
Flughafen Linz am Scheideweg: Strategische Neuausrichtung soll die Zukunft sichern
Die Zukunft des Flughafens Linz steht vor einer entscheidenden Wende. Nach fünf Jahren mit anhaltenden Verlusten und weitgehend aufgebrauchten Rücklagen haben die Eigentümer, die Stadt Linz und das Land Oberösterreich, einen Gesellschafterzuschuss in Höhe von acht Millionen Euro beschlossen. Diese finanzielle Unterstützung, die die Liquidität des Flughafens sichern soll, ist an einen umfassenden Strategieprozeß geknüpft, dessen Ergebnisse im September vorliegen und dem Aufsichtsrat präsentiert werden. Die jüngsten Entwicklungen, darunter die stark gesunkenen Passagierzahlen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie und eine auf acht Prozent gefallene Eigenkapitalquote, unterstreichen die Dringlichkeit, die strategische Ausrichtung des Flughafens an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Während der Frachtbereich als wichtiger Lichtblick gilt, sucht der Flughafen nach neuen Wegen, um sich aus der Verlustzone zu befreien. Fünf Jahre in der Verlustzone: Die wirtschaftliche Schieflage des Flughafens Die wirtschaftliche Situation des Flughafens Linz, der sich zu gleichen Teilen im Besitz der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich befindet, hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Bis zum Jahre 2019, also vor dem Ausbruch der Coronapandemie, konnte der Flughafen noch eine positive Bilanz vorweisen. Seither jedoch schreibt der Airport Verluste und mußte seine Rücklagen weitgehend aufbrauchen. Die Eigenkapitalquote, die noch bis 2023 im hohen zweistelligen Bereich lag, ist nun auf kritische acht Prozent gesunken. Vizebürgermeisterin Tina Blöchl (SPÖ) bezifferte das finanzielle Delta auf 3,6 Millionen Euro, was die Dringlichkeit der Lage verdeutlichte. Einer der Hauptgründe für die finanzielle Schieflage ist der starke Einbruch der Passagierzahlen. Während im Jahre 2019 noch 436.018 Fluggäste den Flughafen nutzten, sank diese








