Dezember 1, 2025

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Dezember 1, 2025

Belgien beschafft 18 Pilatus PC-7 MKX

Die belgische Regierung hat das hochmoderne Trainingssystem PC-7 MKX des Schweizer Flugzeugherstellers Pilatus als neue Ausbildungsplattform für ihre Luftstreitkräfte ausgewählt. Die Beschaffung umfasst eine Flotte von 18 PC-7 MKX Trainingsflugzeugen sowie ein umfassendes, integriertes bodengestütztes Trainingssystem. Am 27. November 2025 genehmigte die Regierung die Vergabe eines umfassenden 20-jährigen Dienstleistungsvertrags an Pilatus, der sowohl die Flugzeuge als auch den operativen Support abdeckt. Das neue System ersetzt die bisherigen Flugzeuge zur militärischen Grundausbildung. Die Trainingslösung von Pilatus umfasst neben den Flugzeugen auch fortschrittliche bodengestützte Mittel, darunter hochentwickelte Simulatoren, computergestützte Plattformen und Missionsplanungs- sowie Auswertungssysteme. Dadurch soll ein nahtloser Trainingsablauf vom Unterrichtsraum bis ins Cockpit gewährleistet werden. Das moderne Cockpit des PC-7 MKX basiert auf der Garmin G3000 PRIME Suite und ist speziell auf die militärischen Anforderungen zugeschnitten, um die nächste Generation von Militärpiloten optimal auszubilden. Die ersten Auslieferungen der Flugzeuge sind für 2027 geplant. Die Ausbildung der ersten Flugschüler soll 2028 auf dem Fliegerhorst Bevekom/Beauvechain beginnen, sobald die notwendige Infrastruktur, die Simulatoren und die Schulung der Ausbilder abgeschlossen sind. Die belgische Industrie spielt dabei eine wichtige Rolle: Pilatus arbeitet mit den belgischen Partnern Sabena Engineering und AG Real Estate zusammen, die für die Errichtung und Modernisierung der Einrichtungen sowie den umfassenden In-Service-Support verantwortlich sind. Belgien ist nach der Royal Netherlands Air and Space Force und der französischen Armée de l’Air et de l’Espace die dritte europäische Luftwaffe, die sich für das PC-7 MKX Trainingssystem entschieden hat. Markus Bucher, CEO von Pilatus, sieht in diesem Meilenstein eine Bestätigung des Vertrauens in die Pilatus-Trainingssysteme

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Schwerer Arbeitsunfall am Flughafen Dallas/Fort Worth: Bodenmitarbeiter von rollendem American Airlines Jet erfasst

Am Dallas/Fort Worth International Airport (DFW) ereignete sich ein schwerer Arbeitsunfall, bei dem ein Bodenmitarbeiter von einem anrollenden Großraumflugzeug der American Airlines erfasst wurde. Der tragische Vorfall, der sich beim Rollen eines Boeing 787 Dreamliners in Richtung Gate zutrug, wurde durch Aufnahmen dokumentiert, die in sozialen Medien geteilt wurden. Nach Berichten von Luftfahrt-Insidern befindet sich der verletzte Mitarbeiter in einem Krankenhaus und liegt auf der Intensivstation. Die genauen Umstände, die dazu führten, dass der Angestellte in den Bewegungspfad des Flugzeugs geriet, sind Gegenstand laufender Untersuchungen. Der Vorfall unterstreicht die inhärenten Risiken, die mit der Bodenabfertigung auf einem der verkehrsreichsten Flughäfen der Vereinigten Staaten verbunden sind. Das DFW-Drehkreuz von American Airlines ist ein Komplex, in dem täglich Hunderte von Flugbewegungen stattfinden, was höchste Präzision und strikte Einhaltung der Sicherheitsprotokolle erfordert. Der Hergang des Unglücks Das Unglück ereignete sich, als das American Airlines Großraumflugzeug, eine Boeing 787, nach der Landung in Dallas/Fort Worth auf dem Weg zum Terminal war. Das Video, das den Vorfall festhielt, zeigt, wie der sogenannte „Wing Walker“ von der rollenden Maschine erfasst wird. Der Begriff „Wing Walker“ (Flügel-Einweiser) bezieht sich in diesem Kontext auf Bodenpersonal, dessen Aufgabe es ist, Flugzeuge während des Rollens, des Zurückstoßens (Pushback) oder beim Einparken in die endgültige Parkposition zu begleiten. Ihre primäre Funktion ist es, als zusätzliche Augen für die Cockpitbesatzung zu dienen, um sicherzustellen, dass die Flügel, das Heck oder andere Teile des Flugzeugs nicht mit am Boden befindlichen Objekten, Fahrzeugen oder anderen Personen kollidieren. Dies ist auf den stark frequentierten und

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Lufthansa Group kooperiert mit Klarna und Adyen für flexible Zahlungsoptionen

Die Lufthansa Group, Europas größte Airline-Gruppe, hat eine neue strategische Partnerschaft mit der Digitalbank Klarna und der Finanztechnologieplattform Adyen bekannt gegeben. Ziel der Kooperation ist es, den Kunden der Lufthansa Group ab Mitte November flexible Zahlungsoptionen für Flugbuchungen anzubieten. Die Zahlungsabwicklung basiert auf der globalen Infrastruktur von Adyen, während Klarna die Finanzierungslösungen bereitstellt. Kunden in den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz sowie in weiteren wichtigen Regionen erhalten dadurch zusätzliche Wahlmöglichkeiten beim Bezahlen ihrer Reisen. Neben der herkömmlichen Sofortzahlung können Reisende künftig die Optionen „Später bezahlen“ nutzen, um Flüge sofort zu buchen und erst nach einer festgelegten Frist zu begleichen, oder „Finanzierung“, um die Kosten höherwertiger Buchungen über einen längeren Zeitraum zu verteilen. Oliver Schmitt, Geschäftsführer des Lufthansa Group Digital Hangar, unterstrich, dass die Partnerschaft das kontinuierliche Engagement der Airline für kundenorientierte Innovationen belege. Durch die Nutzung digitaler Kompetenzen und der Zusammenarbeit mit Klarna und Adyen soll den Kunden mehr Transparenz, Komfort und Kontrolle über ihren Bezahlvorgang geboten werden. David Sykes, Chief Commercial Officer bei Klarna, ergänzte, dass Reisen eine der wichtigsten Investitionen seien und die flexibleren Methoden den Buchungsprozess erleichtern sollen. Die Einführung der neuen Zahlungsmodelle beginnt in den Heimatmärkten der Lufthansa Group und soll bis zum Ende des zweiten Quartals 2026 auf alle Netzwerkfluggesellschaften, namentlich Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines, ausgeweitet werden. Die Kooperation wird von der Branche als ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des Buchungserlebnisses und zur Anpassung an die gestiegenen Kundenerwartungen an flexible Kaufabwicklungen gewertet.

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Flugzeugevakuierung in Philadelphia: Technisches Problem bei American Eagle löst Einsatz aus

Am 26. November 2025 musste ein Regionaljet der American Eagle, betrieben von PSA Airlines, am Philadelphia International Airport (PHL) noch vor dem Start evakuiert werden. Die Maschine vom Typ Bombardier CRJ-900 war auf dem Weg zum Start nach Savannah, Georgia, als ein technisches Problem die Besatzung zur Notfallmaßnahme zwang. Die Evakuierung verlief ohne Verletzungen bei allen Passagieren und Besatzungsmitgliedern. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit strikter Sicherheitsprotokolle und führte zu einer erheblichen Verzögerung der Verbindung. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Wochen nach dem tragischen Absturz einer Frachtmaschine der UPS Airlines, bei dem ein mechanisches Versagen als vermutliche Ursache gilt. Dies trägt in der Öffentlichkeit und unter Reisenden zu einer erhöhten Sensibilität bei technischen Problemen an Bord von Flugzeugen bei. Das routinierte Vorgehen der Besatzung in Philadelphia sorgte jedoch dafür, dass der Zwischenfall glimpflich endete und lediglich materielle Konsequenzen für den Flugbetrieb nach sich zog. Chronologie des Vorfalls am Boden Der betroffene Flug, American Eagle Flug AA5671, ist eine tägliche Verbindung zwischen Philadelphia und Savannah/Hilton Head International Airport (SAV). Die Durchführung des Fluges oblag dem Regionalpartner PSA Airlines mit dem sechs Jahre alten Bombardier CRJ-900 mit der Kennung N603NN, der für maximal 76 Passagiere konfiguriert ist. Der Flug war ursprünglich für 18:44 Uhr geplant, erlitt jedoch bereits durch eine vorhergehende Verzögerung des Flugzeugs eine Verspätung. Berichten zufolge begann Flug AA5671 erst gegen 22:00 Uhr mit dem Rollen zur Startbahn 27L in Philadelphia. Während des Rollvorgangs bemerkten Passagiere und die Flugbesatzung Rauchentwicklung in der Kabine. Die Crew reagierte umgehend, stoppte das Flugzeug

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Lawinen: Alpenverein warnt vor akuter Gefahr im freien Gelände

Ein großer Lawinenabgang hat sich am Donnerstagvormittag im Skigebiet des Stubaier Gletschers ereignet. Gegen 9:30 Uhr ging im Bereich der Daunscharte eine Lawine ab, wobei mehrere Personen verschüttet wurden. Als Reaktion auf den Vorfall und die aktuellen Wetterbedingungen warnt der Österreichische Alpenverein (ÖAV) eindringlich vor einer extrem angespannten Lawinensituation abseits gesicherter Pisten. Der ÖAV appelliert an alle Skitourengeher und Variantenfahrer, an den ersten Schönwettertagen nach dem Neuschnee – wie am Donnerstag und Freitag – besondere Vorsicht walten zu lassen. Die Kombination aus frischem Neuschnee, starkem Wind und einer heiklen Altschneeschicht stellt derzeit eine erhöhte Gefahr dar. Jörg Randl, Bergsportexperte im Österreichischen Alpenverein, mahnt zur defensiven Fahrweise und rät dringend davon ab, Hänge über 30 Grad zu befahren. Das Altschneeproblem sei besonders oberhalb von 2.800 Metern in steilen Nordhängen kritisch. Für die Regionen Tirol und Salzburg lag zum Zeitpunkt der Warnung noch kein tagesaktueller Lawinenlagebericht vor. Dieser wird in der Regel erst ab Freitag, 17:00 Uhr, für das Wochenende veröffentlicht. Unabhängig von offiziellen Berichten betont Randl die Essenzialität einer vollständigen Notfallausrüstung für jeden, der sich ins freie Gelände wagt. Dazu gehören zwingend ein funktionstüchtiges 3-Antennen-LVS-Gerät, eine Lawinenschaufel aus Aluminium, eine Sonde sowie ein Biwaksack und ein Erste-Hilfe-Set. Nur mit dieser Ausrüstung könne eine effiziente Rettungskette, beginnend mit der Kameradenrettung vor Ort, gewährleistet werden. Die Ereignisse am Stubaier Gletscher sind eine ernste Mahnung, die Gefahr von Triebschneeansammlungen und instabilen Altschneeschichten in den Alpen nicht zu unterschätzen. Die Warnung des Alpenvereins richtet sich an alle Wintersportler, die Verlockung des frischen Pulverschnees mit einem

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Herber Verlust in Mitteldeutschland: Sanierungsprogramm der Flughafen AG verursacht hohe Zusatzkosten

Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG), die Dachgesellschaft der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden, hat im vergangenen Jahr den höchsten Verlust ihrer Unternehmensgeschichte verzeichnet. Der Konzern meldete einen Fehlbetrag von 53,5 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2024. Dieses negative Ergebnis, das nach Angaben der MFAG so einkalkuliert war, ist Ausdruck der notwendigen und kostenintensiven Schritte eines umfassenden Sanierungsprogramms, das zur finanziellen Stabilisierung des Unternehmens eingeleitet wurde. Die Umsatzerlöse sanken im gleichen Zeitraum um 2,9 Prozent auf 186,2 Millionen Euro, und das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (ebit) lag bei minus 39,3 Millionen Euro. Die MFAG, deren Haupteigentümer die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt sind, befindet sich seit geraumer Zeit unter erheblichem finanziellen Druck. Nur durch die Mobilisierung neuer Bankkredite und stabilisierender Beiträge der Gesellschafter konnte im vergangenen Jahr eine akute Finanzkrise abgewendet und eine Finanzierungslücke von 145 Millionen Euro geschlossen werden. Trotz der gesicherten Finanzierung des laufenden Betriebs und der Restrukturierung bis Ende 2026 wirft die Entwicklung Fragen zur langfristigen Tragfähigkeit des Gesamtkonzerns auf, insbesondere vor dem Hintergrund eines drohenden Konflikts zwischen den Hauptgesellschaftern. Der Sanierungskurs als Ursache des Verlusts Der Vorstandsvorsitzende Götz Ahmelmann betonte in Interviews, dass das vergangene Jahr stark von den „notwendigen Aufwendungen für die Restrukturierung geprägt“ gewesen sei. Das Rekorddefizit von 53,5 Millionen Euro sei daher „einkalkuliert“ und nicht als Kontrollverlust zu werten. Es handelt sich hierbei um die Zusatzkosten, die durch die Beauftragung von Gutachten, Beratungsleistungen und die ersten Umsetzungsschritte des Sanierungsprogramms entstehen. Diese initialen Investitionen in die Umstrukturierung sind darauf ausgerichtet, langfristig eine höhere Wirtschaftlichkeit und

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Ferienregion Hall-Wattens positioniert sich als ruhiger Gegenpol im Tiroler Tourismus

Die Ferienregion Hall-Wattens in Tirol etabliert sich als Geheimtipp für Urlauber, die eine ruhige und naturnahe Alpenlandschaft suchen. Abseits des Massentourismus und ohne ausufernde Après-Ski-Aktivitäten lockt die Region mit ihrer Lage zwischen dem Karwendel, dem Inntal und den Tuxer Alpen. Das Angebot konzentriert sich auf Naturerlebnisse, regionale Kulinarik und Skigenuss. Die touristische Intensität in Hall-Wattens ist im österreichischen Vergleich auffallend gering. Die Region verzeichnet lediglich sieben Übernachtungen pro Einwohner und Jahr. Dieser Wert liegt deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt von 20 Übernachtungen und ist nicht vergleichbar mit stark frequentierten Zielen wie den Balearen oder den Kanarischen Inseln. Diese geringe Dichte ermöglicht den Gästen, die weitläufige Bergwelt in aller Stille zu erleben. Zentrale Anziehungspunkte im Winter sind die familienfreundlichen Pisten am Glungezer, einem bekannten Panoramaberg. Darüber hinaus stehen Winter- und Schneeschuhwandern auf zahlreichen, oft wenig frequentierten Routen im Vordergrund. Besondere Erlebnisse sind die Nature Watch-Wanderungen in Österreichs größtem Naturpark, wo Rotwild und Mufflons in der alpinen Wildnis beobachtet werden können. Zudem bietet die Region insgesamt vierzehn Kraftorte, wie die Wallfahrtskirche Maria Larch oder das Romedikirchl, die auch im Winter zur Kontemplation und Abgeschiedenheit einladen. Die gezielte Positionierung als ruhiger Gegenpol zum überlaufenen alpinen Tourismus spiegelt den Wunsch vieler Reisender nach Entschleunigung und authentischen Naturerlebnissen wider. Die Region setzt damit auf Qualität statt Quantität und bedient eine Nische im hart umkämpften Markt der Tiroler Alpen.

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Stärkung der Liquidität: Air Europa plant alternative Finanzierung zur Tilgung von Staatshilfen

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa bereitet sich strategisch auf eine mögliche Ablehnung der geplanten Minderheitsbeteiligung von Turkish Airlines durch die Europäische Kommission vor. Für den Fall, dass die EU-Wettbewerbshüter das Investment nicht genehmigen, hat das Unternehmen einen „Plan B“ entwickelt, der die dringend benötigte Kapitalzufuhr in Form eines herkömmlichen Darlehens anstelle einer direkten Kapitalerhöhung vorsieht. Die alternative Finanzierungslösung soll es Air Europa ermöglichen, die im Zuge der COVID-19-Pandemie erhaltenen staatlichen Hilfen zu tilgen, deren Fälligkeit für das Jahr 2026 ansteht. Das geplante Volumen der Finanzspritze, ob als Beteiligung oder Kredit, beträgt 300 Millionen Euro. Trotz der Entwicklung einer Ersatzlösung schätzen sowohl Air Europa als auch Turkish Airlines die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung des ursprünglichen Investitionsplans durch Brüssel als hoch ein. Die Europäische Kommission prüft das Vorhaben im Rahmen der neuen EU-Verordnung 2022/2560, die darauf abzielt, Verzerrungen des Binnenmarktes durch ausländische Subventionen zu verhindern. Der ursprüngliche Plan: Turkish Airlines als Großaktionär Ursprünglich sah die Vereinbarung vor, dass Turkish Airlines (THY) mit 300 Millionen Euro in Air Europa einsteigt. Bei Genehmigung der Transaktion würde die türkische Airline einen Anteil von 26 bis 27 Prozent an der spanischen Gesellschaft erwerben und damit zum zweitgrößten Anteilseigner aufsteigen. Die Kontrolle über Air Europa würde weiterhin bei der spanischen Holding Globalia verbleiben. Die International Airlines Group (IAG), zu der British Airways und Iberia gehören, hält derzeit bereits 20 Prozent der Anteile an Air Europa. Die Partnerschaft mit Turkish Airlines würde Air Europa nicht nur die dringend benötigte Liquidität zuführen, sondern auch strategische Vorteile im Hinblick auf die

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Studie zur Gepäckzuverlässigkeit: JetBlue gilt als sicherster Carrier, American Airlines schneidet am schlechtesten ab

Angesichts der bevorstehenden Weihnachtsreisezeit hat eine neue Studie von AirAdvisor die Gepäckzuverlässigkeit der größten US-Fluggesellschaften untersucht. Die Analyse, basierend auf Daten des US Department of Transportation (DOT) von Juni 2024 bis Juni 2025, identifiziert JetBlue Airways als den zuverlässigsten Carrier in den Vereinigten Staaten, während American Airlines das höchste Risiko für verspätetes oder verlorenes Gepäck aufweist. Die „2025 Baggage Reliability Ranking“ bewertete die zehn größten US-Airlines anhand von fünf Schlüsselfaktoren, darunter die Rate an falsch behandeltem Gepäck, die Entwicklung der Performance im Jahresvergleich sowie die Transparenz bei der Sendungsverfolgung. JetBlue führt die Rangliste an, mit nur 3,4 falsch gehandhabten Gepäckstücken pro 1.000 Passagiere und punktet mit starken digitalen Tracking-Tools. Allegiant Air weist zwar mit 1,5 pro 1.000 die niedrigste Fehlerquote auf, hat aber Mängel bei der Echtzeit-Transparenz für Passagiere. Am unteren Ende des Rankings liegt American Airlines mit der höchsten Rate an falsch behandeltem Gepäck: Hier sind es 7,6 pro 1.000 Passagiere. Die Airline verzeichnete zudem schlechte Trends im Jahresvergleich. Auch Spirit Airlines und Alaska Airlines gehören zu den Schlusslichtern, wobei Alaska Airlines mit einer nachlassenden Leistung und limitierten Tracking-Funktionen negativ auffällt. Die Analyse zeigte, dass die Quote an falsch behandeltem Gepäck zwar insgesamt unter einem Prozent aller aufgegebenen Gepäckstücke liegt, die Unterschiede zwischen dem besten und dem schlechtesten Carrier jedoch signifikant sind. Anton Radchenko, CEO von AirAdvisor, betonte, dass Reisende bei Gepäckproblemen sofort am Schalter der Fluggesellschaft einen Property Irregularity Report (PIR) ausfüllen müssen. Nach DOT-Regeln haben Reisende bei verspätetem, beschädigtem oder verlorenem Gepäck Anspruch auf Entschädigungen von bis

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Verkauf kurz vor der Insolvenz: Smartlynx Airlines stellt Betrieb ein – Fragen zu Eigentumsstrukturen und Schuldenlast

Die Insolvenz der lettischen ACMI-Fluggesellschaft Smartlynx Airlines wirft zahlreiche Fragen hinsichtlich der Umstände des Zusammenbruchs und der Komplexität der Eigentümerstrukturen auf. Unmittelbar vor der Stellung des Antrags auf Gläubigerschutz Ende Oktober wurde die Fluggesellschaft, die sich auf das Wet-Lease-Geschäft (ACMI – Aircraft, Crew, Maintenance, and Insurance) spezialisiert hatte, von ihrem früheren Mutterkonzern, der weltweit agierenden Avia Solutions Group (ASG), an einen niederländischen Fonds veräußert. Dieser Eigentümerwechsel erfolgte kurz vor dem Scheitern des Sanierungsversuchs in Eigenverwaltung, der ursprünglich bis Ende Februar 2026 angesetzt war. Der Betrieb der lettischen Einheit wurde zwischenzeitlich vollständig eingestellt. Der Fall Smartlynx Airlines Latvia ist besonders bemerkenswert aufgrund der immensen Schuldenlast von 238 Millionen Euro und der Tatsache, dass ein Großteil dieser Verbindlichkeiten gegenüber der früheren Muttergesellschaft Avia Solutions Group selbst besteht. Während die europäischen Schwestergesellschaften in Malta und Estland ebenfalls von der Insolvenz betroffen und außer Betrieb sind, setzen die asiatischen und australischen Einheiten von Smartlynx den Flugbetrieb unter neuen Markennamen fort. Der umstrittene Eigentümerwechsel und die Schuldenstruktur Die Transaktion, die den Zusammenbruch von Smartlynx Airlines Latvia begleitete, hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. Avia Solutions verkaufte 90 Prozent der Anteile der lettischen Gesellschaft an die Stichting Break Point Distressed Assets Management, einen niederländischen Fonds. Die restlichen 10 Prozent gingen an das Management der Airline. Recherchen zufolge führt der niederländische Fonds zu einem Anwaltsbüro auf Zypern, das eine Reihe von Firmen verwaltet und typischerweise in akuten Unternehmenssanierungen auftritt. Die zeitliche Nähe des Verkaufs zum Insolvenzantrag wirft bei externen Gläubigern und Branchenbeobachtern Fragen auf. Die Gesamtverbindlichkeiten

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