2025

Weitere Artikel aus der Rubrik

2025

Neuer Akteur am Horizont: Flyvbird startet Charterflüge zwischen deutschen Regionalflughäfen

Die deutsche Luftfahrtlandschaft bereitet sich auf einen neuen Akteur vor. Die virtuelle Fluggesellschaft Flyv, die von Stuttgart aus operiert, hat bekanntgegeben, daß ihre Charter- und On-demand-Dienste unter der Marke Flyvbird ab dem 1. September 2025 ihren Betrieb aufnehmen werden. Die Flüge, die eine Verbindung zwischen ausgewählten deutschen Regionalflughäfen schaffen sollen, werden von der deutschen Luftfahrtunternehmen-Inhaberin (AOC-Halterin) Flyellow durchgeführt. Als Fluggerät dient eine dedizierte Cessna Grand Caravan EX. Dieser neue Dienst markiert einen strategischen Schritt, um die Konnektivität in Regionen zu verbessern, die bisher nur unzureichend an das überregionale Flugnetz angebunden sind. Das Geschäftsmodell von Flyvbird, das sich auf die Nutzung kleinerer, dezentraler Flughäfen konzentriert und auf Nachfrage reagiert, könnte eine neue Ära für die Regionalmobilität in Deutschland einläuten. Ein flexibles Konzept für die Regionalfliegerei Das Konzept von Flyvbird unterscheidet sich maßgeblich von den traditionellen Linienfluggesellschaften. Es handelt sich um eine sogenannte virtuelle Fluggesellschaft, die keine eigenen Flugzeuge oder Piloten besitzt, sondern auf die Dienstleistungen einer Luftfahrtunternehmen-Inhaberin (AOC-Halterin) zurückgreift. In diesem Fall ist die in Passau ansässige Flyellow der operative Partner, der die Charter- und Bedarfsflüge durchführen wird. Das Geschäftsmodell von Flyvbird basiert auf dem Prinzip der On-demand-Luftmobilität. Anstatt starre Flugpläne für bestimmte Strecken festzulegen, nutzt das Unternehmen eigene, proprietäre Algorithmen. Diese Algorithmen analysieren die Nachfrage von Passagieren und optimieren die Flugrouten sowie die Kapazitätsauslastung in Echtzeit. Dadurch soll es möglich werden, dezentrale Verkehrsströme zu bündeln und flexibel auf die Bedürfnisse der Reisenden einzugehen. Das Ziel ist es, die Reisezeit im Vergleich zu herkömmlichen Transportmitteln wie Auto oder Bahn erheblich zu

weiterlesen »

Österreichisches Bundesheer entwickelt eigene Satelliten

Das österreichische Bundesheer entwickelt erstmals eigene Satelliten, um seine sicherheitspolitische Unabhängigkeit zu stärken und die Abhängigkeit von anderen Staaten zu reduzieren. Als Teil dieser neuen Weltraumstrategie sind unter der Leitung von Brigadier Friedrich Teichmann zwei Forschungsprojekte angelaufen, die darauf abzielen, eigene Satelliten für Kommunikation, Navigation und Satellitenbilder zu entwickeln. Die Projekte mit den Bezeichnungen LEO2VLEO und BEACONSAT umfassen den Bau von insgesamt fünf Satelliten und sollen Österreich als aktiven Gestalter im Orbit positionieren. Das Projekt LEO2VLEO ist eine Kooperation mit den Niederlanden und sieht den Bau von vier Satelliten vor. Davon sind drei für den operativen Einsatz bestimmt und sollen zwischen dem Low Earth Orbit und dem Very Low Earth Orbit fliegen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro, von denen Österreich sechs Millionen trägt. Diese Satelliten sollen ab Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 gestartet werden und deutlich schärfere Bilder liefern als herkömmliche Satelliten. Dies ermöglicht eine präzisere Lageerfassung und ist für militärische Einsätze von großer Bedeutung. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte, der sicherheitspolitische Wandel, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine, habe gezeigt, wie wichtig Satelliten für militärische Einsätze seien. Ein weiteres, rein österreichisches Projekt ist BEACONSAT, das das Bundesheer in Zusammenarbeit mit zivilen Unternehmen umsetzt. Hierbei soll ein besonders kompakter Satellit gebaut werden, der für die Navigation über Satellitensignale zuständig ist. Die geringe Baugröße macht diesen Satelliten sicherer und schwerer angreifbar. Die Kosten für dieses Projekt liegen bei unter einer Million Euro und der Start ist ebenfalls für Ende 2026 vorgesehen. Die Betriebsdauer der Systeme

weiterlesen »

Embraer vertieft Industriekooperation mit Litauen nach C-390-Auftrag

Der brasilianische Luft- und Raumfahrtkonzern Embraer plant eine langfristige Zusammenarbeit mit der litauischen Industrie im Luftfahrt- und Verteidigungssektor. Dies folgt auf die Entscheidung Litauens im Juni 2025, das militärische Transportflugzeug C-390 Millennium zu beschaffen. Eine Delegation von Embraer-Experten besuchte kürzlich verschiedene litauische Industrieunternehmen, um deren Kompetenzen in den Bereichen Wartung, Reparatur, Instandhaltung, Ingenieurwesen, technologische Entwicklung und Lieferkettenmanagement zu evaluieren. Bosco da Costa Junior, Präsident und CEO von Embraer Defense & Security, äußerte sich zufrieden über die besichtigten Fähigkeiten der litauischen Unternehmen. Er erklärte, daß Embraer nicht nur mit dem C-390-Flugzeug zur Verteidigungsfähigkeit Litauens beitragen, sondern auch die industrielle und technologische Entwicklung des Landes unterstützen werde. Diese Form der Industriekooperation, die auch die Zusammenarbeit mit Bildungs- und Forschungseinrichtungen umfaßt, steht im Einklang mit den strategischen Zielen des litauischen Verteidigungsministeriums und des Ministeriums für Wirtschaft und Innovation. Die Partnerschaft ist Teil einer umfassenderen europäischen Strategie von Embraer. Der Konzern hat seine Präsenz in Europa seit den frühen 2000er Jahren durch strategische Investitionen ausgebaut. Bereits über 40 Prozent der Lieferkette für die C-390 werden von europäischen Partnern gedeckt. Embraer hat in den letzten Jahren ähnliche Kooperationsprojekte mit Portugal, den Niederlanden, Österreich, der Tschechischen Republik und Schweden ins Leben gerufen. Mit der Gründung von Embraer Defense Europe mit Sitz in Lissabon unterstreicht das Unternehmen sein Engagement für die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und der NATO. Die C-390 Millennium, ein vielseitiges Militärtransportflugzeug, das für den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen konzipiert wurde, findet zunehmend Anklang bei europäischen Streitkräften. Litauen reiht sich damit in eine wachsende

weiterlesen »

Wettbewerb und finanzielle Hürden: Virgin Australia distanziert sich von Übernahme der Regionalfluglinie Rex

Die australische Luftfahrtindustrie befindet sich in einem Zustand stetiger strategischer Neuausrichtung. Ein aktuelles Kapitel dieser Entwicklung wurde kürzlich durch die Aussagen von Race Strauss, dem Finanzchef von Virgin Australia, bei einer Veranstaltung in Cairns aufgeschlagen. Strauss erklärte, daß Virgin Australia kein Interesse an einer Übernahme der angeschlagenen Regionalfluglinie Rex – Regional Express hat. Als Hauptgrund nannte er die immensen finanziellen Lasten, die mit der notwendigen Erneuerung der veralteten Flugzeugflotte von Rex verbunden wären. Diese Entscheidung unterstreicht die finanzielle Disziplin und die klaren Investitionskriterien, die bei Großunternehmen in der Luftfahrtbranche an der Tagesordnung sind. Während der Mutterkonzern von Rex, Regional Express Holdings, seit nunmehr einem Jahr unter Verwaltung steht und die Suche nach einem Investor andauert, verdeutlicht die Haltung von Virgin Australia die Herausforderungen, die mit der Rettung von Unternehmen mit erheblichem Kapitalbedarf verbunden sind. Die Last der veralteten Flotte: Ein finanzielles Hemmnis Das Hauptargument von Race Strauss gegen eine Übernahme von Rex ist die finanziell herausfordernde Situation des Unternehmens, die er als „significant capital cliff“ (bedeutende Kapitalklippe) bezeichnete. Er betonte, daß ein Unternehmen, das eine so disziplinierte finanzielle Strategie wie Virgin Australia verfolgt, nicht in der Lage sei, die damit verbundenen ökonomischen Hürden zu nehmen. Dies verdeutlicht, daß die Übernahmekosten nicht nur den Kaufpreis an sich, sondern auch die langfristigen Investitionen in die Erneuerung der Flotte umfassen müssen. Ein Blick auf die Flugzeugflotte von Rex, wie sie vom Luftfahrtdatenportal ch-aviation erfaßt wird, bestätigt die Einschätzung von Strauss. Die Flotte besteht hauptsächlich aus zweiundzwanzig Saab 340Bs mit einem Durchschnittsalter von 34,1

weiterlesen »

LOT Polish Airlines erhält erste Recaro-Sitze für Flottenmodernisierung

Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines, Mitglied der Star Alliance, hat die erste Lieferung von Flugzeugsitzen des Herstellers Recaro Aircraft Seating entgegengenommen. Die Sitze wurden im polnischen Werk in Świebodzin produziert. Diese Lieferung stellt den Beginn der Ausstattung von insgesamt 13 Maschinen des Typs Boeing 737 MAX 8 dar, die bis Ende 2026 in die Flotte von LOT integriert werden. Die gesamte Bestellung umfaßt rund 14.000 Sitze, die auch in der Airbus A220 Flotte zum Einsatz kommen sollen. Bei den gelieferten Recaro R2-Sitzen handelt es sich um Leichtbaumodelle, die auf hohe Funktionalität und Komfort für die Passagiere ausgelegt sind. Die Ausstattung umfaßt unter anderem 60-Watt-Steckdosen zum schnellen Aufladen von elektronischen Geräten, eine Halterung für Smartphones und Tablets, sechsfach verstellbare Kopfstützen, längere Armlehnen sowie bequeme Rückenlehnen aus speziellem Schaumstoff. Jeder Sitz wiegt unter 10 Kilogramm. Die modulare Bauweise der Sitze soll zudem die Wartung erleichtern und die Betriebsabläufe optimieren. Die Integration der neuen Sitze ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms der Flugzeugkabinen von LOT Polish Airlines. Die Boeing 737 MAX 8 Maschinen werden einen komplett neuen Innenlook erhalten, der sich am Design der Polonez Business Lounges in Warschau und Chicago orientiert. Auch die Boeing 787 Dreamliner Flotte soll im Zuge einer Neugestaltung ein frisches Design erhalten, was gleichzeitig den Komfort in allen drei Serviceklassen an Bord erhöhen soll. Mit der Modernisierung der Kabinen reagiert LOT Polish Airlines auf die gestiegenen Erwartungen der Passagiere an Komfort und Ausstattung an Bord. Die Zusammenarbeit mit Recaro Aircraft Seating, einem weltweit führenden Anbieter von Flugzeugsitzen, unterstreicht

weiterlesen »

Hamburger Flughafen begrüßt großen Ausbildungsjahrgang 2025

Am Hamburger Flughafen hat der neue Ausbildungsjahrgang begonnen. Insgesamt 21 junge Menschen starteten am 1. August 2025 ihre Ausbildung in den verschiedenen Geschäftsbereichen des Flughafens. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Auszubildenden und dual Studierenden am Flughafen auf 52. Die Nachwuchskräfte erlernen neun unterschiedliche Berufe, die von kaufmännischen und technischen Berufen bis hin zu spezialisierten Tätigkeiten wie der Werkfeuerwehr reichen. Die Ausbildungsleiterin Vanessa Sauer betonte die Einzigartigkeit des Umfeldes am Hamburg Airport. Sie wies darauf hin, daß die Auszubildenden in einer „Stadt in der Stadt“ vielfältige und spannende Aufgaben erwarteten. Dazu gehörten die Arbeit an speziellen Sonderfahrzeugen in der Kfz-Werkstatt, die Instandhaltung der Flughafentechnik und der Einsatz der großen Flugfeldlöschfahrzeuge des Typs Z8 bei der Werkfeuerwehr. Der Hamburger Flughafen legt großen Wert auf die Ausbildung eigener Fachkräfte. Dies spiegelt sich in der Tatsache wider, daß bislang nahezu alle Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluß übernommen werden konnten. Zu den neun angebotenen Ausbildungsberufen gehören unter anderem Elektroniker für Betriebstechnik, Fachinformatiker mit den Schwerpunkten Anwendungsentwicklung und Systemintegration, Industriekaufleute, Kfz-Mechatroniker sowie Servicekaufleute im Luftverkehr. Zusätzlich wird ein Duales Studium der Betriebswirtschaftslehre angeboten. Die Bewerbungsphase für den Ausbildungsstart 2026 hat bereits am 1. August 2025 begonnen. Als Neuerung wird für den kommenden Jahrgang der Beruf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ zusätzlich angeboten. Diese kontinuierliche Investition in die eigene Nachwuchsförderung sichert dem Flughafen langfristig qualifizierte Arbeitskräfte und Expertise in einem spezialisierten Arbeitsumfeld.

weiterlesen »

Strategischer Wettstreit in London: Heathrow und der Milliardär Arora ringen um den Bau der dritten Start- und Landebahn

Der Ausbau des Flughafens London-Heathrow, einer der größten und wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt, rückt erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Nach monatelanger Debatte und strategischer Vorbereitung haben der Flughafen selbst und ein privater Investor, der Hotelier Surinder Arora, ihre rivalisierenden Pläne für den Bau einer dritten Start- und Landebahn vorgelegt. Beide Parteien präsentierten ihre Vorschläge nach der Frist der Regierung am 31. Juli 2025. Die beiden Konzepte unterscheiden sich nicht nur in ihren Kosten und technischen Details, sondern auch in ihren strategischen Ansätzen. Während der Flughafen Heathrow sein Projekt als einzigartig positioniert und auf eine schnellstmögliche Realisierung drängt, verspricht die Arora Group eine kostengünstigere und weniger disruptive Alternative. Die Entscheidung der Regierung wird nicht nur die Zukunft des Flughafens prägen, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf die britische Wirtschaft und den internationalen Flugverkehr haben. Heathrows „Schaufel-bereites“ Projekt: Ein umfassender Plan mit hohen Kosten Der Flughafen London-Heathrow hat am 1. August 2025 seine Pläne für den Bau einer dritten Start- und Landebahn der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt, das von Heathrow selbst als „shovel-ready“ (schaufel-bereit) bezeichnet wird, sieht eine 100-prozentige private Finanzierung vor. Der Flughafen schätzt, daß die dritte Start- und Landebahn innerhalb eines Jahrzehntes realisiert werden könnte. Die Kosten allein für die Piste werden mit 27,7 Milliarden Dollar (21 Milliarden Pfund) angegeben. Diese Investition würde es dem Flughafen ermöglichen, seine Kapazität um 750 zusätzliche Flüge pro Tag zu erhöhen und damit die derzeitigen Kapazitätsprobleme zu lösen. Der wahre Umfang des Projekts ist jedoch weitaus größer. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Angaben des

weiterlesen »

Eurowings erzielt stabile Performance in der ersten Jahreshälfte 2025

Die Fluggesellschaft Eurowings hat die erste Hälfte des Jahres 2025 mit einer starken operativen Leistung und hoher Kundenzufriedenheit abgeschlossen. Von den insgesamt 77.000 durchgeführten Flügen erreichten rund 80 Prozent ihr Ziel pünktlich. Die Zuverlässigkeit der Flüge lag bei 99 Prozent, was in der Branche als sehr hohes Niveau gilt. Die Kundenzufriedenheit, gemessen am Net Promoter Score (NPS), erreichte einen Wert von 47, was die positive Wahrnehmung der Fluggesellschaft durch ihre Passagiere bestätigt. Insgesamt entschieden sich in den ersten sechs Monaten mehr als 10 Millionen Passagiere für Eurowings, Deutschlands größten Ferienflieger. Jens Bischof, CEO von Eurowings, betonte, daß die Airline auf die starke Nachfrage nach touristischen Reisen mit einer deutlichen Ausweitung ihres Programms reagiert habe. Eurowings flog dabei rund 150 Ziele in ganz Europa an. Laut Bischof spiegelt die gute Performance den klaren Fokus auf Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung wider. Diese Ergebnisse seien das Resultat einer starken Mannschaftsleistung und des erfolgreichen Ausbaus von Eurowings zur „Value Airline für Europa“. Diese Strategie wurde auch von der Luftfahrt-Rating-Agentur Skytrax anerkannt, die Eurowings zur „Besten Low-Cost Airline Europas 2025“ kürte. Trotz der stabilen operativen Leistung und der gestiegenen Passagierzahlen weist das Point-to-Point-Geschäftsfeld des Lufthansa Konzerns, zu dem Eurowings und die Beteiligung an SunExpress gehören, zum Stichtag 30. Juni 2025 ein operatives Ergebnis (Adjusted Ebit) von minus 137 Millionen Euro auf. Dieser Verlust ist nach Unternehmensangaben insbesondere auf die weiter steigenden Steuern und Gebühren am Luftverkehrsstandort Deutschland zurückzuführen. Die Zahl der Beschäftigten bei Eurowings stieg auf knapp 5.500. Eurowings positioniert sich als „Value-Airline“ und hebt

weiterlesen »

Waldviertelbahn: Nostalgie-Erlebnis unter Dampf

Im Herzen des Waldviertels, einer Region, die oft als „österreichisch Sibirien“ bezeichnet wurde, spannen sich eiserne Bänder, die von einer längst vergangenen Zeit künden. Die Waldviertler Schmalspurbahnen, einstmals die Lebensadern für eine landwirtschaftlich geprägte und entlegene Region, haben eine bewegte Geschichte hinter sich, die von Aufschwung und Niedergang, von wirtschaftlicher Notwendigkeit und leidenschaftlicher Bewahrung erzählt. Ihre Geschichte ist ein Spiegelbild der technologischen Entwicklung und des Wandels in der Gesellschaft, beginnend mit dem Bahnbau im späten 19. Jahrhundert, über die wechselnden Betreiber von den Niederösterreichischen Landesbahnen bis zu den Österreichischen Bundesbahnen, bis hin zur heutigen Renaissance als rollendes Museum unter der Obhut des Landes Niederösterreich. Einst waren Dampflokomotiven die einzige Möglichkeit, um Züge in Bewegung zu bringen und zu halten. Über viele Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts war diese Technologie das Rückgrat bei den meisten Eisenbahngesellschaften, aber mittlerweile sind die Nachfolger Diesel und Elektro omnipräsent und die vergleichsweise extrem seltenen Dampftraktionen ein wahrer Hingucker geworden. Die Waldviertler Schmalspurbahnen haben eine äußerst langjährige und bewegte Geschichte. Es handelt sich auch um die letzten Routen, auf denen die Österreichischen Bundesbahnen planmäßig mit Dampflokomotiven bespannte Züge im regulären Verkehr eingesetzt hat. Das ist jedoch schon lange Geschichte, denn die ÖBB haben sich aus dem Betrieb und Besitz derartiger Nebenbahnen in Niederösterreich komplett zurückgezogen. Das Land Niederösterreich ist über die NÖVOG Betreiber und Infrastrukturbesitzer geworden. Wäre die öffentliche Hand nicht eingesprungen, so hätte den Waldviertler Schmalspurbahnen wohl jenes Schicksal, das beispielsweise von der Bregenzerwaldbahn bekannt ist, geblüht: Komplette Stilllegung und Abbau von Schienen und sonstiger Infrastruktur.

weiterlesen »

Swiss verzeichnet Ergebnisrückgang trotz betrieblicher Fortschritte

Swiss International Air Lines (Swiss) hat das erste Halbjahr 2025 mit einem operativen Ergebnis von 195,1 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen, was einem Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Obwohl die operativen Erträge mit 2,69 Milliarden Schweizer Franken stabil blieben, wurde die Profitabilität der Fluggesellschaft durch ein herausforderndes Marktumfeld, steigende Kosten und strukturelle Kapazitätsengpässe beeinträchtigt. Trotz des Ergebnisrückgangs konnte Swiss ihre operationelle Performance verbessern und das Kundenerlebnis systematisch weiterentwickeln. Dennis Weber, Finanzchef von Swiss, führte den Rückgang auf die aktuellen geo- und handelspolitischen Spannungen sowie auf steigende Kosten für Personal und Gebühren zurück. Zudem hätten die anhaltenden Engpässe bei Flugzeugen, Triebwerken und Piloten die Profitabilität spürbar beeinträchtigt. Positiv hob er die Entwicklung der Treibstoffpreise hervor. Im ersten Halbjahr starteten 72,4 Prozent aller Flüge pünktlich, was einer Steigerung von 3,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Flugplanstabilität konnte mit 97,6 Prozent auf einem hohen Niveau gehalten werden. Im reiseintensiveren zweiten Quartal, von April bis Juni 2025, setzte sich der Ergebniseinbruch fort. Das operative Ergebnis lag bei 191,7 Millionen Schweizer Franken, ein Rückgang von rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die operativen Erträge sanken leicht auf 1,47 Milliarden Schweizer Franken. Dennoch konnte Swiss im ersten Halbjahr 2025 ein leichtes Passagierwachstum von 0,1 Prozent auf rund 8,5 Millionen beförderte Gäste verzeichnen. Die Zahl der Flüge stieg um 1,8 Prozent auf über 70.000. Swiss reagiert auf die schwierigen Rahmenbedingungen mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. So wurde unter anderem eine Vereinbarung mit dem Sozialpartner Aeropers geschlossen, um die Verfügbarkeit des Cockpit-Personals zu verbessern. Zudem

weiterlesen »