April 28, 2023

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April 28, 2023

„Unruly PAX“ prügeln sich an Bord von Ryanair-UK-Flug

Zwei „unruly PAX“ sind sich am 26. April 2023 auf Ryanair-UK-Flug RK1249 so heftig in die Haare geraten, dass die Fäuste geflogen sind. Nach der Landung der als G-RUKA registrierten Boeing 737-800 verhaftete die spanische Polizei die beiden Störenfriede. Der Mittelstreckenjet befand sich auf dem Weg von Manchester nach Teneriffa-Süd. Laut lokalen Medienberichten sollen die Streithähne größere Mengen Alkohol zu sich genommen haben, wobei unklar ist, ob dieser aus dem Bordverkauf stammt oder aber entgegen der Beförderungsbestimmungen des Carriers „geschmuggelt“ wurde. Unter anderem Ryanair verbietet den Konsum von selbstmitgebrachten alkoholischen Getränken. Da die beiden „unruly PAX“ es nicht bei Worten belassen haben, sondern irgendwann auch die Fäuste geflogen sind, forderte der Kapitän die spanische Polizei an. Das Anflugverfahren auf Teneriffa Süd wurde möglichst verkürzt, um nicht noch mehr Zeit bis zur Landung verstreichen zu lassen. Anschließend betrat die Exekutive die Boeing 737-800, die von Ryanair UK betrieben wird, und nahm die Störenfriede fest. In den letzten Wochen häufen sich vergleichbare Ereignisse, wobei offensichtliche „Schwerpunkte“ die Vereinigten Staaten von Amerika, Europa und Indien sein dürften. Es ist völlig unklar warum momentan vermehrt „unruly-PAX“-Vorfälle auftreten. Je nach Land können durchaus empfindliche Geld- oder sogar Haftstrafen verhängt werden.

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Iberia beförderte Impfstoffe für eine MIllion Kinder

Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat als Logistikpartner einer Unicef-Iniative dazu beigetragen, dass rund eine Million Kinder gegen Covid-19 und andere Krankheiten geimpft werden konnten. Unter anderem hat man Spenden in zahlreiche Länder, die über eine mangelhafte medizinische Infrastruktur verfügen, befördert. „Wir müssen uns zu der großen Wirkung beglückwünschen, die die Allianz Iberia-UNICEF Spanien jeden Tag seit zehn Jahren hat. In einer Zeit, in der wir weltweit die größten Rückschläge bei Impfungen für Kinder seit Jahrzehnten erleben, ist es wichtig, weiterhin die Unterstützung engagierter Unternehmen wie Iberia zu haben, die sich weiterentwickeln und immer mehr Wert für Kinder bieten. Genau diese Art von langfristigen Allianzen garantiert systemische und dauerhafte Veränderungen im Leben der am stärksten gefährdeten Jungen und Mädchen“, sagte der Präsident von UNICEF Spanien, Gustavo Suárez Pertierra. Javier Sánchez-Prieto, CEO von Iberia, sagte seinerseits: „Wir sind wirklich stolz auf unsere Zusammenarbeit mit UNICEF und sehr dankbar sowohl für die von dieser Organisation geleistete Arbeit als auch für die großzügigen Beiträge unserer Kunden. Wir hoffen, dass Sie dieses Projekt weiterhin unterstützen und dass wir gemeinsam dazu beitragen können, mehr Kindern auf der ganzen Welt eine bessere Gesundheitsversorgung zu bieten.“

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EU führt Umweltlabel für Flugreisen ein

Die Europäische Union will ein spezielles Umweltlabel einführen, das bei Flugreisen den Kohlenstoffdioxid-Abdruck pro Passagier aufzeigen soll. Damit will man die Vergleichbarkeit verschiedener Fluggesellschaften vereinfachen. Die Umsetzung soll ab dem Jahr 2025 starten. Seit einiger Zeit heben einige Carrier ihre angebliche Umweltfreundlichkeit im Marketing besonders stark hervor. Manche bezeichnen sich als „Europas grünste Airline“, andere sticheln gegen Konkurrenten, die angeblich veraltetes Fluggerät betreiben sollen und wieder andere führen „Öko-Tarife“ ein, wobei völlig unklar ist, ob das SAF, für das extra bezahlt werden soll, auch tatsächlich auf dem gebuchten Flug getankt wird. Manche Fluggesellschaften haben bereits juristische „Watschn“ aufgrund von irreführender Werbung, umgangssprachlich auch Greenwashing genannt, kassiert. Die EU hofft nun, dass man mit dem geplanten Umweltlabel den Wildwuchs an „Öko-Behauptungen“ eindämmen und eine Vergleichbarkeit unter den Airlines schaffen kann. Das EU-Parlament hat den entsprechenden Beschluss in der Nacht zu Mittwoch gefasst. Unter anderem sollen der erwartete Kohlenstoffdioxidausstoß pro Passagier sowie die -effizienz pro Kilometer in die Bewertung einfließen. Künftig soll auch die Beimischung von SAF, soweit technisch möglich, verpflichtend werden. Ab dem Jahr 2025 sollen zwei Prozent beigemischt sein. Per 20230 wird die Quote auf sechs Prozent erhöht, 2035 auf 20 Prozent, 2040 auf 34 Prozent, 2045 auf 42 Prozent und bis 2050 sollen es dann 70 Prozent sein. Diese Regelung muss noch formell von EU-Parlament und den EU-Staaten abgesegnet werden.

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Flughafen Wien begrüßt Comeback-Ankündigung von Jet2

Österreichs größter Flughafen, Wien-Schwechat, begrüßt das seitens der Billigfluggesellschaft Jet2 für September 2023 angekündigte Comeback. Der Carrier beabsichtigt Birmingham und Manchester mit der Bundeshauptstadt der Alpenrepublik zu verbinden. Dazu Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG: „Mit dem Comeback von Jet2.com am Flughafen Wien wird der Norden Englands künftig noch besser erreichbar und ich freue mich, dass wir damit unser Flug- und Destinationsangebot ab Wien in diese Region damit erweitern können. Manchester und Birmingham sind gerade für Citytrips sehr attraktive Destinationen, geprägt von britischer Kultur und eingebettet in der wunderschönen nordenglischen Umgebung. Die neuen Flugangebote ab September und November sind auch für den Incoming-Tourismus wichtig, denn viele britische Gäste genießen die Weihnachtszeit in Wien und besuchen die romantischen Weihnachtsmärkte oder die spannenden kulturellen Aktivitäten der Stadt“. Jet2.com ist die drittgrößte Fluggesellschaft Großbritanniens und fliegt von zehn britischen Flughäfen zu mehr als 65 Zielen in ganz Europa und darüber hinaus. Seit dem ersten Flug im Jahr 2003 hat Jet2.com ihre Flotte mit der Lieferung von 34 brandneuen Boeing 737-800NG-Flugzeugen und der Bestellung von 60 neuen Airbus A321neo-Flugzeugen erweitert.

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Mehrausgaben für Treibstoff: Hawaiian Airlines wegen A321neo-Problemen verägert

Viele Fluggesellschaften erwarten sich vom Einsatz von Flugzeugen der A320neo-Reihe signifikante Kostenvorteile im Bereich des Treibstoffverbrauchs. Hawaiian Airlines ärgert daher besonders, dass man aufgrund von Triebwerksproblemen einige A321neo nicht einsetzen konnte. Man habe dadurch um rund 21,4 Prozent mehr Sprit verbraucht. Die Kerosinkosten sind der größte variable Kostenblock, denn Airlines stemmen müssen. Da die Treibstoffpreise seit einigen Jahrzehnten tendenziell steigen, ist jede eingesparte Tonne herzlich willkommen. Über eine Geschäftsjahresperiode hinweg summiert es sich ganz ordentlich und je nach Größte der Fluggesellschaft geht es schnell um zwei- oder gar dreistellige Millionen-U.S.-Dollar-Beträge. Im ersten Quartal des laufenden Jahres konnte Hawaiian Airlines die als sparsam geltenden Airbus A321neo zeitweise nicht einsetzen. Hintergrund ist, dass man Triebwerksprobleme hatte und benötigte Ersatzteile bzw. Tauschantriebe auf sich warten haben lassen. Der Carrier setzte auf vielen Routen Langstreckengerät des Typs Airbus A330 ein. Dies hatte seinen Preis, denn laut Erklärung der Fluggesellschaft führe dieser Umstand dazu, dass im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum der Verbrauch um 21,4 Prozent gestiegen ist. Daraus resultierend musste man wesentlich mehr Geld für Kerosin aufwenden. Befördert hat man in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 rund 2,5 Millionen Fluggäste. Damit lag man um 27,7 Prozent über dem Wert, den man im ersten Quartal des Vorjahres erreicht hat. Die Einnahmen werden mit 548,5 Millionen U.S.-Dollar kommuniziert. Die Treibstoffkosten sind um 30,9 Prozent gestiegen und sollen maßgeblich dazu beigetragen haben, dass man einen Fehlbetrag in der Höhe von 98,2 Millionen U.S.-Dollar eingeflogen hat.

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SkyUp evakuiert Mitarbeiter aus dem Sudan

Eigenen Angaben nach hat die Billigfluggesellschaft SkyUp ihre 36 Beschäftigten, die aufgrund eines Wetlease-Auftrags im Sudan stationiert waren, in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium der Ukraine ausgeflogen. Die Kooperation mit Sun Air ist vorerst auf Eis gelegt. Der Status der am Flughafen Khartum verbliebenen Flugzeuge ist derzeit nicht bekannt, aber diese Situation hat jedoch keinen Einfluss auf die operativen Aktivitäten der Fluggesellschaft. SkyUp Airlines führt weiterhin Flüge unter allen laufenden Verträgen – ausgenommen Sun Air – durch. Die Flotte der Fluggesellschaft besteht derzeit aus 10 Flugzeugen des Typs Boeing 737.

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Boeing will heuer bis zu 450 B737-Max ausliefern

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing geht davon aus, dass man in diesem Jahr – ungeachtet der jüngsten Probleme – zwischen 400 und 450 B737-Max an Kunden ausliefern wird. Der Konzern ist der Ansicht, dass lediglich kurzfristige Auslieferungen von Verzögerungen betroffen sein werden. Mitte April 2023 wurde Boeing vom Zulieferer Spirit AeroSystems darüber informiert, dass es bei der Herstellung von Komponenten zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Konkret wurde bei zwei Beschlägen im hinteren Rumpfteil der B737-Max ein nicht standardisiertes Herstellungsverfahren verwendet. Betroffen ist primär die Max-8-Reihe. „Während die kurzfristigen Auslieferungen und die Produktion beeinträchtigt werden, da das Programm notwendige Inspektionen und Nacharbeiten durchführt, rechnet das Programm immer noch damit, in diesem Jahr 400-450 Flugzeuge auszuliefern“, so der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer. Weiters erklärte man, dass noch im Laufe dieses Jahres die Fertigungsrate auf 38 B737-Max pro Monat hochgefahren werden soll. Bis 2026 will man monatlich 50 Maschinen dieses Typs endmontieren.

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Passagierzahlen: Dresden und Leipzig legen weiter zu

Die Mitteldeutschen Flughäfen verzeichneten in den ersten drei Monaten des Jahres eine weiter wachsende Nachfrage, insbesondere nach touristischen Flügen. An den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle wurden deutlich mehr Passagiere gezählt als im Vorjahr. Besonders gefragt waren Flugreisen nach Spanien, Ägypten und in die Türkei. Im ersten Quartal des Jahres hat sich an den mitteldeutschen Flughäfen die Erholung des Passagieraufkommens von den Folgen der Pandemie weiter fortgesetzt. In Summe zählten die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden 415.793 Fluggäste; 96,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2022. Die Zahl der Flugbewegungen stieg um 4,8 Prozent auf insgesamt 22.695 Starts und Landungen. Am Flughafen Dresden erhöhte sich die Zahl der Fluggäste von Januar bis März 2023 auf 146.228. Das entspricht einer Steigerung von rund 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Flugzeugbewegungen stieg in den ersten drei Monaten um rund 18 Prozent auf 3.898. Am Flughafen Leipzig/Halle stiegen die Fluggastzahlen im ersten Quartal um mehr als 95 Prozent auf 269.565. Die Anzahl der Flugzeugbewegungen wuchs im Vergleich zum Vorjahr von Januar bis März um 2,4 Prozent auf 18.797 Starts und Landungen. Bezogen auf die Vorpandemiesituation erreichten die Mitteldeutschen Flughäfen per März 2023 rund 57 Prozent des Passagieraufkommens von 2019. In dieser Entwicklung spiegeln sich das weiterhin eingeschränkte Angebot sowie die bundesweite Entwicklung wider, die unter dem europäischen Durchschnitt liegt.

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Sabena Technics soll sich an „Geisterflughafen“ Ciudad Real ansiedeln

Der spanische Flughafen Ciudad Real gilt als in Beton gegossenes Negativbeispiel für den einstigen Flughafenwildwuchs in Spanien. Nun soll der „Geisterflughafen“ neues Leben in Form eines Sabena-Technics-Wartungsbetriebs bekommen. Errichtet wurde der Airport für stolze 1,1 Milliarden Euro. Selbst an eine Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke in die 220 Kilometer entfernte Hauptstadt Madrid hat man gedacht. Allerdings wurde bereits kurz nach der Eröffnung klar, dass der Flughafen Ciudad Real überflüssig ist und vom Markt nicht angenommen wurde. Trotz des Umstands, dass man über eine 4.100 Meter lange Piste verfügt war der reguläre Flugverkehr eher die Ausnahme als der Regelfall. Diese Diskrepanz zwischen den Erwartungen und der Realität führte zum Konkurs des Flughafens und seiner Schließung im Jahr 2012, nur drei Jahre nach seiner Eröffnung. Der Zeitpunkt seiner Eröffnung, direkt nach der katastrophalen Wirtschaftskrise in Spanien 2008, sorgte dafür, dass der internationale Flughafen Ciudad Real in ganz Spanien bald zum Synonym für die finanziellen Exzesse der Vorkrisenzeit wurde. Das Projekt von Sabena Technics, bei dem rund 100 Flugzeuge pro Jahr in Ciudad Real gewartet werden sollen, trägt zu dieser Spezialisierung bei. In dieser Hinsicht folgt der internationale Flughafen Ciudad Real dem Beispiel anderer spanischer Flughäfen, die sich auf Industrie- und Lageraktivitäten spezialisiert haben. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Ansiedelung des MRO-Betriebs tatsächlich umgesetzt wird oder nicht.

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Wizz Air steigt bei SAF-Startup ein

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air beteiligt sich mit fünf Millionen Pfund-Sterling am SAF-Hersteller Firefly. Damit will man ab 2028 den Flugbetrieb im Vereinigten Königreich versorgen. Der so genannte nachhaltige Kraftstoff soll unter anderem aus Kläranlagenschlamm hergestellt werden. Firefly ist auf ein Verfahren spezialisiert, das Klärschlamm, ein in großen Mengen verfügbares Abfallprodukt mit geringem Wert, in SAF umwandelt. In Großbritannien fallen jährlich mehr als 57 Millionen Tonnen Klärschlamm an, aus denen 250.000 Tonnen SAF hergestellt werden könnten. Die Vereinbarung mit Firefly und die Investition in die neue SAF-Technologie sind der jüngste Meilenstein in Wizz Airs breiter angelegter Nachhaltigkeitsstrategie, zu der auch der ehrgeizige Plan zur Erneuerung der Flotte und der bereits effiziente Low-Cost-Betrieb mit Flugzeugen der neuesten Technologie und hoher Sitzplatzdichte und Auslastung gehören. Dies wird die Position von Wizz Air als Branchenführer in Sachen Nachhaltigkeit weiter stärken und das Unternehmen in seiner Verpflichtung bestärken, seine Kohlenstoffemissionen pro Passagier/km bis 2030 um 25% zu reduzieren.

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