Oktober 2025

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Oktober 2025

Flugbetrieb eingestellt: Britische Regionalfluglinie Eastern Airways am Ende

Die britische Regionalfluggesellschaft Eastern Airways hat den Betrieb eingestellt und die Bestellung eines Insolvenzverwalters beantragt. Das Unternehmen aus Humberside, das seit 28 Jahren am Markt tätig war, hat sämtliche Flüge annulliert. Die britische Zivilluftfahrtbehörde (CAA) forderte Passagiere auf, nicht mehr zu den Flughäfen anzureisen, da die Flugzeuge bereits an die Leasinggeber zurückgegeben wurden. Der Schritt, einen Insolvenzverwalter zu bestellen, gewährt Eastern Airways einen temporären Gläubigerschutz von zehn Geschäftstagen, um Alternativen zur Liquidation zu suchen. Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs wird jedoch als unwahrscheinlich angesehen. Die Fluglinie bediente zuletzt nur vier Linienrouten, darunter die Strecken von Aberdeen nach Teesside, Humberside und Wick, sowie die Verbindung London Gatwick–Newquay. Letztere Routen wurden als öffentliche Dienstleistungsverpflichtung (PSO) von der schottischen Regierung bzw. dem Cornwall Council subventioniert. Die zuständigen Behörden suchen nun dringend nach Ersatzanbietern für diese essenziellen Strecken. Als ein wesentlicher Faktor für das Scheitern von Eastern Airways, das ursprünglich 1997 für die Nordsee-Ölindustrie gegründet wurde, gilt der gescheiterte Vertrag mit KLM. Die Regionalfluglinie hatte zuvor hohe Investitionen in Flugzeuge und Personal getätigt, um den Vertrag zu erfüllen, der jedoch im Oktober 2025 von KLM beendet wurde. Analysten zufolge traf die Nichterneuerung des Wet-Lease-Abkommens mit KLM, bei dem Eastern Airways Embraer-Flugzeuge für die niederländische Airline auf Strecken von Amsterdam zu verschiedenen britischen Zielen betrieb, die Airline in einer finanziell kritischen Phase. Das Aus von Eastern Airways ist ein weiterer schwerer Schlag für den britischen Regionalflugverkehr, nachdem in den vergangenen Jahren bereits andere Regionalanbieter wie BMI Regional und Flybe den Betrieb einstellen mussten. Betroffene Passagiere und

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Boeing: Über 3.200 Mitarbeiter lehnen jüngstes Vertragsangebot ab und verlängern den Streik

Ein zentraler Arbeitskampf in der US-amerikanischen Rüstungs- und Luftfahrtindustrie verschärft sich weiter: Mehr als 3.200 Beschäftigte des Flugzeugherstellers Boeing an den Standorten in Missouri und Illinois haben das jüngste Vertragsangebot des Unternehmens abgelehnt. Die Arbeiter, die in der Verteidigungssparte von Boeing tätig sind und von der Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers (iam), Distrikt 837, vertreten werden, sehen ihre „Kernprioritäten“ in der vorgeschlagenen Offerte nicht adressiert. Die Entscheidung hat zur Folge, dass der Streik, der nun in seinen vierten Monat geht, verlängert wird. Der anhaltende Stillstand ist das Ergebnis zahlreicher gescheiterter Verhandlungen zwischen der Unternehmensleitung und der Gewerkschaft. Die knappe Ablehnung des überarbeiteten Fünfjahresvertrags mit einem Verhältnis von 51 Prozent zu 49 Prozent unterstreicht die tiefe Spaltung und die Entschlossenheit der Belegschaft. Während Boeing das knappe Ergebnis als Zeichen wertet, dass viele Mitarbeiter den Wert des Angebots sehen, bekräftigt die Gewerkschaft ihre Haltung. Die iam wirft dem Konzern vor, die Menschen, die den Erfolg des Unternehmens ermöglichen, weiterhin geringschätzig zu behandeln. Die finanziellen Auswirkungen des Streiks auf das Unternehmen und die betroffenen Mitarbeiter werden indes immer spürbarer. Der Kern des Konflikts: Löhne und Anerkennung Der monatelange Arbeitskampf dreht sich nicht nur um die blanken Zahlen der Lohnsteigerungen, sondern vor allem um die Wahrnehmung von Anerkennung und Gerechtigkeit für die Belegschaft. Die Arbeiter fordern eine deutliche Verbesserung ihrer finanziellen und sozialen Bedingungen, die ihrer Meinung nach nicht mit dem Erfolg und den Gewinnen des Luftfahrtgiganten Boeing in der Verteidigungssparte im Einklang stehen. Das jüngste, überarbeitete Vertragsangebot von Boeing, welches

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Delta Air Lines startet erste Direktverbindung nach Riad

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines wird ab Oktober 2026 erstmals einen Nonstop-Flugdienst nach Riad in Saudi-Arabien aufnehmen. Die neue Langstreckenverbindung wird den Heimatflughafen Atlanta (ATL) dreimal wöchentlich mit der saudischen Hauptstadt Riad (RUH) verbinden. Die Flüge sollen mit dem Großraumflugzeug Airbus A350-900 durchgeführt werden und markieren den Einstieg von Delta in den saudischen Markt. Die Einführung der neuen Route ist ein bedeutender Schritt in Deltas globaler Expansionsstrategie, wie Konzernchef Ed Bastian betonte. Die Verbindung soll Kunden den Zugang zu der dynamischen und schnell wachsenden Region Saudi-Arabiens ermöglichen. Die neue Strecke ist auch eine Unterstützung der wachsenden Wirtschafts- und Tourismusbeziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien, insbesondere im Rahmen des saudischen Reformprogramms Vision 2030, welches Riad als globales Zentrum für Wirtschaft und Innovation positionieren soll. Der saudische Tourismusminister Ahmed Al-Khateeb begrüßte die Ankündigung als wichtigen Meilenstein für die Stärkung der globalen Konnektivität. Die über 7.000 Meilen lange Verbindung zwischen Atlanta und Riad wird eine der längsten Routen im Streckennetz von Delta sein. Sie bietet saudischen Reisenden zukünftig einen bequemen One-Stop-Zugang zu über 150 Städten in den Vereinigten Staaten. Passagiere an Bord des Airbus A350-900 werden in allen Klassen, darunter die Delta One Liege-Suiten, Premium Select, Comfort+ und Main Cabin, den vollen Bordservice der Airline erleben, inklusive Missoni-Designelementen und kostenlosem WLAN via Delta Sync. Mit Riad erweitert Delta Air Lines ihre globale Reichweite kontinuierlich. Die Fluggesellschaft hatte bereits zuvor neue Destinationen wie Marrakesch, Melbourne, Porto und Malta für ihre kommenden Flugpläne angekündigt. Die Verbindung von Atlanta, einem der größten Drehkreuze der Welt,

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Riyadh Air sichert sich Leasing-Flugzeuge zur Überbrückung des Flottenstarts

Die saudi-arabische Neugründung Riyadh Air treibt ihre kommerzielle Markteinführung mit energischen Schritten voran und sichert sich vor der offiziellen Auslieferung ihrer Großbestellungen die notwendigen Flugzeuge über Leasingverträge. Die Fluggesellschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, ein führender globaler Akteur im Luftverkehr zu werden, hat am 27. Oktober 2025 einen Leasingvertrag über eine Boeing 787-9 Dreamliner mit der ebenfalls in Saudi-Arabien ansässigen Gesellschaft AviLease unterzeichnet. Diese Vereinbarung ist strategisch von doppelter Bedeutung: Sie positioniert AviLease als den ersten Leasingpartner von Riyadh Air und stellt sicher, dass die Airline ihre operative Präsenz aufbaut, bevor die ersten Flugzeuge aus ihren umfangreichen Festbestellungen eintreffen. Die Leasing-Aktivitäten sind Teil einer umfassenden Vorbereitungsphase für den kommerziellen Start. Nur einen Tag zuvor, am 26. Oktober 2025, absolvierte Riyadh Air ihren symbolischen Erstflug von Riad (King Khalid International Airport, RUH) nach London-Heathrow (LHR). Dieser Flug wurde ebenfalls mit einer geleasten Boeing 787-9, in diesem Fall von Oman Air, durchgeführt und demonstrierte bereits die globale Reichweite und den Anspruch der Fluggesellschaft. Die rasche Sicherung von hochmodernen Großraumflugzeugen wie der Boeing 787 ist entscheidend für Riyadh Air, um ihren Zeitplan einzuhalten und ihren künftigen Passagieren ein hochwertiges Reiseerlebnis bieten zu können. Strategische Bedeutung des Dreamliners für den Markteintritt Der nun abgeschlossene Leasingvertrag mit AviLease über einen Boeing 787-9 Dreamliner, dessen Übergabe im vierten Quartal 2025 erwartet wird, ist ein zentraler Baustein in der kurzfristigen Flottenstrategie von Riyadh Air. Die Wahl des Musters ist kein Zufall: Die 787-9 ist ein effizientes und reichweitenstarkes Flugzeug, das die Anforderungen an einen globalen Langstreckenbetreiber

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Iberia eröffnet neue Nonstop-Verbindung von Madrid nach Orlando

Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat am 26. Oktober 2025 ihren neuen Nonstop-Flugdienst zwischen Madrid und Orlando in Florida aufgenommen. Die Verbindung macht Iberia zur einzigen Airline, die Direktflüge zwischen Spanien und der bekannten US-Stadt anbietet. Der Erstflug vom Adolfo Suárez Madrid-Barajas Airport (MAD) startete mit 272 Passagieren an Bord in Richtung Orlando International Airport (MCO). Die Strecke wird während der gesamten Wintersaison 2025/2026 viermal wöchentlich bedient, jeweils montags, mittwochs, freitags und sonntags. Zum Einsatz kommen Flugzeuge des Typs Airbus A330 mit 254 Sitzen, die in den Klassen Business, Premium Economy und Economy konfiguriert sind. Insgesamt stellt Iberia in dieser Wintersaison über 46.000 Sitzplätze auf der neuen Route zur Verfügung. Mit der neuen Verbindung wird die Rolle Madrids als wichtiges transatlantisches Drehkreuz weiter gestärkt. Orlando ist weltweit bekannt als Standort des Walt Disney World Resorts, gewinnt aber auch zunehmend an Bedeutung im Geschäftsreiseverkehr. Das Orange County Convention Center in Orlando ist ein wichtiger MICE-Standort (Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions) und veranstaltet jährlich Hunderte von internationalen Events. Die neue Direktverbindung von Iberia bedient somit sowohl den stark frequentierten Freizeitmarkt als auch den wachsenden Geschäftstourismus. Die Aufnahme von Orlando in das Streckennetz ist Teil der Wachstumsstrategie von Iberia in den USA. Die Fluggesellschaft bedient nun insgesamt zehn US-Ziele, darunter Metropolen wie New York, Miami, Boston und Los Angeles. Im Jahr 2025 bietet Iberia damit nahezu zwei Millionen Sitzplätze und rund 150 wöchentliche Flüge zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten an und festigt ihre Position als führende Verbindung zwischen Südeuropa und Nordamerika.

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Magie der Metropole: Zagreb entfaltet sich zwischen Märkten, Musik und verborgenen Höfen

Die kroatische Hauptstadt Zagreb präsentiert sich als eine europäische Metropole von besonderem Reiz, die eine faszinierende Verbindung aus reicher Geschichte, tief verwurzelter Kultur und pulsierendem modernem Leben eingeht. Fernab der bekannten Küstenattraktionen des Landes hat sich Zagreb als ein eigenständiges urbanes Juwel etabliert, dessen einzigartiger Charme sich in lebendigen Alltagsritualen und hochkarätigen Kulturevents entfaltet. Die Stadtführung setzt auf die gezielte Inszenierung der städtischen Atmosphäre und Architektur, um sowohl Einheimische als auch internationale Besucher zu begeistern. Von den frühen Morgenstunden auf den Märkten bis zu den späten Sommernächten auf den Plätzen, an denen die klassische Musik erklingt, bietet Zagreb eine Dichte an Erlebnissen, die das Lebensgefühl der Region authentisch widerspiegeln. Im Zentrum der Zagreber Identität steht das bewusste Zelebrieren des öffentlichen Raumes, wo Begegnung, Kunst und Kulinarik nahtlos ineinander übergehen. Die sorgfältige Pflege der Tradition, gepaart mit einer offenen Haltung gegenüber zeitgenössischer Kunst und Performance, macht die Stadt zu einem kulturellen Anziehungspunkt in Zentraleuropa. Dolac: Der pulsierende Mittelpunkt des Alltags Der Dolac Markt ist unbestritten das emotionale und kulinarische Herz Zagrebs, ein Ort von immenser historischer Bedeutung und ungebrochener Alltagsrelevanz. Seit über 80 Jahren, in unmittelbarer Nähe zur majestätischen Zagreber Kathedrale, versorgt dieser Freiluftmarkt die Stadt mit frischen Produkten. Die ikonischen, leuchtend roten Sonnenschirme, die den Markt überdachen, sind zu einem visuellen Markenzeichen der Metropole geworden und bieten nicht nur Schutz, sondern auch eine farbenprächtige Kulisse für das tägliche Treiben. Der Markt gliedert sich traditionell in einen oberen Teil, den Bauernmarkt, und einen unteren, überdachten Teil, wo unter anderem Fisch und

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Icelandair startet erstmals Nonstop-Flüge von Miami nach Reykjavik

Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat am 26. Oktober 2025 ihren ersten Linienflug vom Miami International Airport (MIA) nach Reykjavik aufgenommen. Die neue Verbindung, die dreimal wöchentlich an Sonntagen, Mittwochen und Freitagen angeboten wird, soll bis zum 3. Mai 2026 im Flugplan verbleiben. Miami wird damit zur 19. Destination von Icelandair in Nordamerika und unterstreicht die Expansionsstrategie der Airline im transatlantischen Verkehr. Zum Einsatz auf der knapp achtstündigen Flugstrecke kommen Maschinen des Typs Airbus A321LR, welche die Langstreckenflotte des Unternehmens sukzessive modernisieren und die ältere Boeing 757-Flotte ersetzen. Durch die Aufnahme der Strecke ist MIA nun der einzige Flughafen in Florida mit direkten Verbindungen zu allen fünf skandinavischen souveränen Staaten. Reykjavik selbst erweitert das europäische Streckennetz des Miami International Airport auf insgesamt 18 Ziele. Bogi Nils Bogason, CEO von Icelandair, hob hervor, dass der Airbus A321LR es der Fluggesellschaft ermöglicht, neue Ziele wie Miami zu erschließen. Die geografische Lage Islands dient dabei als strategischer Knotenpunkt, der Floridas Passagieren bequeme One-Stop-Verbindungen zu insgesamt 38 Zielen in Europa über Island bietet. Miami-Dade County Mayor Daniella Levine Cava begrüßte die neue Route als wichtigen Beitrag zur Stärkung der globalen Konnektivität Südfloridas. Die neue Miami-Route festigt die Rolle Islands als zentrale Drehscheibe zwischen Europa und Nordamerika. Die Fluggesellschaft verfolgt das Ziel, über 60 Destinationen weltweit zu bedienen. Mit der schrittweisen Integration der Airbus A321LR und der angekündigten A321XLR ab 2029 setzt Icelandair auf eine moderne Flottenstrategie, um das nordamerikanische Streckennetz weiter zu verdichten.

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Lufthansa Group führt neue Plattform zur Speisenauswahl ein

Die Lufthansa Group bündelt das Speisen- und Getränkeangebot ihrer Fluggesellschaften Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines in der neuen digitalen Plattform „Culinary Journey“. Passagiere erhalten dadurch eine zentrale Übersicht aller verfügbaren Mahlzeiten und Snacks entlang ihrer gesamten Flugreise, was die Vorbestellung und die Konsistenz des Angebots verbessern soll, insbesondere bei Umsteigeverbindungen. Das neue Tool ist über die App und die Websites der Airlines sowie per Informationsmail vor dem Abflug erreichbar. Es stellt jedem Reisenden basierend auf der Buchung automatisch die passende kulinarische Auswahl zur Verfügung – von der Economy Class auf der Kurzstrecke bis zur First Class auf Langstreckenflügen. Diese konsistente Erfahrung gilt auch, wenn Fluggäste während einer Reise mit mehreren Airlines der Gruppe, beispielsweise von Wien über Frankfurt nach New York, fliegen. Ein zentraler Vorteil der „Culinary Journey“ ist die garantierte Verfügbarkeit des gewünschten Gerichts durch die Vorbestellung. Auf Langstreckenflügen haben Kunden nun die Möglichkeit, aus einem erweiterten Angebot von bis zu neun Hauptgerichten zu wählen, darunter auch exklusive Kreationen, die nur für Vorbesteller verfügbar sind. Auf kürzeren Flügen profitieren Passagiere von einem Rabatt von zehn Prozent auf das Buy-on-Board-Sortiment wie Sandwiches, Salate oder Kuchen, wenn sie diese vorab bestellen. Die Einführung der „Culinary Journey“ verfolgt auch das Ziel, das Premiumerlebnis der Airline-Gruppe in allen Reiseklassen zu stärken. Konzernweit soll das umfassende Angebot für die Kunden dadurch konsistenter und besser erlebbar werden, wie Caroline Drischel, Senior Vice President Customer Journey des Konzerns, erklärte. Eine integrierte Feedbackfunktion ermöglicht zudem, Kundenmeinungen direkt in die weitere Entwicklung des Services einfließen zu lassen.

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Wizz Air kehrt nach Köln/Bonn zurück und eröffnet mehrere Osteuropa-Strecken

Die Fluggesellschaft Wizz Air hat mit dem Beginn des Winterflugplans am Sonntag, den 26. Oktober, ihren Flugbetrieb am Köln Bonn Airport wieder aufgenommen. Zum Auftakt wurde die Verbindung in die rumänische Hauptstadt Bukarest neu in das Programm aufgenommen, die künftig bis zu viermal wöchentlich bedient wird. Damit stärkt der Flughafen Köln/Bonn die Anbindung an den osteuropäischen Markt. Die Expansion von Wizz Air am rheinischen Standort wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Bereits ab Dezember erweitert die Airline das Streckennetz um drei zusätzliche Ziele: Tuzla in Bosnien-Herzegowina, Skopje in Nordmazedonien und Tirana in Albanien. Die neuen Routen starten ab dem 12. Dezember (Tuzla, bis zu dreimal wöchentlich), dem 15. Dezember (Skopje, viermal wöchentlich) und dem 16. Dezember (Tirana, dreimal wöchentlich). Seitens des Flughafens wird die Rückkehr und der Ausbau des Angebots durch Wizz Air positiv bewertet. Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, hob hervor, dass die neuen Ziele das Streckennetz bereichern und den Passagieren zusätzliche Reisemöglichkeiten in den wichtigen Zielmarkt Osteuropa eröffnen. Die Verbindung nach Bukarest wird von Wizz Air dabei insbesondere als wichtig für die in Deutschland lebende rumänische Gemeinschaft angesehen. Der Fokus auf Südosteuropa wird im kommenden Sommerflugplan weiter geschärft. Wizz Air hat bereits angekündigt, ab dem 2. Juni eine Verbindung in die montenegrinische Hauptstadt Podgorica aufzunehmen. Diese Strecke, die viermal wöchentlich bedient wird, stellt die erste Direktverbindung vom Köln Bonn Airport in dieses osteuropäische Land dar und vervollständigt die Aufnahme von insgesamt fünf neuen Routen.

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Ringen um die Anbindung: Flughafen Linz kämpft nach AUA-Abzug und mit Rettungsplänen gegen die Krise

Der Flughafen Linz befindet sich in einer akuten Existenzkrise. Am vergangenen Samstag hob der letzte Flug der Austrian Airlines (AUA) in Richtung Frankfurt ab, womit die seit 59 Jahren bestehende, strategisch wichtige Verbindung zum internationalen Drehkreuz eingestellt wurde. Dieser Schritt der AUA, der mit sinkenden Passagierzahlen und massiven Verlusten begründet wird, verschärft die schwierige Lage des zu je 50 Prozent in Besitz der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich stehenden Regionalflughafens. Der Airport schreibt seit fünf Jahren rote Zahlen, die Rücklagen sind weitgehend aufgebraucht. Die Passagierzahlen lagen im Jahr 2024 bei nur rund 180.000, was eine deutliche Abnahme im Vergleich zu den 436.018 Fluggästen des Jahres 2019 darstellt. Vor diesem Hintergrund wird ein umfassender Rettungsplan diskutiert, der zwei zentrale Säulen umfasst: zum einen die Wiederbelebung der Frankfurt-Verbindung durch eine öffentliche Ausschreibung mit möglicher Anschubfinanzierung und zum anderen ein Teilprivatisierungsmodell durch ein regionales Unternehmerkonsortium. Beide Ansätze sind jedoch unmittelbar vom EU-Beihilfenrecht betroffen, was die Entscheidungsfindung verlangsamt und die Unsicherheit erhöht. Die kritische Bedeutung des Drehkreuzes Frankfurt Die Einstellung der Frankfurt-Route durch die AUA ist für den Linzer Flughafen ein schwerwiegender Schlag. Die Verbindung diente als essenzielles Tor zur Welt, da sie Reisenden aus Oberösterreich den Zugang zum globalen Streckennetz des Drehkreuzes Frankfurt ermöglichte. Der Verlust dieser sogenannten Hub-Anbindung verschlechtert die Attraktivität des Flughafens für Geschäftsreisende und internationale Verbindungen erheblich. Die AUA begründete den Abzug der Flugverbindung mit einer stark rückläufigen Auslastung, die zu massiven betriebswirtschaftlichen Verlusten geführt habe. Der letzte Flug landete mit lediglich 21 Passagieren in Linz. Das Land Oberösterreich

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