August 9, 2021

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August 9, 2021

Innsbruck entwickelt sich zu des Fußballers Liebling

Der österreichische Flughafen Innsbruck konnte sich in den letzten 15 Jahren als beliebter Landeplatz für Trainingscamps von Profi-Fußballteams machen. Regelmäßig landen Charter- und Sonderflüge auf dem Tiroler Airport. Freundschaftsspiele, Trainingslager oder sportliche Großevents bringen die Profisportler nach Tirol. Waren es noch vor der Fußball-Europameisterschaft 2008 nur einzelne Fußballcharter, die in Innsbruck begrüßt werden konnten, haben Tirol und der Flughafen Innsbruck seit der EM 2008 enorm an Beliebtheit bei den Fußballclubs gewonnen.  Im Jahr der EM 2008 konnten sogar rekordverdächtige 90 Rotationen von Mannschaften abgefertigt werden. Darunter waren als Highlight auch die späteren Europameister aus Spanien, die in Tirol ihr – sehr erfolgreiches – Trainingslager aufgeschlagen hatten. „Bei der Landung der Spanier nach dem gewonnenen Finale, aber vor allem beim Rückflug nach Spanien am Nachmittag vor Hunderten von Fans haben sich unbeschreibliche Szenen bei uns abgespielt“, erinnert sich Flughafengeschäftsführer Marco Pernetta noch heute gerne zurück. Seither sind es im Schnitt in den Sommermonaten zwischen 15 und 20 Fußballcharter. Am Flughafen werden die unterschiedlichen Anforderungen der Mannschaften sehr routiniert abgewickelt. An reibungslose und durchorganisierte Vorfeldabholungen, jubelnde Fans, Autogrammanfragen und Presseinterviews ist man hier gewöhnt. Im Sommer 2021 werden insgesamt rund 30 Fußballcharter abgewickelt. Darunter sind 13 verschiedene Airlines aus 11 Nationen, die aus/nach 14 Ländern über Innsbruck reisen. Bei fünf der Teams handelt es sich um Nationalmannschaften (Tschechien, Deutschland, Dänemark, Österreich und Russland). Die nachstehende Galerie zeigt die Highlights der vergangenen Jahre:

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Angebliche Mängel: Qatar groundet 13 Airbus A350

Golfcarrier Qatar Airways nimmt 13 von 53 in Betrieb befindlichen Airbus A350 vorerst aus dem Flugbetrieb. Das Unternehmen stellte fest, dass sich das unterhalb der Lackierung befindliche Oberflächenmaterial zu schnell ablösen würde. Bis zur Klärung will man auch keine weiteren Maschinen dieses Typs übernehmen. Es gibt Probleme an Flugzeugen von Airbus und Boeing, die offenbar nur bei Qatar Airways auftreten oder aber der Golfcarrier diese zuerst entdeckt. Im konkreten Fall erteilte die Luftfahrtbehörde von Katar für die betroffenen Airbus A350 ein vorläufiges Flugverbot. Es besteht – so die Anweisung des Amts – die Gefahr, dass Rissbildung im Verbundmaterial des Rumpfs erfolgen könnte. Qatar Airways muss nun handeln, denn die Kapazitäten dieser Teilflotte schrumpfen. Daher mottet man weitere Airbus A330 aus dem Long-Time-Storage aus. Allerdings kann dies nur eine Übergangslösung sein, denn von Hersteller Airbus fordert man nicht nur eine Erklärung, sondern auch Nachbesserung. Um dem Nachdruck zu verleihen verweigert Qatar Airways die Übernahme weiterer A350.

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Arbeitsbedingungen: Flugbegleiter erheben Vorwürfe gegen Chair

In schweizerischen Medien erheben Mitarbeiter der Ferienfluggesellschaft Chair schwere Vorwürfe gegen ihren Arbeitgeber. Diese erinnern stark an einen Billigflieger, der oftmals im Kreuzfeuer der Kritik steht. Chair weist die erhobenen Vorwürfe allerdings zurück. Unter anderem bemängelt eine Mitarbeiterin des Kabinenpersonals, dass das Grundgehalt bei monatlich 2.500 Schweizer Franken und damit unter dem Branchendurchschnitt liegen soll. Weiters berichten Travel Inside und die Sonntagszeitung davon, dass eine Art Angstkultur samt Bespitzelung herrschen soll und obendrein Flugbegleiter aus Angst auch krank arbeiten gehen würden. Gegenüber Blick wird gar behauptet, dass in den letzten Tagen Kabinenpersonal gekündigt wurde, das während der Pandemie besonders stark im Einsatz war und nun durch günstigere Arbeitskräfte aus dem Ausland ersetzt werden soll. Die polnische Charterfluggesellschaft Enter Air hält 49 Prozent an Chair. Firmenchef Shpend Ibrahimi bestätigt, dass es im Juli 2021 zu drei Kündigungen gekommen ist, stellt jedoch klar, dass zuvor im Juni 2021 neun zusätzliche Mitarbeiter eingestellt wurden. Einen Zusammenhang mit dem Einsatz während der Pandemie weist der Chair-Geschäftsführer zurück. Chair-CEO: „Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen“ Gegenüber Blick erhebt eine Mitarbeiterin, die bereits zu Germania-Zeiten für den Carrier tätig war, den Vorwurf, dass eine regelrechte Angstkultur herrschen soll. Die Senior-Flugbegleiter sollen nach jedem Flug Berichte verfassen und in diesen Fehlleistungen der Mitarbeiter dokumentieren. Dazu soll es eine Anweisung vom Kabinenchef der Airline geben. CEO Ibrahimi will die Vorwürfe so nicht stehen lassen und betont, dass der Chef des Kabinenpersonals “gute und hochqualifizierte Arbeit leisten” würde und “die Vorwürfe betreffend der Arbeitsbedingungen vollkommen aus der Luft gegriffen

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Bis 2030: Wizz Air will Flotte auf 500 Maschinen ausbauen

Geht es nach Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi so soll der Carrier bis zum Jahr 2030 die Flotte verdreifachen und rund 4.600 Piloten einstellen. Allein bis Ende 2021 will man 300 zusätzliche Flugzeugführer aufnehmen. Der Konzern verfügt über operative Flugbetriebe in Ungarn, Abu Dhabi und im Vereinigten Königreich. Wizz Air teilte nicht genau mit wo man bis 2030 so stark wachsen will, denn innerhalb Europas wäre eine Strategieänderung notwendig, denn an vielen kleineren Airports, die genutzt werden, ist kaum mehr Wachstum möglich. Somit müsste sich Wizz AIr noch stärker größeren Flughäfen zuwenden, jedoch sind diese oftmals mit höheren Kosten verbunden. Dem Vernehmen nach denkt der Carrier darüber nach, dass die einstige Tochter in Kiew-Schuljany reaktiviert wird und mit dieser Domestic-Ziele sowie Destinationen, für die ein AOC der Ukraine erforderlich ist, aufgenommen werden. Ähnliche Überlegungen gibt es auch für andere Staaten, die sich im Raum der ehemaligen Sowjetrepubliken und am Balkan befinden. Hier wäre durchaus einiges an Potential vorhanden. Momentan peilt Wizz Air an, dass die Flotte bis zum Jahr 2030 auf 500 Flugzeuge ausgebaut wird. Derzeit hat man 140 Maschinen, die ausnahmslos geleast sind. Unter Berücksichtigung bestehender Bestellungen bedeutet das Ziel, das sich der Lowcoster selbst gesetzt hat auch, dass eine größere Order bei Airbus oder einem anderen Hersteller – letzteres gilt als unwahrscheinlich – in naher Zukunft getätigt werden muss. Nicht überall gibt es nur positives Feedback auf den ambitionierten Plan des Billigfliegers. Beispielsweise kritisiert die europäische Pilotengewerkschaft ECA seit einigen Jahren die Arbeitsbedingungen für Flugzeugführer. Auch erwähnte Wizz Air in

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Lufthansa: Compensaid wird von mehr als 99 Prozent ignoriert

Der von Lufthansa unter der Marke Compensaid angebotene “Kohlenstoffdioxid-Ablasshandel” erweist sich offenbar als regelrechter Rohrkrepierer, der von mehr als 99 Prozent der Fluggäste nicht genutzt wird. Der Kranich-Konzern stieg vor einiger Zeit in das Geschäft mit “Kohlenstoffdioxid-Ablasshandel” ein, um Passagieren, die im Zuge ihrer Flugreise für Umweltprojekte oder Bio-Kerosin spenden wollen, eine Möglichkeit zur Kompensation geben zu können. In deutschen Medien werden immer wieder Begriffe wie angebliche Flugscham und ähnliches von der Realität abweichendes Kundenverhalten genannt. Gegenüber der “Welt am Sonntag” bestätigte ein Lufthansa-Sprecher, dass weniger als ein Prozent der Kunden über Compensaid für Umweltprojekte spende. Konzernchef Carsten Spohr sagte im Jahr 2019, dass die Nutzung so gering wäre, dass er die Spender alle per Handschlag begrüßen könne. Offensichtlich hat sich das Interesse seither nicht nennenswert geändert. Verschiedene Plattformen, darunter auch die Kranich-Tochter Compensaid, ermöglichen eine Art “Ablasshandel”. Passagieren wird angeboten, dass die die Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die ihr Flug verursacht mittels einer Spende für Umweltprojekte ausgleichen können. Genutzt wird diese Möglichkeit jedoch kaum und das “Greenwashing” eines deutschen Ticketverkäufers dürfte das Vertrauen ernsthafte Projekte nicht gerade gestärkt haben. Lufthansa betont aber, dass man im Bereich der Firmenkunden ein steigendes Interesse nach Kompensation verzeichnet. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass sich immer mehr Firmen ein grünes Image verpassen wollen. Privatreisende scheinen sich wenig um die Auswirkungen ihrer Flüge auf die Umwelt zu scheren.

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Österreich: Kosten für Hubschrauber-Rettung deutlich gestiegen

Die Wiener Städtische Versicherung stellte fest, dass sich seit dem Beginn der Coronakrise die Anzahl der Freizeit-, Sport-, und Haushaltsunfälle deutlich erhöht hat. Zuletzt verzeichnete man rund 780.000 Unfälle pro Jahr. Die Bergungskosten mittels Helikopter sind gleichzeitig gestiegen. Bergsteigen und -wandern wird immer beliebter, was gerade in der Corona-Pandemie zu steigenden Unfallzahlen am Berg und im Gelände geführt hat: Unfälle durch vermehrte Aktivitäten am Berg und im alpinen Raum haben laut Bergrettung Österreich allein im Jahr 2020 zu mehr als 8.000 Einsätzen (im Schnitt 22 pro Tag) geführt und für 261 Menschen sogar tödlich geendet. Wenn ein Unfall noch dazu sehr schwer ist oder im unzugänglichen Gelände passiert, ist eine Hubschrauberbergung oft unumgänglich. Und die Kosten dafür stiegen in den vergangenen Jahren an: Beliefen sich bei der Wiener Städtischen die durchschnittlichen Kosten pro Bergung im Jahr 2018 noch auf rund 3.000 Euro, so betrugen sie im Vorjahr schon 3.290 Euro, heuer kostet ein Einsatz durchschnittlich rund 3.900 Euro. Diese Kosten können je nach Einsatzdauer auch deutlich mehr als das Doppelte ausmachen. „Es ist vielen Wanderern und Bikern nicht bewusst, dass sie ohne private Unfallversicherung selbst für die Kosten einer Helikopter-Bergung aufkommen müssen. Ein Unfall hat damit nicht nur gesundheitliche Konsequenzen, sondern ist oft auch mit großen finanziellen Auswirkungen verbunden“, sagt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung.

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Juli 2021: Airbus konnte 47 Flugzeuge ausliefern

Bis Ende Juli 2021 konnte der europäische Flugzeugbauer Airbus insgesamt 344 Maschinen an 69 Kunden ausliefern. Im kürzlich abgelaufenen Monat waren es 47 Flugzeuge, die an 32 Besteller übergeben wurden. Gleichzeitig konnte Airbus im Juli 2021 zwei Neubestellungen an Land ziehen. Übergeben wurden 22 A320neo, 17 A321neo, ein A321ceo, vier A220-300, zwei A350 und ein A319ceo. Die beiden neuen Orders wurden von Volaris getätigt und betreffen den Maschinentyp A320neo. Die vier A220-300 wurden an die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Jetblue ausgeliefert. Weitere Details sind in Tabellenform unter diesem Link zum Download bereitgestellt.

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Austrian Airlines musste OE-LPA unfreiwillig in Chicago „parken“

Die im September 1997 ursprünglich an Lauda Air ausgelieferte Boeing 777-200 mit der Registrierung OE-LPA musste von 1. bis 4. August 2021 auf dem Flughafen O’Hare in Chicago ausharren. Laut Austrian Airlines gab es Probleme im Bereich der Bordnetzversorgung. Der rund 24 Jahre alte Langstreckenjet landete am 1. August 2021 als OS65 in der U.S.-amerikanischen Metropole. Bereits während dem Flug wurden technische Probleme festgestellt. Diese mussten vor dem Rückflug nach Österreich behoben werden, doch ganz so einfach gestaltete sich das nicht, berichtete zuerst das schweizerische Portal Aerotelegraph.com. Die Techniker mussten nach der sprichwörtlichen Stecknadel im Heuhaufen suchen, denn die Ursache der Fehlermeldung musste mühsam ermittelt werden. Weiters waren Ersatzteile erforderlich, die zunächst organisiert werden mussten. Letztlich war das technische Personal rund drei Tage lang damit beschäftigt die OE-LPA wieder fit zu bekommen. Dies war jedoch zwingend erforderlich, denn nach dem Grundsatz “Safety first” konnte man diese Boeing 777-200 ohne vorherige Behebung der Störung nicht wieder abheben lassen. Für die Passagiere und die Crew, die am 1. August 2021 auf OS65 von Wien nach Chicago geflogen sind, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. Austrian Airlines betont aber, dass man diese Störung vor dem nächsten Flug beheben musste. Ganz ohne Passagiere an Bord wurde die OE-LPA dann am 4. August 2021 ferry nach Wien überstellt. Dabei wurde die Flugnummer OS1474 genutzt. Die betroffene Maschine wurde gegen Beginn der Corona-Pandemie temporär in einen so genannten Preighter umgebaut. Aviation Direct hat unter diesem Link ein Vergleichsfoto bereitgestellt. Mittlerweile fliegt diese Boeing 777-200 aber wieder

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DHL stellt Drohnenprojekte ersatzlos ein

Die Online-Bestellung rasch per Drohne von DHL geliefert bekommen? Das wird es zumindest in absehbarer Zeit nicht geben, denn die Tochtergesellschaft der Deutschen Post teilte mit, dass die Entwicklung des Paketkopters schon vor einiger Zeit eingestellt wurde. Ein Sprecher bestätigte einen entsprechenden Medienbericht der Welt am Sonntag, in dem auch enthalten ist, dass eine Kooperation zur Auslieferung von Medikamenten in Tansania ebenfalls eingestellt wurde. Die Zusammenarbeit mit dem Drohnenhersteller Wingcopter wurde beendet. Deutsche Post-DHL betont auch, dass man wiederholt darauf hingewiesen habe, dass der Regeleinsatz von Drohnen in Deutschland nicht vorgesehen ist und man nun auch keine neuen Pilotprojekte mehr anpacken würde. Offenbar haben die Ergebnisse der ersten Tests die Vorstandsetage des Logistikkonzerns nicht überzeugt.

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Für Wiederzulassung: Boeing fliegt 737-Max-7 nach China

Bislang hat die chinesische Zivilluftfahrtbehörde dem Muster Boeing 737 Max noch keine Wiederzulassung erteilt. Der Hersteller flog nun mit der N7201S eine Max-7 nach Shanghai ein. Diese soll das Prüfverfahren unterstützen. China verhält sich aufgrund der beiden Abstürze zurückhaltend und hat im Gegensatz zu FAA und EASA noch kein grünes Licht erteilt. Für den Flugzeugbauer ist das durchaus problematisch, denn gerade dieser Staat gilt als besonders wichtiger Absatzmarkt. Nun stellt Boeing der lokalen Luftfahrtbehörde eine 737-Max-7 für Testzwecke zur Verfügung. Das offizielle China soll so die Modifikationen am Fluggerät überprüfen können und auch Testflüge durchführen können. Allerdings sind Sicherheitsbedenken offensichtlich nicht der einzige Grund für die Verzögerungen, denn zwischen den Vereinigten Staaten und China schwelt seit längerer Zeit ein Handelskonflikt. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass dem U.S.-amerikanischen Muster nicht gerade Priorität eingeräumt wird. Allenfalls pocht China – ähnlich wie die EASA und Kanada – auf die Durchführung eigener Testflüge mit eigenen Flugzeugführern.

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