Oktober 2025

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Oktober 2025

Lufthansa verschärft Sparkurs: Umbau der Kernmarke durch Kostensenkung am Boden und Flottenstrategie

Die Lufthansa-Kernmarke befindet sich unter erheblichem finanziellem Druck und reagiert darauf mit einer umfassenden Neuausrichtung ihrer Geschäftsstrategie, die massive Kostensenkungen und tiefgreifende operative Veränderungen vorsieht. Nachdem die Sparte Lufthansa Airlines, und insbesondere die Kernmarke Lufthansa Classic, im ersten Halbjahr 2025 Verluste in Höhe von 307 Millionen Euro verzeichnete – wovon 274 Millionen Euro auf die Hauptmarke entfielen – intensiviert der Konzern sein sogenanntes „Turnaround“-Programm. Dieses Programm zielt darauf ab, bis zum Jahr 2028 einen Ergebnisbeitrag von 2,5 Milliarden Euro zu erzielen. Neben strukturellen Anpassungen bei der Flotte und im Management fokussiert sich das Unternehmen nun verstärkt auf Einsparpotenziale in den Bodenverkehrsdiensten an ihren zentralen Drehkreuzen Frankfurt und München. Gleichzeitig treibt Lufthansa die Digitalisierung der Kundenprozesse und eine deutliche Reduzierung der Personalstärke in der Verwaltung voran, um die Wettbewerbsfähigkeit der traditionell hochtarifierten Kernmarke wiederherzustellen. Neuausrichtung der Bodenverkehrsdienste an den Drehkreuzen Eine zentrale und gleichzeitig brisante Säule der Sparbemühungen betrifft die Bodenverkehrsdienste an den Hauptflughäfen Frankfurt und München. Nach Informationen des „Handelsblatt“ prüft die Lufthansa-Führung derzeit konkrete Modelle, um die Abfertigungsleistungen effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Die Überlegung sieht vor, Teile dieser Dienste in Tochtergesellschaften oder durch externe Partner zu geringeren Tarifen erbringen zu lassen. Aktuell sind von diesen Plänen rund 4.000 Bodenbeschäftigte in Frankfurt und München betroffen. Experten und Gewerkschaften weisen darauf hin, dass diese Strategie darauf abzielt, das Lohnniveau auf das von externen Dienstleistern zu senken, das teilweise bis zu 20 Prozent unter den Tarifen der Lufthansa-Kernmarke liegen kann. Diese angestrebten Kostenvorteile sind ein direkter Hebel zur Steigerung der Rentabilität.

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ACI Europe meldet Passagierplus von 4,9 Prozent und neue Höchststände an den größten Drehkreuzen

Der europäische Flughafenverband ACI Europe hat seinen vorläufigen Luftverkehrsbericht für August 2025 veröffentlicht, der ein anhaltend starkes Wachstum im Passagierverkehr belegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg das gesamte Passagieraufkommen über das europäische Flughafennetzwerk um 4,9 Prozent. Dieses Plus liegt über dem bisherigen Jahresdurchschnitt und bestätigt die robuste Sommernachfrage. Besonders bemerkenswert ist, dass die Passagierzahlen im August insgesamt 7 Prozent über dem Niveau von August 2019, also der Zeit vor der Pandemie, lagen. Getragen wurde das Wachstum primär durch den internationalen Flugverkehr, der um 5,6 Prozent zulegte, während der nationale Verkehr mit 1,6 Prozent deutlich verhaltener wuchs. Die Flugbewegungen nahmen insgesamt um 3,3 Prozent zu. Ein differenziertes Bild zeichnet sich bei der regionalen Betrachtung: Die Flughäfen der EU+ Region (EU, EWR, Schweiz und UK) verzeichneten mit 4 Prozent ein Wachstum unter dem kontinentalen Durchschnitt. Trotzdem gab es Ausreißer nach oben, wie in Polen (+15,1 Prozent), Slowenien (+11,7 Prozent) und Rumänien (+10,3 Prozent). Die größten Einzelmärkte in der EU+ Gruppe zeigten hingegen nur unterdurchschnittliche Zuwächse. So stieg das Fluggastaufkommen in Deutschland nur um 4,2 Prozent und in Spanien um 3,8 Prozent. Auch in Italien (+2,8 Prozent), Großbritannien (+1,7 Prozent) und Frankreich (+1 Prozent) lagen die Steigerungen im niedrigeren Bereich. Dies steht im Einklang mit der allgemeinen Entwicklung, bei der die Erholung des Passagieraufkommens in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 deutlich schwächer ausgefallen war als in vielen anderen europäischen Ländern, wobei etwa der innerdeutsche Verkehr nur etwa die Hälfte des Niveaus von 2019 erreichte. Die Flughäfen im restlichen Europa außerhalb der EU+ Zone

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Corendon Airlines steigt in Pilgerreisen-Markt ein

Die Fluggesellschaft Corendon Airlines hat in Zusammenarbeit mit dem spezialisierten Reiseveranstalter Royal Avis Aviation ein bedeutendes neues Marktsegment in Mitteleuropa erschlossen: Nonstop-Flüge für die Omrah, die sogenannte „kleine Pilgerfahrt“ zum islamischen Wallfahrtsort Mekka. Dieses neue Angebot, das sich an Muslime in Deutschland, Österreich und den Niederlanden richtet, startete im Oktober 2025 und sieht vor, bis Januar 2026 rund 5.000 Pilger zu den heiligen Stätten nach Saudi-Arabien zu befördern. Die Einführung dieser Charter-Flugserie stellt eine strategische Diversifizierung des Flugangebots von Corendon dar. Die Airline, die traditionell stark im Ferienverkehr in die Türkei, nach Ägypten und zu den Kanarischen Inseln positioniert ist, reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach bequemen und direkten Reisemöglichkeiten für religiöse Zwecke. Abgeflogen wird von insgesamt acht Flughäfen in der deutschsprachigen Region und den Niederlanden, darunter wichtige Knotenpunkte wie Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln/Bonn und Nürnberg in Deutschland sowie Salzburg und Wien in Österreich und Amsterdam in den Niederlanden. Die Fluggesellschaft positioniert sich mit diesem Angebot als wichtiger Transporteur für religiöse Reisen und trägt damit den demografischen und kulturellen Bedürfnissen der muslimischen Bevölkerung in West- und Mitteleuropa Rechnung. Die Routen sind logistisch auf die Pilgerreise abgestimmt: Alle Hinflüge führen in die saudi-arabische Hafenstadt Dschidda (Jeddah), das traditionelle Tor nach Mekka. Die Rückflüge erfolgen von Medina, der zweitheiligsten Stadt des Islam. Die Omrah: Spirituelle Bedeutung und logistische Abwicklung Die Omrah (arabisch ʿumra) ist eine Pilgerfahrt nach Mekka, die im Gegensatz zur Hadsch, der „großen Pilgerfahrt“, jederzeit im Jahr durchgeführt werden kann. Sie ist zwar keine der fünf verpflichtenden Säulen des

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Jet Aviation Flight Services feiert 40-jähriges Bestehen in den USA

Die US-amerikanische Abteilung für Flugbetrieb und Flugzeugmanagement von Jet Aviation, bekannt als Jet Aviation Flight Services (JAFS), feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Die 1985 in ihren Anfängen gegründete Geschäftseinheit ist heute ein zentraler Pfeiler im Dienstleistungsangebot des global tätigen Business-Aviation-Unternehmens, welches seit 2008 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des US-Rüstungs- und Technologiekonzerns General Dynamics (GD) ist. JAFS dient als dedizierte Drehscheibe für Flugzeugdienstleistungen in den Vereinigten Staaten, darunter Management und Charterbetrieb unter den FAA-Zertifizierungen Part 91, Part 125 und Part 135. Die Expansion der JAFS in den USA nahm ihren Lauf mit der strategischen Übernahme der Executive Air Fleet im Jahr 1988, wodurch Jet Aviation schlagartig rund 100 Flugzeuge in sein Managementportfolio in den Vereinigten Staaten integrieren konnte. Executive Air Fleet galt zu diesem Zeitpunkt als das grösste Charter- und Managementunternehmen seiner Art in den USA. Diese Akquisition bildete die Grundlage für die heutige Präsenz und das umfangreiche Dienstleistungsangebot in der Region. Die Division hat ihre Flotte kontinuierlich ausgebaut und umfasst heute eine breite Palette von Starr- und Drehflüglern, von Mid-Size-Jets bis hin zu Ultra-Langstrecken-Geschäftsreiseflugzeugen. Die Entwicklung des US-Geschäfts wird durch die jüngsten Flottenzuwächse untermauert: Allein im Jahr 2024 verzeichnete Jet Aviation einen signifikanten Zuwachs an gemanagten Flugzeugen in den USA. Berichten zufolge wurden dem Unternehmen in diesem Zeitraum 39 neue Geschäftsreiseflugzeuge zur Verwaltung übergeben. Zudem kamen 16 weitere Flugzeuge zur Charterflotte unter dem Part 135-Zertifikat hinzu. Insgesamt managt Jet Aviation derzeit weltweit über 300 Flugzeuge, wovon sich ein Grossteil, nämlich rund 200 Flugzeuge, in den USA befindet. Zu den

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B787: Indische Aufsichtsbehörde ordnet nach Notstrom-Auslösung Flotteninspektion an

Nach einem jüngsten Vorfall, bei dem sich an Bord eines Air India Boeing 787 Dreamliners kurz vor der Landung in Birmingham, Großbritannien, unkontrolliert ein Notstromaggregat auslöste, hat die indische Luftfahrtsicherheitsbehörde, das Directorate General of Civil Aviation (DGCA), weitreichende Inspektionen angeordnet. Der Vorfall vom 4. Oktober 2025 mit dem Flug AI117 hat in Indien und international erneut Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der elektrischen Systeme des hochmodernen Langstreckenflugzeugs geweckt, insbesondere da das gleiche Flugzeug zuvor in einen schweren Unfall involviert war. Die DGCA hat Air India angewiesen, die gesamte 787-Flotte zu überprüfen, mit besonderem Fokus auf die Ram Air Turbine (RAT), eine windgetriebene Notstromquelle. Die Anweisung richtet sich primär an Flugzeuge, deren Power Conditioning Module (PCM), ein wichtiger Bestandteil des elektrischen Energiemanagements, kürzlich ausgetauscht wurde. Dieser Schritt zielt darauf ab, mögliche Zusammenhänge zwischen Wartungsarbeiten und dem unerwünschten Ausfahren der RAT zu ermitteln. Gleichzeitig hat die indische Behörde den Hersteller Boeing aufgefordert, einen detaillierten Bericht über präventive Maßnahmen und global aufgetretene, ähnliche Vorfälle zu liefern, um systemische Muster zu erkennen. Die Rolle der Ram Air Turbine: Ein letzter Rettungsanker Die Ram Air Turbine (RAT) ist ein entscheidendes Sicherheitsmerkmal in modernen Verkehrsflugzeugen. Sie ist konzipiert als letzter Rettungsanker, der nur in extremen Notfällen zum Einsatz kommt, typischerweise bei einem doppelten Triebwerksausfall oder einem kompletten Versagen der elektrischen und hydraulischen Hauptsysteme. Die RAT fährt aus der Unterseite des Rumpfes aus und nutzt den Fahrtwind des Flugzeugs, um eine kleine Turbine anzutreiben. Die dadurch erzeugte elektrische und hydraulische Notleistung ist essenziell, um die Kontrolle über kritische

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Swiss nimmt ersten Airbus A350-900 in Empfang

Swiss hat am Donnerstag, den 9. Oktober 2025, ihren ersten von insgesamt zehn bestellten Airbus A350-900 in Zürich in Empfang genommen. Das neue Flaggschiff der Langstreckenflotte mit dem Kennzeichen HB-IFA wurde von einer Swiss Cockpit-Crew vom Airbus-Werk in Toulouse überführt und mit einem traditionellen Wassersalut am Flughafen Zürich begrüsst. Die Auslieferung markiert den Beginn des Flottenmodernisierungsprogramms der Lufthansa Group-Tochter und läutet das Ende der Ära der verbleibenden Airbus A340-300 ein, die bis Anfang 2028 ausgeflottet werden sollen. Der A350-900 ist das erste Langstreckenflugzeug von Swiss, das die komplett neu gestaltete „Swiss Senses“ Kabine in allen vier Reiseklassen einführt. Diese Kabinengeneration zielt darauf ab, das Reiseerlebnis durch mehr Komfort und Privatsphäre zu erhöhen. Die Konfiguration sieht vier Reiseklassen vor: Drei Suiten in der First Class, wovon eine als Grand Suite zwei Einzelsuiten verbindet, 45 Sitze in der Business Class, 38 Sitze in der Premium Economy und 156 Plätze in der Economy Class, was eine Gesamtkapazität von 242 bis 243 Sitzen ergibt. Zu den technischen Neuerungen an Bord zählen unter anderem 4K-OLED-Bildschirme, Bluetooth-Konnektivität und kabelloses Laden. In der Business Class gibt es zudem fünf verschiedene Sitztypen, darunter die Business Suite mit Schiebetür in der ersten Reihe. Der Liniendienst mit der neuen Maschine beginnt auf der Langstrecke ab Zürich zum Boston Logan International Airport. Ursprünglich für Anfang Januar 2026 geplant, wurde die Premiere auf Ende November 2025 vorgezogen, wobei der erste buchbare Flug für den 20. November angesetzt ist. Vor dem Einsatz auf der Langstrecke wird das Flugzeug, das in einer speziellen „Wanderlust“

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Southwest Airlines: Berichte deuten auf Markteintritt in den Premium-Sektor hin

Die US-Fluggesellschaft Southwest Airlines scheint vor einem bedeutenden Bruch mit ihrem traditionsreichen Geschäftsmodell zu stehen. Intern zirkulierende Kundenbefragungen legen nahe, dass der Carrier plant, eigene Premium Airport Lounges an wichtigen Drehkreuzen einzurichten. Dieser Schritt, der im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen, hochpreisigen Co-Branding-Kreditkarte steht, würde eine tiefgreifende strategische Verschiebung für die in Dallas ansässige Fluglinie bedeuten, die jahrzehntelang auf Schlichtheit, geringe Kosten und das Fehlen von Zusatzleistungen gesetzt hat. Die durchgesickerten Informationen, die diese Woche in der Reiseblogosphäre auftauchten, erwähnen explizit die Absicht von Southwest, „Premium Airport Lounges an mehreren Southwest-Drehkreuzen“ zu eröffnen. Obwohl die endgültige Bestätigung durch das Unternehmen noch aussteht, signalisiert die klare Formulierung in der Umfrage, dass die Entwicklung von Lounges nicht nur eine lose Idee, sondern ein Thema aktiver interner Planung und Marktbefragung ist. Die Etablierung eines eigenen Lounge-Netzwerks würde Southwest in direkte Konkurrenz zu etablierten US-Netzwerk-Carriern wie Delta Air Lines, United Airlines und American Airlines stellen, die ihre loyalsten und umsatzstärksten Kunden seit langem über exklusive Flughafeneinrichtungen binden. Der Bruch mit der Tradition: Vom Billigflugmodell zur Premium-Ausrichtung Seit ihrer Gründung hat Southwest Airlines das amerikanische Flugreisegeschäft revolutioniert, indem sie sich auf ein unkompliziertes Betriebsmodell konzentrierte: eine einzige Flugzeugfamilie (Boeing 737), keine zugewiesenen Sitzplätze und ein Fokus auf kurze Strecken mit hoher Frequenz. Der legendäre Gründer Herb Kelleher leistete dem Gedanken an Premium-Angebote oder zusätzliche Annehmlichkeiten stets Widerstand, da er befürchtete, diese könnten die schlanke und effiziente Unternehmenskultur verwässern. Diese Philosophie ermöglichte es Southwest, über Jahrzehnte hinweg extrem wettbewerbsfähige Tarife anzubieten und eine überwiegend preisbewusste

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Embraer präsentiert C-390 in Seoul und vertieft Partnerschaft mit Südkorea

Der brasilianische Luftfahrthersteller Embraer beabsichtigt, seine Präsenz auf dem asiatischen Markt zu stärken, indem er vom 20. bis 24. Oktober auf der Seoul ADEX 2025 sein Verteidigungs- und Sicherheitsportfolio vorstellt. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die C-390 Millennium, das militärische Transportflugzeug des Unternehmens. Der Auftritt unterstreicht das Engagement Embraers für die südkoreanische Verteidigungsindustrie, nachdem die Defense Acquisition Program Administration (DAPA) das Flugzeug im Jahr 2023 im Rahmen der Ausschreibung für Large Transport Aircraft (LTA-II) für die Luftwaffe der Republik Korea (ROKAF) ausgewählt hatte. Die Einführung der C-390 in Südkorea schreitet planmäßig voran. Embraer betonte die enge Zusammenarbeit mit DAPA und ROKAF bei diesem Projekt. Die C-390 Millennium wird speziell an die Anforderungen der ROKAF angepasst, wobei ein umfassendes Paket an Dienstleistungen, Ersatzteilen, Bodenausrüstung und Schulungen inbegriffen ist. Ein zentraler Bestandteil des Geschäfts ist das Industrial Cooperation Program. Dieses sieht vor, dass bedeutende Komponenten des Transportflugzeugs von lokalen südkoreanischen Partnern wie ASTG, EMK und Kencoa Aerospace gefertigt werden. Damit soll die industrielle Basis Südkoreas gestärkt und die Luftfahrtbeziehungen zwischen Korea und Brasilien gefestigt werden. Zur weiteren Identifizierung von Kooperationsbereichen fand erst im Vormonat eine Roadshow von Embraer und der Korea Trade-Investment Promotion Agency (KOTRA) in Sacheon und Busan statt. Die Präsenz von Embraer in Südkorea manifestiert sich zudem bereits durch den Betrieb einer Praetor 600 des Flight Inspection Centers seit 2024. Die C-390 Millennium, die weltweit in Konkurrenz zur Lockheed Martin C-130J Super Hercules steht, gewinnt international weiter an Bedeutung. Südkorea war das erste Land in Asien, das sich für das

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Umfassendes Datenleck bei Qantas: Millionen Kundendaten im Netz veröffentlicht

Die australische Fluggesellschaft Qantas sieht sich mit den weitreichenden Konsequenzen eines schweren Cyberangriffs vom Juli 2025 konfrontiert. Nachdem die Airline die Forderung der Erpressergruppe nicht erfüllte, wurden am 11. Oktober 2025 die persönlichen Daten von bis zu 5,7 Millionen Kunden, überwiegend Teilnehmer des Frequent Flyer Programms, von der Hackergruppe Scattered Lapsus$ Hunters im sogenannten Darknet und Berichten zufolge auch im frei zugänglichen Internet veröffentlicht. Die offengelegten Informationen umfassen Namen, E-Mail-Adressen und Frequent-Flyer-Nummern. Bei einem Teil der betroffenen Kunden wurden zudem zusätzliche sensible Daten wie Wohn- und Geschäftsadressen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Geschlecht und in einigen Fällen sogar Essenspräferenzen freigegeben. Das Datenleck ist Teil einer koordinierten Angriffswelle, die sich gegen eine Drittanbieter-Plattform des US-Unternehmens Salesforce richtete, und betrifft neben Qantas auch zahlreiche andere internationale Großunternehmen aus verschiedenen Branchen. Der Vorfall unterstreicht die zunehmende Gefährdung durch komplexe digitale Erpressungen und stellt die betroffenen Unternehmen sowie die australische Regierung vor große Herausforderungen im Umgang mit Cyberkriminalität. Chronologie des Angriffs und der Datenveröffentlichung Der Ursprung des Vorfalls geht auf den 1. Juli 2025 zurück, als Qantas ungewöhnliche Aktivitäten auf einer von einem ihrer Contact Center genutzten Plattform eines Drittanbieters feststellte. Die Fluggesellschaft reagierte umgehend und leitete interne Sicherheitsmaßnahmen ein, um das System abzuriegeln und den Vorfall einzudämmen. Am 2. Juli 2025 informierte Qantas die Öffentlichkeit über den Angriff auf die Kundendienstplattform, die von einem externen Dienstleister, der Salesforce-Plattform, bereitgestellt wird. In den folgenden Monaten analysierte Qantas gemeinsam mit Cybersicherheitsexperten den Umfang der kompromittierten Daten. Die Untersuchung ergab, dass die Daten von bis zu 5,7 Millionen Kunden

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Hotel Dips&Drops erzielt Top-Platzierung bei europäischem Branchenpreis

Das familiengeführte Hotel Dips&Drops aus Flachau im Salzburger Land hat bei der Verleihung der Auszeichnung „Hotelimmobilie des Jahres 2025“ einen beachtlichen Erfolg erzielt. Bei der feierlichen Preisverleihung, die im Hotel Bayerischer Hof in München stattfand, schaffte es das Haus unter die Top 3 der besten Hotelprojekte Europas. Insgesamt hatten sich 25 Bewerber aus neun europäischen Ländern – von der Türkei bis Island – um die renommierte Auszeichnung beworben, deren Nominierung durch das 196+ forum erfolgt. Das Hotel, ein ehemaliger Tauernhof, überzeugte die Jury mit seiner modernen Architektur und seinem umfassenden Konzept als Bike- & Ski Hub. Das Angebot ist auf sportaffine und lifestyle-orientierte Gäste ausgerichtet und kombiniert Action, Erholung, und „Luxury Lifestyle“ mit speziellen Einrichtungen wie einem Loft Gym, Pools und einem Spa-Bereich. Mit 92 Zimmern und Suiten, darunter spektakuläre zweistöckige „Ultimate Champion Suiten“, sowie eigenen Living Rooms und Community Spaces setzt das Dips&Drops neue Maßstäbe im alpinen Tourismus. Das Konzept umfasst zudem einen Bike Hub mit 120 Leihbikes und einen Ski Hub mit Shop und Skischule. Geschäftsführer Hans Harml äußerte sich zur Finalteilnahme positiv: „Dass ein Betrieb unserer Größe es bis in die letzte Runde geschafft hat, zeigt, dass wir mit unserem Konzept genau den Nerv der Zeit treffen.“ Er nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Marketing-Managerin Carmen Hauser und Vertreterinnen des Architekturbüros blocher partners, Ricarda Butenholz und Anja Pangerl, entgegen. Der Juryvorsitzende des 196+ forums, Andreas Martin, empfahl das Hotel ausdrücklich als Beispiel für einen gelungenen Perspektivwechsel im alpinen Tourismus. Das Dips&Drops verstand es, sich als Vorzeigeprojekt aus dem

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