Februar 17, 2021

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Februar 17, 2021

2021: Austro Control stellt sich auf höheren Verlust ein

Auch die Flugsicherung Austro Control stellte sich 2021 auf einen Verlust ein. Dieser wird jetzt wohl höher ausfallen, als geplant. Denn weltweit stehen wegen der CoV-Krise nach wie vor tausende Flugzeuge still. Ursprünglich rechnete die Austro Control mit einem Verkehrsaufkommen von 50 Prozent des Vor-Krisen-Niveaus. Die Prognosen haben sich aber nicht bewahrheitet, tatsächlich bewegt sich der Flugverkehr aktuell auf deutlich schlechterem Niveau als vorab geschätzt. Deswegen würden Stimmen aus Aufsichtsratskreisen davon ausgehen, dass der tatsächliche Verlust jenseits der budgetierten 20 Millionen liegen werde. Das Minus dürfte sich vielmehr in Richtung des Vorjahresverlustes von 70 Millionen Euro bewegen. Aus diesem Grund werden die Schrauben an dem Sparmaßnahmen-Paket noch einmal nachgezogen. Die Einsparungen und Restrukturierungen müssten nachhaltig und langfristig sein. Im Strategiekonzept „Heading 030“ sei die rasche Umsetzung der Rechnungshof-Empfehlungen vorgesehen. So müssten unter anderem technischen und administrativen Mitarbeiter mit Einbußen rechnen. Ihr Gehaltsniveau würde ohnehin schon um 30 bis 40 Prozent über den vergleichbaren Einkommen im Bundesdienst liegen, heißt es im Kurier. Für die rund 400 Fluglotsen soll die Altersgrenze für die Übergangsversorgung in Richtung 60. Lebensjahr gehoben werden – derzeit zahle das Unternehmen den Lotsen ab 55 einen Pensionsübergang von bis zu 75 Prozent des letzten Bruttogehaltes. Überdies sollen nicht notwendige Überstunden reduziert und die hohe Drop-out-Quote bei der dreijährigen Ausbildung der Nachwuchslotsen heruntergeschraubt werden. Diese würde bei fast 40 Prozent liegen. Damit diese Sparziele auch wirklich umgesetzt werden, beschloss der Aufsichtsrat nun, zur Tat zu schreiten und ACG-Geschäftsführerin Valerie Hackl das Dirimierungsrecht zukommen zu lassen. Dieses räumt der ehemaligen

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Kroatien vor Notfallzulassung für Sputnik V

Kroatien kündigt als zweites Mitglied der Europäischen Union an, dass man den russischen Impfstoff Sputnik V anschaffen wird. Sollte bei Auslieferung keine EU-Zulassung durch die EMA bestehen, werde man eine nationale Notfallzulassung erteilen. Bislang ist Ungarn der einzige EU-Staat, der Sputnik V einsetzt. Das Orban-Regime erteilte dem Vektorimpfstoff eine nationale Notfallzulassung. Diese gilt ausschließlich in diesem Land und hat keine Auswirkung auf andere EU-Mitglieder. Zuletzt drängte auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der Öffentlichkeit auf eine rasche Zulassung von Sputnik V in der EU. Auch die Lizenz-Produktion in Österreich wird dem Vernehmen nach geprüft.  Auf Mallorca drängen die Hoteliers ebenfalls auf den Einsatz von Sputnik V und haben ihre Bereitschaft signalisiert sich an den Kosten zu beteiligen. Andernfalls vermutet man, dass die Touristik-Saison 2021 ein Totalausfall werden könnte, denn ohne Sputnik V würden für das Personal zu wenig Impfmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Es ist davon auszugehen, dass in Kürze verschiedene Regierungen zum Mittel der Notfallzulassung von Sputnik V greifen könnten, da der Unmut über die verkorkste Impfstrategie der EU-Kommission sehr groß ist. Auch steht der von Astrazeneca vermarktete Impfstoff in der Kritik, woran auch der PR-Einsatz von Christian Drosten nichts ändern kann. Sputnik V basiert auf der gleichen Technologie, soll jedoch eine deutlich höhere Wirksamkeit aufweisen. Allerdings ist auch beim russischen Impfstoff noch nicht geklärt inwiefern dieser auch bei Mutationen schützt.

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PAD: Zwei Gesellschafter steigen aus

Der Flughafen Paderborn-Lippstadt und die Kreise Gütersloh und Lippe gehen ab sofort getrennte Wege. Damit ist der Ausstieg aus dem Airport beschlossene Sache. Auch die Bedingungen dafür wurden schon ausverhandelt. Rund drei Millionen Euro überweisen die Kreise Gütersloh und Lippe jeweils für die Beendigung der Zusammenarbeit und die Sanierung des Regional-Airports. Dieser übernimmt im Gegenzug die Anteile der beiden scheidenden Gesellschafter. Das seien jeweils acht Prozent, berichtet der Westdeutsche Rundfunk. Die Zustimmung stehe noch aus. Nach dem Einbruch aufgrund der CoV-Krise hatte der Flughafenbetreiber Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, um den angeschlagenen Flughafen aus der Krise zu ziehen. 

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Wien: Hotels haben Existenzängste

Während der Handel und die Schulen den Lockdown bereits letzte Woche hinter sich brachten, bleiben Gastronomie- und Hotelbetriebe weiterhin dicht. Die Wiener Hotels befürchten deswegen eine Pleitewelle. „40 Prozent der Betriebe in Wien haben Angst, dass sie die nächsten sechs Monate nicht überleben werden“, so Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung. Nach fast einem Jahr Coronavirus-Krise fehle den Hotels vor allem die Planungssicherheit mangels Gästen. Für die Branche sei wenig Licht am Ende des Tunnels, die Regierung plane frühestens zu Ostern, erste langsame Öffnungsschritte zu setzen. Darüber hinaus macht die Absage des Ostermarktes beim Schloss Schönbrunn zu schaffen. „Wenn der Lockdown bis Ostern bleibt, sind wir seit über einem Jahr ohne nennenswertes Einkommen – es ist einmal das Ende der Fahnenstange erreicht“, schilderte etwa Katharina Kluss vom Hotel Donauwalzer am Hernalser Gürtel gegenüber dem ORF. Zwar können zehn bis zwölf der 80 Zimmer täglich vermietet werden, etwa als Home Office-Büros oder an Berufsreisende. Von kostendeckend kann bei dieser Auslastung aber keine Rede sein. Alles deute auf eine langsame Erholung hin, eine Auslastung auf Vor-Krisen-Niveau dürfte es erst ab 2024 geben.

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Sommer: Austrian Airlines fokussiert sich auf Ferienflüge

Noch ist völlig unklar wohin man im Sommer 2021 eigentlich fliegen kann, doch die Fluggesellschaften müssen langsam aber sicher ihre Planungen finalisieren. So auch Austrian Airlines, die rund 20 Strecken mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2021 reaktivieren will. Neu ist auch, dass die Strecke Wien-Hannover von Eurowings zur AUA wandern wird. Diese wurde ursprünglich mal von Germanwings bedient, später wurden die Flüge der Austrian Airlines an Eurowings übergeben und nun geht es wieder zurück zur österreichischen Lufthansa-Tochter. Erstmals seit 2009 fliegt Austrian Airlines im Sommerflugplan 2021 wieder Hannover an. Zunächst ist die Strecke, die bisher von Eurowings bedient wurde, zwei Mal pro Woche im Programm, bis zum Sommer wird die Frequenz kontinuierlich gesteigert. So werden ab Juli täglich zwei Verbindungen angeboten. Mit der Aufnahme der Strecke erweitert Austrian das Streckennetz in Deutschland. Durch die Anbindung an das Drehkreuz in Wien profitieren Reisende aus dem Einzugsgebiet Hannover von zahlreichen Umsteigemöglichkeiten nach Zentral- und Südosteuropa, sowie in den Nahen Osten. Die neue Destination ist ab sofort buchbar, der Erstflug findet am 25. März statt. Derzeit nur 15 Prozent Kapazität Nach einem kurzen Peak im Flugplan während der Weihnachtsferien und bis zu 15 Prozent Flugangebot im Jänner und Februar plant Austrian Airlines den Flugplan bis zum Sommer kontinuierlich aufzustocken. Zum Sommerflugplan werden etwa 20 Destinationen reaktiviert, darunter: Barcelona, Dubrovnik, Florenz, Göteborg, Košice, Krakau, Lemberg, Odessa oder Oslo – im Interkontinental-Streckennetz sind Amman, Bangkok, Chicago und Tokio wieder im Flugplan. Im Hochsommer rechnet die Lufthansa-Tochter mit verstärkter Nachfrage nach Urlaubsreisen und setzt daher verstärkt auf

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Nicht nur Impfung: Griechenland akzeptiert weiterhin CoV-Tests

Seit Anfang des Jahres setzt sich der griechische Ministerpräsident dafür ein, Geimpften wieder das Reisen zu gestatten. Charis Theocharis, Griechenlands Tourismusminister, reicht hingegen auch schon ein negativer Corona-Test. „Unser Land steht allen Menschen offen, die bei der Einreise ein negatives Covid-19-Testergebnis oder gar einen Impfnachweis vorzeigen können“, stellt der Politiker in einem Radio-Interview klar. Auch das Gerücht, dass die griechischen Grenzen ausschließlich mit der Vakzine im Gepäck passiert werden könnten, sei frei erfunden und entspreche nicht der Wahrheit. „Kein Hotel wird einen nicht geimpften Besucher die Gastfreundschaft verweigern“, so Theocharis weiter, der damit die Impfung als Voraussetzung für die Einreise ausschließt. In den letzten Wochen schaffte das Land Korridore für Reisende mit CoV-Impfung, um diese von den geltenden Reisebeschränkungen zu befreien. Man müsse Reisenden, die ein Impfzeugnis haben, die Sache leichter machen. Der griechische Ministerpräsident fordere gar einen EU-weit gültigen Impfpass, wie news.gtp.gr berichtet. Schnell wurde das Vorhaben kritisiert, besonders in der Europäischen Union stieß Griechenland damit auf taube Ohren. Die gezielte Bevorzugung von Geimpften sei nicht tragbar, so die Stimmen aus Brüssel.

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Mit Passagieren: Tui Belgium fliegt wieder Boeing 737 Max 8

Tui Airlines Belgium brachte still und leise die Boeing 737 Max 8 mit der Registrierung OO-MAX wieder in den kommerziellen Flugdienst. Der Mittelstreckenjet hob am Mittwoch um 9 Uhr 43 unter der Flugnummer TB1011 in Brüssel mit dem Flugziel Malaga ab. An Bord befanden sich Passagiere. Damit ist Tui Airlines Belgium der erste europäische Operator, der die Boeing 737 Max nach fast zwei Jahren Flugverbot wieder kommerziell einsetzt. Die EASA erteilte im Jänner 2021 unter Auflagen die Wiederzulassung. Diese müssen sowohl vom Hersteller als auch von den Operators erfüllt werden. Seitens der belgischen Airline führte man in den letzten Wochen einige Trainingsflüge durch und kann eigenen Angaben nach alle Vorgaben, die von der europäischen Luftfahrtbehörde gemacht wurden, einhalten. Da das Muster aufgrund der beiden fatalen Abstürze, die in ein weltweites Flugverbot mündeten, sowie der anschließend aufgedeckten Mängel und Ungereimtheiten auf Herstellerseite, einen schlechten Ruf in der Öffentlichkeit genießt, halten sich viele Carrier mit Informationen über den Wiedereinsatz zurück. Icelandair überstellte kürzlich zwei Maschinen nach Keflavik und plant diese im Frühjahr 2021 in Betrieb zu nehmen. Die tschechische Smartwings Group plant am 25. Feber 2021 den kommerziellen Max-Flugbetrieb wieder aufzunehmen. Die von einem der beiden fatalen Abstürze betroffene Ethiopian wird weiterhin auf dieses Muster setzen. Der europäische “Premierenflug” führte die OO-MAX von Brüssel nach Malaga. Anschließend ging es weiter nach Alicante und dann wieder zurück in die Hauptstadt Belgiens. Der Carrier beabsichtigt jene vier Boeing 737-Max, die bereits vor dem Flugverbot ausgeliefert wurden, wieder in den kommerziellen Liniendienst zu stellen. Der

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Finnair setzt auf Sale and Lease Back

Finnair hat insgesamt 19 neue Airbus-Maschinen gekauft – nur um eine davon jetzt zu verkaufen, noch bevor sie ausgeliefert wurde. Doch was nach einem schlechten Scherz klingt, nennt sich in Fachkreisen: Sale and Lease Back. Dabei verkaufen Fluggesellschaften Flugzeuge und leasen sie umgehend zurück. Dadurch trudelt schnell frisches Geld in die Kassen, während auf der anderen Seite laufende Kosten entstehen. Konkret erhoffe sich der finnische Carrier durch dieses Geschäft bis 2022 mehr als 100 Millionen US-Dollar. Die Airline schloss dafür eine Vereinbarung für das 17. Flugzeug im Bunde ab – ein Airbus A350-900. Abgewickelt werde der Deal von JLPS Holding Ireland Limited, einem irischen Leasingunternehmen. 16 Flieger der Großbestellung wurden bereits zum 1. September ausgeliefert. Die verbleibenden zwei A350-Exemplare werden voraussichtlich im vierten Quartal 2024 und im ersten Quartal 2025 folgen.

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Singapur macht 540 Millionen Euro für Airlines locker

Die Regierung Singapurs wird weitere 540 Millionen Euro in die Hand nehmen, um der angeschlagenen Luftfahrtbranche unter die Flügel zu greifen. Finanzminister Heng Sww Keat kündigte am Dienstag an, dass die Airlines auch Rabatte auf den Airports erhalten werden. Im Vorjahr griff der Staat dem größten Anbieter des Landes, Singapore Airlines Group, mit 383 Millionen Euro unter die Arme. Zusätzlich zu den nun an die Branche zu verteilenden Mitteln sollen die Fluggesellschaften mindestens zehn Prozent Rabatt auf die Gebühren am Flughafen Singapur erhalten. Weiters sollen die Mieten für Büros und Lounges auch in Seletar und Changi um zumindest die Hälfte reduziert werden. Diese Maßnahmen sollen für vorerst ein Jahr gelten.

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Staatshilfen: EU-Gericht weist erste Ryanair-Klagen ab

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair erlitt vor dem Gericht der Europäischen Union eine Schlappe. Die Vorstufe des EuGH entschied, dass die Genehmigung der staatlichen Beihilfen für SAS und Air France rechtmäßig ist. Die Klage des Lowcosters richtete sich gegen das grüne Licht der EU-Kommission. Das EU-Gericht, das seinen Sitz in Luxemburg hat, folgte der Argumentation von Ryanair, dass diese Hilfsmaßnahmen nur Carriern, die im jeweiligen Land ihren Sitz haben, nicht. „Die Ausweitung dieser Behilfe auf Unternehmen, die nicht in Frankreich ansässig sind, hätte es im Gegensatz dazu nicht möglich gemacht das Ziel zu erreichen, den wirtschaftlichen Schaden der in Frankreich tätigen Fluggesellschaften so präzise und ohne das Risiko einer Überkompensation auszugleichen”, so das Gericht. Auch im schwedischen Fall wurde die Klage von Ryanair abgewiesen. In einer ersten Reaktion nimmt der irische Billigflieger die Entscheidung zunächst zur Kenntnis. Man schreibt jedoch, dass man sich eine Berufung an den Europäischen Gerichtshof vorbehält, da sowohl in Schweden als auch in Frankreich der Zugang zu den Beihilfen an Airlines, die ihren Sitz im jeweiligen Land haben, vorbehalten sind. Der Carrier schreibt auch, dass die Angelegenheit nun an den EuGH verwiesen werde. Ryanair stellt Irland als armes Land dar In einer Aussendung erklärt ein Ryanair-Sprecher: „Eine der größten Errungenschaften der EU ist die Schaffung eines echten Binnenmarktes für den Luftverkehr, der auf dem Prinzip einer gemeinsamen EU-Luftfahrtlizenz beruht – eine für jede Fluggesellschaft. Eine Staatsangehörigkeitsbedingung in einem staatlichen Beihilfesystem ist eindeutig nicht mit dem Binnenmarkt vereinbar. Ryanair ist eine wirklich europäische Fluggesellschaft. Wir haben kein reiches

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