B, C und D) genutzt. Hier finden Modernisierungsarbeiten statt, denn hier soll sich in Zukunft eine zentrale Sicherheitskontrolle befinden. Eine Video-Rundfahrt über das verschlafene Vorfeld des Wiener Flughafens unter diesem Link. Wann die Terminals 1, 1A und 2 wieder in Betrieb gehen werden, ist noch völlig unklar. Derzeit ist das Terminal 3 nicht einmal annähernd ausgelastet. Das Angebot der Fluggesellschaften ist stark reduziert und die Auslastung vieler Flüge liegt unter 20 Passagiere. Natürlich gibt es gelegentlich Ausnahmen nach oben hin, doch diese kommen immer seltener vor. Das nachstehende Video zeigt einen kleinen Overview

weiterlesen »

Berlin: Falscher „Fluglotse“ narrte die Piloten sechs Monate lang

Ein 32-jähriger Berliner soll in den letzten sechs Monaten wiederholt über Funk Kontakt mit Passagier- und Frachtflugzeugen sowie Hubschraubern der Polizei aufgenommen haben. Dabei erteilte er laut Exekutive auch Anweisungen, mit denen er Piloten zu gefährlichen Manövern verteilten wollte. Nun verhaftete die Polizei den Mann. In der Medienerklärung der Exekutive ist zu lesen, dass die Anweisungen des falschen „Fluglotsen“ immer professioneller wurden. „Hierbei soll der Mann Fluganweisungen gegeben haben, die im Laufe der Zeit immer professioneller wirkten und somit geeignet gewesen wären, gefährliche Flugmanöver nach sich zu ziehen“, so die Polizei in einer Aussendung. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bekam der Berliner Besuch von der Exekutive und diese sollen ihn „auf frischer Tat“ mit zwei Funkgeräten, die auf entsprechende Frequenzen des Flugverkehrs eingestellt waren, erwischt haben. Die Polizei verhaftete ihn aufgrund des Tatverdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Laut Mitteilung soll der Beschuldigte die Aussage vorerst verweigert haben.

weiterlesen »

Hahn-Mehrheitseigentümer HNA Group ist insolvent

Der hochverschuldete HNA-Konzern musste in China Insolvenz anmelden. Die Auswirkungen auf den Flughafen Frankfurt-Hahn und andere Beteiligungen sind derzeit noch unklar. Der Firmengruppe gehört unter anderem auch die Fluggesellschaft Hainan an. HNA ging in den letzten Jahren auf eine weltweite Einkaufstour, die jedoch primär mit Krediten finanziert wurde. Der chinesischen Regierung wurde der Schuldenberg irgendwann suspekt, so dass verfügt wurde, dass in China keine weiteren Darlehen gewährt werden dürfen. Anschließend begann man mit dem Verkauf von Tafelsilber wie Swissport. Dem Vernehmen nach haben nun Gläubiger auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über die HNA Group gedrängt. Der Konzern teilte mit, dass man im „Interesse der Gläubiger und in Übereinstimmung mit dem Gesetz den reibungslosen Fortschritt der Unternehmensproduktion sicherstellen“ will. Weitergehend äußerte man sich noch nicht zu der aktuellen Entwicklung. In Deutschland besitzt HNA 82,5 Prozent am Flughafen Frankfurt Hahn. Welche Auswirkungen die Pleite des chinesischen Mehrheitseigentümers auf den defizitären Regio-Airport haben wird, ist momentan noch unklar. Die Firmengruppe aus China soll mit etwa 9,6 Milliarden Euro überschuldet sein.

weiterlesen »

Chair Airlines führt Paid-Catering ein

Die schweizerische Ferienfluggesellschaft Chair bittet ab 1. April 2021 für Speisen und Getränke zur Kasse. Der Carrier ersetzt den bislang inkludierten Bordservice durch Paid-Catering. Im Frühjahr werden Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines dies ebenfalls auf der Kurz- und Mittelstrecke einführen. Der Ferienflieger servierte bislang auf längeren Flügen alkoholfreie Getränke und warme Speisen kostenfrei. Auf den Kurzstreckenverbindungen waren zumindest ein Snack und Getränke im Flugpreis inkludiert. Mit 1. April 2021 ändert sich das. An Bord können beispielsweise Chips, Schokolade und eine warme Pizza käuflich erworben werden. Auch für Durstlöscher mit ohne Alkohol bittet Chair dann zur Kasse. Wer warme Speisen – abgesehen von der Pizza – oder Salate haben möchte, muss diese mindestens 24 Stunden vorher online bestellen. Auch besteht die Möglichkeit diese im Zuge der Flugbuchung mitzukaufen. Chair Airlines ging aus dem schweizerischen Ableger von Germania hervor. Die polnische Charterfluggesellschaft hält 49 Prozent. Die Mehrheit befindet sich in den Händen einer Schwestergesellschaft des schweizerischen Reisebüros Air Prishtina, für das auch zahlreiche Flüge durchgeführt werden.

weiterlesen »

Benedikt Escher wird Swiss-Netzwerkchef

Die Fluggesellschaft Swiss bestellt per 1. Feber 2021 mit Benedikt Escher einen neuen Netzwerkchef. Der Manager war bereits zuvor für den Carrier tätig. Der bisherige Head of Network Management, Michael Trestl, wechselte Anfang des Jahres als Chief Commercial Officer in den Vorstand der Konzernschwester Austrian Airlines. Escher ist seit Feber 2019 in der Funktion des Head of Scheduling & Slot Management für die schweizerische Lufthansa-Tochter tätig. Er berichtet direkt an Swiss-CCO Tamur Goudarzi Pour und innerhalb der Lufthansa Group an den Senior Vice President Network & Mobility Offer, Heiko Reitz. Vor seiner Tätigkeit für Swiss arbeitete Benedikt Escher für Edelweiss Air. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Benedikt Escher einen äusserst versierten und erfahrenen Netzwerk-Experten aus den eigenen Reihen gewinnen konnten. In seiner bisherigen Funktion ist es ihm gelungen, trotz anspruchsvoller und dynamischer Rahmenbedingungen die für einen reibungslosen Flugbetrieb notwendigen Ressourcen bestmöglich zu optimieren. Bei seiner neuen Aufgabe wünsche ich ihm viel Erfolg und Freude“, so Tamur Goudarzi, Chief Commercial Officer bei Swiss.

weiterlesen »

Hamburg: Falkland-Sonderflug hebt am Sonntag ab

Am Sonntag wird Lufthansa unter der Flugnummer LH2574 den längsten Nonstopflug in der Firmengeschichte durchführen. Der Airbus A350-900 mit der Registrierung D-AIXP wird Forscher des Alfred-Wegener-Instituts von Hamburg nach Mount Pleasant auf den Falkland-Inseln fliegen. Die Entfernung beträgt 13.700 Kilometer. Der Charterflug soll gegen 21 Uhr 30 mit 16 Besatzungsmitgliedern und 92 Passagieren abheben. An Bord des Sonderfluges sind Wissenschaftler und Schiffbesatzungen, die im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven, für die kommende Expedition mit dem Forschungsschiff Polarstern auf den 15-stündigen Flug gehen. Bereits am Sonntagnachmittag wird der A350-900 aus Frankfurt nach Hamburg überführt. Die Landung auf dem Hamburger Flughafen ist um 16:30 Uhr unter der Flugnummer LH9924 geplant. Der Airbus mit der Kennung D-AIXP und dem Taufnamen der Stadt Braunschweig ist erst seit dem vergangenen Jahr Mitglied der Lufthansa Flotte. Crew und Passagiere in Quarantäne Da die Hygieneanforderungen rund um diesen Flug extrem hoch sind, ist die Lufthansa Crew bereits vor zwei Wochen zeitgleich mit den Passagieren in einem Bremerhavener Hotel in Quarantäne gegangen. Begleitet wurden sie in dieser Zeit von einem virtuellen Informations- und Sportprogramm. So absolvierten sie einen 10.000-Schritte Wettbewerb, eine Idee der Lufthansa Crew, um sich in der ersten Woche der Zimmerquarantäne fit zu halten. Dazu kamen interne Vorträge der mitreisenden Wissenschaftler, die sehr bald virtuell von mehreren hundert Lufthanseaten mitverfolgt wurden. Crew und Reiseteilnehmer werden am Sonntag mit einem Bus von Bremerhaven nach Hamburg fahren. Mit einem eng abgestimmten Hygienekonzept stellt der Flughafen Hamburg für Crew und Expeditionsteilnehmer ein kontaktloses

weiterlesen »

DTM: Sky Express fliegt nach Heraklion

Die Airline-Vielfalt am Dortmund Airport wächst. Gute Nachrichten für alle Griechenland-Fans: Ab dem 23. Mai 2021 fliegt Sky Express von Dortmund nach Heraklion – und zwar immer dienstags und sonntags. Es ist die erste Strecke, die die griechische Airline ab dem Dortmund Airport bedient. Die Flüge seien bereits jetzt buchbar, wie man mitteilt. „Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, dass die neu eingeführten Strecken auf die griechischen Inseln von Anfang an sehr beliebt waren. Deshalb freut es uns besonders, dass wir das Angebot nach Kreta in diesem Jahr mit Sky Express erweitern können“, so Guido Miletic, Leiter Airport Services und Marketing. Der Dortmunder Flughafen litt genauso unter den Folgen der Krise. Rund 1,2 Millionen Fluggäste nutzen den Airport im Jahr 2020 für ihre Reisen. Damit sank die Zahl der Passagiere am im Vergleich zum Rekordjahr 2019 um 55 Prozent. 

weiterlesen »

Flugverbot: UK bannt Emirates und Etihad

Zahlreiche Staaten untersagen derzeit Passagierflüge, die im Vereinigten Königreich gestartet sind. Nun dreht die britische Regierung den Spieß um und bannt Maschinen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgehoben sind. Das trifft in erster Linie Emirates und Etihad Airways. In den letzten Monaten verzeichneten die Golfcarrier eine steigende Nachfrage, denn die Drehkreuze Dubai und Abu Dhabi werden gerne genutzt, um in andere Staaten zu kommen. Aus Sorge, dass weitere Mutationen des Coronavirus ins Vereinigte Königreich „eingeflogen“ werden könnten, unterbindet nun die Regierung den Flugverkehr. Ebenfalls gebannt sind Nonstopverbindungen aus Burundi und Ruanda. Der Bann tritt am Freitag in Kraft. Emirates und Etihad Airways haben bereits mitgeteilt, dass sie ihre Angebote vollständig aussetzen werden. Wie lange die Maßnahme der britischen Regierung andauern wird, ist derzeit nicht absehbar. Der Bann könnte Qatar Airways durchaus gelegen kommen, denn deren Maschinen dürfen weiterhin von/nach UK fliegen.

weiterlesen »

BER: Terminal 5 wird temporär geschlossen

Die Corona-Pandemie zwingt den Berliner Hauptstadtflughafen zu weiteren Einschnitten. Wie die Flughafengesellschaft FBB mitteilte, soll das Terminal 5 des BER ab 23. Februar für zunächst ein Jahr schließen.  Als Grund gab das Unternehmen die Corona-bedingt stark rückläufigen Passagierzahlen an, wodurch das erwartete Verkehrsaufkommen bis auf Weiteres vollständig am Terminal 1 abgefertigt werden könne. Damit sollen jährlich rund 25 Millionen Euro gespart werden. Auch das betriebsbereite Terminal 2 soll zunächst noch nicht in Betrieb gehen. Als erste Airline soll demnach die türkische Airline Sunexpress am 1. Februar vom Terminal 5 ins Terminal 1 umziehen. Danach sollen schrittweise weitere Fluglinien verlegt werden, bis der ehemalige Flughafen Schönefeld am 22. Februar komplett geleert wird. „Der Schlummerbetrieb ist so organsiert, dass das Terminal 5, wenn es wieder gebraucht wird, innerhalb weniger Wochen erneut in Betrieb gehen kann“, erklärte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Für 2021 rechne die FBB nur mit rund 10 Millionen Passagieren, die sicher und bequem im Terminal 1 abgefertigt werden könnten, betonte Lütke Daldrup. 

weiterlesen »