Oktober 2025

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Oktober 2025

Nürnberger Flughafen erwartet starken Passagierandrang in Herbstferien

Der Flughafen Nürnberg rechnet in den bayerischen Herbstferien mit einem hohen Fluggastaufkommen. Es werden bis zu 140.000 Passagiere erwartet, bei rund 950 geplanten Starts und Landungen. Diese Zahlen markieren einen starken Abschluss des Herbstgeschäfts, nachdem bereits seit Ende der bayerischen Sommerferien eine Steigerung von 15 Prozent mehr Passagieren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet wurde. Als Top-Urlaubsziel führt weiterhin das türkische Antalya die Beliebtheitsliste an, mit über 23.000 erwarteten Fluggästen während der Ferien. Es folgen das ägyptische Hurghada mit über 13.000 Passagieren und die Baleareninsel Mallorca mit über 10.000 Fluggästen. Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe hob hervor, dass der starke Herbst in den bevorstehenden Winterflugplan überleite. Mit Beginn der Herbstferien tritt auch der Winterflugplan mit über 40 Direktverbindungen in Kraft. Dieser zeichnet sich durch ein deutlich erweitertes Angebot in Richtung Ägypten aus. Neu im Programm ist Sharm el-Sheikh, das ab dem 4. November erstmals angeflogen wird. Die Verbindung nach Hurghada wird mit bis zu 20 wöchentlichen Flügen so stark bedient wie nie zuvor in der Wintersaison. Darüber hinaus bleiben auch die Kanaren, Italien, Griechenland und die Türkei attraktive Ziele für milde Temperaturen. Für Reisende, die kürzere Städtetrips bevorzugen, stehen Metropolen wie Barcelona, London, Paris, Amsterdam und Istanbul zur Verfügung. Im Osten Europas hat Wizz Air ihr Streckennetz um die rumänischen Ziele Temeswar (Timișoara) und Kronstadt (Brașov) erweitert. Auch Verbindungen nach Moldawien, Nordmazedonien und Bulgarien sind weiterhin gefragt. Die allgemeine Nachfrage nach Flugreisen vom Airport Nürnberg bleibt somit auf hohem Niveau.

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Basel-Mulhouse startet mit Winterflugplan 2025/2026

Am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg ist am Sonntag, dem 26. Oktober 2025, der Winterflugplan 2025/2026 in Kraft getreten und gilt bis zum 28. März 2026. Insgesamt bieten 24 Fluggesellschaften 88 Direktverbindungen in 33 Länder an. Der Fokus liegt dabei auf Zielen in Europa und dem Mittelmeerraum, darunter beliebte Destinationen in Spanien, Ägypten, Marokko und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Winterflugplan präsentiert mehrere neue und wiederaufgenommene Flugziele. Neu im Angebot sind Bratislava (viermal wöchentlich), La Palma auf den Kanarischen Inseln (zweimal wöchentlich), Ohrid in Nordmazedonien (dreimal wöchentlich) und Tanger in Marokko (zweimal wöchentlich). Darüber hinaus werden die Destinationen Bilbao und Cagliari erstmals auch im Winterflugplan bedient. Die Verbindung nach Krakau wird künftig zusätzlich zu easyJet auch von Wizz Air angeboten. Zudem wird das Flugangebot auf wichtigen bestehenden Strecken ausgebaut. Die Frequenzen zu den Hauptstädten Wien und Dubai werden verstärkt, um Geschäfts- und Privatreisenden verbesserte Reisemöglichkeiten zu bieten. Attraktive Umsteigeverbindungen bestehen weiterhin über die internationalen Drehkreuze großer Fluggesellschaften wie Lufthansa (Frankfurt und München), Air France (Paris) und Turkish Airlines (Istanbul). Mit der Einführung des neuen Plans blickt der EuroAirport bereits auf den Sommerflugplan 2026 voraus, in dem voraussichtlich weitere neue oder wiederaufgenommene Strecken wie Chişinău, Bodrum, Poznań und Podgorica hinzukommen sollen. Für Luftfahrtinteressierte wurde zudem die Besucherterrasse des Flughafens teilweise wieder geöffnet, um einen Blick auf das Vorfeldgeschehen zu ermöglichen.

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Wizz Air baut Angebot am BER aus: Neue Strecke nach Bukarest

Die Fluggesellschaft Wizz Air erweitert ihr Streckennetz vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER) mit dem Start des Winterflugplans 2025/2026. Neu im Programm ist die Verbindung in die rumänische Hauptstadt Bukarest, die ab sofort bis zu fünfmal pro Woche (dienstags, donnerstags, samstags, sonntags und an einigen Mittwochen im Dezember und Januar) mit Airbus A321neo Flugzeugen bedient wird. Die Expansion beschränkt sich nicht nur auf die neue Strecke. Wizz Air erhöht zudem die Frequenzen auf mehreren bestehenden Routen. Die Verbindung nach Warna in Bulgarien wird auf vier wöchentliche Flüge (zwei zusätzliche Flüge) aufgestockt. Die moldawische Hauptstadt Chişinău wird ab sofort viermal und ab dem 16. Dezember sogar fünfmal wöchentlich angeflogen, was einer Steigerung von zwei bzw. drei Flügen pro Woche entspricht. Auch die Route nach Tirana in Albanien wird um ein bis zwei Flüge pro Woche erweitert und erreicht nun eine Frequenz von sechs bis sieben wöchentlichen Abflügen. Insgesamt führt der Ausbau zu einer deutlichen Kapazitätssteigerung im Winterflugplan 2025/2026. Wizz Air bietet 33 Prozent mehr Flüge an als im Vorjahreszeitraum. Durch den vermehrten Einsatz des größeren Flugzeugtyps Airbus A321neo stehen zudem 44 Prozent mehr Sitzplätze zur Verfügung. Diese strategische Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung des Berliner Flughafens für die ungarische Fluggesellschaft. Der Wachstumskurs soll im Sommerflugplan fortgesetzt werden. Wizz Air hat bereits zwei neue Ziele ab dem BER angekündigt: Ab dem 16. März 2026 wird Bratislava in der Slowakei viermal wöchentlich angeflogen. Die Verbindung nach Tuzla in Bosnien und Herzegowina folgt ab dem 30. März mit drei wöchentlichen Flügen.

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Busfahrverbot im Wiener Advent 2025: Zufahrt zur Innenstadt nur mit Sonderkarte

Die Stadt Wien wendet auch im Advent 2025 das bewährte Buskonzept an den vier Einkaufssamstagen (29. November, 6., 13. und 20. Dezember) an, um das erhöhte Verkehrsaufkommen durch Tagestouristen zu koordinieren. Demnach gilt in den Bezirken 1 sowie 6 bis 9 von 6:00 bis 20:00 Uhr ein generelles Busfahrverbot. Ausgenommen sind lediglich Linienomnibusse und Busse mit einer gültigen, im Voraus beantragten Einfahrtskarte. Ziel der Maßnahme ist es, sowohl Besuchern gesicherte Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten zu bieten als auch die Belastung der Anrainer und die Behinderung des Individualverkehrs zu minimieren. Ein zentraler Punkt des Konzepts ist die Sperrung der Zufahrt zum Schwedenplatz für Busse ohne Einfahrtskarte. Busse, die von Süden kommen, werden zum Praterstern umgeleitet, solche aus Norden zum Gürtel. Dort müssen die Fahrgäste auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Die Anzahl der sogenannten Tageseinfahrtskarten für die Innere Stadt ist auf maximal 350 pro Adventsamstag limitiert, um die Kapazitäten zu steuern. Die Karten müssen online beantragt und bezahlt werden und sind auf das jeweilige Kennzeichen beschränkt. Sie berechtigen zur Nutzung der Aus- und Einstiegsstellen am Museumsplatz sowie eines zugeordneten Gratis-Parkplatzes. Für das Abholen der Gäste am Museumsplatz stehen drei wählbare Zeitfenster zur Verfügung. Busse ohne eine solche Einfahrtskarte müssen auf alternative Ein- und Ausstiegsstellen außerhalb der Fahrverbotszone ausweichen, etwa am Karlsplatz, am Pierre-de-Coubertin-Platz oder in der Vorgartenstraße nahe der U2-Station Stadion. Auch für den Bereich Schloss Schönbrunn wurden spezielle Regelungen getroffen: Das Ein- und Aussteigen sowie Parken für Busse ist dort nur auf dem Parkplatz gegenüber der Orangerie gestattet.

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Discover Airlines: Strategische Expansion im Langstreckensegment mit neuen Zielen ab Frankfurt und München

Die Ferienfluggesellschaft Discover Airlines, eine Tochter der Lufthansa Group, hat am vergangenen Sonntag einen weiteren Schritt in ihrer Expansionsstrategie vollzogen. Mit den nahezu ausgebuchten Erstflügen von Frankfurt auf die Seychellen und von München nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik demonstriert die Airline ihre Entschlossenheit, die Marktposition im deutschen Ferienflugsegment auszubauen. Die pünktlichen Starts der Flüge 4Y156 nach Mahé und 4Y4 in die Karibik markierten den offiziellen Beginn des Winterflugplans und unterstrichen die strategische Bedeutung beider Abflughäfen für die Langstreckenpläne der Fluggesellschaft. Die Aufnahme neuer, attraktiver Urlaubsdestinationen, darunter die erste direkte Verbindung der Lufthansa Group auf die Seychellen, zielt darauf ab, die Nachfrage deutscher Reisender nach hochwertigen Nonstop-Flügen in die Ferne zu bedienen und die Präsenz des Konzerns in diesem wachsenden Marktsegment zu verstärken. Die Erweiterung des Streckennetzes ist eine direkte Reaktion auf die anhaltend hohe Reiselust der Bevölkerung, insbesondere in den Wintermonaten, in denen Ziele wie die Karibik und der Indische Ozean Hochsaison haben. Die schnelle Entscheidung, die ursprünglich saisonal geplante Seychellen-Verbindung aufgrund der starken Buchungslage auf ganzjährigen Betrieb umzustellen, ist ein Indikator für den Erfolg der Neuausrichtung und die Attraktivität der neuen Flugziele. Die Seychellen: Ganzjährige Direktverbindung etabliert Mit der neuen Route von Frankfurt auf die Seychellen (Mahé) hat Discover Airlines ein Ziel in den Flugplan aufgenommen, welches das bestehende Angebot an Direktflügen aus Deutschland auf das Inselparadies im Indischen Ozean aufwertet. Der Erstflug 4Y156, der um 21:45 Uhr abhob, wurde am Zielort herzlich empfangen. Die Seychellen, bekannt für ihre weißen Strände, Granitfelsen und luxuriösen Resorts, galten lange

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Easyjet baut Winterflugplan am BER aus und stationiert größeres Flugzeug

Easyjet erweitert ihr Flugangebot vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER) für den Winterflugplan 2025/2026 um zwei neue Strecken und erhöht gleichzeitig die Kapazität. Seit 27. Oktober 2025, bietet die Fluggesellschaft zweimal wöchentlich Flüge nach Sevilla in Spanien an. Eine weitere neue Verbindung in die britische Hauptstadt kommt am 7. November mit Flügen nach London Southend hinzu, die das bestehende London-Angebot nach Gatwick und Luton ergänzt. Beide neuen Routen werden jeweils montags und freitags bedient. Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, wird von Easyjet als bisher unbedientes und beliebtes Ziel beworben. Die Stadt am Fluss Guadalquivir ist für ihre historischen Bauwerke wie den Alcázar-Palast und ihre kulturelle Bedeutung als Wiege des Flamencos bekannt. London Southend bietet Fluggästen eine zusätzliche Option für Reisen in die britische Metropolregion, da der Flughafen östlich der Stadt liegt. Parallel zur Streckenexpansion setzt Easyjet die Modernisierung ihrer Flotte am BER fort. Erstmals stationiert die Airline einen Airbus A321neo am Standort. Dieses Flugzeug verfügt mit 235 Sitzplätzen über rund 26 Prozent mehr Kapazität als die bisher genutzten A320-Modelle. Die Einführung des A321neo zielt auf die Erhöhung der verfügbaren Sitzplätze auf beliebten Strecken ab. Die Stationierung eines zweiten A321neo ist für Anfang 2026 geplant. Mit der Erweiterung des Streckennetzes nach Südeuropa und Großbritannien sowie der gleichzeitigen Aufstockung der Sitzplatzkapazitäten reagiert Easyjet auf die hohe Nachfrage im Winterflugplan. Die neuen Flugzeuge des Typs A321neo sollen primär auf stark frequentierten Strecken, unter anderem zu beliebten Winterzielen wie den Kanarischen Inseln oder Ägypten, eingesetzt werden.

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Lufthansa Group übernimmt Teil der Bodenabfertigung am Flughafen München in Eigenregie

Die Lufthansa Group hat am Flughafen München eine strategische Neuausrichtung in der Bodenabfertigung vollzogen. Mit der Gründung der Lufthansa Ground Services GmbH & Co. KG (LGS) und der Übernahme der Swissport Losch GmbH & Co. KG startet der Konzern ab sofort mit der Eigenabfertigung eines Teils seiner Flugbewegungen. Diese Entscheidung betrifft zunächst die Flüge verschiedener Airline-Töchter der Gruppe, darunter Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Lufthansa CityLine, die neu gegründete Lufthansa City Airlines sowie Swiss. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Abläufe am wichtigen Drehkreuz München zu optimieren und somit die Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und die allgemeine Servicequalität für die Fluggäste zu steigern. Mit dieser partiellen Übernahme setzt die Lufthansa Group auf eine sogenannte duale Strategie, bei der die Abfertigung des Großteils der Flüge von Lufthansa Airlines weiterhin beim langjährigen Partner AeroGround, einer Tochtergesellschaft des Flughafens München, verbleibt. Die Reorganisation der Bodenprozesse an einem der größten Luftverkehrsdrehkreuze Europas ist ein deutliches Zeichen für die Priorisierung der operationellen Stabilität nach den turbulenten Jahren, in denen die Luftfahrtbranche mit Personalengpässen und folglich massiven Verspätungen und Gepäckproblemen zu kämpfen hatte. Die Führung der Lufthansa Group sieht in der direkten Kontrolle über einen Teil der Bodenabfertigung einen entscheidenden Hebel, um die Qualitätssicherung und die Prozesssteuerung zu verbessern. Duale Strategie als Antwort auf operative Herausforderungen Der Kauf und die Umwandlung der Swissport Losch GmbH & Co. KG in die Lufthansa Ground Services stellen einen tiefgreifenden Eingriff in die bisherige Abfertigungsstruktur am Flughafen München dar. Die Lufthansa Group erwirbt damit nicht nur Kapazitäten, sondern auch das

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Autovermieter Starcar meldet Insolvenz an

Der Hamburger Autovermieter Star Car GmbH Kraftfahrzeugvermietung hat beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt. Trotz eines im August noch gemeldeten deutlichen Umsatzanstiegs auf über 510 Millionen Euro, litt das Unternehmen offenbar unter einer massiven Schuldenlast. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Christoph Morgen bestellt. Als Hauptgrund für die finanzielle Schieflage wird das Scheitern von Verhandlungen mit Kreditgebern über die Verlängerung auslaufender Darlehen genannt. Starcar hatte 2022 rund 240 Millionen Euro an Schulden mit einer Laufzeit von drei Jahren aufgenommen. Trotz intensiver Bemühungen konnte eine Einigung zur Vermeidung der Insolvenz nicht erzielt werden, da die finanzielle Situation des Unternehmens keine Verlängerung der Kredite zuließ. Ungeachtet des Insolvenzantrags wird der Geschäftsbetrieb an allen Standorten des Autovermieters fortgeführt. Kunden können weiterhin Fahrzeuge bei Starcar mieten. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben 615 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt, hat zudem eine Insolvenzgeldvorfinanzierung durch den vorläufigen Insolvenzverwalter Morgen eingeleitet, um die Zahlung der Löhne und Gehälter der Belegschaft zu sichern. Das Ziel des Insolvenzverwalters ist die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und die Erarbeitung einer tragfähigen Sanierungslösung. Starcar, das mit über 100 eigenen und weiteren 500 Partner-Mietstationen zu den führenden Autovermietern in Deutschland zählt, steht nun vor einer Phase der Restrukturierung. Der Fall zeigt, dass selbst ein deutliches Umsatzwachstum – Starcar steigerte den Umsatz von 341 Millionen Euro im Vorjahr – nicht ausreicht, um eine massive Schuldenlast und das Auslaufen wichtiger Finanzierungen abzufedern.

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Nonstopflüge zwischen Indien und China nach fünf Jahren wieder aufgenommen

Nach einer Unterbrechung von rund fünf Jahren hat der direkte Passagierflugverkehr zwischen Indien und der Volksrepublik China wieder eingesetzt. Die Wiederaufnahme der Flugverbindungen, die im Januar dieses Jahres grundsätzlich vereinbart wurde und nun mit einer ersten Landung in Guangzhou markiert wird, gilt als ein deutliches Signal einer vorsichtigen Entspannung in den bilateralen Beziehungen der beiden bevölkerungsreichsten und atomar bewaffneten Länder Asiens. Die jahrelange Pause im Flugverkehr war symptomatisch für die tiefgreifenden politischen Spannungen, die ihren Höhepunkt in einem blutigen Grenzkonflikt im Himalaya fanden. Mit der Wiederaufnahme der Flüge wird nicht nur die Reise für Passagiere aus Kalkutta und in Kürze auch aus Neu-Delhi erleichtert, die lange Zeit auf zeitaufwendige Umsteigeverbindungen angewiesen waren, sondern es wird auch ein pragmatisches Fundament für den weiteren wirtschaftlichen und politischen Austausch gelegt. Vom Virus zum Konflikt: Die Chronologie der Unterbrechung Die direkten Flugverbindungen zwischen Indien und China wurden ursprünglich im Jahr 2020 als Reaktion auf den weltweiten Ausbruch der Coronapandemie ausgesetzt. Während viele internationale Flugrouten im Laufe der Zeit wiederbelebt wurden, blieb die Strecke zwischen den asiatischen Giganten über die hygienischen Maßnahmen hinaus blockiert. Die Fortsetzung der Unterbrechung war ein direktes Ergebnis der stark angespannten politischen Beziehungen. Auslöser für die Verschlechterung war ein schwerwiegender militärischer Vorfall in der umstrittenen Grenzregion im Himalaya, insbesondere im Galwan-Tal in der schwer zugänglichen Region Ladakh, im Juni 2020. Bei dem Zusammenstoß zwischen indischen und chinesischen Truppen kam es zu Todesopfern auf beiden Seiten – ein Gewaltausbruch, der in dieser Form seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt wurde und die Beziehungen

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Streikgefahr bei Lufthansa steigt nach Scheitern der Piloten-Gespräche

Die Gefahr eines Pilotenstreiks bei der Lufthansa ist erneut deutlich gestiegen, nachdem die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) die Sondierungsgespräche mit der Konzernführung ohne Ergebnis beendet hat. Trotz einer bereits im September durchgeführten Urabstimmung, die den Weg für Arbeitskampfmaßnahmen freigemacht hatte, hatten VC und Lufthansa noch über eine „große Lösung“ verhandelt, die über den ursprünglichen Konfliktpunkt hinausging. Im Zentrum des Tarifstreits steht formal die betriebliche Altersversorgung der rund 4800 Piloten der Kernmarke Lufthansa und der Frachtsparte Lufthansa Cargo. Die Gewerkschaft fordert eine substanzielle Erhöhung des Arbeitgeberanteils zur Kompensation der Umstellung auf ein neues, kapitalmarktorientiertes Modell der Betriebsrenten. Die Lufthansa hatte die Forderungen als finanziell nicht tragbar zurückgewiesen und die jährlichen Mehrkosten auf über 200 Millionen Euro beziffert. Die jüngsten Sondierungen, die nun gescheitert sind, umfassten laut VC-Angaben auch Themen wie die Zukunft der Regionalfluggesellschaft Cityline und die Tarifierung der Töchter Discover und Lufthansa City Airlines. Mit diesen Tochtergesellschaften wird der Konzernführung seitens der Arbeitnehmervertreter vorgeworfen, bestehende Tarifsysteme bei der Kernmarke bewusst zu untergraben. Die VC bemängelt, dass die Lufthansa nicht zu umfassenden Gesprächen bereit gewesen sei und ihre Angebote an „massive Zugeständnisse“ geknüpft habe, die nicht akzeptabel seien. Nach dem Abbruch der Sondierungen kündigte die VC an, sich wieder ausschließlich auf die betriebliche Altersversorgung zu konzentrieren und das weitere Vorgehen in der kommenden Woche zu beraten. Mit dem Ergebnis der Urabstimmung sind die Piloten formell jederzeit streikbereit. Fluggäste der Lufthansa müssen sich somit erneut auf mögliche Flugausfälle und Verspätungen einstellen, da ein Arbeitskampf bei der größten deutschen Fluggesellschaft unmittelbar droht.

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