Februar 16, 2021

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Februar 16, 2021

Keine schnelle Erholung: Lufthansa könnte auf kleinere Flugzeuge umsteigen

Die AUA-Mutter überlegt, Großbestellungen herabzustufen. Die Corona-Krise legt die Luftfahrbranche jetzt seit nunmehr einem Jahr lahm. Derzeit sei auch keine Besserung in Sichtweite, so Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einem Online-Gespräch der London School of Economics. Er erwarte keine schnelle Erholung des Luftverkehrs. Stattdessen würden neu erlassene Reisebeschränkungen den Fluggesellschaften zusätzliche Steine in den Weg legen. In den kommenden Wochen werden sich die Passagierzahlen aus diesem Grund auch auf schwachem Niveau bewegen.  Und auch ab dem Sommer rechne er nur mit 40 bis 60 Prozent des Vorkrisen-Niveaus. Die AUA-Muttergesellschaft liebäugelte in jüngster Vergangenheit immer wieder damit, die Flotte zu verkleinern. Deswegen überrascht es auch niemanden, dass Spohr jetzt offen darüber spricht. Der staatlich gestützte Lufthansa-Konzern werde die Krise nutzen, um sich nachhaltiger aufzustellen. Schätzungsweise 150 Fluggeräte werden künftig nicht mehr für die Kranich-Airline an den Start gehen.  Doch nicht nur die Anzahl der Flugzeuge soll schrumpfen, auch die Flieger an sich. Denn die Lufthansa wolle ihre Bestellungen bei Airbus und Boeing überarbeiten und auf kleinere Flugzeugtypen umsteigen, wie das Portal Simple Flying berichtet. Spritfressende Maschinen wie die Airbus A340 und A380-Modelle oder die Boeing 747 wurden bereits aussortiert und werden in Zukunft nicht mehr abheben. Stattdessen sollen jetzt sparsamere Exemplare her. Die Fluggesellschaft würde dem Bericht zufolge schon mit den großen Flugzeugherstellern Gespräche führen, auch Embraer wurde oft genannt. 

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Air France: Staat arbeitet an weiterer Finanzspritze

Air France steckt wohl tiefer in der Krise als angenommen. Jetzt möchte die französische Regierung dem schwer getroffenen Flag-Carrier weiter unter die Flügel greifen und verhandelt dazu mit der Brüsseler EU-Kommission. Bereits in den ersten neun Monaten musste die Gruppe einen Nettoverlust von knapp 6,1 Milliarden Euro hinnehmen. Am kommenden Donnerstag wird der Konzern die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres vorlegen. Es deutet alles auf ein miserables 2020 hin. Verschiedene Analysten kommen zu dem verheerenden Entschluss, dass die Fluglinie einen Verlust in der Höhe von mehr als sieben Milliarden Euro verkünden wird. Deswegen schaltet sich jetzt die Regierung ein. Wie Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Montag in Paris sagte, befinden sich Vertreter beider Parteien schon in Brüssel.  Bei den Gesprächen mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gehe es um Gegenleistungen, die Air France für Hilfen erbringen muss. Wie diese genau aussehen, ließ er offen. Frankreich dringe jedoch darauf, dass die Auflagen für die Airline vertretbar seien, wie lefigaro.fr berichtet. Die Corona-Krise traf die Luftfahrt so schwer wie nur wenige andere Branchen. Regierungen retteten Air France-KLM und andere Fluggesellschaften wie die Lufthansa mit milliardenschweren Finanzhilfen vor dem Aus. Bei Air France-KLM sprangen dabei die Regierungen in Paris und Den Haag ein. Der Luftfahrtkonzern profitiert damit nach früheren Angaben von Finanzhilfen von über zehn Milliarden Euro, die direkt vom Staat kommen oder staatlich abgesichert werden.

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Lufthansa und Air France wollen Katar-Abkommen kippen

Lufthansa und Air-France wittern aufgrund der Corona-Pandemie eine Chance das Luftfahrtabkommen im Katar ins Wanken zu bringen. Dieses wurde im Jahr 2019 abgeschlossen, ist jedoch bis dato nicht in Kraft getreten. Die beiden Airline-Konzerne versuchen nun mittels gemeinsamer Lobbyarbeit das Vertragswerk zu Fall zu bringen. Grundsätzlich würde das Abkommen sowohl EU-Carriern als auch jenen aus Katar Erleichterungen bringen, allerdings profitiert davon in erster Linie Qatar Airways. Unter anderem Air France-KLM und Lufthansa habe sich schon im Jahr 2019 dagegen gestemmt, da man befürchtet, dass der der Oneworld-Allianz zugehörige Carrier im ganz großen Stil Passagiere aus der EU via Doha abziehen könnte. Anstatt sich auf die Verbesserung des eigenen Produkts zu konzentrieren, versucht man eben mit Lobbyarbeit die Interessen durchzusetzen. Qatar Airways ist in der Vergangenheit aufgrund der Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen geraten. Deshalb ist das Vertragswerk zwischen der EU-Kommission und Katar auch bei Gewerkschaften umstritten. Die europäische Pilotenvereinigung ECA wies bereits im Jahr 2019 auf ihre Bedenken hin und ist nun auch der Ansicht, dass Qatar Airways für Überkapazitäten sorgen könnte und damit die Erholung der europäischen Anbieter schwieriger werden könnte. Spohr und Smith in gemeinsamer Mission Air-France-KLM-Chef Ben Smith und Lufthansa-CEO Carsten Spohr versuchen nun bei ihren Regierungen zu intervenieren. Die Staatsführungen Deutschlands und Frankreichs gelten auf EU-Ebene als besonders einflussreich. Rückenwind gibt es aber auch vom Europäischen Parlament, denn der Ausschuss für Verkehr und Tourismus fordert seit Anfang Feber 2021, dass das CATA-Abkommen später in Kraft treten soll. Das Vertragswerk sieht vor, dass unter anderem Qatar Airways freien

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Tui Belgium: Wiedereinsatz der B737-Max steht bevor

In Kürze wird Tui Airlines Belgium mit der OO-MAX die Boeing 737 Max 8 wieder in den kommerziellen Flugdienst stellen. Ein Testflug wird am Mittwoch auf der Strecke Brüssel-Malaga-Alicante-Brüssel durchgeführt. Passagiere werden sich allerdings keine an Bord befinden. Laut einer Sprecherin werden insgesamt vier Maschinen dieses Typs für den Wiedereinsatz vorbereitet. Auch führte Tui Airlines Belgium in der vergangenen Woche einen ersten Testflug durch. Eine Sprecherin bestätigte, dass der Wiedereinsatz der Boeing 737 Max 8 “in den nächsten Tagen oder Wochen” erfolgen wird. Bis dahin wird man sämtliche Auflagen der EASA erfüllen. Die Max-Flotte der Tui Airlines Belgium besteht aus vier Einheiten. Diese waren seit März 2019 auf dem Flughafen Brüssel abgestellt. Der erste Testflug wurde am 10. Feber 2020 mit der OO-TMY durchgeführt. Am Montag folgte die OO-MAX. Weitere Bewegungen dieser Art werden in den nächsten Tagen folgen.

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Oman Air verkleinert die Flotte um ein Viertel

Die Fluggesellschaft Oman Air wird aufgrund der Corona-Pandemie die Flotte auf 36 Flugzeuge reduzieren. Vor der Krise war der Ausbau auf 70 Maschinen geplant, doch künftig werden um 25 Prozent weniger Maschinen betrieben. Firmenchef Mohammed Al-Barwani kündigte diesen Schritt gegenüber der Zeitung WAF an, nannte jedoch keine näheren Details. Insbesondere sagte er nicht welche Flugzeuge die Flotte von Oman Air verlassen werden. Anzunehmen ist, dass zunächst Leasingmaschinen an die Lessoren zurückgegeben werden. Laut CH-Aviaiton.com befinden sich die zehn Airbus A330, vier Embraer 170, zwei Boeing 737-800 und zwei Boeing 787-8 im Eigentum der Fluggesellschaft. Der Rest der Flotte wird von verschiedenen Leasinggebern geleast. Sollte es zum Verkauf eigener Maschinen kommen, so soll dies nach rationalen Kriterien ohne Druck erfolgen, betonte der Geschäftsführer von Oman-Air unter Verweis auf die momentan niedrigen Marktpreise. Auch wird man die Strecken von Muscat nach Athen, Beirut, Manchester und Casablanca aufgeben. Der Grund für diese Entscheidung ist, dass die genannten Routen defizitär sind. Gleichzeitig will Oman Air weitere Codeshare-Partnerschaften abschließen. Mit diesen soll die Verkleinerung des eigenen Netzwerks kompensiert werden.

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Neue Aktien: Jet2 organisiert sich 422 Millionen Pfund

Die britische Touristikkonzern Jet2, dem auch eine gleichnamige Fluggesellschaft angehört, organisierte sich über die Ausgabe neuer Aktien insgesamt 422 Millionen Pfund-Sterling. Der Preis pro Anteilsschein lag bei 1,18 Pfund-Sterling. Der Konzern erklärt in einer Mitteilung, dass diese sowohl von bestehenden als auch neuen Aktionären gezeichnet wurden. Weiters gab es eine “extreme Überzeichnung”, was vereinfacht gesagt bedeutet, dass die Nachfrage höher als das Angebot war.  “Auf der Grundlage der vom Management durchgeführten indikativen Szenarioplanung ist der Verwaltungsrat der Ansicht, dass der Erlös auf einer erweiterten und wahrscheinlich unvorhersehbaren Shutdown ausreichend Liquidität bereitstellen wird, um dieses ständig herausfordernde Handelsumfeld zu bewältigen”, so Konzernchef Philip Meeson. “Darüber hinaus sind die Direktoren der Ansicht, dass die Mittelbeschaffung es dem Management ermöglichen wird, weiterhin einen entscheidenden, aber umsichtigen und verantwortungsvollen Ansatz für das Finanzmanagement zu verfolgen. längerfristige strategische Entscheidungen treffen, um ein nachhaltiges langfristiges Gewinnwachstum zu unterstützen; und die Fähigkeit von Jet2 zu verbessern, die Pandemie in einer stabilen kommerziellen Position zu beenden, so dass es gut positioniert ist, um die Aufschwungschance zu nutzen, wenn sie eintrifft. Der Vorstand ist weiterhin der Überzeugung, dass unsere Kunden, sobald sie dazu in der Lage sind, entschlossen sein werden, die wunderbare Erfahrung eines wohlverdienten Jet2-Urlaubs zu genießen, und dass Jet2.com und Jet2holidays weiterhin eine blühende Zukunft haben werden und Millionen von britischen Urlaubern mitnehmen werden jährlich ins Mittelmeer, auf die Kanarischen Inseln und in europäische Freizeitstädte”. Jet2 hat sein Flugprogramm mindestens bis zum 15. April 2021 abgesagt, um auf die neuesten Reisebeschränkungen in Großbritannien zu reagieren, die kostspielige

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Antalya: Fraport erhält die Konzession verlängert

Der türkische Flughafen Antalya wird bis zumindest Ende 2026 von Fraport betrieben. Die Konzession wurde um zwei Jahre verlängert. Gleichzeitig gewährt die Türkei aufgrund der Corona-Pandemie ein Entgegenkommen. Die Konzessionsgebühr für das Jahr 2022 wird für zwei Jahre gestundet und muss daher erst in 2024 überwiesen werden. Antalya verzeichnete aufgrund des weltweit eingebrochenen Reiseverkehrs im Vorjahr einen 73-prozentigen Rückgang. Gezählt wurden 9,7 Millionen Fluggäste. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2019 hatte man 35,5 Millionen Passagiere.

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Madeira nimmt Geimpfte von Testpflicht aus

Die portugiesische Insel Madeira gestattet es ab sofort mit einem Nachweis, dass eine Corona-Infektion überstanden wurde oder aber eine Impfung erfolgt ist, ohne negativem Testbefund einzureisen. Laut Tourismusverband muss die Bestätigung in englischer oder portugiesischer Sprache vorliegen und neben Name, und Geburtsdatum auch detaillierte Informationen zur Impfung enthalten. Das bedeutet, dass die Zeitpunkte der Impfungen aus auch die Bezeichnung des Impfstoffs angeführt werden muss. Bei Genesenen kann auch ein Antikörper-Befund vorgelegt werden, sofern dieser in englischer oder portugiesischer Sprache ist.

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Lauda-Chef O’Brien: „Verkehrsministerin muss die Fakten begreifen“

“Maximal 11 Flugzeuge” sollen nach derzeitigem Planungsstand im Sommer 2021 von Lauda Europe eingesetzt werden. Die restlichen Maschinen sollen laut Firmenchef David O’Brien weiterhin auf dem Flughafen London-Stansted geparkt bleiben. Der Carrier rechnet damit, dass im Sommer 2021 Reisebeschränkungen bestehen werden und somit die Nachfrage zunächst gering sein wird. Für Wien sind “vier bis maximal fünf” Airbus A320 vorgesehen. Ab Palma de Mallorca sollen “maximal vier” Maschinen fliegen und weiters hofft Lauda Europe darauf, dass die Basis Zadar mit zwei A320 starten kann. Die Eröffnung in der kroatischen Stadt hängt jedoch von den weiteren Entwicklungen in Sachen Einreise- und Quarantänebestimmungen ab. Lauda-Europe-Chef David O’Brien macht keinen Hehl daraus, dass er ziemlich sauer darüber ist, dass auf EU-Ebene noch immer keine einheitlichen Reisevorschriften geschaffen wurden bzw. diese von Staaten wie Deutschland ignoriert und unterlaufen werden. Das wirkt sich problematisch auf Planungen für den Sommer 2021 aus, denn momentan gibt es keine klare Perspektive. Der Lauda-Europe- und Malta-Air-Geschäftsführer vermutet, dass einige Regierungen auch im Sommer harte Beschränkungen anwenden könnten. Diese wäre dann für die gesamte Luftfahrtbranche der Super-Gau, denn einen weiteren “Quasi-Totalausfall” des Sommergeschäfts könnten einige Airlines nicht mehr verkraften. Unverständlich warum UK schnell impfen kann, die EU jedoch nicht “Es ist unverständlich, dass in der Europäischen Union die Impfungen so langsam vorangehen und gleichzeitig in UK schnell geimpft werden kann. Das ist inakzeptabel”, so der aus Irland stammende O’Brien. “Mit dem Blick auf das langsame Tempo haben wir berechtigte Sorgen, dass das Sommergeschäft auch dieses Jahr sehr schwierig wird. Erste Regierungen

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