2025

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2025

Paris eröffnet längste städtische Seilbahn Europas

Im Großraum Paris ist am heutigen Vormittag die längste urbane Seilbahn Europas offiziell in Betrieb genommen worden. Die neue „Stadt-Schwebebahn“ dient als alternatives Verkehrsprojekt in der chronisch überlasteten Region Île-de-France und soll künftig die südöstlichen Vororte der französischen Hauptstadt mit dem bestehenden Metronetz verbinden. Die Seilbahn erstreckt sich über eine Strecke von viereinhalb Kilometern und ermöglicht den Fahrgästen eine zuverlässige Anbindung an das städtische Schnellbahnsystem. Die Fahrtzeit auf der gesamten Linie beträgt lediglich 18 Minuten. Mit diesem Projekt reagieren die Betreiber auf die hohen Verkehrsbelastungen in der Region und bieten eine Entlastung für überfüllte Buslinien und Straßen. Die Anlage ist darauf ausgelegt, täglich bis zu 11.000 Fahrgäste zu befördern. Insgesamt kommen 105 Kabinen zum Einsatz, die nicht nur Passagieren, sondern auch Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstühlen Platz bieten und somit die Mobilität in der Region fördern. Die neue Seilbahn stärkt den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) jenseits der üblichen Verkehrswege und trägt zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Metropolregion bei. Solche urbanen Seilbahnen werden weltweit zunehmend als effiziente Lösung für die Überbrückung von Hindernissen oder die Anbindung dicht besiedelter Gebiete betrachtet.

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Frontier A321neo erleidet Flammabriss

Ein Airbus A321neo der US-amerikanischen Fluggesellschaft Frontier Airlines musste am 16.12.2025 am Vormittag kurz nach dem Start vom Cleveland International Airport (CLE) aufgrund eines Flammabrisses in einem der Triebwerke umkehren. Das nur zwei Jahre alte Flugzeug, das mit Pratt & Whitney (P&W) Triebwerken ausgestattet ist, kehrte sicher zum Flughafen Cleveland zurück. Es wurden keine Verletzten oder weiteren Schäden gemeldet. Dieser Vorfall, dessen Ursache noch unbestimmt ist, fügt sich in die seit längerem andauernde Krise um die PW1100G Geared Turbofan (GTF)-Triebwerke von P&W ein, die aufgrund von schwerwiegenden Produktionsmängeln und Qualitätsproblemen zu massiven Flugzeugeinstellungen und weltweiten logistischen Herausforderungen geführt hat. Flammabriss kurz nach dem Start Der Zwischenfall ereignete sich etwa 15 Minuten nach dem Abheben des Frontier-Fluges in Cleveland. Berichten zufolge erlitt das Flugzeug einen Flammabriss in einem Triebwerk, was zum sofortigen Verlust der Schubkraft auf dieser Seite führte. Die Flugzeugbesatzung leitete umgehend die Notfallverfahren ein und konnte das Flugzeug sicher zurück nach CLE steuern, wo es erfolgreich landete. Es wurde nicht öffentlich bekannt gegeben, ob es sich um einen einzelnen oder einen doppelten Flammabriss handelte. Angesichts der Tatsache, dass ein doppelter Flammabriss ein Flugzeug in einen Segler verwandeln und die Situation deutlich kritischer machen würde, gilt ein Triebwerksausfall als die wahrscheinlichere Ursache. Der Flammabriss ist ein extrem seltenes Ereignis. Flugzeuge des Typs Airbus A321neo sind für derartige Notfälle mit hohen Sicherheitsmargen und robusten Notfallprotokollen ausgelegt, was in diesem Fall die sichere Rückkehr der Maschine gewährleistete. Die Tatsache, dass das nur zwei Jahre alte Flugzeug mit P&W-Triebwerken ausgestattet ist, lenkt jedoch

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Eurowings präsentiert den Sommerflugplan 2026

Die Fluggesellschaft Eurowings hat ihre Planungen für die Sommersaison 2026 abgeschlossen und setzt dabei auf eine konsequente Erweiterung des Streckennetzes sowie eine signifikante Erhöhung der Frequenzen auf besonders ertragsstarken Routen. Mit insgesamt 150 Destinationen in 40 Ländern festigt das Unternehmen seine Position als einer der führenden Anbieter im europäischen Direktverkehr. Im Zentrum der neuen Strategie steht der Ausbau der Kapazitäten an den großen deutschen Standorten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn, Hannover und Stuttgart. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Einführung neuer Metropolen-Verbindungen, die unter dem Begriff Hauptstadtexpress zusammengefasst werden, sowie auf einer massiven Ausweitung des Angebots in Richtung Mittelmeer. Durch die gezielte Anpassung des Portfolios reagiert die Fluggesellschaft auf die anhaltend hohe Nachfrage im Bereich der Urlaubsreisen und den sich stabilisierenden Markt für Städteverbindungen. Die Erweiterung umfasst sowohl neue Erstverbindungen in den Norden und Osten Europas als auch eine verstärkte Präsenz in den klassischen Ferienregionen Südeuropas und Nordafrikas. Der Hauptstadtexpress und die Stärkung des Standorts Berlin Ein wesentlicher Pfeiler des kommenden Sommerflugplans ist die Aufwertung des Standorts Berlin. Unter dem strategischen Label Hauptstadtexpress lanciert Eurowings eine Reihe neuer Direktverbindungen, die Berlin enger mit anderen europäischen Metropolen verknüpfen. Ab dem Sommer 2026 können Reisende von der deutschen Hauptstadt aus erstmals direkt nach Lissabon, Sarajevo und zum Londoner Flughafen Heathrow fliegen. Diese Strecken richten sich gleichermaßen an Städtereisende wie an den Geschäftsreiseverkehr, der nach einer Phase der Konsolidierung wieder ein gesteigertes Bedürfnis nach direkten und zeitoptimierten Verbindungen zeigt. Ergänzt wird das Portfolio in Berlin durch neue Ziele wie Kavala in Griechenland sowie die

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Weniger als 89 Kilometer: AUA fliegt Klagenfurt-Graz mit Embraer 195

Neuerdings bedient Austrian Airlines eine auf der Luftlinie nur knapp unter 89 Kilometer lange Inlandsstrecke mit Regionaljets des Typs Embraer 195. Der Carrier fliegt nun auch zwischen Klagenfurt und Graz. Eine Reaktion auf die Inbetriebnahme der Koralmbahn? Seit wenigen Tagen ist die Fahrzeit zwischen Klagenfurt und Graz durch die Inbetriebnahme der Koralmbahn erheblich kürzer geworden. Obwohl die Strecke unter dem steiermärkischen Airport hindurch verläuft und auch Vorarbeiten für einen Flughafenbahnhof geleistet wurden, existiert dieser nicht. Kein einziger Railjet von/nach Klagenfurt hält am Grazer Airport. Dahinter steckt ein uralter Kuhhandel, den der damalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ/BZÖ) durchgesetzt hat. Man sorgte sich damals darum, dass der Klagenfurter Airport regelrecht überflüssig werden könnte. Nachwirkung der Braathens-Kündigung Austrian Airlines bedient seit dieser Woche die Route Klagenfurt-Graz regelmäßig. Auf dieser Ultrakurzstrecke kommen im Regelfall Regionaljets des Typs Embraer 195, von denen sich der Carrier auf absehbare Zeit trennen wird, zum Einsatz. Auf den ersten Blick wirkt es grotesk und absurd, dass die AUA unmittelbar nach Eröffnung der Koralmbahn neue Inlandsflüge und das auf einer Strecke, die von Airport zu Airport weniger als 89 Kilometer lang ist, aufnimmt. Flugscheine kann man auf diesem Segment bis dato nicht buchen und Unternehmensangaben nach ist das auch gar nicht vorgesehen. Was steckt also dahinter, dass die AUA nun eine Route bedient, die noch kürzer ist als das längst aufgegebene Linz-Wien oder das nicht ganz freiwillig aufgegebene Salzburg-Wien? Dem Carrier fehlt die Kapazität der drei ATR72-600, die bis vor kurzer Zeit von Braathens Regional im Wetlease betrieben wurden.

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Umbauarbeiten am Flughafen Palma de Mallorca: Abflugbereich wird verlegt

Am Flughafen Palma de Mallorca (PMI) kommt es ab Dienstag, dem 16. Dezember 2025, aufgrund umfangreicher Modernisierungsarbeiten zu signifikanten Änderungen im Abfertigungsbereich für abfliegende Passagiere. Der Flughafenbetreiber Aena leitet die Bauarbeiten in die nächste Phase ein, weshalb die rechte Seite der Check-in-Ebene für die kommenden Monate gesperrt wird. Nachdem die erste Bauphase auf der linken Seite des Abfertigungsbereichs abgeschlossen ist und dieser nun vollständig nutzbar ist, verlagern sich die Einschränkungen auf die rechte Terminalseite. Reisende, die das Abflugterminal betreten, werden angewiesen, sich künftig ausschließlich links zu halten und den neuen Hinweisschildern zur Gepäckaufgabe zu folgen. Aena kündigte die Bereitstellung einer speziellen Beschilderung sowie den Einsatz von geschultem Personal an, um trotz der Bauarbeiten einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Sperrung betrifft einen großen Teil des Check-in-Bereichs und wird nach Angaben von Aena über mehrere Monate andauern. Der Kern des aktuellen Bauabschnitts umfasst die Errichtung eines vertikalen Erschließungskerns mit Treppen und Aufzügen, der alle drei Etagen des Gebäudes miteinander verbinden soll. Zudem werden die Büros der Fluggesellschaften sowie kommerzielle Flächen modernisiert. Passagiere müssen sich in der Übergangszeit auf veränderte Laufwege und eine reorganisierte Abfertigung einstellen.

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Tampa: Flugbegleiter von United Airlines nach Streit mit Konkurrent festgenommen

Ein Vorfall, der sich bereits im März 2025 am Tampa International Airport (TPA) in Florida ereignete, sorgt aktuell für Aufsehen, nachdem Videoaufnahmen der Festnahme eines Flugbegleiters von United Airlines im Internet verbreitet wurden. Der Mitarbeiter wurde von der örtlichen Polizei verhaftet, nachdem er mutmaßlich eine Mitarbeiterin von Cayman Airways während einer Fahrt mit dem Flughafen-Shuttlebus leicht an der Schulter berührt hatte. Auslöser war eine Auseinandersetzung über die Lautstärke eines Telefongesprächs der Cayman-Airways-Mitarbeiterin. Die vermeintlich harmlose Berührung, die der United-Mitarbeiter zur Erregung der Aufmerksamkeit nutzen wollte, wurde nach dem Recht Floridas als tätlicher Angriff („battery“) gewertet. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Grenzen der Deeskalation in öffentlichen Räumen und die strenge Auslegung des physischen Kontakts im US-amerikanischen Recht, was in der Folge zu operativen Problemen für United Airlines führte. Disput um Telefonnutzung eskaliert im Shuttlebus Der Vorfall fand am 8. März des Jahres auf einem Shuttlebus statt, der Personal verschiedener Fluggesellschaften vom Parkplatz zum Terminal am Tampa International Airport befördert. Berichten zufolge begann die Eskalation, als eine Mitarbeiterin von Cayman Airways am Busbahnhof ein Telefongespräch führte, dessen Lautstärke vom United-Airlines-Flugbegleiter als störend empfunden wurde. Die Cayman-Airways-Mitarbeiterin gab an, ihr United-Kollege habe ihr mitgeteilt, ihre Stimme sei nervig, und sie aufgefordert, „den Mund zu halten“. Daraufhin habe sie ihn zur Rede gestellt und ihm sogar rassistische Motive unterstellt. Die Situation verschärfte sich, als beide den Shuttlebus betraten. An diesem Punkt eskalierte der Streit weiter, wobei der United-Flugbegleiter laut eigenen Angaben die Cayman-Mitarbeiterin an der Schulter antippte. Seine erklärte Absicht war es,

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Eurowings nimmt Düsseldorf–Innsbruck nach Pause wieder auf

Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat am 12. Dezember 2025 die Flugverbindung zwischen Düsseldorf und Innsbruck nach längerer Pause wieder in ihren Winterflugplan aufgenommen. Pünktlich um 13:00 Uhr landete die erste Maschine des Typs Airbus A320 am Flughafen Innsbruck, wo Passagiere und Crew mit einem traditionellen Tiroler Empfang überrascht wurden. Die Direktroute wird über die gesamte Wintersaison zweimal wöchentlich, jeweils freitags und sonntags, bedient und ergänzt das bereits bestehende Eurowings-Angebot von und nach Hamburg. Die Flugzeit zwischen der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und der Tiroler Hauptstadt beträgt lediglich 1 Stunde und 10 Minuten. Bereits der Erstflug war gut ausgelastet und zeigte die hohe Nachfrage: Es wurden 136 ankommende und 87 abfliegende Passagiere gezählt. Michael Händel, Vice President Network Management and Airport Relation bei Eurowings, hob die Bedeutung der Verbindung hervor, da sie Wintersportfans aus dem bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland einen schnellen und direkten Zugang zu den Tiroler Alpen ermöglicht. Auch auf Tiroler Seite wird die neue Direktverbindung positiv bewertet. Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, betonte, dass Deutschland der stärkste Herkunftsmarkt sei und Nordrhein-Westfalen für fast 25 Prozent aller deutschen Nächtigungen in der Region stehe. Die Routen nach Düsseldorf und Hamburg seien somit starke Impulse für die Auslastung der Betriebe. Zudem dient Düsseldorf als potenzieller Umsteigeflughafen innerhalb des Lufthansa-Konzerns für attraktive internationale Anschlussflüge. Parallel dazu bauen weitere Fluggesellschaften wie easyJet und British Airways ihr Angebot am Flughafen Innsbruck aus.

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Bestpreisklauseln: Landgericht Berlin verurteilt Booking.com zu Schadenersatz

In einem richtungsweisenden Urteil hat das Landgericht Berlin am heutigen Tag die Position der Hotellerie im langjährigen Rechtsstreit gegen das Buchungsportal Booking.com gestärkt. Die Kammer stellte fest, dass die vom Unternehmen über Jahre hinweg angewendeten Bestpreisklauseln einen Verstoß gegen das europäische Wettbewerbsrecht gemäß Artikel 101 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) darstellten. Das Gericht wies damit die Argumentation des Portals zurück, wonach es sich bei diesen Klauseln um notwendige Nebenabreden zur Sicherung des Geschäftsmodells gehandelt habe. Auch die Einrede der Verjährung fand vor Gericht kein Gehör. Das Urteil verpflichtet Booking.com dem Grunde nach zum Schadenersatz gegenüber den betroffenen deutschen Hotels. Während die genaue Höhe der Entschädigungen in separaten Folgeverfahren ermittelt werden muss, gilt die Entscheidung bereits jetzt als juristischer Meilenstein, der massive Auswirkungen auf laufende Sammelklagen in ganz Europa, insbesondere in den Niederlanden, haben wird. Historie und Systematik der Bestpreisklauseln Der Kern des Konflikts liegt in den sogenannten Paritätsklauseln, die Booking.com seinen Partnerhotels über Jahre hinweg vertraglich auferlegte. Diese Klauseln untersagten es den Hotels, ihre Zimmer auf der eigenen Webseite oder über andere Kanäle günstiger anzubieten als auf der Plattform von Booking.com. Unterschieden wurde dabei zwischen weiten Bestpreisklauseln, die jegliche Kanäle betrafen, und engen Bestpreisklauseln, die sich primär auf die hoteleigenen Internetseiten bezogen. Die Hotelbranche argumentierte von Beginn an, dass diese Vorgaben die unternehmerische Freiheit massiv einschränkten und den Preiswettbewerb unterdrückten. Hotels seien dadurch gehindert worden, Direktbuchungen durch attraktivere Konditionen zu fördern. Booking.com hingegen rechtfertigte die Praxis stets mit dem Schutz vor Trittbrettfahrern. Das Unternehmen vertrat die

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Berlins Verkehrssenatorin fordert dritte Runway

Die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hat eine weitreichende Diskussion über die zukünftige Infrastruktur und die Betriebszeiten des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld angestoßen. Angesichts des stetig steigenden Passagieraufkommens – der BER verzeichnete bis Ende November des laufenden Jahres bereits über 24 Millionen Reisende, eine Steigerung von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – sprach sich Bonde öffentlich für eine deutliche Erweiterung der Kapazitäten aus. Konkret forderte sie die Prüfung des Baus einer weiteren Start- und Landebahn sowie eine Lockerung des bestehenden Nachtflugverbots, um die Attraktivität des Flughafens für Fluggesellschaften und internationale Verbindungen zu erhöhen. Diese Vorschläge, obwohl aktuell noch „Zukunftsmusik“, tangieren zentrale politische und betriebliche Konfliktfelder am BER, insbesondere die Positionen der Miteigentümer und der Anwohner. Kapazitätsausbau als strategische Notwendigkeit Senatorin Bonde argumentiert, dass der Ausbau des BER, insbesondere durch die Hinzunahme einer weiteren Start- und Landebahn, strategisch notwendig sei, um die Hauptstadtregion besser an den internationalen Flugverkehr anzubinden. Sie betonte, dass die Attraktivität des Flughafens direkt mit der Verfügbarkeit von Start- und Lande-Slots korreliere. „Wenn wir mehr Slots zum Starten und Landen haben, werden wir auch attraktiver“, so Bonde. Der Flughafen BER verfügt derzeit über zwei parallel verlaufende Start- und Landebahnen, die einen gleichzeitigen Betrieb in zwei Richtungen ermöglichen. Obwohl die aktuelle Kapazität laut offiziellen Angaben des Flughafens und der Deutschen Flugsicherung (DFS) für die derzeitige Verkehrslast ausreicht, könnte eine weitere Expansion der nationalen und internationalen Verbindungen, insbesondere zu interkontinentalen Drehkreuzen, die vorhandenen Betriebszeiten und Slot-Kapazitäten an ihre Grenzen bringen. Ein langfristiger Ausbau der Kapazitäten würde jedoch

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Swiss sichert sich solares Kerosin: Langfristiger Abnahmevertrag mit Synhelion

Swiss International Air Lines und das Schweizer Technologieunternehmen Synhelion haben einen langfristigen Abnahmevertrag für die Lieferung von innovativem Flugtreibstoff (SAF) unterzeichnet. Ab dem Jahr 2027 wird Swiss jährlich mindestens 200 Tonnen sogenanntes Solarkerosin von Synhelion beziehen und nimmt damit eine weltweite Vorreiterrolle als erste Airline ein, die diesen synthetischen Treibstoff im regulären Betrieb nutzt. Der verbindliche Vertrag erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Der von Synhelion entwickelte Treibstoff basiert auf Solarenergie und nachhaltigen Rohstoffen und wird als synthetisches Rohöl, sogenanntes „Syncrude“, in der ersten kommerziellen Anlage des Unternehmens ab 2027 produziert. Dieses Syncrude kann in bestehenden Raffinerien zusammen mit fossilem Rohöl zu zertifiziertem Jet-A1-Treibstoff verarbeitet werden, was den Ersatz fossiler Rohstoffe ohne infrastrukturelle Anpassungen ermöglicht. Der Treibstoff wird über die reguläre Logistikkette in das Flughafen-Treibstoffsystem eingespeist. Bereits im Juli 2025 hatte Swiss einen ersten Solartreibstoff-Einsatz im Flugbetrieb mit einer Lieferung aus Synhelions Produktionsanlage DAWN durchgeführt. Jens Fehlinger, CEO von Swiss, betonte, dass nachhaltige Treibstoffe ein zentrales Element der Strategie zur Dekarbonisierung des Flugbetriebs seien. Durch die Vereinbarung unterstützt Swiss nicht nur als Abnehmer, sondern auch als Investor und strategischer Partner die Skalierung der Technologie von Synhelion. Die langfristige Abnahmevereinbarung soll Planungssicherheit bieten und so zum Ausbau der Produktionskapazitäten und zur mittelfristigen Kostensenkung beitragen. Ein Teil des Solarkerosins wird im Rahmen einer erweiterten Partnerschaft an den Logistikdienstleister Kühne+Nagel weiterverkauft, der den nachhaltigen Treibstoff für Luftfrachttransporte mit Swiss WorldCargo nutzen wird.

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