Februar 4, 2021

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Februar 4, 2021

Sebastian Kurz macht sich für Sputnik V stark

Noch im September 2020 schloss Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einem TV-Interview, das er dem ORF gab, explizit aus, dass der russische Corona-Impfstoff Sputnik V zum Einsatz kommen könnte. Angesichts des Desasters, das die Regierungen der Europäischen Union in Kooperation mit der EU-Kommission fabriziert haben, fordert nun Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Zulassung von Sputnik V und chinesischer Konkurrenzprodukte. Der Politiker appelliert in Richtung der Europäischen Arzneimittelagentur, dass es bei der Zulassung „keine geografischen Tabus“ geben dürfe. In einer schriftlichen Stellungnahme, die er der Austria Presseagentur übermitteln hat lassen, fordert er, dass die EMA „natürlich auch die Zulassung von chinesischen Impfstoffen oder des russischen Impfstoffs prüfen“ solle. Damit bekennt sich – abgesehen von Viktor Orban – der erste Regierungschef eines EU-Staats öffentlich zu Sputnik V und den in China entwickelten Impfstoffen. Ungarn hat dem russischen Produkt bereits eine nationale Notfallzulassung erteilt und beabsichtigt dies auch mit Stoffen aus chinesischer Entwicklung so zu handhaben. Kurz-Aussage deckt sich mit Neos-Forderung In Österreich forderte der Neos-Oppositionspolitiker Loacker, dass Sputnik V geprüft und gegebenenfalls zugelassen werden solle. Bis vor wenigen Wochen wurde der russische Impfstoff von westlichen Medien und Politikern noch regelrecht verspottet. Mittlerweile soll sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem Präsidenten der Russischen Föderation, Vladimir Putin, in Gesprächen befinden. Ziel soll sein, dass eine Produktion in Lizenz in Deutschland oder in einem anderen europäischen Land erfolgen kann. Derzeit schreiben einschlägige Fachmagazine, dass Sputnik V eine höhere Wirksamkeit als das Billigprodukt von AstraZeneca, auf das die EU, Österreich, Deutschland und

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Lufthansa schuldet 1,6 Milliarden Euro Staatskredit auf Anleihe um

Lufthansa organisierte sich auf dem Kapitalmarkt mittels einer Anleihe 1,6 Milliarden Euro. Mit den Einnahmen will die größte Airline Deutschlands das über die Kreditanstalt für Wiederaufbau gewährte Staatsdarlehen teilweise zurückbezahlen. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir in unseren Heimatmärkten erhalten. Die heute erfolgreich platzierte Anleihe ermöglicht uns die Rückzahlung des gesamten KfW-Darlehens. Die Refinanzierung senkt sogar unsere Finanzierungskosten. Trotz der Rückzahlung ist es jedoch wahrscheinlich, dass wir weitere Elemente des Stabilisierungspakets in Anspruch nehmen werden, die derzeit ungenutzt sind. In welchem Umfang wir dies tun werden, hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie ab“, sagt Remco Steenbergen, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG. Die Anleihe mit einer Stückelung von 100.000 Euro wurde in zwei Tranchen mit einer Laufzeit von vier beziehungsweise sieben Jahren platziert:  Die Tranche mit einer Laufzeit bis zum 11. Februar 2025 hat ein Volumen von 750 Millionen Euro und wird mit 2,875 Prozent pro Jahr verzinst. Die Tranche mit einer Laufzeit bis zum 11. Februar 2028 hat ein Volumen von 850 Millionen Euro und wird mit 3,75 Prozent pro Jahr verzinst. „Mit den nun aufgenommenen langfristigen Mitteln und den Mittelaufnahmen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro im zweiten Halbjahr 2020 hat Lufthansa die Refinanzierung aller im Jahr 2021 fälligen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro sichergestellt. Wie vertraglich im Rahmen der Stabilisierungsmaßnahmen im vergangenen Juni vereinbart, führt die Aufnahme darüberhinausgehender Finanzmittel zur Tilgung des KfW-Kredits von Lufthansa.  Somit wird der Kredit in Höhe von 1 Milliarde Euro vorzeitig an die KfW zurückgezahlt werden. Die

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München: Lufthansa A350-900 von Rekordflug zurückgekehrt

Am Donnerstag um 13 Uhr 34 kehrte Lufthansa mit einem Airbus A350-900 vom längsten Flug in der Firmengeschichte zurück. Der Carrier brachte mit der D-AIXP Wissenschaftler von Hamburg aus auf die Flaklandinseln. Die Maschine flog anschließend zum Flughafen München zurück. Der Langstreckenjet und die Besatzung wurden auf dem zweitgrößten Airport mit einer Wasserfontäne begrüßt. Auch Flughafenchef Jost Lammers und Stefan Kreuzpaintner, Lufthansa Chief Commercial Officer & Hub Manager München, haben es sich nicht nehmen lassen die Crew am Vorfeld zu empfangen. Am vergangenen Sonntag, 31. Januar, war die 16-köpfige Crew um Kapitän Rolf Uzat zum längsten Flug in der Geschichte der Lufthansa gestartet. Von Hamburg zur Militärbasis Mount Pleasant benötigte sie für die 13.700 Kilometer lange Strecke insgesamt 15:26 Stunden. Auch der heutige Flug ist laut Lufthansa rekordverdächtig: Der Airbus A350-900 „Braunschweig“ bewältigte die 13.400 Kilometer lange Flugstrecke in 14:03 Stunden. In der Historie des Münchner Flughafens ist bisher kein Flugzeug gelandet, das eine derart lange Flugstrecke ohne Zwischenlandung zurückgelegt hat. An Bord des Sonderfluges waren 40 Passagiere der Besatzung des Forschungsschiffes „Polarstern“, die im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven, zurück in die Heimat flogen. Da die Hygieneanforderungen rund um diesen Flug extrem hoch waren, geht der Hin- und Rückflug auch aus einem anderen Grund in die Geschichte der Lufthansa ein: Bereits zwei Wochen vor Abflug ist die Lufthansa Crew zeitgleich mit den Passagieren in einem Bremerhavener Hotel in Quarantäne gegangen. Die gesamte Dienstreise dauerte für die Crew insgesamt 20 Tage, keine Crew hatte

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Norwegian Air UK zahlt die Löhne nicht mehr

Die Mitarbeiter von Norwegian Air UK haben am 1. Feber 2021 kein Gehalt überwiesen bekommen. Laut Gewerkschaft Balpa wurde diesen stattdessen mitgeteilt, dass sie weder Lohn, noch Urlaubs- oder Kündigungsgeld bekommen werden. Dabei berufen sich die Arbeitnehmervertreter auf die Mitteilung der KPMG, die als Insolvenzverwalter von Norwegian Air UK fungiert. Die Fortführung dieser Fluggesellschaft ist nicht geplant, weshalb die Liquidation eingeleitet wurde. Balpa ist insofern sauer auf das Management, da dieses noch vor wenigen Wochen die Zahlung der Löhne zugesichert habe. Nun fordern die Arbeitnehmervertreter Aufklärung und verweisen auch darauf, dass der Konzern im Heimatland Norwegen Finanzhilfe seitens der Regierung erhalten wird. In diesem Zusammenhang kritisiert man, dass die UK-Tochter fallen gelassen wird und die Mitarbeiter kein Geld mehr bekommen haben.

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Friedrichshafen stutzt die Bäume

Momentan hält sich am Flughafen Friedrichshafen aufgrund der Corona-Pandemie das Flugaufkommen in sehr eng gesteckten Grenzen. Dennoch muss der Airport aus Sicherheitsgründen im An- und Abflugsbereich Schnittmaßnahmen vollziehen. Diese werden im Februar am westlichen und nördlichen Ende des Flughafengeländes durchgeführt – entlang des Messezubringers, am Allmannsweiler Bach und an der Allmannsweilerstraße. Der Bodensee-Airport Friedrichshafen ist nach dem Luftverkehrsgesetz dazu verpflichtet, die Hindernisfreiheit in den An- und Abflugbereichen sicherzustellen. In den vergangenen Jahren wurden deshalb immer wieder hohe Bäume, die in den freizuhaltenden Luftraum hineinragen, entsprechend zurückgeschnitten. Die notwendigen Arbeiten wurden mit der Stadt Friedrichshafen und dem Landratsamt Bodenseekreis im Vorfeld abgestimmt. Eine entsprechende offizielle Bewilligung liegt vor. Dabei erfolgte bereits im Vorfeld eine detaillierte Bewertung und Begutachtung durch das Büro für Landschaftsökologie mit dem Ziel einen unnötigen Eingriff in Flora und Fauna zu vermeiden. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Februar abgeschlossen sein.

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Helvetic-Mitarbeiter tanzen in Jerusalema-Video

In ihrer Freizeit produzierten Mitarbeiter der Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways eine eigene Version der Jerusalema Dance Challenge. Diese wurde bereits auf dem Video-Portal YouTube veröffentlicht. Nach einem internen Aufruf meldeten sich zahlreiche Mitarbeitende aus Cockpit und Kabine, um auf freiwilliger Basis mitzumachen. Fast dreißig Mitarbeitende wurden ausgewählt, um zum Song „Jerusalema“ des südafrikanischen Sängers, DJs und Produzenten Master KG zu tanzen. Initiiert von der angolanischen Tanztruppe „Fenomenos do Semba“ im Februar 2020 auf YouTube, ist die Challenge vor allem dank des sozialen Netzwerks TikTok viral geworden. Seitdem hat die Challenge zahlreiche Videos inspiriert, in denen Tausende von Menschen auf der ganzen Welt zu sehen sind, die die berühmte Choreografie ausführen. „Wir fliegen derzeit relativ wenig und wollten unsere freie Zeit kreativ nutzen. So konnten wir unser Team-Spirit auf konstruktive und spielerische Art und Weise stärken“, erklärt Sara Müllhaupt, Cabin Attendant bei Helvetic und Initiatorin des Projekts. Als Head of Cabin Crew der Schweizer Airline unterstützt Franz Lindauer den Ansatz: „Dieses Projekt zeigt einmal mehr den Zusammenhalt und die positive Einstellung unseres fliegenden Personals – trotz der aktuellen Turbulenzen in der Branche“. Der ausschließlich mit internen Ressourcen und in der Freizeit produzierte Clip wurde Mitte Januar von Angsumalin Frank (Senior Cabin Attendant) und Peter Strohmeier (Maintenance) erstellt. Gedreht wurde in den Gebäuden des Flughafens Zürich, auf dem Rollfeld und im Wartungshangar der Helvetic Airways – insgesamt fast zwölf Stunden an drei Tagen. Das Video wurde vor dem Inkrafttreten der neuen Maßnahmen des Bundesrats zur Bekämpfung des Coronavirus am 18. Januar 2021 produziert.

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Mindestpreise: Gegenwind für Gewessler aus Brüssel

Den von Österreichs Verkehrs- und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) geplanten Mindestpreisen für Flugtickets steht Gegenwind aus Brüssel gegenüber. Die EU-Kommission forderte nun die Regierung auf, dass diese detailliert erläutern soll wie ein Mindestpreis von 40 Euro den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß auf der Kurzstrecke reduzieren soll. In Brüssel ist man laut ORF der Ansicht, dass die Pläne von Leonore Gewessler gegen die EU-Verordnung 1008/2008 verstoßen könnten. Diese garantiert dem Luftfahrtsektor die Preisfreiheit. Das bekam in der Vergangenheit auch Spanien zu spüren, denn dieser Staat wollte Tarife ohne inkludiertes Gepäck verbieten. Der Europäische Gerichtshof untersagte den spanischen Vorstoß unter Verweis auf eben die EU-Verordnung. Leonore Gewessler kündigte im Juni 2020 an, dass es in Österreich künftig Mindestpreise für Flugtickets geben wird. Sie nannte den Preis der Steuern und Gebühren, laut ihr rund 40 Euro, als Untergrenze. In Kraft treten sollte die Änderung im September 2020, doch umgesetzt wurde das Vorhaben bislang nicht. Der für Luftfahrt zuständige Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) äußerte anfangs Bedenken hinsichtlich dem europäischen Recht. Experten meinten auch, dass ein österreichischer Alleingang defacto nur Airlines mit heimischen Zertifikaten treffen würde, denn ausländische Anbieter wären aufgrund internationaler Abkommen gar nicht erfasst.

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2021 könnte die Nachfrage nach Geschäftsreisen zulegen

Der weltweite Geschäftsreiseverband geht von höheren Ausgaben für Geschäftsreisen in diesem Jahr aus. Nach Einschätzung des Geschäftsreiseverbandes GBTA sollen die Ausgaben weltweit um 21 Prozent steigen, nachdem sie 2020 aufgrund der Virus-Pandemie um 52 Prozent auf 694 Milliarden Dollar gesunken waren. Zudem würde der Verband mit einer raschen Erholung auf Vor-Krisen-Niveau rechnen, wie das Reiseportal Reisevor9 berichtet. Bis Ende 2024 könnten die Ausgaben rund 1,4 Billionen Dollar erreichen – und damit fast den Höchststand von 2019. Doch es gibt auch Gegenstimmen. Nicht wenige Experten rechnen mit einem dauerhaften Rückgang der Geschäftsreisetätigkeit, da dutzende Unternehmen ihre Reisetätigkeiten stärken hinterfragen. Denn neuerdings muss auf Video-Konferenzen zurückgegriffen werden. Und diese Art der Kommunikation erweist sich aktuell als durchaus brauchbar, sodass Dienstreisen in Zukunft nur in Ausnahmefällen an der Tagesordnung stehen dürften. Gestützt wird diese Annahme durch Daten des deutschen Geschäftsreiseverbandes VDR von Ende Januar. Demnach erwarten 58 Prozent der Unternehmen über die Corona-Pandemie hinaus einen Rückgang der Geschäftsreisen um bis zu 30 Prozent. Elf Prozent sagen sogar einen Rückgang um rund die Hälfte voraus.

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Graz: Luxair fliegt im Charter nach Calvi

Der Reiseveranstalter Rhomberg Reisen wird im Sommerflugplan 2021 die Destination Calvi auch ab Graz anbieten. Diese wird ab Mitte Juni 2021 mit DHC Dash 8-400 von Luxair bedient. Geflogen wird jeweils an Samstagen. „Neben Karpathos, Zakynthos und Naxos können wir nun mit Calvi eine vierte neue Destination im kommenden Sommerflugplan anbieten“, erklärt Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Flughafen Graz. „Ein großes Dankeschön geht an unsere Reiseveranstalterpartner, in diesem Fall an Rhomberg Reisen, die trotz der großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie neue Produkte kreieren und wir damit gemeinsam unseren Fluggästen eine umfassende Auswahl an attraktiven Destinationen für den Sommer bieten können“. „Wir freuen uns, für die Fluggäste des Flughafen Graz ab 19. Juni eine neue Flugverbindung direkt nach Korsika von ihrem regionalen Abflughafen anzubieten“, so Rhomberg-Chef Marco Wohlfahrt. Die Charter-Strecke wird im Zeitraum von 19.06.2021 bis 25.09.2021 bedient.

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Reisesicherungsfonds steht in den Startlöchern

Pauschalreise-Urlauber sollen in Zukunft über einen eigenen Reisesicherungsfonds abgesichert werden. Das geht aus dem nun vorliegenden Referentenentwurf hervor. Die Neuregelung soll die bisherige Absicherung über Versicherer und Kreditinstitute ablösen. Die Insolvenzsicherung soll über einen zentralen Reisepreissicherungsfonds organisiert werden, der mindestens in der Aufbauphase einer strengen staatlichen Aufsicht unterliegt, aber von der Reisewirtschaft selbst als GmbH verantwortet werden kann. Zudem soll ein Beirat aus Vertretern von Bund, Ländern, Touristik und Verbrauchern darüber wachen, dass die jeweiligen Interessen berücksichtigt werden, ausdrücklich auch jene von kleinen und mittelgroßen Veranstaltern. Die Regelung sollte eigentlich bereits im November 2020 in Kraft treten. Doch die Corona-Krise bremste die zuständigen Behörden aus. Der nun vorgelegte Entwurf sei mit den ebenfalls beteiligten Ministerien für Wirtschaft und für Finanzen sowie dem Bundeskanzleramt abgestimmt, wie fvw.de berichtet. Das Zielkapital des Fonds wird in dem Entwurf auf 750 Millionen Euro festgesetzt, die bis Ende 2026 erreicht sein müssen.

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