2025

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2025

KLM fordert nationalen Fonds zur Förderung alternativer Flugkraftstoffe in den Niederlanden

Die niederländische Fluggesellschaft KLM unterstützt die Empfehlung des sogenannten Wennink-Berichts „Der Weg zu zukünftigem Wohlstand“ an die Regierung der Niederlande. Kernforderung ist die Einrichtung eines nationalen Fonds zur Investition in alternative Flugkraftstoffe (SAF). Ein solcher Fonds soll die heimische Produktion beschleunigen und die Kosten für SAF senken, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtsektors und die Innovationskraft der Niederlande gesichert werden sollen. KLM bekräftigt die Schlussfolgerungen des Berichts hinsichtlich der entscheidenden Rolle, die der Luftfahrtsektor und der Flughafen Schiphol für den nationalen Wohlstand, den Handel und die internationale Wettbewerbsfähigkeit spielen. Die Fluggesellschaft appelliert an die Politik, die Empfehlungen des Berichts anzunehmen und von der Einführung zusätzlicher nationaler Abgaben abzusehen, da diese die globale Vernetzung untergraben könnten. KLM investiert bereits in effizientere Abläufe und mischt jährlich mehr SAF bei als von der EU vorgeschrieben. Zudem unterstützt das Unternehmen den Bau der ersten SAF-Produktionsanlage in Delfzijl durch einen langfristigen Abnahmevertrag. Um das niederländische Ziel einer 14-prozentigen SAF-Beimischung bis zum Jahr 2030 zu erreichen, sei jedoch eine aktivere Rolle der Regierung und eine massive Steigerung der Verfügbarkeit erforderlich. Marjan Rintel, CEO von KLM, betonte, dass nur staatliche Investitionen, ähnlich wie bei Wind- und Solarenergie, den notwendigen Umfang und die Bezahlbarkeit von SAF gewährleisten können. Die Finanzierung des nationalen SAF-Fonds könnte nach Vorstellung von KLM über Einnahmen aus der bestehenden niederländischen Luftverkehrssteuer erfolgen. Der Fonds soll sich darauf konzentrieren, die Preisdifferenz zwischen SAF und fossilem Kerosin zu schließen, die Produktionsbeschleunigung zu fördern sowie in die Innovation von (e)SAF-Technologien zu investieren.

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Hamburg bereitet sich auf Spitzenverkehr und Last-Minute-Shopping vor

Der Hamburger Flughafen steht vor einer intensiven Weihnachtsreisezeit, die aufgrund des ungewöhnlich frühen Beginns der Schulferien in Hamburg und Schleswig-Holstein bereits in dieser Woche beginnt. Der Airport erwartet in den kommenden drei Wochen ein deutlich erhöhtes Passagieraufkommen von bis zu 42.000 an- und abreisenden Reisenden täglich. Die Spitzenreisetage werden der Freitag und der Sonntag dieser Woche sein. Während viele Norddeutsche die frühen Ferien für Kurztrips in wärmere Gefilde nutzen, kehren andere Reisende pünktlich zu den Feiertagen in die Hansestadt zurück. Der Flughafen positioniert sich nicht nur als Verkehrsdrehscheibe, sondern auch als wichtiger Anlaufpunkt für Last-Minute-Einkäufe und bietet zudem spezielle Serviceangebote rund um die Feiertage. Früher Ferienstart beflügelt Kurztrips in die Sonne Die ungewöhnlich frühe Lage der Weihnachtsferien in Norddeutschland – der Schulschluss liegt bereits in der aktuellen Woche – ermöglicht es den Nordlichtern, noch vor den eigentlichen Festtagen einen kurzen Urlaub zu planen. Katja Bromm, Leiterin Kommunikation am Hamburg Airport, betont diesen Effekt: „In diesem Jahr beginnen die Weihnachtsferien in Hamburg und Schleswig-Holstein ungewöhnlich früh – so ist zeitlich sogar noch ein Kurzurlaub in der Sonne möglich, bevor die Lichter am Weihnachtsbaum entzündet werden.“ Die Nachfrage konzentriert sich dabei stark auf Destinationen, die ganzjährig Sonnenstunden garantieren. Hoch im Kurs stehen klassische Ganzjahres-Sonnenregionen wie die Kanarischen Inseln (Spanien), Ägypten und die Länder am Arabischen Golf. Insbesondere für Langstreckenreisen gilt diese Zeit als optimal. Durch direkt erreichbare internationale Drehkreuze wie Dubai (VAE), Doha (Katar) und Istanbul (Türkei) besteht eine große Auswahl an Verbindungen, die es ermöglichen, mit nur einem Umstieg exotische Urlaubsregionen

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Air Arabia startet tägliche Direktflüge von München nach Sharjah

Der Flughafen München hat mit Air Arabia eine neue Fluggesellschaft in seinem Streckennetz begrüßt. Seit dem 15. Dezember 2025 verbindet die panarabische Fluggesellschaft das bayerische Drehkreuz täglich mit dem Emirat Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Mit dieser neuen Route erweitert der Münchner Airport seine Direktverbindungen in die Golfregion. Für Air Arabia stellt München das erste Ziel in Deutschland dar, das im Linienverkehr direkt von Sharjah aus angeflogen wird. Die Flüge werden mit modernen Flugzeugen des Typs Airbus A320neo durchgeführt. Die Flugzeiten variieren wochentags: Montags, mittwochs und freitags erfolgt der Start vom Terminal 1 jeweils um 12:15 Uhr, während an den übrigen Tagen (dienstags, donnerstags, samstags und sonntags) der Abflug um 21:40 Uhr angesetzt ist. Sharjah, das als kulturelles Zentrum der VAE gilt, liegt verkehrsgünstig nur rund 30 Minuten von Dubai entfernt und dient somit als attraktiver Zugangspunkt zu der gesamten Region. Reisende profitieren neben der Direktverbindung auch von den Weiterflugmöglichkeiten, die Air Arabia über ihr Drehkreuz in Sharjah zu zahlreichen Zielen im Mittleren Osten und in Asien anbietet. Der Erstflug wurde am Flughafen München mit einem traditionellen Tortenanschnitt gefeiert.

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Lufthansa Group vollendet Restaurierung historischer Ikonen für den „Hangar One“

Die Lufthansa Group feiert den Abschluss eines bedeutenden Projekts zur Bewahrung und Vermittlung ihrer Unternehmensgeschichte. Pünktlich zum Start des Jubiläumsjahres zur Gründung der ersten Deutschen Luft Hansa im Jahr 1926 wurden die historischen Flugzeuge Junkers Ju 52 und Lockheed L-1649A Super Star fertiggestellt und im neuen „Lufthansa Group Hangar One“ am Frankfurter Flughafen zur finalen Abnahme bereitgestellt. Diese beiden Luftfahrtikonen bilden die Hauptattraktion des neuen Konferenz- und Besucherzentrums, das in direkter Nachbarschaft zum Lufthansa Aviation Center (LAC) errichtet wurde. Die sorgfältige Wiederherstellung der Flugzeuge, die in Einzelteilen per Schwertransport angeliefert und detailgetreu zusammengesetzt wurden, unterstreicht die Wertschätzung des Konzerns für seine Vergangenheit und den Pioniergeist, der die deutsche Luftfahrt prägte. Das Zentrum soll nicht nur Mitarbeitenden als Ort der Zusammenarbeit dienen, sondern auch Kunden, Partnern und Luftfahrtbegeisterten die Geschichte und Zukunftsvision der Lufthansa Group näherbringen. Die historische Bedeutung der Exponate Die Wahl der Junkers Ju 52 und der Lockheed Super Star als zentrale Ausstellungsstücke ist wohlüberlegt, da beide Flugzeuge maßgebliche Epochen der Unternehmensgeschichte symbolisieren. Junkers Ju 52: Das Rückgrat der frühen Luftfahrt Die erste Junkers Ju 52 wurde 1932 in die Flotte der Deutschen Luft Hansa aufgenommen und avancierte schnell zum Rückgrat des Flugzeugparks. Aufgrund ihrer Robustheit, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit machte die „Tante Ju“ zeitweise rund 50 Prozent der Lufthansa-Flotte aus. Die Ju 52 gilt als Meilenstein deutscher Ingenieurskunst und steht für den Pioniergeist der 1930er Jahre. Mit ihrer charakteristischen Wellblechoptik und den drei Motoren setzte sie neue Maßstäbe im Passagier- und Frachtverkehr. Ihre Fähigkeit, auf unbefestigten Pisten zu operieren,

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SunExpress präsentiert den „VfBExpress“ am Stuttgarter Flughafen

Die Fluggesellschaft SunExpress hat in ihrer Partnerschaft mit dem Fußballverein VfB Stuttgart ein Flugzeug in Sonderlackierung vorgestellt. Am Montag, dem 15. Dezember 2025, landete der sogenannte „VfBExpress“ – eine Boeing 737 im Club-Design – erstmals am Landesflughafen Stuttgart (STR) und wurde dort vom VfB-Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle in Empfang genommen. Die auffällige Sonderlackierung entstand im Rahmen eines großen Fan-Votings, an dem sich über 100.000 Anhänger des Vereins beteiligt hatten. Zukünftig soll diese Maschine die Mannschaft des VfB Stuttgart, der in der Europa League spielt, zu ihren internationalen Auswärtsspielen transportieren. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Fußballclub und der Fluggesellschaft wird durch SunExpress als Premium- und offizieller Airline-Partner des VfB unterstrichen. SunExpress hat eine gewichtige Stellung am Flughafen Stuttgart, wo das Unternehmen nach Passagierzahlen die zweitgrößte Fluggesellschaft darstellt. Die Airline verbindet Stuttgart mit bis zu 16 Zielen in der Türkei. Der „VfBExpress“ ist nicht nur ein Transportmittel für das Team, sondern dient auch als werbewirksamer Imageträger des Vereins in Europa. Solche dedizierten Flugzeuge für Sportteams sind in der internationalen Luftfahrt und im Sponsoring von Fußballclubs keine Seltenheit und festigen die Verbindung zwischen Verein und Partner.

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Schauinsland-Reisen überschreitet erstmals die Marke von zwei Millionen Kunden

Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen neuen Unternehmensrekord aufgestellt und erstmals über 2,05 Millionen Kunden betreut. Der Konzernumsatz der gesamten Gruppe stieg signifikant um 11,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds festigt das Familienunternehmen damit seine Position als einer der führenden Anbieter im deutschen Reisemarkt, gestützt durch eine klare Strategie und die Qualität seiner Produkte. Ein dynamisches Wachstum verzeichnete der Reiseveranstalter insbesondere in seinen internationalen Zielgebieten. Die Türkei, Bulgarien und die Vereinigten Arabischen Emirate erzielten jeweils ein Wachstum von rund 30 Prozent. Noch höhere Zuwächse verbuchte das Unternehmen in Thailand mit rund 65 Prozent und auf den Malediven mit etwa 40 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht die starke Nachfrage nach Urlaubspaketen, die qualitativ hochwertig und gleichzeitig erschwinglich sind. Durch die strategische Integration des Bausteinveranstalters Explorer wurde das Angebot zudem gezielt erweitert, um neue Kundensegmente zu erschließen und die Marktdurchdringung zu vertiefen. Firmeneigene Hotels sind nun vermehrt auch über Explorer buchbar, was den Vertrieb stärkt. Gerald Kassner, CEO von Schauinsland-Reisen, hob die Schaffung starker Synergien durch die Verzahnung der Produktwelten hervor. Ein wesentlicher Wachstumstreiber bleibt die gezielte Investition in eigene Hotels mit Alleinstellungsmerkmalen, welche die Markenbindung erhöhen. Gleichzeitig wird das Leistungsversprechen des bezahlbaren Qualitätsurlaubs durch das wachsende Angebot im 3- bis 4-Sterne-Segment gestärkt. Auch im stationären Vertrieb wurden deutliche Zuwächse verzeichnet, was auf die Verlässlichkeit und schnelle Erreichbarkeit des Unternehmens zurückgeführt wird. Für das neue Geschäftsjahr erwartet Schauinsland-Reisen ein weiteres Wachstum von rund fünf Prozent, angetrieben durch stabile Nachfrage und kontinuierliche Produktinvestitionen.

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Lufthansa mustert 2026 vier Boeing 747 aus – Spekulationen über Verkauf an US-Regierung

Die Lufthansa Group plant, im Jahr 2026 insgesamt vier Großraumflugzeuge des Typs Boeing 747 auszuflotten. Konkret sollen je zwei Maschinen der älteren Version 747-400 sowie der moderneren 747-8 die Flotte verlassen. Derzeit betreibt Lufthansa noch acht Boeing 747-400 und alle 19 Exemplare der 747-8. Die Maßnahme ist Teil der konzernweiten Strategie zur Modernisierung und Erneuerung der Flugzeugflotte. Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte, dass der Konzern den „Roll-Over“ der viermotorigen Flugzeuge fortsetzen werde. Bei den betroffenen 747-8 handelt es sich um die Maschinen mit den Kennungen D-ABYD und D-ABYG, die in den Jahren 2012 und 2013 produziert wurden. Über den Käufer der ausgemusterten Flugzeuge machte die Lufthansa keine Angaben. Allerdings berichten Branchenkreise, dass die beiden 747-8 an die US-Regierung veräußert werden, wobei der genaue Verwendungszweck der Vierstrahler unklar bleibt. In den Vereinigten Staaten laufen derzeit zwei große militärische Programme, die auf der Boeing 747-8 basieren. Zum einen betrifft dies die Umrüstung von zwei Maschinen zum künftigen „Air Force One“-Duo, dem neuen Transportflugzeug für den US-Präsidenten. Dieses Projekt erlitt kürzlich eine Lieferverzögerung bis Mitte 2028. Zum anderen dienen fünf von Korean Air in die USA verkaufte 747-8I als Basis für die Nachfolger der E-4B „Nightwatch“, den fliegenden Nuklearkommandoständen der US Air Force. Ob die Lufthansa-Maschinen in eines dieser Programme integriert werden oder anderen Zwecken dienen, ist derzeit Spekulation.

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Kontroverse um Air India Flug 171: Expertenausschuss berät in Washington

Die Untersuchung des Absturzes von Air India Flug 171, bei dem am 12. Juni 2025 in Ahmedabad eine Boeing 787-8 kurz nach dem Start in ein Wohnheim stürzte und 260 Menschen ums Leben kamen, sorgt weiterhin für erhebliche Spannungen zwischen den beteiligten Flugunfallbehörden. Amerikanische und indische Experten stehen sich bei der Beurteilung der Unfallursache diametral gegenüber. Der Kern des Konflikts liegt in der Interpretation der Cockpit-Daten. US-Ermittler der NTSB (National Transportation Safety Board) vermuten aufgrund eines aufgezeichneten Wortwechsels zwischen den Piloten, dass der 56-jährige Kapitän in der Rolle des Pilot Monitoring in der kritischen Startphase die Treibstoffschalter von „RUN“ auf „CUTOFF“ umgelegt und damit die Triebwerkszufuhr gekappt haben soll. Diese frühe Einschätzung wurde im ersten Bericht der indischen Flugunfallbehörde AAIB (Aircraft Accident Investigation Bureau) nicht berücksichtigt, was die NTSB als Affront wertete und zeitweise mit einem Rückzug aus den Ermittlungen drohte. Die indische AAIB wiederum wehrt sich gegen „verfügte und spekulative Festlegungen“ der US-Seite. Während die US-Luftfahrtbehörde FAA durch ihren Leiter Bryan Bedford ein mechanisches Problem an der Treibstoffsteuerung kategorisch ausschloss, streuten indische Ermittler Theorien über alternative Ursachen, wie etwa einen Elektrobrand im Heck der Boeing 787-8, der das Absturzgeschehen erklären könnte. Diese Woche trafen sich nun Experten von NTSB und AAIB in Washington, um die jeweiligen Ermittlungsstände und die komplexe Datenlage zu beraten. Dieses Treffen wird als Zeichen gewertet, dass in Kürze ein umfassenderer Zwischenbericht zum Fall Air India 171 erwartet werden könnte.

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Leichtflugzeug landet notfallmäßig auf Mannheimer Hauptstraße

Ein leichtes Motorflugzeug des Typs Diamond DA40 musste am Wochenende auf einer vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße in Mannheim notlanden. Bei dem Zwischenfall südlich der Innenstadt wurden alle drei Insassen verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Das einmotorige Flugzeug kam auf der Fahrbahn der Neckarauer Straße in der Nähe des Mannheimer Hauptbahnhofs und der Hauptfeuerwache zum Stehen. Bei den Insassen handelte es sich um einen 23-jährigen Piloten, der schwer verletzt wurde, sowie um einen 37-jährigen Mann und die 23-jährige Lebensgefährtin des Piloten, die beide leichte Verletzungen erlitten. Die beiden leicht Verletzten konnten das Flugzeug eigenständig verlassen. Nach Polizeiangaben wird der Schaden an der Diamond DA40, die einem lokalen Luftsportverein gehört, auf rund 400.000 Euro geschätzt. Die Maschine war kurz vor dem Vorfall vom nahegelegenen City Airport Mannheim gestartet. Die genaue Ursache für die erzwungene Landung ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen. Medienberichten zufolge könnte ein Motorausfall die Notlandung auf der mehrspurigen Straße erforderlich gemacht haben. Die zuständigen Behörden, darunter Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, waren bis in die Abendstunden am Unfallort im Einsatz. Aufgrund der Notlandung war die Neckarauer Straße zeitweise in beide Richtungen gesperrt; der Straßenbahnverkehr konnte nur in Schrittgeschwindigkeit passieren. Die Ermittlungen zur Klärung des genauen Hergangs dauern an.

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Zoll findet über 11.000 geschmuggelte Rohdiamanten im Handgepäck

Zollbeamte am Frankfurter Flughafen haben bei der Kontrolle eines Reisenden eine große Menge an geschmuggelten Rohdiamanten entdeckt. Im Handgepäck des Mannes wurden über 11.270 unverarbeitete Edelsteine gefunden, die in einem doppelt präparierten Boden versteckt waren. Der 53-jährige Passagier, der aus Angola eingereist war, wurde daraufhin festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Der Mann hatte es versäumt, die große Anzahl an Diamanten bei seiner Einreise ordnungsgemäß anzumelden. Gravierender war jedoch das Fehlen des vorgeschriebenen Kimberley-Zertifikats, das die legale Herkunft von Rohdiamanten bescheinigt. Der Besitz und der Handel mit unverarbeiteten Diamanten ohne dieses Zertifikat sind international streng geregelt. Die Einhaltung des Kimberley-Prozesses ist ein zentraler Bestandteil der internationalen Bemühungen zur Eindämmung des Handels mit sogenannten Blutdiamanten, auch wenn dies im vorliegenden Fall nicht explizit thematisiert wurde. Der genaue Wert der beschlagnahmten Diamanten ist derzeit noch unbekannt und muss von einem Sachverständigen ermittelt werden. Die Sicherstellung am Frankfurter Flughafen unterstreicht die Wachsamkeit der Behörden bei der Bekämpfung des Schmuggels von Wertgegenständen und der Einhaltung internationaler Handelsbestimmungen. Zoll und Bundespolizei leiteten ein Strafverfahren gegen den Reisenden ein.

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