August 11, 2025

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August 11, 2025

Ryanair kritisiert Flugsicherung in Deutschland

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat den deutschen Verkehrsminister Schnieder aufgefordert, Maßnahmen zur Behebung des Personalmangels bei der deutschen Flugsicherung zu ergreifen. Nach Angaben der Airline kam es im Jahr 2025 bis zum 4. August bei fast 11.300 Flügen zu Verspätungen. Mehr als zwei Millionen Passagiere von Ryanair seien demnach von den Störungen betroffen gewesen. Ryanair kritisiert, daß mangelhaftes Management und fehlendes Personal bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) die Hauptursache für die Verzögerungen seien. Die Fluggesellschaft kämpft seit langem auf EU-Ebene für eine Reform, die eine vollständige Personalbesetzung der Flugsicherungsdienste gewährleisten soll. Die Forderung wird von anderen Fluggesellschaften und Branchenverbänden geteilt, die ebenfalls unter den Verspätungen leiden. Die Fluggesellschaft rief ihre Passagiere dazu auf, sich auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite zu engagieren. Dort sollen sie die nationalen Verkehrsminister und die EU-Kommission auffordern, die Flugsicherungsdienste ausreichend zu besetzen. Die Airline hofft, dadurch einen Großteil der Verspätungen, die durch die Flugsicherung verursacht werden, beseitigen zu können. Ein ähnliches Vorgehen hatte Ryanair bereits in Frankreich bei den wiederholten Streiks der Fluglotsen unternommen. Die Kritik von Ryanair ist nicht neu. Die DFS hat in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit dem Personalstand, insbesondere in den Kontrollzentren, zugegeben. Im Jahr 2023 warnte die DFS vor Engpässen, die auch zu Einschränkungen bei der Flugverkehrsführung führen könnten. Die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) fordert ebenfalls eine bessere Koordinierung der Flugsicherungsdienste in der EU, um die Pünktlichkeit zu verbessern.

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Wizz Air erweitert Angebot am Flughafen Köln/Bonn mit Skopje

Die Fluggesellschaft Wizz Air wird ihr Streckennetz am Flughafen Köln/Bonn mit einer neuen Verbindung nach Skopje ausbauen. Der Erstflug in die Hauptstadt Nordmazedoniens findet am 15. Dezember 2025 statt. Die Strecke wird viermal wöchentlich, immer montags, mittwochs, freitags und sonntags, bedient. Damit stärkt Wizz Air seine Position im osteuropäischen Flugverkehr von und nach Deutschland. Die neue Route ist die zweite Ergänzung im kommenden Winterflugplan der Airline am Flughafen Köln/Bonn. Bereits ab dem 26. Oktober 2025 startet Wizz Air ebenfalls viermal pro Woche nach Bukarest in Rumänien. Die neuen Verbindungen unterstreichen die Rückkehr und den Ausbau der Fluggesellschaft an dem deutschen Flughafen, nachdem sie dort in der Vergangenheit bereits vertreten war. Cenk Özöztürk, Geschäftsführer der Flughafen Köln/Bonn GmbH, begrüßte die Entscheidung und sprach von Gesprächen über weitere mögliche neue Strecken. Skopje gilt als eine Stadt, die Geschichte, Kultur und Moderne miteinander verbindet. Mit Sehenswürdigkeiten wie der historischen Steinbrücke über den Vardar-Fluß und der Festung Kale bietet die Stadt eine Vielzahl an kulturellen Anziehungspunkten. Gleichzeitig dient sie als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur, wie beispielsweise zum nahegelegenen Matka-Canyon. Die Flugzeit von Köln/Bonn nach Skopje beträgt rund zweieinhalb Stunden. Auf der neuen Strecke kommen Maschinen vom Typ Airbus A321neo zum Einsatz. Diese Flugzeuge sind für ihre Effizienz bekannt. Die Verbindung nach Skopje ist bereits seit heute, dem 7. August, buchbar. Die Strategie von Wizz Air, vermehrt auf Verbindungen zwischen West- und Osteuropa zu setzen, wird durch die neuen Strecken ab Köln/Bonn weiter gefestigt. Das Unternehmen fokussiert sich auf Wachstum in der Region.

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Lufthansa: Flottenmodernisierung mit „Allegris“ und massivem Wachstum bis 2028

Die Lufthansa-Gruppe steht vor einer umfassenden und beschleunigten Erneuerung ihrer Interkontinentalflotte. Wie Konzernchef Carsten Spohr nach der Vorlage der jüngsten Quartalsbilanz ankündigte, erwartet die Fluggesellschaft im September 2025 die erste Boeing 787-9 mit der neuen Kabinenausstattung „Allegris“. Dieser Schritt markiert den Beginn einer ehrgeizigen Modernisierungsoffensive, die bis 2028 zu einem dramatisch verjüngten Langstreckenfuhrpark führen soll. Trotz aktueller Lieferschwierigkeiten der Flugzeughersteller und der damit verbundenen Notwendigkeit, ältere Modelle wie die Boeing 747-400 und den Airbus A340 weiter zu betreiben, rechnet die Lufthansa bereits ab 2026 mit spürbaren finanziellen Effekten. Die Strategie zielt darauf ab, die Produktivität zu steigern und durch das neue Kabinenkonzept höhere Erlöse zu erzielen, um die Position als führende Premium-Airline zu stärken. Die neue Flotte im Detail: Zahlen und Fakten bis 2028 Die Zukunft der Lufthansa-Langstreckenflotte ist in den kommenden Jahren klar definiert. Spohr nannte konkrete Zielgrößen für die einzelnen Flugzeugtypen, die bis 2028 im Konzernverbund betrieben werden sollen. Diese massive Flottenverjüngung wird einen Großteil der älteren Flugzeuge, die derzeit noch am Drehkreuz Frankfurt stationiert sind, ersetzen. Der Konzern ist sich bewusst, daß die Boeing 747-400 und der Airbus A340-300 ineffizient und wartungsintensiv sind, aber aufgrund der verzögerten Auslieferungen neuer Flugzeuge durch die Hersteller Airbus und Boeing derzeit noch unverzichtbar sind. Die geplante Erneuerung wird die Betriebskosten der Lufthansa-Gruppe signifikant senken. Wirtschaftliche Vorteile: Effizienz, Produktivität und Erlöse Die Flottenmodernisierung ist nicht nur eine kosmetische Maßnahme, sondern eine strategische Investition, die sich finanziell auszahlen soll. Nach Angaben von Spohr wird sich der „finanzielle Effekt“ der neuen Flotte bereits 2026

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Türkei verzeichnet Anstieg bei Tourismuseinnahmen im ersten Halbjahr 2025

Die Türkei hat im ersten Halbjahr 2025 einen leichten Anstieg der internationalen Besucherzahlen und einen deutlichen Zuwachs der Tourismuseinnahmen verzeichnet. Insgesamt zählte das Land 26,4 Millionen internationale Gäste, was einem Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Einnahmen stiegen jedoch mit 22 Milliarden Euro um 7,6 Prozent deutlich stärker, was auf eine erhöhte Tagesausgabe der Reisenden zurückzuführen ist. Der durchschnittliche Tagesumsatz pro Person stieg auf 91 Euro, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Obwohl Märkte wie Rußland und Großbritannien bei den Besucherzahlen zulegten, gab es im ersten Halbjahr einen leichten Rückgang der Gäste aus Deutschland von 1,8 Prozent. Dies steht im Gegensatz zu den stabilen Zahlen aus Österreich und der Schweiz. Deutsche Reiseveranstalter führen den Rückgang auf höhere Preise zurück, die das türkische Tourismusministerium als Erfolg feiert. Allerdings zeigt die Entwicklung im Juni, daß die Zahl der deutschen Einreisen wieder spürbar anstieg, nachdem die Anbieter vermehrt Last-Minute-Angebote und günstigere Konditionen auf den Markt gebracht hatten. Die gestiegenen Einnahmen bei nahezu gleichbleibender Besuchermenge deuten darauf hin, daß die Türkei erfolgreichere Strategien anwendet, um die Reisenden zu höheren Ausgaben zu bewegen. Die Steigerung der Ausgaben pro Kopf ist ein zentrales Ziel der türkischen Tourismusstrategie, die sich stärker auf wertschöpfende Segmente konzentriert. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Diversifizierung der Angebote und der gezielten Ansprache verschiedener Quellmärkte wider. Das Land möchte somit seine Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringern und seine Position als attraktive Reisedestination stärken. Der deutsche Reisemarkt gilt traditionell als einer der wichtigsten für die Türkei. Die Hotels in

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Haarscharf über Neufundland: Gefahr durch Wirbelschleppen

Ein beunruhigender Zwischenfall über dem Atlantik wirft erneut ein Schlaglicht auf die kaum sichtbaren, aber lebensgefährlichen Wirbelschleppen von Großflugzeugen. Am 27. Juli 2025 geriet ein Airbus A321LR der Fluggesellschaft Air Transat im Luftraum über Neufundland in die starken Wirbelschleppen eines in größerer Höhe kreuzenden Airbus A350-1000 von Ethiopian Airlines. Das kleinere Flugzeug wurde heftig durchgeschüttelt, zwei Crewmitglieder stürzten, und eines verlor sogar kurzzeitig das Bewußtsein. Die kanadische Transportsicherheitsbehörde TSB hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Beinahe-Unglücks zu klären. Dieser Vorfall ist eine eindringliche Mahnung an die Luftfahrtindustrie, die Abstandsregeln in einer immer voller werdenden Welt des Luftverkehrs zu überprüfen. Ein Routineflug wird zum Schreckensmoment Flug Air Transat 207 befand sich auf dem Weg von Manchester nach Toronto. An Bord der Maschine, einem Airbus A321LR mit dem Kennzeichen C-GOIR, waren 196 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Der Routineflug über dem Nordatlantik, in einer Höhe von 34.000 Fuß (etwa 10.360 Meter), nahm eine dramatische Wendung, als das Flugzeug plötzlich von starken Turbulenzen erfaßt wurde. Die kanadische Transportsicherheitsbehörde TSB bestätigte in einer Mitteilung, daß der Auslöser die Wirbelschleppen waren, die von einem überfliegenden Airbus A350-1000 von Ethiopian Airlines (Flug ET-BAX) stammten. Die Ethiopian-Maschine, Flug Ethiopian Airlines 501 von Washington nach Addis Abeba, kreuzte die A321LR von Air Transat in einer Höhe von 35.000 Fuß. Obwohl sich zwischen den beiden Flugzeugen ein vertikaler Abstand von 1.000 Fuß (rund 300 Meter) befand, reichte dies nicht aus, um die Air Transat-Maschine vor den starken Verwirbelungen der A350 zu schützen. Diese Verwirbelungen, die sich an den

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Deutschlandticket-Finanzierung bis 2026 gesichert, aber Lücke bleibt

Das Bundeskabinett hat die Finanzierung des Deutschlandtickets bis 2026 verlängert. Bund und Länder wollen jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Projekt beisteuern. Obwohl der bisherige Zuschussrahmen damit kurzfristig gesichert ist, sehen Verkehrsunternehmen und einzelne Bundesländer weiterhin eine erhebliche Finanzierungslücke. Seit der Preiserhöhung von 49 auf 58 Euro pro Monat zu Jahresbeginn verzeichnet das Deutschlandticket rund 13,5 Millionen Abonnenten und hat damit sein politisches Ziel von 15 Millionen Nutzern verfehlt. Laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist es zwar ein Erfolg, daß die Zahl der Abonnenten nach der Preissteigerung nicht gesunken ist, die Branche sieht jedoch weiteren Handlungsbedarf. Für einen substantiellen Beitrag zur Verkehrswende und zur Stärkung des regionalen Tourismus seien höhere Verkaufszahlen notwendig. Nach Berechnungen des VDV beläuft sich das jährliche Defizit auf mindestens 3,5 Milliarden Euro. Die Verkehrsunternehmen, die in ihren jährlichen Bilanzen auf diese Einnahmen angewiesen sind, fordern eine stabile und langfristige Finanzierung. Mehrere Bundesländer, darunter Schleswig-Holstein und Niedersachsen, fordern vom Bund klare, langfristige Zusagen. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) warnte, daß die aktuelle Finanzierung nicht ausreiche und Kürzungen beim Zugangebot drohten. Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) lehnte weitere Preiserhöhungen ab und sprach von einem drohenden Dominoeffekt, der das gesamte Ticket gefährden könnte. Mecklenburg-Vorpommern betonte die Notwendigkeit, das Ticket für spezielle Zielgruppen wie Studenten und Berufspendler attraktiver zu gestalten. Auch der Deutsche Tourismusverband (DTV) äußerte Bedenken. Geschäftsführer Norbert Kunz mahnte, daß Preiserhöhungen die Akzeptanz des Tickets gefährden könnten. Er plädierte dafür, daß Mobilität nicht zu einer finanziellen Belastung für private Haushalte werden dürfe. Die Verlängerung der

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Eskalation im Sudan: Sudanesische Luftwaffe zerstört Flugzeug mit Söldnern an Bord

Der Bürgerkrieg im Sudan hat eine neue, gefährliche Eskalationsstufe erreicht. Die sudanesische Luftwaffe hat am 7. August 2025 ein Flugzeug bombardiert und vollständig zerstört, das Berichten zufolge kolumbianische Söldner an Bord hatte. Der Angriff ereignete sich bei der Landung auf dem Flughafen Nyala im südlichen Darfur, einem Gebiet, das von den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) kontrolliert wird. Sudanesischen Staatsmedien zufolge kamen dabei mindestens 40 Menschen ums Leben. Der Vorfall unterstreicht nicht nur die anhaltende Intensität des Konflikts, der bereits in sein drittes Jahr geht, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die Rolle ausländischer Akteure in diesem verheerenden Krieg. Die Regierung in Khartum wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten vor, die RSF mit Waffen und Söldnern zu unterstützen, während die Emirate jegliche Beteiligung bestreiten. Ein präziser Schlag: Der Angriff auf dem Flughafen Nyala Nach Angaben des sudanesischen Staatsfernsehens und einer von der Nachrichtenagentur AFP zitierten Militärquelle wurde das Flugzeug „bombardiert und vollständig zerstört“. Die genaue Modellbezeichnung des Flugzeugs ist bislang unbekannt, jedoch steht fest, daß es als Transportmittel für kolumbianische Söldner diente. Der Angriff auf dem Flughafen Nyala, einem strategisch wichtigen Ort im südlichen Darfur, ist ein Zeichen für die veränderte Kriegsdynamik. Die sudanesische Armee von General Abdel Fattah al-Burhane scheint nun in der Lage zu sein, auch tief im von den RSF kontrollierten Gebiet präzise Angriffe durchzuführen. Die Regierung in Khartum, die seit einem Putsch im Jahre 2021 von General al-Burhane de facto regiert wird, hat die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wiederholt beschuldigt, die RSF zu bewaffnen. Dies soll unter

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Airlink modernisiert Flotte mit Embraer-Maschinen

Die südafrikanische Fluggesellschaft Airlink hat mit dem Leasingunternehmen Azorra einen Vertrag über die Beschaffung von zehn neuen Flugzeugen des Typs Embraer E195-E2 abgeschlossen. Die Auslieferung der ersten Maschine ist für Ende des Jahres geplant. Mit dieser Erweiterung wird die Flotte von Airlink von 68 auf 78 Flugzeuge anwachsen. Die neuen Flugzeuge sollen die Kapazität der Airline auf stark frequentierten Strecken erhöhen und neue Routen in der Region erschließen. Die neuen Embraer E195-E2, die Platz für bis zu 136 Passagiere bieten, sollen Airlinks Position als führende regionale Fluggesellschaft in Südafrika und darüber hinaus stärken. De Villiers Engelbrecht, der Geschäftsführer von Airlink, betonte, daß dies die nächste Phase in der Entwicklung und dem Wachstum der Airline einleite. Die neuen Flugzeuge werden im Werk von Embraer in Brasilien hergestellt, wobei die Auslieferung aller Maschinen bis 2027 abgeschlossen sein soll. Airlink betreibt bereits seit 2001 Flugzeuge von Embraer, was die Integration der neuen Maschinen in die bestehende Flotte erleichtern dürfte. Die enge technische Gemeinsamkeit zwischen den aktuellen Embraer-Jets und den neuen E2-Maschinen soll der Airline Einsparungen bei Betrieb, Wartung und der Pilotenschulung ermöglichen. Die Fluggesellschaft wird von den ähnlichen Cockpit-Anordnungen und Betriebsabläufen profitieren, was eine reibungslose Inbetriebnahme der Flugzeuge gewährleisten soll. Die E195-E2 gehört zur sogenannten E2-Familie, die aus den Flugzeugtypen E175-E2, E190-E2 und E195-E2 besteht und nach Angaben des Herstellers in den jeweiligen Klassen besonders effizient ist. Die Partnerschaft zwischen Airlink und Azorra wurde von beiden Unternehmen als zukunftsweisend bezeichnet. John Evans, der Geschäftsführer von Azorra, betonte die gemeinsame Verpflichtung zu operativem Wachstum

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Technisches Versagen bei United Airlines: Hunderte Flüge gestrichen, Tausende Passagiere gestrandet

Ein weitreichendes technisches Problem hat bei United Airlines zu massiven Störungen im Flugbetrieb geführt. Am 6. August 2025, in den Abendstunden, mußte die Fluggesellschaft den Betrieb ihrer Hauptflotte an wichtigen Drehkreuzen in den Vereinigten Staaten vorübergehend einstellen. Die Folge war ein Kaskadeneffekt, der über 1.000 Flüge verzögerte und Hunderte von Annullierungen verursachte. Das Unternehmen gab am 7. August bekannt, daß das zugrundeliegende Problem, das mit dem System zur Gewichts- und Balanceberechnung der Flugzeuge zusammenhängt, behoben sei. Dennoch hielten die Nachwirkungen des Ausfalls an und führten auch am nächsten Tag zu weiteren Verzögerungen und Stornierungen. Der Vorfall, der nach Angaben der Fluggesellschaft keine Sicherheitsbedrohung durch einen Cyberangriff darstellte, hat die Abhängigkeit der modernen Luftfahrt von komplexen IT-Systemen einmal mehr drastisch vor Augen geführt. Ein kritisches System versagt: Die Ursache der Störung Der Auslöser für das Chaos im Flugbetrieb von United Airlines war ein Fehler im sogenannten „Unimatic“-System, das wichtige Fluginformationen verarbeitet. Diese Daten werden an andere Systeme weitergegeben, die unter anderem die Gewichts- und Balanceberechnungen der Flugzeuge vor dem Start durchführen. Solche Berechnungen sind für die Flugsicherheit von entscheidender Bedeutung, da sie die korrekte Verteilung von Passagieren, Gepäck und Fracht gewährleisten, um das Flugzeug stabil in der Luft zu halten. Ohne die korrekten Daten dürfen Flugzeuge nicht abheben. Die Störung, die laut United Airlines nicht auf einen Cyberangriff zurückzuführen ist, führte zu einem sogenannten „ground stop“. Das bedeutet, daß die Fluggesellschaft alle Abflüge ihrer Hauptflotte an ihren Drehkreuzen stoppen mußte. Betroffen waren unter anderem der Denver International Airport (DEN), der Newark

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Wizz Air führt neue Bordtechnologien zur Flugoptimierung ein

Die Fluggesellschaft Wizz Air hat in ihrer gesamten Flotte neue Bordtechnologien zur Flugoptimierung eingeführt. Die Systeme sollen den Piloten intelligentere Flugroutenempfehlungen und fortschrittliche Wetterleitsysteme zur Verfügung stellen. Seit März 2025 nutzt Wizz Air die FlyGuide FPO-Lösung von StorkJet, ein KI-gesteuertes Tool, das Piloten optimierte Geschwindigkeiten und Flughöhen für jede Flugphase vorschlägt. Nach über 10.000 Testflügen konnte die Fluggesellschaft eine Steigerung der Treibstoffeffizienz erzielen. Des Weiteren haben die Piloten von Wizz Air seit August 2025 Zugang zu Echtzeit-Wetterdaten im Cockpit, die von den Systemen Aventus und SIGMA des Unternehmens AVTECH bereitgestellt werden. Diese dynamischen, routenspezifischen Wetterinformationen, die auf den hochauflösenden Vorhersagen des britischen Met Office basieren, liefern den Piloten minutengenaue Informationen zu Windmustern, Turbulenzen, Vereisung, Gewittern und Vulkanasche. So können die Piloten Routen in vier Dimensionen analysieren und die effizienteste Flugbahn bestimmen. Diarmuid Ó Conghaile, der Chief Operations Officer von Wizz Air, hob hervor, daß diese Systeme die Piloten bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Das Aventus-System zeigte in einer ersten Analyse eine Treibstoffeinsparung von 10 bis 15 Kilogramm pro Flug. Diese Technologien sind nach Angaben von Wizz Air ein Baustein der Initiative „Customer First Compass“, die eine verbesserte Kundenerfahrung verspricht. Die Systeme sollen zu sanfteren Flügen mit weniger Turbulenzen führen und die Ankunftsgenauigkeit erhöhen. Die Investition in diese neuen Technologien ist Teil eines umfassenderen Investitionsprogramms von Wizz Air, das eine Summe von 14 Milliarden Euro über die nächsten drei Jahre umfaßt. Mit diesem Programm sollen sämtliche Kundenkontaktpunkte verbessert und ein nahtloses, personalisiertes und intuitives Reiseerlebnis geschaffen werden. Das Unternehmen sieht sich als

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