Oktober 2025

Weitere Artikel aus der Rubrik

Oktober 2025

Hackerangriff und Streiks bremsen Passagierwachstum am Flughafen Brüssel

Der Flughafen Brüssel verzeichnete im September 2025 mit 2,27 Millionen Fluggästen zwar ein leichtes Wachstum von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, musste aber aufgrund eines schweren Cyberangriffs und wiederholter nationaler Streiks deutliche Einbußen hinnehmen. Besonders betroffen war der Zeitraum vom 20. bis 28. September, als ein Cyberangriff auf das Check-in-System des Dienstleisters Collins Aerospace zu zahlreichen Flugstreichungen und -verspätungen führte. Collins Aerospace, ein globaler Anbieter von Passagierabfertigungssystemen, der über 170 Flughäfen weltweit beliefert, geriet ins Visier, was auch andere europäische Drehkreuze wie London Heathrow und Berlin Brandenburg traf. Der Angriff auf die MUSE (Multi-User System Environment) Software zwang die Flughäfen zur manuellen Abfertigung, wobei die Mitarbeiter in Brüssel sogar handschriftliche Bordkarten ausstellen mussten. Trotz der Beeinträchtigungen im Passagierverkehr zeigte sich der Frachtbereich als robuster Wachstumsträger. Das Gesamtfrachtvolumen stieg im September 2025 um bemerkenswerte 11 Prozent auf fast 66.000 Tonnen. Dabei legte insbesondere die Luftfracht um 17 Prozent zu, angetrieben durch ein starkes Wachstum im Bereich der Integratordienste (+29 Prozent), was auf den steigenden E-Commerce-Verkehr hindeutet. Die wichtigsten Handelsregionen für Import und Export blieben Asien, Afrika und Nordamerika. Die positive Entwicklung im Frachtbereich unterstreicht die Rolle des Flughafens Brüssel als zentrales europäisches Logistik-Drehkreuz. Zur Bewältigung der Cyberkrise reagierte der Flughafen Brüssel mit der vorzeitigen Einführung eines neuen, eigentlich erst für November 2025 geplanten Check-in-Systems. Diese Maßnahme, kombiniert mit verstärktem Personal und alternativen Abfertigungsmethoden wie Self-Service-Kiosken und Online-Check-in, verhinderte einen vollständigen Zusammenbruch. Dennoch musste der Flughafen am härtesten unter der Störung leiden und forderte an den Tagen nach dem Angriff Fluggesellschaften auf,

weiterlesen »

Portugal Stopover-Programm: Ein Katalysator für den Tourismusboom

Das von TAP Air Portugal initiierte Portugal Stopover-Programm hat sich zu einem beachtlichen Wachstumstreiber für den portugiesischen Fremdenverkehr entwickelt. Die Zahlen des ersten Halbjahres 2025 unterstreichen den Erfolg dieser Geschäftsstrategie: Mehr als 193.000 Fluggäste wählten zwischen Januar und Juni 2025 die Option eines Zwischenstopps in Lissabon oder Porto, was einen signifikanten Anstieg von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellt. Fünf Prozent aller weltweit von TAP ausgestellten Tickets enthielten in diesem Zeitraum diese Option, wobei der Anteil im Juni 2025 sogar auf neun Prozent anstieg. Dieses Angebot ermöglicht es Reisenden auf Interkontinentalflügen, ihren Transit in den Drehkreuzen Lissabon oder Porto kostenlos für bis zu zehn Tage zu unterbrechen und dabei von einer Fülle an Vergünstigungen zu profitieren. Das Stopover-Konzept festigt nicht nur die Position Portugals als attraktives Tor zu Europa, sondern lenkt auch Besucherströme gezielt in die Metropolen und weiter in die Regionen des Landes. Überwältigende Nachfrage und strategische Bedeutung für die Airline Der überdurchschnittliche Zuwachs an Stopover-Buchungen zeigt, dass das Programm erfolgreich die Nachfrage nach flexiblen Reiseerlebnissen bedient. Insbesondere der starke Fokus auf den transatlantischen Verkehr zahlt sich aus: 12,7 Prozent der in Brasilien und sechs Prozent der in den Vereinigten Staaten ausgestellten Tickets enthielten die Stopover-Option. Diese Quellmärkte sind für TAP Air Portugal von großer strategischer Bedeutung, da sie die Airline als führenden Anbieter von Verbindungen zwischen Europa und Südamerika positionieren. Das Programm ist eine zentrale Komponente der Geschäftsstrategie von TAP Air Portugal. Es ermöglicht der Fluggesellschaft, ihre Drehkreuze Lissabon und Porto effektiver auszulasten und gleichzeitig die Attraktivität ihrer

weiterlesen »

Arbeitsgrenzen in Österreich verschwimmen: AK fordert Recht auf Nichterreichbarkeit

Eine aktuelle Deloitte-Studie und eine Auswertung des Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) zeigen, dass die ständige Erreichbarkeit von Beschäftigten außerhalb der regulären Arbeitszeit massive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Privatleben hat. Laut Deloitte geben 81 Prozent der Angestellten in Österreich an, auch nach Feierabend für berufliche Anliegen erreichbar zu sein. Diese digitale Entgrenzung, befeuert durch Diensthandys und Firmenlaptops, erhöht den Stress und die psychische Belastung vieler Arbeitnehmer. Die Verfügbarkeit über digitale Geräte führt nicht nur zu einer theoretischen Erreichbarkeit, sondern dehnt die tatsächliche Arbeitszeit in die Freizeit aus. Fast ein Viertel der Beschäftigten arbeitet zumindest gelegentlich in der Freizeit, 16 Prozent sind auch im Urlaub tätig, und zwölf Prozent erledigen Aufgaben während eines Krankenstandes von zu Hause aus. Besonders betroffen sind jene, die ihr Diensthandy täglich nutzen: Hier arbeiten 37 Prozent selbst bei Krankheit sehr häufig weiter, und ein Drittel ist sehr oft in der Freizeit beschäftigt. Diese Praxis der unregulierten Verfügbarkeit hat spürbare Konsequenzen: Beinahe sechs von zehn Betroffenen leiden unter starkem Zeitdruck und 45 Prozent berichten von dauerhaftem Arbeitsdruck ohne Verschnaufpausen. Studien zur ständigen Erreichbarkeit belegen, dass die dadurch verkürzten Erholungszeiten das Risiko für psychische und körperliche Erkrankungen wie Schlafstörungen, Burnout und Depressionen erhöhen, da die Fähigkeit, von der Arbeit abzuschalten, massiv beeinträchtigt wird. Die geforderte Flexibilisierung der Arbeit erweist sich somit für viele Beschäftigte als psychisch stark belastend. Angesichts dieser alarmierenden Entwicklungen fordert AK-Präsident Andreas Stangl klare und faire Spielregeln. Er betont, dass Flexibilisierung keine Einbahnstraße sein dürfe. Die AK OÖ verlangt die gesetzliche

weiterlesen »

Österreichische Weinwirtschaft als Stütze der Volkswirtschaft: Milliardenumsätze

Wein ist für Österreich weit mehr als ein Genussmittel; er ist ein zentraler Pfeiler der Volkswirtschaft und ein prägender Faktor für den ländlichen Raum. Eine aktuelle Wertschöpfungsstudie, erstellt von Economica im Auftrag der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM), belegt die immense ökonomische Bedeutung des Sektors: Im Jahr 2023 sicherte die heimische Weinwirtschaft direkt und indirekt über 68.000 Arbeitsplätze, generierte eine Bruttowertschöpfung von 3,8 Milliarden Euro und führte 1,2 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben an die öffentlichen Kassen ab. Die umfassende Analyse unterstreicht, dass rund um die Rebe ein ganzes Wirtschaftsökosystem existiert, von dem eng verbundene Branchen wie Gastronomie, Handel und der Tourismus in erheblichem Maße profitieren. Angesichts globaler Wettbewerbsbedingungen und steigender Produktionskosten fordert die Branche nun ein klares politisches Bekenntnis, um die Zukunftsfähigkeit dieses Kulturguts und Wirtschaftsmotors zu gewährleisten. Die volkswirtschaftliche Dimension des Weines Die von der ÖWM in Auftrag gegebene Studie liefert erstmals eine detaillierte Aufschlüsselung der Wertschöpfungskette des österreichischen Weins. Die Bruttowertschöpfung von über 3,8 Milliarden Euro entspricht 0,9 Prozent der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung, was die Relevanz der Branche für das Bruttoinlandsprodukt hervorhebt. Im Vergleich zur gesamten landwirtschaftlichen Produktion macht der Weinsektor sogar 7,5 Prozent aus. Die indirekten und direkten Beschäftigungseffekte sind beachtlich: Mehr als 68.000 gesicherte Arbeitsplätze stehen in Relation zur Gesamtbeschäftigung in Österreich. Zum Vergleich: Dies entspricht rund der Hälfte der direkt gesicherten Arbeitsplätze in der gesamten metalltechnischen Industrie, einem traditionell starken Sektor der österreichischen Wirtschaft. Auch für die öffentlichen Finanzen spielt die Weinwirtschaft eine wichtige Rolle. Die jährlichen Einnahmen für den Staat durch Steuern

weiterlesen »

Kulturauftakt in Wien: Philipp Hochmair eröffnet Jugendstiltheater mit Kafkas „Der Prozess“

Das historische Jugendstiltheater auf dem Otto Wagner Areal in Wien hat am 11. Oktober 2025 mit einer ausverkauften Vorstellung feierlich seine Wiedereröffnung als moderne Kulturstätte begangen. Den Auftakt bildete der Schauspieler Philipp Hochmair mit seinem vielbeachteten Monolog von Franz Kafkas Jahrhundertroman „Der Prozess“. Die Lesung wurde als kraftvoller Start für das sanierte Haus inszeniert, das zukünftig als Schauplatz für Kunst und gesellschaftlichen Diskurs dienen soll. Die Wahl des Stücks ist eine bewusste Entscheidung für die Aktualität des 1925 erstveröffentlichten und unvollendeten Romans. Hochmair und Regisseurin Andrea Gerck betonen die zeitlose Brisanz des Textes angesichts heutiger geopolitischer Konflikte, der Macht von Digitalgiganten und autoritärer Tendenzen. Der Monolog thematisiert die Zerrissenheit des Protagonisten Josef K., der an einer übermächtigen Bürokratie und undurchsichtigen Gesetzen zerbricht, eine Thematik, die 100 Jahre nach der Entstehung des Werks in der durch den Ersten Weltkrieg geprägten Zeit weiterhin auf Resonanz stösst. Hochmair selbst zog in seiner Erklärung eine direkte Parallele zur Geschichte des Otto Wagner Areals. Das Theater, einst als Gesellschaftshaus der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt am Steinhof errichtet, liegt in unmittelbarer Nähe eines Mahnmals, das an die dort während des Nationalsozialismus willkürlich getöteten Kinder erinnert. Für den Schauspieler bildet „Der Prozess“ eine feinfühlige Auseinandersetzung mit dem Schrecken vor der Übermacht und dem Schmerz, der diesem historischen Ort innewohnt. Hochmair, bekannt für seine intensive Bühnenpräsenz und seine Auseinandersetzung mit literarischen Klassikern, wurde einem breiteren Publikum unter anderem durch seine Rollen in der Serie „Vorstadtweiber“ sowie seine Auszeichnungen für „Wannseekonferenz“ bekannt. Die Wiedereröffnung des denkmalgeschützten Jugendstiltheaters, das mit

weiterlesen »

Stuttgarter Winter: Wachsendes Flugangebot trotz Standortherausforderungen

Mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, dem 26. Oktober 2025, beginnt die neue Wintersaison im Luftverkehr, die bis zum Samstag, dem 28. März 2026, andauern wird. Der Flugplan sieht eine Steigerung der Starts und Landungen um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vor, was insgesamt rund 26.000 Flugbewegungen entspricht. Dieses Wachstum wird maßgeblich durch die Expansion des touristischen und interkontinentalen Angebots getragen. Airlines wie Eurowings erweitern ihre Streckennetze um attraktive Warmwasserziele im nahen Osten und in Nordafrika, während die Anbindung an internationale Umsteigedrehkreuze durch erhöhte Frequenzen und neue Routen gestärkt wird. Parallel zu diesem Angebotsausbau steht der deutsche Luftverkehrsstandort jedoch weiterhin vor Herausforderungen, da das Wachstum im europäischen Vergleich spürbar langsamer verläuft und die Betriebskosten steigen. Eurowings im Fokus: Neue Ziele im Nahen Osten und Nordafrika Eurowings, als einer der größten Ferienflieger Deutschlands, setzt einen klaren Schwerpunkt auf die Erweiterung seiner Mittelstreckenflüge in Destinationen, die auch im Winter milde Temperaturen versprechen. Drei neue Strecken, die sowohl für Urlauber als auch für Geschäftsreisende von Interesse sind, wurden in den Flugplan aufgenommen: Jeddah in Saudi-Arabien, Amman in Jordanien und Marrakesch in Marokko. Die jordanische Hauptstadt Amman wird mit bis zu zweimal wöchentlich ab Stuttgart bedient. Die Verbindung bietet Reisenden Zugang zu touristischen Attraktionen wie der Felsenstadt Petra und dem Toten Meer. Jeddah, die wichtige Metropole am Roten Meer, stärkt die Anbindung an den arabischen Raum und ist ein bedeutendes Ziel für wirtschaftliche Kooperationen und Pilgerreisen. Jeddah wird im Winterflugplan 2025/2026 mehrmals wöchentlich von verschiedenen deutschen Flughäfen aus angeflogen: Zweimal pro

weiterlesen »

Personalmangel bei FAA führt zu massivem Flugchaos in den USA

Der anhaltende Shutdown der US-Regierung aufgrund eines Haushaltsstreits zwischen Demokraten und Republikanern legt den Flugverkehr in den Vereinigten Staaten zunehmend lahm. Wegen massiver Personalengpässe bei der Flugsicherungsbehörde FAA kommt es seit Beginn der Haushaltssperre am 1. Oktober 2025 zu landesweiten Flugverspätungen und -ausfällen. Am 7. Oktober 2025 waren laut FlightAware bereits über 4.000 Flüge verspätet. In der gesamten ersten Shutdown-Woche waren mehr als 23.000 Flüge verspätet und 470 Flüge fielen komplett aus. Betroffen sind nicht nur die vom Flugverfolgungsdienst gemeldeten Flughäfen Newark, Phoenix, Denver und Las Vegas, sondern auch grosse Luftverkehrsdrehkreuze wie Chicago, Boston und Houston, die bereits Personalprobleme melden. Die FAA sah sich gezwungen, den Verkehr zu drosseln und an einigen Standorten die Starts von Flugzeugen vorübergehend zu verlangsamen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Fluglotsen-Krise verschärft sich Obwohl Fluglotsen als systemrelevant eingestuft sind und zur Arbeit verpflichtet sind, erhalten sie während des Shutdowns kein Gehalt. Diese Situation führt zu einem Anstieg von Krankmeldungen in den Kontrollzentren, wodurch sich ein bereits bestehender Mangel an Fachkräften weiter verschärft. Schätzungen zufolge fehlen der FAA landesweit rund 3000 Fluglotsen. Gewerkschaftsführer warnen davor, dass der anhaltende Regierungsstillstand die Reisepläne von Millionen Amerikanern, insbesondere vor den Thanksgiving-Feiertagen im November, empfindlich stören könnte. Die Sicherheit im US-Luftraum wird durch die Überlastung des verbliebenen Personals und die fehlende Bezahlung zunehmend zum Thema. Eingeschränkte Fluggastrechte Für betroffene Passagiere stellt sich die Frage nach ihren Rechten. Experten wie Julian Navas, Fluggastrechtsexperte bei AirHelp, erklären, dass Personalengpässe aufgrund des Shutdowns als „aussergewöhnlicher Umstand“ gelten, der ausserhalb des Einflussbereichs der Airlines

weiterlesen »

Solide Aussichten für Österreichs Wintertourismus 2025/2026 trotz Wirtschaftsdruck

Österreichs Tourismusbranche blickt mit verhaltenem Optimismus auf die bevorstehende Wintersaison 2025/2026. Eine aktuelle Potenzialstudie der Österreich Werbung (ÖW) signalisiert ein stabil hohes Interesse aus den zehn wichtigsten europäischen Herkunftsmärkten: Rund 16,5 Millionen Menschen planen demnach einen Winterurlaub in der Alpenrepublik. Hochgerechnet auf alle internationalen Märkte erwarten die Touristiker ein Gesamtpotenzial von 20,8 Millionen Gästen. Trotz dieser positiven Nachfragesignale bleibt das wirtschaftliche Umfeld für die Betriebe herausfordernd. Die Branche kämpft weiterhin mit gestiegenen Kosten und dem andauernden Personalmangel. Die Bundesregierung reagiert mit der neuen Saisonkontingent-Verordnung und einem Tourismusbeschäftigtenfonds, um Planbarkeit und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu sichern. Gleichzeitig forciert die Österreich Werbung die Positionierung des Landes als Ganzjahresdestination und innovative Wintersport-Top-Adresse, unter anderem durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in ihren Kampagnen. Nachfrage aus Europa und Fernmärkten bleibt robust Die Reiselust der Europäer ist ungebrochen, wie die jüngsten Erhebungen der Österreich Werbung zeigen. Die Umfrage in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Polen und Tschechien ergab, dass mehr als die Hälfte der Befragten fix einen Winterurlaub plant. Das Interesse an Österreich zeigt demnach eine steigende Tendenz, insbesondere in Schlüsselmärkten wie Deutschland, der Schweiz, Tschechien und Großbritannien. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner bewertet diese anhaltende Nachfrage als ein starkes Signal, das Vertrauen in die Qualität und Gastfreundlichkeit des heimischen Wintertourismus setzt. Die Alpenrepublik festigt dabei ihre Rolle als dominante Wintersportdestination in Europa: In acht der zehn untersuchten Märkte rangiert Österreich auf Platz eins oder zwei, was die Beliebtheit für Ski- und Snowboardurlaube betrifft. Auch das oft diskutierte Preis-Leistungs-Verhältnis wird

weiterlesen »

EU führt digitales Grenzsystem EES ein – Infrastruktur an Brüsseler Flughafen angepasst

Zum 12. Oktober 2025 hat die Europäische Union mit der schrittweisen Einführung des neuen Einreise-/Ausreisesystems (EES) begonnen. Dieses automatisierte IT-System dient der digitalen Erfassung von Reisenden aus Drittstaaten – also Personen, die nicht die Staatsangehörigkeit eines EU- oder Schengen-Landes besitzen und für einen Kurzaufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums in den Schengen-Raum reisen. Das System soll das manuelle Abstempeln von Pässen ersetzen und die Grenzsicherheit erhöhen. Der Flughafen Brüssel (Brussels Airport) hat in Abstimmung mit der zuständigen Föderalen Polizei die notwendige Infrastruktur für die neuen Grenzkontrollverfahren bereitgestellt. Die Anpassungen umfassen die Installation von zwölf neuen Grenzkontrollkabinen im Ankunftsbereich sowie die Ausrüstung aller Schalter mit insgesamt 33 Kameras zur Erfassung von Gesichtsbildern. Zusätzlich wurden 61 Self-Service-Kioske zur Vorregistrierung von Daten sowie 36 neue automatische E-Gates installiert. Die Föderale Polizei ist in Belgien für die Durchführung der Kontrollen verantwortlich, wobei eine vollständige Implementierung des EES in ganz Europa bis zum 10. April 2026 abgeschlossen sein soll. Für die betroffenen Drittstaatsangehörigen bedeutet die Einführung des EES, dass bei der Ein- und Ausreise Passdaten, biometrische Merkmale wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder sowie Ort und Zeitpunkt des Grenzübertritts elektronisch gespeichert werden. Diese Datenerfassung ist obligatorisch. Ein wesentlicher Bestandteil der Umstellung ist auch die vorläufige Deaktivierung der E-Gates für Drittstaatsangehörige bei der Ausreise, da die Abläufe des neuen Systems eine manuelle Überprüfung durch Grenzbeamte erfordern. Der Flughafen Brüssel setzt sich jedoch dafür ein, dass bestimmte Drittstaatsangehörige die E-Gates bald wieder nutzen können, da dies zur Reduzierung von Wartezeiten beiträgt. Die Europäische Kommission und die nationalen

weiterlesen »

Verzögerte Auslieferungen und steigende Wartungskosten belasten Fluggesellschaften mit elf Milliarden US-Dollar

Die globalen Lieferkettenprobleme in der Luft- und Raumfahrtindustrie erreichen im Jahr 2025 einen kritischen Punkt. Eine gemeinsame Studie der International Air Transport Association (IATA) und der Unternehmensberatung Oliver Wyman warnt, dass die Auswirkungen dieser Störungen die Fluggesellschaften im laufenden Jahr voraussichtlich über elf Milliarden US-Dollar kosten werden. Der Hauptgrund liegt in der massiven Verzögerung bei der Auslieferung neuer Flugzeuge und Ersatzteile, was die Airlines dazu zwingt, ihre Flottenstrategien grundlegend zu überdenken und ältere, wartungsintensivere Maschinen länger im Betrieb zu halten. Angesichts eines historischen Auftragsbestands von über 17.000 neuen Flugzeugen und einer gleichzeitig stark wachsenden Passagiernachfrage spitzt sich die Kluft zwischen Angebot und Bedarf auf dem Luftverkehrsmarkt dramatisch zu. Branchenvertreter fordern nun dringend einen strategischen und kooperativen Ansatz aller Akteure, um die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette zu stärken und die Engpässe, die von Rohstoffknappheit bis hin zu Arbeitskräftemangel reichen, nachhaltig zu beheben. Die vier Kostentreiber der Lieferkettenkrise Die elf Milliarden US-Dollar, die den Fluggesellschaften im Jahr 2025 voraussichtlich entstehen, setzen sich der IATA-Analyse zufolge aus vier wesentlichen Kostenfaktoren zusammen. Die mit Abstand größte Belastung entsteht durch höhere Treibstoffkosten in Höhe von rund 4,2 Milliarden US-Dollar. Da neue, in der Regel treibstoffeffizientere Flugzeuge aufgrund der Produktionsengpässe bei den Herstellern (original equipment manufacturers, oems) nicht rechtzeitig ausgeliefert werden können, müssen Airlines auf ältere Modelle zurückgreifen, deren Betrieb teurer ist. Ein weiterer erheblicher Posten sind die zusätzlichen Wartungskosten in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar. Die alternde Flotte erfordert häufigere und aufwändigere Instandhaltungsmaßnahmen. Dies führt direkt zum dritten Kostentreiber: höheren Leasingkosten für Triebwerke in Höhe von

weiterlesen »