April 27, 2021

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April 27, 2021

Gericht: Erstattungsansprüche können abgetreten werden

Seit einiger Zeit bieten einige Fluggastrechteportale auch so genannte Sofortentschädigungen an. Dabei tritt der Passagier seine Ansprüche ab und erhält eine – meist weitaus niedrigere – Auszahlung vom Bertreiber. Einigen Airlines ist diese Praxis aber ein Dorn im Auge. Das Amtsgericht Bremen befasste sich mit einem Fall, in dem die Flüge eines Reisenden auf der Strecke Bremen-Istanbul-Bremen annulliert wurden. Der Passagier trat seinen Erstattungs- und Entschädigungsanspruch an ein Portal ab. Die Airline leistete diese auch, jedoch an den Reisenden und nicht an das Portal, das dann eine Klage eingereicht hat. Die Fluggesellschaft argumentierte, dass man den Pflichten entsprochen habe. Das Amtsgericht Bremen ist aber der Ansicht, dass eine wirksame Abtretung an das Portal erfolgt ist und somit Zahlungen mit schuldbefreiender Wirkung nur an dieses zu leisten sind. Eine maßgebliche Rolle spielte bei der Entscheidung, dass der Airline die Abtretung in Form eines schriftlichen Vertrags form- und fristgerecht angezeigt wurde. Die direkt an den Passagier geleistete Zahlung hat die Airline quasi in den Sand gesetzt. Zahlt dieser nicht freiwillig an die Fluggesellschaft zurück, so bleibt dieser nur die Möglichkeit das „irrtümlich“ überwiesene Geld gerichtlich rückzufordern. Hinsichtlich der Klage, die das Fluggastrechteportal gegen den Carrier erhoben hat, steht diesem noch ein Rechtsmittel offen. Das Urteil ist daher nicht rechtskräftig.

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Bis 2022: Aeromexico nimmt 24 neue Boeing-Flugzeuge auf

Aeroméxico wird bis zum nächsten Jahr 24 neue Boeing-Jets neu einflotten – darunter 737 MAX 8, 737 MAX 9 und 787 Dreamliner. Die ersten Exemplare sollen bereits in wenigen Wochen ausgeliefert werden, sodass die mexikanische Fluggesellschaft im Sommer damit fliegen kann. Das Management erhoffe sich durch die effizienteren Flugzeuge eine bessere Wettbewerbsfähigkeit, wie flightglobal.com berichtet. Spätestens dann, wenn die Nachfrage nach Flugreisen wieder anzieht. Der Deal ist Teil der Umstrukturierungspläne, mit der Airline aus der Krise fliegen möchte. Aeroméxico befindet sich in einem Schutzschirmverfahren nach US-amerikanischem Recht. Laut Airline spart die Integration der neuen Flugzeuge insgesamt zwei Milliarden US-Dollar an Wartungs- und Leasingkosten.

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Ab dem 19. Mai: Quarantänepflicht für viele EU-Staaten Geschichte

Am 19. Mai erwacht die Republik wohl endgültig aus dem Winterschlaf. Damit einhergehend soll es auch zu erheblichen Erleichterungen bei den Einreisebestimmungen kommen.  Denn mit den geplanten Öffnungsschritten falle zugleich auch die Quarantänepflicht für Touristen oder Rückkehrer aus den meisten EU-Ländern weg. Das berichtet unter anderem der ORF. Ausgenommen davon seien Hochinzidenzgebiete, wobei sich das Gesundheitsministerium an der Corona-Ampel der EU-Gesundheitsagentur ECDC orientieren möchte. Aus Ländern, die auf der ECDC-Karte grün oder orange eingefärbt sind, wird die Einreise auflagenfrei möglich. Bei der Einreise aus (hell-)roten Gebieten reicht laut Plänen des Gesundheitsministeriums künftig ein negativer CoV-Test oder ein Nachweis über Impfung oder Genesung nach einer Infektion.  Einreisende aus dunkelroten Gebieten müssen hingegen eine zehntägige Quarantänepflicht mit der Möglichkeit zum Freitesten ab dem fünften Tag über sich ergehen lassen. Das würde nach derzeitigem Stand Reisende aus Ländern wie Frankreich, Schweden, den Niederlanden, Slowenien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Polen, Bulgarien, Zypern, Estland und Litauen treffen. Die geltenden Ausnahmen für Pendler sollen aber auch in Zukunft bestehen bleiben. Wegfallen würde damit aus jetziger Sicht am 19. Mai die derzeit geltende Quarantänepflicht für beliebte Urlaubsländer wie Italien, Spanien und Griechenland sowie für das Hauptherkunftsland der Gäste hierzulande: Deutschland. Wie Österreich und die meisten EU-Länder sind diese Staaten auf der ECDC-Ampel derzeit rot. Zur Gänze grün oder orange sind derzeit nur Finnland, Island, Portugal und Malta.

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Gehört dem „Desinfektionsroboter“ schon bald die Zukunft?

Mithilfe von Ultraviolett-Technologie sollen Flugzeugkabinen bald noch sicherer und keimfrei unterwegs sein: Die Lösung des Schweizer Startups UVeya nutzt UV-Strahlen, um das Innere eines Flugzeugs zu desinfizieren und so die Sicherheit und das Wohlbefinden von Passagieren und der Crew zu erhöhen. Emirates-Tochter Dnata ist nach zwei erfolgreichen Tests in Zürich bestrebt, den Desinfektionsroboter in das Dienstleistungsportfolio zu übernehmen. Das Interesse bei den Fluggesellschaften ist vorhanden: „Wir spüren ein klares Bedürfnis der Airlines, die notwendigen Desinfektionsprozesse effizient und nachhaltig zu gestalten“, so Lukas Gyger, Chief Operating Officer der Dnata Switzerland AG. Der Desinfektionsroboter soll vorwiegend bei Night Stops zusätzlich zu den bereits strengen Hygienemaßnahmen im Flugverkehr zum Einsatz kommen. Für Tobias Pogorevc, CEO von Helvetic Airways ist klar: „Unsere Anforderungen an die Desinfektion des Flugzeuges sind sehr hoch. Wenn es gelingt, mittels UV-Roboter die manuellen Reinigungs- und Desinfektionsprozesse zu optimieren, dann ist dies eine vielversprechende Technik für die Zukunft.“ Mit der Bereitstellung der Flotte für die Tests habe die Schweizer Airline einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Roboters geleistet. Hoffnung für die Zukunft Für diese Ultraviolett (UV)-Technologie zur Desinfektion der Flugzeugkabine arbeitet Dnata mit dem Schweizer Technologie-Startup UVeya zusammen. „Eine Lösung, die ohne Chemie auskommt und zu 99 Prozent alle Keime und Viren abtötet. Innerhalb von acht Minuten ist ein Embraer E2 keimfrei. Das macht Hoffnung für die Zukunft“, heißt es in der Aussendung. 

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Dnata erweitert globales Führungsteam

Der Luftverkehrsdienstleister verteilt die Aufgaben seines globalen Führungsteams neu. Dnata hat sein Führungsteam erweitert und Besetzungen im Senior Management bekannt gegeben. So wurde John Bevan zum Divisional Senior Vice President für den Bereich Travel ernannt. Er wird alle Aspekte des Reisegeschäfts betreuen und ein Portfolio von über 30 B2B- und Verbrauchermarken in mehr als 20 Ländern leiten.  Stewart Angus, der seit 2004 das internationale Bodenabfertigungs- und Frachtgeschäft von Dnata leitet, ist als Divisional Senior Vice President für Airport Operations bestellt worden. In seiner neuen Rolle übernimmt Stewart Angus auch den Flughafenbetrieb des Unternehmens an den beiden Flughäfen in Dubai.  Robin Padgett, der seit sieben Jahren das globale Catering-Geschäft innehat, wird seinen Verantwortungsbereich ebenfalls erweitern und die Position des Divisional Senior Vice President für Catering und Einzelhandel übernehmen. Damit möchte der Konzern den Bordverkauf fördern und die den Cateringbetriebs weiter ausbauen.  Alle drei Divisional Senior Vice Presidents werden an Steve Allen, Executive Vice President von Dnata, berichten. „Ich freue mich, die Verstärkung unseres globalen Führungsteams zu verkünden. Die Ernennung von John Bevan in das Management-Team und die Erweiterung der Rollen unserer erfahrenen Führungskräfte werden uns helfen, aus dem aktuellen, herausfordernden Umfeld als fitteres, schlankeres Unternehmen hervorzugehen, das seinen Kunden auf der ganzen Welt durchgängig einen hervorragenden Service bietet“, so Steve Allen. 

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Staatskredit für Plus Ultra beschäftigt Justiz und Parlament

Der an die spanische Charterfluggesellschaft Plus Ultra gewährte Staatskredit in der Höhe von 53 Millionen Euro beschäftigt nun die spanische Justiz. Hintergrund ist, dass eine Gewerkschaft Anzeige erstattet hat und vorwirft, dass die Regierung beziehungsweise der Staatsfonds Sepi Steuergelder verschwenden würde. In Spanien sorgte die Gewährung des Sepi-Darlehens an Plus Ultra für kontroverse Medienberichte, denn die Nachhaltigkeit wurde in Frage gestellt. Dabei spielte der Umstand, dass der Carrier im Charter- und Wetlease-Bereich tätig ist eine Rolle. Kritiker vertreten die Ansicht, dass für die Allgemeinheit kein nennenswerter Nutzen entstehen würde. Laut der Tageszeitung El Mundo erstatte die Gewerkschaft Manos Limpias gar eine Anzeige, mit der sich nun die Justiz in Madrid befassen muss. Konkret bezieht sich die Eingabe auf den Vizepräsidenten des Staatsfonds Sepi, der zum Zeitpunkt der Freigabe des Plus-Ultra-Darlehens ad-interim als Vorsitzender fungierte. Die weiteren Positionen der Sepi sind überwiegend politisch besetzt, so dass sich Staatssekretäre und hochrangige Beamte unter den Entscheidungsträgern befinden. Die Gewerkschaft ist der Ansicht, dass die Staatshilfe unter Missachtung der Förderrichtlinien „durchgewunken“ worden sein könnte. Weiters werfen die Opposition und die genannte Arbeitnehmervertretung vor, dass Plus Ultra angeblich enge Beziehungen zu Venezuela unterhalten soll. In diesem Zusammenhang wurde auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingerichtet. Sepi kündigte an, dass man sowohl mit der Justiz als auch mit dem U-Ausschuss kooperieren wird und alle Unterlagen, die angefordert werden, transparent zur Verfügung stellen wird. Hinsichtlich der Strafanzeige, die von Manos Limpias erstattet wurde, ist der Stand der Dinge folgender: Die Ermittlungsbehörde untersucht derzeit, ob überhaupt strafbare Handlungen vorliegen. Die

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Buffets in Hotels: Griechenland gibt grünes Licht

In diesem Jahr dürfen sich Gäste in Hotels wieder an Buffets selbst bedienen. Die Erlaubnis für Speisenangebote in Buffetform ist Bestandteil der aktualisierten Gesundheitsprotokolle für Hotels, welche von mehreren Ministerien gemeinsam beschlossen wurden. Das berichtet unter anderem Reisevor9. Voraussetzung sind bestimmte Hygieneanforderungen, wie etwa Händedesinfektion und das Tragen von Einweghandschuhen. Darüber hinaus werden auch wöchentliche Corona-Tests für das Hotelpersonal und die Zertifizierung mit dem „Health First“-Siegel für alle Beherbergungsbetriebe vorgeschrieben.

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Airbus: Breeze will mehr Flugzeuge

Das U.S.-amerikanische Startup Breeze Airways, hinter dem David Neeleman steht, plant nochmals 20 Flugzeuge mehr nachzuschießen. Das AOC habe die Neo-Fluggesellschaft erst im März ausgestellt bekommen, wie simpleflying.com berichtet. Jetzt packt Breeze Airways noch eine Schippe drauf und korrigiert seinen Auftrag. Der Carrier möchte von nun an 80 statt 60 Airbus A220-300. Die ersten Jets der Großbestellung sollen schon im Oktober ausgeliefert werden. Breeze ist die neue Airline des brasilianisch-amerikanischen Unternehmers David Neeleman, der schon Jetblue und Azul gegründet hat. Geplant ist unter anderem, dass mit A220 nach Europa und Südamerika geflogen werden soll. 

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Etihad: Tage der 777-300ER-Flotte scheinen gezählt

Bei Etihad Airways kündigt sich leise, aber sicher der Abschied von der Boeing 777-300ER-Flotte an. Die 19 Triple Seven des Golf-Carriers könnten bereits Ende des Jahres dem Airbus A380 folgen. Das stellt Etihad-Chef Tony Douglas bei einer Online-Veranstaltung unmissverständlich klar. Damit drückt die Fluggesellschaft aus den Arabischen Emiraten bei der Vereinfachung der Flotte weiter aufs Tempo. Schon vor einiger Zeit legte Etihad zehn Airbus A380-Maschinen für unbestimmte Zeit auf Eis. Das Comeback des Doppeldeckers rückte auch spätestens seit der Löschung aus der offiziellen Flottenübersicht in weite Ferne. Dasselbe Schicksal erleiden nun alle Boeing 777-300ER der Fluglinie. Das Unternehmen fokussiere sich auf ein Geschäftsmodell, „das sehr stark um 787 Dreamliner und A350-1000“ aufgebaut ist. Das berichtet das Luftfahrtportal CH-Aviation. Das sei unter anderem auch nötig, um die Geschäftszahlen wieder aus dem roten Tief zu holen. Die 19 Flugzeuge wurden zwischen 2006 und 2014 an die Fluggesellschaft ausgeliefert. Dabei weisen sie ein Durchschnittsalter von lediglich 10,4 Jahren auf. Sechs Flugzeuge wurden bereits im Jahr 2016 an den Leasinggeber Jet Airways zurückgegeben

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Tui: Die Zinsen belaufen sich jährlich auf 200 Millionen Euro

Auch der börsennotierte Reisekonzern erlebt seit Beginn der Pandemie regelrecht eine Existenzkrise. Die Last auf den Schultern von Tui wiegt schwer. In konkreten Zahlen drückt es Friedrich Joussen aus. Im Gespräch mit der FAZ plaudert der Vorstandsvorsitzende aus dem Nähkästchen: Tui muss 200 Millionen Euro an Zinsen schultern – pro Jahr! Somit verlangt die Rettung einiges vom Unternehmen ab. Dennoch erlebe er den Bund in der Rolle des Kreditgebers als „sachlichen und konstruktiven Investor.“ Die Zinslast könne der Konzern stemmen, weil er die Kosten durch die digitale Transformation um rund 400 Millionen und durch weniger Flugzeuge um 100 Millionen Euro senke.

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