Oktober 16, 2025

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Oktober 16, 2025

Eurowings schließt Basis am Flughafen Dortmund

Die Fluggesellschaft Eurowings, eine Tochter der Lufthansa-Gruppe, vollzieht den fast vollständigen Rückzug aus ihrem Standort am Flughafen Dortmund (DTM). Mit dem Ende des aktuellen Sommerflugplans wird das letzte dort stationierte Flugzeug abgezogen und die kleine Eurowings-Basis geschlossen. Die Entscheidung führt zur Streichung des Großteils der bisher von Dortmund aus bedienten Strecken. Konkret entfallen vier der bisher fünf Flugverbindungen. Die Ziele Catania, Kavala, Thessaloniki und Split werden mit Beginn des Winterflugplans nicht mehr von Dortmund aus angeflogen. Als einzige Destination verbleibt die Route nach Palma de Mallorca (PMI), die jedoch weiterhin auch im Sommer 2026 im Programm bleiben soll. Eine Sprecherin der Fluglinie bestätigte, dass durch die Beibehaltung dieser Hauptroute über 60 Prozent des bisherigen Sitzplatz-Angebots erhalten bleiben. Der Flugbetrieb nach Mallorca wird künftig von einem Flugzeug übernommen, das fest an der Eurowings-Basis in Palma stationiert ist. Eurowings hat keine detaillierten Gründe für die Schließung genannt, verweist jedoch auf die geografische Nähe zu ihrem größten Standort am Düsseldorfer Flughafen (DUS). Alle nun gestrichenen Destinationen würden von dort aus ebenfalls bedient, was auf eine Konsolidierung des Streckennetzes in Nordrhein-Westfalen hindeutet. Der Rückzug aus Dortmund vollzieht sich nach einer bereits erfolgten Reduzierung der Präsenz: Die Basis wurde im letzten Jahr von zwei auf nur noch ein Flugzeug verkleinert, bevor nun der komplette Abzug erfolgt. Die wegfallenden Verbindungen betreffen nach Medienberichten ein Passagier-Volumen von jährlich rund 60.000 Reisenden am Dortmunder Flughafen. Über die bevorstehende Schließung der Eurowings-Basis Dortmund berichtete zunächst Aerotelegraph.com.

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Deutsche Bahn macht stornierbaren „Sparpreis Business“ zum Dauerangebot

Die Deutsche Bahn (DB) hat entschieden, ihren für Firmenkunden konzipierten „Sparpreis Business“ nach einer erfolgreichen Testphase ab 2026 als permanenten Tarif in das Angebot aufzunehmen. Der Hauptvorteil für Geschäftsreisende liegt in der flexiblen Stornierbarkeit der Tickets. Demnach können die Fahrkarten bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag gegen eine Gebühr von zehn Euro storniert werden, wobei der gezahlte Betrag nicht als Gutschein, sondern direkt auf das ursprünglich genutzte Zahlungsmittel zurückerstattet wird. Weitere Konditionen umfassen die Anwendung der Bahncard Business, die einen Rabatt von 25 Prozent auf den Ticketpreis gewährt. Die Etablierung des Tarifs wird vom Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) explizit begrüßt. Der Verband sieht diesen Schritt als die Schaffung eines „vollständigeren und faireren Angebots“ im Geschäftsreiseverkehr. Der VDR hatte seit der Einführung des nicht stornierbaren „Super Sparpreises“ im Jahr 2018 und der damit verbundenen Entfernung des regulären Sparpreises aus den Firmenkundenportalen immer wieder betont, dass stornierbare Tickets für Geschäftsreisende von essenzieller Bedeutung seien. Eine eigene Mitgliederbefragung aus dem Jahr 2022 bestätigte diese Forderung, da über 90 Prozent der befragten Unternehmen die Wiedereinführung eines solchen Tarifs als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ eingestuft hatten. Der VDR wertet die Umsetzung als „klares Signal für eine konstruktive Zusammenarbeit“. Zeitgleich mit der Ankündigung zur Verfestigung des neuen Geschäftskundentarifs teilte der DB-Konzern eine weitere positive Nachricht mit: Im Rahmen des Fahrplanwechsels Mitte Dezember wird es keine Preiserhöhung in den regulären Fernverkehrstarifen geben. Dies ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass die Bahn auf eine Anhebung der Preise für Spar- und Flexpreise sowie die Bahncards verzichtet.

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Discover Airlines: Flotte wächst auf 40 Flugzeuge – Airbus A350 wird neues Langstrecken-Flaggschiff

Die Lufthansa Group stärkt das touristische Segment und setzt dabei auf die konsequente Weiterentwicklung ihrer Ferienfluggesellschaft Discover Airlines. Bis Mitte 2028 plant die Airline eine signifikante Flottenerweiterung auf insgesamt 40 Flugzeuge. Als zentrales Element dieser Wachstumsstrategie kündigte das Unternehmen die schrittweise Einführung des modernen Großraumflugzeugs Airbus A350-900 auf der Langstrecke an. Diese strategische Entscheidung zielt darauf ab, sowohl das bestehende Streckennetz zu optimieren als auch völlig neue touristische Fernziele ins Visier zu nehmen. Airbus A350 als Türöffner für neue Märkte Ab Mitte 2027 sollen die ersten vier Airbus A350-900 die Langstreckenflotte von Discover Airlines ergänzen. Dieser Flugzeugtyp gilt als eines der fortschrittlichsten Großraumflugzeuge weltweit. Charakteristisch sind der reduzierte Treibstoffverbrauch im Vergleich zu älteren Modellen und die besonders geräuscharme Betriebsweise. Darüber hinaus sorgen der hohe Anteil an leichten Verbundwerkstoffen und Kabineneigenschaften wie eine bessere Luftfeuchtigkeit und ein niedrigerer Kabinendruck für einen erhöhten Reisekomfort der Passagiere. Die Indienststellung des A350-900 ist mehr als nur ein Austausch von Fluggerät; sie ist eine strategische Weichenstellung für die Expansion. Mit der großen Reichweite dieses Musters eröffnen sich für Discover Airlines neue Perspektiven, die mit der aktuellen A330-Flotte bislang unerreichbar waren. Zunächst könnten bewährte Destinationen wie Windhoek oder Orlando von der Effizienz und dem Komfort des A350 profitieren. In der Folge ermöglicht die erhöhte Reichweite die Anbindung von Fernzielen in Regionen wie Süd- und Mittelamerika, dem südlichen Afrika und Südostasien. Damit positioniert sich Discover Airlines im Wettbewerb um attraktive touristische Langstreckenverbindungen und könnte so beispielsweise dem direkten Konkurrenten Condor in bislang schwer erreichbaren Märkten Paroli bieten.

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Air Baltic meldet Passagierrekord für die ersten neun Monate 2025

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen neuen Unternehmensrekord bei den beförderten Passagieren. Zwischen Januar und September 2025 reisten insgesamt 3,9 Millionen Fluggäste mit der Airline, was einem Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Zahl der durchgeführten Flüge stieg um 2,1 Prozent auf 35.700, wobei der Auslastungsgrad (Load Factor) mit stabilen 80,4 Prozent auf hohem Niveau gehalten werden konnte. Trotz des Gesamtzuwachses verzeichnete Air Baltic im Einzelmonat September 2025 einen Rückgang der Passagierzahlen um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 468.800 beförderten Reisenden wurde das Niveau des Septembers 2024 unterschritten. Die Fluggesellschaft führt diesen temporären Rückgang auf eine Netzwerkoptimierung sowie auf gezielte Preisstrategien zurück. Ziel dieser Maßnahmen war eine Steigerung der Ticket-Erträge. Die Strategie scheint aufzugehen: Obwohl weniger Passagiere befördert wurden, meldete Air Baltic höhere Ticket-Erlöse (Yields). Die Anzahl der Flüge wurde im September um 1,1 Prozent leicht erhöht, während der Auslastungsgrad mit 80,2 Prozent stabil blieb. Die lettische Fluglinie hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einem wichtigen regionalen Luftfahrtunternehmen entwickelt und bietet mittlerweile Verbindungen von den baltischen Staaten zu rund 80 Zielen in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und dem Kaukasus. Die Flotte von Air Baltic besteht aktuell aus 50 Flugzeugen des Typs Airbus A220-300.

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EU-Kommission genehmigt Boeing-Übernahme von Spirit AeroSystems unter strengen Auflagen

Die Europäische Kommission hat der geplanten Rückübernahme des bedeutenden Zulieferers Spirit AeroSystems durch den US-Flugzeugbauer Boeing zugestimmt. Die Genehmigung des rund 4,7 Milliarden US-Dollar schweren Deals, der im Juli 2024 angekündigt und am 26. August 2025 in Brüssel angemeldet wurde, erfolgte jedoch nur unter weitreichenden strukturellen Verpflichtungen seitens Boeing, um den Wettbewerb im globalen Aerostrukturmarkt zu schützen. Die kartellrechtliche Prüfung der EU-Kommission kam zu dem Schluss, dass die Fusion in ihrer ursprünglichen Form den Wettbewerb erheblich hätte einschränken können. Insbesondere bestand die Gefahr, dass Boeing als Eigentümer von Spirit die Möglichkeit und den Anreiz gehabt hätte, den Konkurrenten Airbus, einen Hauptkunden von Spirit, zu schädigen. Dies hätte durch die Einschränkung der Belieferung mit essenziellen Flugzeugstrukturen oder den Zugang zu sensiblen Geschäftsinformationen des europäischen Rivalen geschehen können. Um diese Bedenken auszuräumen und die Zustimmung der EU zu erhalten, verpflichtete sich Boeing zu zwei zentralen Abspaltungen: Erstens muss Boeing alle Spirit-Aktivitäten, die Airbus beliefern, mitsamt Personal und Vermögenswerten, direkt an Airbus veräußern. Diese Bereiche umfassen unter anderem die Produktion von Rumpfsektionen für den Airbus A350 in Kinston (North Carolina) und die Fertigung von A220-Triebwerkspylonen. Zweitens muss der malaysische Spirit-Standort, der ebenfalls Airbus beliefert, an das Unternehmen Composites Technology Research Malaysia (CTRM) verkauft werden. Airbus erhält damit die Möglichkeit, wichtige Teile der Lieferkette zu internalisieren. Gleichzeitig etabliert sich CTRM, eine Tochtergesellschaft der DRB-HICOM, als neuer, unabhängiger Akteur im Aerostrukturmarkt. Die Kommission bestätigte sowohl Airbus als auch CTRM als geeignete, unabhängige Käufer. Ein unabhängiger Treuhänder wird die Einhaltung der Auflagen überwachen.

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Ungeklärte Brandschutzrisiken: Finnair muss A321-Flotte wegen Reinigungsmethode am Boden lassen

Ein ungewöhnlicher Vorfall in der Wartungskette zwingt die finnische Fluggesellschaft Finnair zu weitreichenden Flugstreichungen. Aufgrund ungeklärter Fragen zur Brandschutzsicherheit von Sitzbezügen, die mit einer wasserbasierten Reinigungsmethode behandelt wurden, musste die Fluggesellschaft zu Beginn der Woche acht Flugzeuge aus ihrer Airbus A321-Flotte temporär stilllegen. Diese vorsorgliche Maßnahme betrifft rund 20 Flüge pro Tag und hat bereits am 13. und 14. Oktober 2025 zu erheblichen Beeinträchtigungen im europäischen Flugverkehr geführt. Die Situation verdeutlicht die kompromisslose Priorität der Flugsicherheit, insbesondere im Hinblick auf die Entflammbarkeit von Kabinenmaterialien, und unterstreicht die strenge Abhängigkeit von Herstellerangaben bei der Flugzeugwartung. Die Kernfrage: Ungeprüfte Reinigung und Brandschutz Die Stilllegung der Flugzeuge resultiert aus einer Mitteilung des Sitzherstellers an Finnair. Die Airline hatte zur Reinigung der abnehmbaren Sitzbezüge eine wasserbasierte Waschanlage genutzt, doch der Hersteller wies darauf hin, dass die Auswirkungen dieser Methode auf die feuerhemmenden Eigenschaften der Bezüge nicht vollständig verifiziert worden seien. Angesichts der strengen Vorschriften im Luftverkehr, die spezifische Feuerfestigkeitsstandards für Sitzmaterialien vorschreiben, sah sich Finnair gezwungen, die betroffenen Flugzeuge sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Sitze und andere Textilien in Flugzeugkabinen, darunter synthetische Gewebe wie Polyester, Nylon und Wollmischungen, müssen so beschaffen und behandelt sein, dass sie schwer entflammbar sind und im Brandfall nur eine geringe Rauchentwicklung aufweisen. Für Sitzpolster, die oft aus Polyurethan-Schaumstoff bestehen, sind feuerhemmende Schichten (sogenannte fire-blocking layers) oder spezielle Behandlungen vorgeschrieben, um die Ausbreitung eines Feuers zu verzögern. Die Sicherheitsbestimmungen der Luftfahrtbehörden wie der europäischen European Union Aviation Safety Agency (EASA) und der amerikanischen Federal Aviation Administration (FAA) sind in

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Wizz Air richtet 36. Basis in Podgorica ein und startet 14 neue Strecken

Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air baut ihre Präsenz in Südosteuropa aus und wird im März 2026 ihre insgesamt 36. Basis am Flughafen Podgorica in Montenegro eröffnen. Die Fluglinie stationiert zu diesem Zweck zwei Flugzeuge des Typs Airbus A321neo in der montenegrinischen Hauptstadt. Mit der Basiseröffnung beginnt Wizz Air den Flugbetrieb auf 14 neuen Strecken, die Podgorica direkt mit wichtigen europäischen Metropolen verbinden. Darunter befinden sich Ziele in Deutschland wie Baden Baden, Köln und Hamburg, französische Destinationen wie Paris (Beauvais), sowie Rom in Italien und Barcelona in Spanien. Hinzu kommen Verbindungen zu osteuropäischen Städten wie Ljubljana (Slowenien), Malmö (Schweden) sowie Danzig, Posen, Rzeszow und Breslau in Polen. Durch diesen Ausbau erhöht die Fluggesellschaft die jährliche Kapazität am Standort um mehr als eine Million zusätzliche Sitzplätze und stärkt damit Podgoricas Rolle als regionaler Luftverkehrsknotenpunkt. Die Wahl des Airbus A321neo unterstreicht die Strategie von Wizz Air, auf moderne und größere Flugzeuge zu setzen. Die Entscheidung für die neue Basis Podgorica fällt in eine Phase strategischer Neuausrichtung des Unternehmens. So wurde im gleichen Zeitraum die Basis Wien geschlossen, wobei einige Routen in die Region, etwa nach Podgorica selbst, von anderen Standorten oder der neuen Basis aus weiter bedient werden. Die Expansion in Montenegro und die massive Kapazitätsausweitung signalisieren eine deutliche Verlagerung des strategischen Fokus auf Zentral- und Osteuropa sowie die Balkanregion.

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Digitaler Meilenstein in der Luftfahrtlogistik: Boeing liefert erstes Teil mit elektronischem Echtheitszertifikat

Der Flugzeughersteller Boeing hat einen wichtigen Schritt in Richtung vollständiger Digitalisierung der komplexen Luftfahrt-Lieferketten unternommen. In einer Pionierleistung wurde das erste Flugzeugteil – eine gewartete Batterie – erfolgreich mit einem digitalen 8130-3-Zertifikat ausgeliefert. Dieses elektronische Dokument ersetzt das traditionelle Papierzertifikat und markiert einen Wendepunkt in der Authentifizierung und Rückverfolgbarkeit von Ersatzteilen in der Luftfahrt. Die erstmalige Nutzung des digitalen Zertifikats erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Southwest Airlines und dem Technologieanbieter Aeroxchange. Das FAA-Formular 8130-3 dient als Authorized Release Certificate der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) und ist ein zentrales Dokument, das die Lufttüchtigkeit von Flugzeugteilen, Komponenten und Artikeln bescheinigt. Durch die Umstellung auf eine verschlüsselte elektronische Datei wird nicht nur die Identität des autorisierten Unterzeichners authentifiziert, sondern auch die Integrität des Dokuments über den gesamten Lebenszyklus des Teils hinweg gewährleistet. Dieser Technologieschritt gilt als entscheidend für die Verbesserung der Sicherheit und Effizienz der gesamten Branche und bietet eine Antwort auf die Herausforderungen, die durch das Auftreten unzulässiger Ersatzteile in der Lieferkette entstehen. Eine Reaktion auf Sicherheitsdefizite und steigende Anforderungen Die Initiative zur Digitalisierung des 8130-3-Zertifikats kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Transparenz und Sicherheit der Luftfahrt-Ersatzteillieferkette intensiv diskutiert werden. Jüngere Vorfälle, bei denen gefälschte oder nicht autorisierte Teile in den Markt gelangten, haben die Dringlichkeit einer robusten Authentifizierungslösung unterstrichen. Die Aviation Supply Chain Integrity Coalition (ASCIC), eine branchenübergreifende Organisation, in der auch Boeing, Southwest Airlines und Aeroxchange aktiv sind, hatte die Ausweitung des Einsatzes digitaler Freigabezertifikate als eine zentrale Empfehlung zur Verhinderung des Eintritts nicht zugelassener Teile

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Fraport verzeichnet stabiles Wachstum im September 2025

Die Fraport AG, Betreiber des Frankfurter Flughafens und zahlreicher internationaler Beteiligungen, meldete für September 2025 ein anhaltendes Passagierwachstum in ihrem globalen Netzwerk. Das gesamte Passagieraufkommen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,3 Prozent auf rund 20,5 Millionen Reisende. Das Ergebnis belegt eine anhaltend solide Nachfrage im globalen Luftverkehr. Am Heimatflughafen Frankfurt (FRA) nutzten rund 6,0 Millionen Passagiere die Drehscheibe, was einem Zuwachs von 2,2 Prozent entspricht. Allein im September überstieg die tägliche Passagierzahl an 16 Tagen die Marke von 200.000, ein Indiz für die starke Auslastung, insbesondere durch die anhaltende Reisetätigkeit nach der Haupturlaubszeit. Kumuliert wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 in Frankfurt insgesamt 47,6 Millionen Fluggäste abgefertigt, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Frachtvolumen am FRA nahm leicht zu und erreichte 170.505 Tonnen (+0,6 Prozent), während die Zahl der Flugbewegungen um 5,5 Prozent auf 41.997 Starts und Landungen anstieg. Auch das internationale Portfolio der Fraport trug maßgeblich zum Konzernwachstum bei. Besonders starke Zuwächse verzeichneten die brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre mit einem gemeinsamen Anstieg von 97,8 Prozent auf 1,2 Millionen Passagiere. Dieser deutliche Sprung resultierte maßgeblich aus der Wiedereröffnung des Flughafens Porto Alegre nach einer Schließung im Vorjahr. Auch der Flughafen Ljubljana in Slowenien wuchs mit einem Plus von 13,1 Prozent auf 176.246 Passagiere signifikant. Die 14 griechischen Regionalflughäfen legten um 2,8 Prozent auf 5,5 Millionen Passagiere zu, ebenso wie die bulgarischen Flughäfen Burgas und Varna (+8,4 Prozent). Lediglich der Flughafen Lima in Peru verzeichnete einen leichten Rückgang von 2,8 Prozent

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Eskalation der politischen Krise in Madagaskar legt internationalen Flugverkehr lahm

Die politische Instabilität in Madagaskar hat eine akute Krise ausgelöst, die weitreichende Konsequenzen für die internationale Anbindung des Inselstaates hat. Nachdem wochenlange Anti-Regierungs-Proteste, die ursprünglich durch Engpässe bei der Grundversorgung ausgelöst wurden, in einen von Präsident Andry Rajoelina als Putschversuch bezeichneten militärischen Aufstand mündeten, haben mehrere große Fluggesellschaften ihre Verbindungen in die Hauptstadt Antananarivo eingestellt. Air France, Emirates und Air Mauritius gehören zu den Airlines, die den regulären Flugbetrieb vorübergehend annulliert haben, um die Sicherheit angesichts der unübersichtlichen Lage zu gewährleisten. Die Entwicklungen zwingen die internationale Gemeinschaft und die verbleibenden Airlines zu einer täglichen Neubewertung des Sicherheitsrisikos. Chronologie des Aufstands und militärische Machtansprüche Die aktuelle Krise in Madagaskar nahm ihren Anfang am 25. September mit Protesten, die sich gegen die herrschenden Versorgungsmängel bei Wasser und Elektrizität richteten. Diese Unruhen spiegeln den tief sitzenden Unmut einer Bevölkerung wider, von der ein Großteil in extremer Armut lebt und die unter mangelnder staatlicher Grundversorgung leidet. Die Situation eskalierte am Wochenende des 11. und 12. Oktober, als sich eine Elite-Einheit des Militärs, das CAPSAT (corps d’armée des personnels et des services administratifs et techniques), den Demonstranten anschloss und die Kontrolle über Teile der Streitkräfte beanspruchte. Präsident Andry Rajoelina wertete diesen Schritt umgehend als illegalen Versuch der Machtübernahme. Die Krise spitzte sich am 13. Oktober weiter zu, als der Präsident Madagaskar Berichten zufolge verließ. Mehrere Medien, darunter französische Sender, berichteten, Rajoelina sei mit einem Helikopter vom Präsidentenpalast zum Flughafen gebracht und von dort aus mit einem Flugzeug in das französische Überseedepartement La Réunion und anschließend

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