Februar 2, 2021

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Februar 2, 2021

Ryanair: Deutsches Gericht untersagt Check-in-Abzocke

Der irische Billigflieger Ryanair kassierte nun auch in Deutschland in Sachen Check-In-Gebühr eine Niederlage vor Gericht. Das Landgericht Frankfurt urteilte, dass bereits während dem Buchungsprozess transparent auf diese Kosten hingewiesen werden muss. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, mit einer Berufung des Carriers ist zu rechnen. Die deutsche Wettbewerbszentrale klage Ryanair aufgrund der umstrittenen Check-In-Gebühr in der Höhe von 55 Euro. Diese wird von vielen Passagieren als überraschend empfunden. Das Landgericht Frankfurt befasste sich unter der Geschäftszahl Az 3-06 O 7/20 mit der Angelegenheit und gab der klagenden Partei in erster Instanz recht. „Das Landgericht schloss sich in seinem Urteil der Auffassung der Wettbewerbszentrale an. Ryanair sei sowohl nach der Luftverkehrsdiensteverordnung als auch nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verpflichtet, auf die Kosten für das Einchecken am Schalter im Rahmen der Buchung hinzuweisen. Die dazu in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegebenen Hinweise, die der Kunde nicht zwingend lesen muss, seien nicht ausreichend, weil auf diese Kosten klar und transparent hinzuweisen sei. Auch eine Information über die Möglichkeit des Online-Check-Ins zwei Tage vor dem Abflug per E-Mail oder gar am Schalter sei nicht ausreichend“, schreibt die Wettbewerbszentrale in einer Aussendung. „Das Gericht folgt in seiner Entscheidung auch der Auffassung der Wettbewerbszentrale, dass die Fluggesellschaft nicht nur im Rahmen der konkreten Buchung, sondern generell auf ihrer Webseite und nicht erst in den AGB auf diese – wenn auch optional – entstehenden Zusatzkosten hinweisen muss“. „Bei allem Verständnis für die Digitalisierung im Tourismusbereich müssen die Kosten für solche, wenn auch optionalen, Standardleistungen für den

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777x: Boeing-Orderbuch auf 191 Bestellungen geschrumpft

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat mit dem Modell 777X ein weiteres Problem am Hals, denn das Programm verzögert sich und obendrein hat der Konzern zahlreiche Stornos kassiert. Momentan kann man nur noch 191 Festbestellungen ausweisen. Boeing geht auch davon aus, dass aufgrund der Verzögerung in das Jahr 2023 weitere Abbestellungen folgen könnten. Mittlerweile soll sogar jede dritte Order nicht mehr komplett fix sein. Der Hersteller musste aufgrund der Bilanzierungsregeln bereits jene Bestellungen, die akut gefährdet sind, aus der Pipeline streichen. Das betraf 38 Prozent des Auftragsbestands. Der Flugzeugbauer teilte im Zuge der Präsentation der tiefroten Zahlen des Geschäftsjahres 2020 zwar mit, dass für das 777X-Programm mit einer Sonderbelastung in der Höhe von etwa 6,5 Milliarden U.S.-Dollar zu rechnen ist, doch nun warnte man in einer Börsenmitteilung, dass die Kosten noch höher ausfallen könnten. Explizit nannte man als Risiken Kunden-Stornos und weitere Probleme bei den Flugtests. Airlines könnten von Verträgen zurücktreten Die Verschiebung um drei Jahre ist für die angeschlagene Firmengruppe auch aus einem anderen Grund riskant: In der Regel ist in den Kaufverträgen festgehalten, dass bei einer Verzögerung von mindestens einem Jahr ein kostenloser Vertragsrücktritt erfolgen kann. Genau das könnte einigen Airlines, die ohnehin von der Coronapandemie stark gebeutelt sind, in die Karten spielen, denn geleistete Anzahlungen müssten dann refundiert werden. Emirates Airlines scheint zunehmend das Interesse an der Boeing 777X zu verlieren. Der Konzern befindet sich momentan mit dem Hersteller in Gesprächen, die dazu führen sollen, dass ein erheblicher Teil der Order in das kleinere Modell Boeing 787 umgewandelt

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Staatskredit: Enter Air bekommt 62 Millionen Euro

Die polnische Charterfluggesellschaft Enter Air erhält seitens der Regierung über die Polski Fundusz Rozwoju einen Hilfskredit in der Höhe von rund 62 Millionen Euro gewährt. Das Geld soll noch im Feber 2021 an den Carrier fließen. In einer Medienmitteilung erklärt Firmenchef Grzegorz Polaniecki, dass mit Hilfe dieses Darlehens die kommenden Monate überbrückt werden können und sich Enter Air auf die Sommersaison vorbereiten könne. Die Fluggesellschaft wurde im Jahr 2009 gegründet und unterhält ihre Homebase auf dem Chhopin-Flughafen in Warschau. Die Flotte besteht derzeit aus 22 Boeing 737-800 und zwei Boeing 737 Max 8, die jedoch nicht im Einsatz sind. Weiters erwartet man die Auslieferung von sechs weiteren Exemplaren des zuletzt genannten Typs. In der Schweiz hält man 49 Prozent am Germania-Nachfolger Chair Airlines.

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Air Astana verlegt Flüge von Amsterdam nach Frankfurt

Der kasachischen Air Astana sind die Vorgaben der niederländischen Regierung offensichtlich zu kompliziert. Der Carrier fliegt ab Mittwoch ab Atyrau, sondern nach Frankfurt am Main. Damit reagiere die Fluggesellschaft auf Restriktionen in den Niederlanden. Ab dem größten Airport Deutschlands will Air Astana künftig fünf wöchentliche Rotationen auf anbieten. Die von Amsterdam-Schiphol abgezogenen Flüge sollen jeweils am Verkehrstag Mittwoch mit Airbus A321 durchgeführt werden.

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Lufthansa Group lockt mit doppelten Meilen

Die Lufthansa Group versucht durch die Gewährung doppelter Statusmeilen die Teilnehmer des Kundenbindungsprogramms Miles & More zum Fliegen zu bewegen. Der Konzern bezeichnet die Maßnahme in einer Aussendung als „Kulanzangebot“. Die größte Airline Deutschlands schreibt, dass man den „treuesten Kunden frühzeitig Sicherheit bieten“ will, da es „bei dem geringen Flugangebot aktuell nicht leicht ist den Status zu erhalten oder sich dafür zu qualifizieren“. Status- und HON Circle-Meilen sollen automatisch und unabhängig von der Buchungsklasse verdoppelt werden. Frequent Traveller und Senatoren, die über die Kreditkarte des Vielfliegerprogramms verfügen, sollen auch mit dieser Statusmeilen sammeln können. Die Änderungen sollen vorerst bis 31. Dezember 2021 gelten. „Wir fliegen derzeit auf Sicht und wissen um die schwierige Lage in der Corona-Pandemie auch für unsere Kunden. Wie sich die Möglichkeiten des Reisens in diesem Jahr entwickeln werden, können wir leider nicht voraussagen. Deshalb schaffen wir für unsere treuesten Kunden Verlässlichkeit, indem wir den Erhalt und das Erreichen des Vielfliegerstatus deutlich erleichtern“, so Joost Greve, Head of Loyalty der Lufthansa Group.

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Ungarn: Grenzen bleiben bis mindestens 1. März 2021 dicht

Ungarn verlängert die schon seit September 2020 andauernde Abschottung bis mindestens 1. März 2021. Abgesehen von Staatsbürgern und Personen mit Wohnsitz in diesem Land gestaltet sich die Einreise durchaus umständlich. Zwar gibt es zahlreiche Ausnahmen, jedoch trifft die Grenzpolizei häufig Einzelfallentscheidungen. Am Flughafen Budapest muss ein neues Quarantäne-Formular bei der Kontrolle abgegeben werden. Dieses kann unter diesem Link heruntergeladen werden. Die bloße Durchreise durch Ungarn ist auf speziellen Transitkorridoren möglich. Sofern man nicht unter eine Ausnahme fällt, die von der Quarantäne befreit ist, muss eine zehntägige Quarantäne angetreten werden. Diese kann verkürzt werden, wenn innerhalb von fünf Tagen im Abstand von 48 Stunden zwei PCR-Tests in ungarischen Laboren vorgenommen werden. Sofern bei der Einreise bereits ein negativer PCR-Befund, der im Schengen-Gebiet, in den USA oder in Kanada ausgestellt wurde, vorgelegt werden kann, wird dieser anerkannt und in Ungarn muss dann nur eine Testung vorgenommen werden. Der Befund muss jedoch und englischer oder ungarischer Sprache abgefasst sein. Eine Liste der in ungarischen Labore, die über eine Zulassung verfügen, ist unter diesem Link bereitgestellt. Mit Stand 2. Feber 2021 sind folgende Personengruppen von der Test- und Quarantänepflicht ausgenommen, sofern entsprechende Nachweise vorgelegt werden können: Güterverkehr Geschäftsreisende Grenzpendler, maximal 30 Kilometer Radius, maximal 24 Stunden Aufenthalt ungarische, polnische, tschechische und slowakische Staatsangehörige im Reiseverkehr zwischen diesen Ländern Inhaber von Diplomaten- oder Dienstpässen Personen, die beim Grenzübertritt glaubhaft nachweisen können, dass sie innerhalb von sechs Monaten vor dem Grenzübertritt bereits an COVID-19 erkrankt waren Die ungarischen Behörden bieten Personen, die unter keine Ausnahme fallen,

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ADV: „Die Lage bleibt angespannt“

Der Lockdown hält den Luftverkehr weiter am Boden. Der Flughafenverband ADV gibt einen Überblick über die aktuelle Lage. Im Verlaufe des Monats Dezember 2020 fiel das Verkehrsaufkommen an den deutschen Flughäfen weiter zurück: Nur 2.033.947 Passagiere nutzten die deutschen Flughäfen – das sind -87,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen ging um -69,2 Prozent zurück auf 47.747 Starts und Landungen. Das Cargo-Aufkommen stieg hingegen um +13,0 Prozent auf 449.226 Tonnen. Der verschärfte Lockdown ab Mitte des Monats Dezember, verbunden mit der politischen Aufforderung nicht notwendige Reisen in den Weihnachtsferien zu unterlassen, drückte die ohnehin geringe Nachfrage. Trotz vereinzelt positiver Buchungszahlen in wenige touristische Destinationen, erfüllten sich die zarten Hoffnungen in der Branche auf eine leichte Erholung der Nachfrage in den Weihnachtsferien nicht. Die Flugverbote nach Großbritannien und Südafrika bremsten eine mögliche Erholung zusätzlich aus. Die Flughäfen verharrten auch über den Jahreswechsel im Lockdown, fernab jeder Wirtschaftlichkeit. „Der Start ins neue Jahr wird keine Trendveränderungen mit sich bringen – die wirtschaftliche Lage der Flughäfen, die dennoch ihre Verkehrsfunktion zur Daseinsvorsorge erfüllen, bleibt daher kritisch und angespannt“, heißt es in der Aussendung.

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Hotelplan Gruppe fährt schlechtestes Geschäftsjahr ein

Die Auswirkungen rund um die Corona-Pandemie trübten das Geschäftsergebnis der Hotelplan Gruppe massiv. Mit dem Einbruch des auf vergleichbarer Basis verrechneten Umsatzes um 57,7 Prozent auf 808,9 Millionen Schweizer Franken einhergehend resultierte das schlechteste Geschäftsergebnis in der Geschichte des Schweizer Reisekonzerns. Trotzdem: „Unsere Kunden wurden dabei schadlos gehalten, die Hotelplan Gruppe ist nämlich sämtlichen Corona-bedingten Rückzahlungen nachgekommen“, heißt es in der Presseausendung. Der Migros-Genossenschafts-Bund hätte wesentlich dazu beigetragen, indem er in dieser herausfordernden Zeit genügend Liquidität zur Verfügung gestellt habe, sodass die Kundengelder schnellstmöglich rückerstattet werden konnten. um jetzigen Zeitpunkt sei eine Prognose für das laufenden Geschäftsjahr kaum möglich. Entscheidend seien unter anderem der Erfolg der Impfstrategien sowie die generellen Reisebedingungen weltweit. Eines bleibt aber sicher: „Die Lust nach Ferien ist jedoch da, dies widerspiegelt sich unter anderem in den Buchungszahlen.“

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Jetblue führt neue Business-Class ein

Mini-Suiten im Billig-Flieger? Jetblue macht das möglich. Die amerikanische Fluggesellschaft stellt ihre umgebaute Business Class namens Mint vor. Sitze lassen sich ganz einfach per Knopfdruck in flache Betten verwandeln. In manchen Airbus A321 des US-Carriers wird das Alltag. Die neue Business Class im neuen Airbus A321 Neo LR, mit dem Jetblue ab dem Sommer Fluggäste nach London fliegen möchte, bietet 16 Plätze, abwechselnd in 2-2- und 1-1-Konfiguration. Die vier Einzelplätze sind Mini-Suiten mit eingebauter Schiebetür – das schafft zusätzliche Privatsphäre. Darüber hinaus befindet sich jede Sitzmöglichkeit in unmittelbarer Nähe zum Gang. 22 der 24 Plätze sind sogenannte Mint Suiten. Die beiden Plätze in der ersten Reihe nennen sich Mint Studio und bieten mehr Platz. Eines das natürlich auch nicht fehlen: das In-flight-Entertainment. So verfügt jeder Platz über einen Bildschirm. In den zwei Studios ist nicht nur der Raum sondern auch der Screen größer (22 statt 17 Zoll), es gibt einen zweite Tisch und einen kleinen Klappsitz.

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Kamerun: Camair-Co will zwei AUA-Dash 8-400 kaufen

Die staatliche Fluggesellschaft von Kamerun, Camair-Co, befindet sich derzeit in Gesprächen mit Austrian Airlines, die im Kauf von zwei DHC Dash 8-400 münden sollen. Der österreichische Carrier wird dem aktuellen Planungsstand nach dieses Muster ab Sommerflugplan 2021 nicht mehr einsetzen. Derzeit sind noch acht Einheiten in Betrieb. Laut dem Portal News Aero könnte die erste Maschine bereits im Mai 2021 nach Kamerun wechseln. Camair-Co bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass man am Kauf von Turboflugzeugen aus dem Bestand von Austrian Airlines interessiert ist, jedoch wurde noch kein Vertrag unterschrieben. Nähere Einzelheiten wollte das Luftfahrtunternehmen aus Kamerun nicht mitteilen. Eine DHC Dash 8-400 ist bereits im Einsatz, jedoch handelt es sich dabei um ein von der südafrikanischen Cemair betriebenes Wetlease-Flugzeug, das vorwiegend auf Inlandsflügen zum Einsatz kommt. Camair-Co, im vollen Firmennamen Cameroon Airlines Corporation, wurde im Jahr 2011 gegründet. Die Homebase ist der Flughafen Douala. Die Flotte besteht derzeit aus einer Boeing 737-300, zwei 737-700, einer 676-300 und zwei Xi’an MA-60. Der weitere Einsatz des zuletzt genannten Musters ist noch ungewiss, denn eine der beiden Maschinen wurde im Jahr 2019 beschädigt. Eine der beiden 737-700 ist nicht einsatzfähig und die Boeing 767-300 ist schon länger abgestellt.

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