März 29, 2024

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März 29, 2024

AUA-Streik: Industriellenvereinigung wirft „Utopie“ vor

Wenig überraschend hat sich bezüglich dem Streik des fliegenden Personals der Austrian Airlines auch die Industriellenvereinigung mit scharfer Kritik an den Arbeitnehmervertretern zu Wort gemeldet. „Die Entwicklungen in den letzten Tagen seitens der Gewerkschaft rund um die KV-Verhandlungen bei der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) haben einen bedenklichen Punkt erreicht. Nach 17 Verhandlungsrunden und mehrfachen Anpassungen des Angebots, das mittlerweile deutlich über der rollierenden Inflation liegt, beharrt die Gewerkschaft auf utopischen und völlig unrealistischen Forderungen. Neben den ständigen Streikdrohungen ist es vor allem die Tonalität der Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter, die auf eine geringe Kompromissbereitschaft seitens der Arbeitnehmer-Verhandler deutet. Damit gefährde man die Zukunft sowie die Existenz des österreichischen Aushängeschilds im Luftverkehr. Die AUA hat in den letzten Jahren bewiesen, dass es trotz der Krisen möglich ist, eine österreichische Fluglinie erfolgreich zu führen. Nachdem die Unterstützung der Steuerzahler vorzeitig abgezahlt wurde und die Zeichen nun auf Erfolgskurs stehen, könnten jetzt Investitionen in die Zukunft getätigt werden, die den Standort Österreich stärken. Stattdessen wird mit unrealistischen Forderungen seitens der Gewerkschaft die Existenz des Unternehmens bedroht. Über 50.000 Passagiere können somit über die Osterfeiertage nicht zu ihren Familien oder in den geplanten Urlaub reisen. Die Gewerkschaft legt damit ein faules Ei in den Osterkorb vieler Österreicherinnen und Österreich“, so die IV. Die Industriellenvereinigung appelliert deshalb an die Vernunft und Rationalität der Arbeitnehmerseite. Es ist schlichtweg absurd, bei professionellen Verhandlungen stur auf den Forderungen festzuhalten“, heißt es seitens der IV.

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Addio, Air Malta! Merħba, KM Malta Airlines!

Mit dem Ende der Winterflugplanperiode 2023/24 endet in der Republik Malta eine Luftfahrtära, denn der staatliche Carrier Air Malta wird den Betrieb für immer einstellen. Der Nachfolger KM Malta Airlines übernimmt die Flotte. Bis zum 21. September 2024 war Malta eine britische Kronkolonie. Der Flugverkehr wurde daher überwiegend von der damaligen British European Airways, die eine Basis auf dem Luqa Airport unterhalten hat, durchgeführt. Daran änderte sich auch nach der Unabhängigkeit zunächst nichts. Im Jahr 1973 hat das maltesische Parlament umfassende Änderungen im Bereich der Luftfahrt beschlossen. Air Malta wurde als staatliche Fluggesellschaft gegründet. Um eine gewisse Form der Starthilfe gewähren zu können, wurden die Exklusivverträge mit British European Airways, die gerade dabei war mit British Overseas Airways zu British Airways zu fusionieren, aufzulösen. Somit konnte das im Vereinigten Königreich ansässige Luftfahrtunternehmen keine Basis mehr auf Malta betreiben. Zahlreiche maltesische Piloten und Flugbegleiter haben dann den Arbeitgeber gewechselt und heuerten bei der staatlichen Air Malta an. Diese hob am 1. April 1974 erstmals kommerziell ab. Zu Beginn war die Flotte von Boeing 720B, die bereits damals in die Jahre gekommen waren, geprägt. Über die fast 50 Jahre Existenz hat man viele verschiedene Maschinentypen betrieben. Die letzten 20 Jahre waren für Air Malta finanziell nicht sonderlich erfolgreich. Wiederholt sprang der Staat mit Geldspritzen ein. Einer der maßgeblichen Gründe für die Miesere ist, dass das Unternehmen für die vergleichsweise kleine Flotte enorm viele Mitarbeiter beschäftigt. Das Lohnniveau ist sehr hoch, was auch den starken Gewerkschaftern zu verdanken ist. Zahlreiche Sanierungsversuche waren nicht

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Streik: FPÖ und SPÖ kritisieren AUA-Corona-Staatshilfe heftig

Es kommt nicht häufig vor, dass sich SPÖ und FPÖ bei einem Thema einig sind. In Sachen Austrian Airlines werfen beide Parteien der schwarz-grünen Bundesregierung schwere Fehler vor. Im Gegensatz zu Deutschland habe man sich im Zuge der unter dem damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz gewährten Staatshilfe nicht in Form einer Beteiligung abgesichert. Nebst staatlich garantierten Krediten, die seitens der AUA zwischenzeitlich zurückbezahlt wurden, hat das Luftfahrtunternehmen auch 150 Millionen Euro in Form eines Zuschusses erhalten. Eine Beteiligung des Staats ging man – im Gegensatz zu Deutschland – nicht ein. Die SPÖ erklärt in einer Aussendung, dass die damalige Regierung mit der Rettung der AUA kein Geld verdient habe, sondern Geld nicht nachhaltig versenkt habe. Deutschland hingegen hat über die Auflösung der Beteiligung bestens verdient. „Der aktuelle Konflikt um die AUA ist das Ergebnis der falschen Wirtschaftspolitik der ÖVP, die sich nun rächt“, sagt SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer. „150 Mio. Euro bekam die AUA vor vier Jahren als Finanzspritze aus Steuergeld. Während sich Deutschland damals an der Lufthansa beteiligt hat und damit für die Steuerzahler mittlerweile einen Gewinn von 760 Mio. Euro lukriert hat, gab es von der ÖVP-geführten Regierung einen 150 Mio. nicht rückzahlbaren Zuschuss aus Steuergeld – dieses Geld ist weg und direkt in die Taschen der Aktionäre der Lufthansa geflossen. Was die damals angeblich vereinbarten Bedingungen Wert sind, zeigt sich jetzt, wenn das AUA-Management mit einer Schwächung des Standorts Wien droht. Der Deal ist das Ergebnis der geballten wirtschaftspolitischen Inkompetenz der damaligen ‚Chefverhandler‘ ÖVP-Kanzler Kurz, ÖVP-Finanzminister Blümel und ÖBAG-Chef

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4. April 2024: Fliegendes AUA-Personal erneut zu Betriebsversammlung eingeladen

Passagiere der Austrian Airlines müssen sich auch in der kommenden Woche auf eine Störung im Flugbetrieb einstellen, denn am 4. April 2024 wollen die Arbeitnehmervertreter erneut eine Betriebsversammlung abhalten. Die Folge daraus: Neuerlich müssen viele Flüge gestrichen werden. Seit dem 7. März 2024 handelt es sich nun um die dritte Betriebsversammlung, zu der die Gewerkschaft Vida und der Betriebsrat Bord einladen. Es ist jedoch aufgrund einer abgesagten Zusammenkunft zum Ausfall von vielen Flügen gekommen. Austrian Airlines hatte gegen die für den 14. März 2024 geplante Betriebsversammlung geklagt und auf wundersame Weise konnte die Flughafen Wien AG, deren Vorstand Günther Ofner auch Luftfahrt-Fachgruppenobmann in der WKO ist, keine freien Räumlichkeiten finden. Die AUA hatte bereits die Passagiere informiert und teilweise umgebucht. Die zunächst auf unbestimmte Zeit verschobene Zusammenkunft wurde dann in der Folgewoche im Multiversum Schwechat nachgeholt. Allerdings haben nur knapp über ein Drittel des fliegenden Personals auch tatsächlich teilgenommen. Dennoch waren dies offiziellen Angaben nach etwa 1.280 Personen. Nach der genannten Betriebsversammlung, für die die Arbeitnehmervertreter gar Stockbusse als Shuttleservice zwischen Airport und Multiversum Schwechat gechartert haben, stand dann das Thema Streik im Raum. Noch gab sich Gewerkschafter Daniel Liebhart zuversichtlich, dass in den anstehenden Verhandlungsrunden eine Einigung gefunden werden kann. Das gelang aber nicht, so dass die Piloten und Flugbegleiter der AUA am 28. März 2024 um Mitternacht in einen 36-stündigen Streik getreten sind. Die Reisepläne von etwa 50.000 Passagieren wurden durchkreuzt. Noch bevor die Arbeitsniederlegungen überhaupt beendet waren, wurden von Vida und Betriebsrat weitere Maßnahmen gesetzt: Das fliegende

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AUA-Streik: Flughafen Wien will Parkplatzkosten erstatten

Der Flughafen Wien hat angekündigt, dass man Passagieren, die aufgrund des Streiks, der bei Austrian Airlines über die Bühne geht, Reisenden, die ihre Fahrzeuge länger abstellen mussten, die Mehrkosten erstatten wird. Personen, die bereits vorab online gebucht haben, jedoch wegen Flugstreichung ihre Reservierung nicht nutzen konnten, sollen ebenfalls ihre Parkplatzbuchung kostenfrei stornieren zu können. In beiden Fällen müssen sich Betroffene an die Flughafen Wien AG wenden. „Dafür reicht ein E-Mail mit der Online-Parkplatzbuchung bzw. mit einer Bestätigung der Flug-Umbuchung an [email protected]. Mit dieser raschen und einfachen Lösung unterstützt der Flughafen Wien alle von den Flugplanänderungen betroffenen Streikopfer bei Austrian Airlines“, so Österreichs größter Airport in einer Aussendung.

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