
US-Senatoren nehmen Spirit Airlines und Frontier Airlines wegen Datennutzung ins Visier
Zwei der führenden Billigfluggesellschaften der Vereinigten Staaten, Spirit Airlines und Frontier Airlines, stehen im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte über die Nutzung von Passagierdaten zur Preisgestaltung von Sitzplätzen und Tickets. Der Vorwurf, daß persönliche Informationen zur Manipulation von Preisen genutzt werden könnten, sorgt nicht nur für Empörung unter den Reisenden, sondern auch für scharfe Kritik seitens führender US-Senatoren. Am 23. Januar 2024 richteten die Senatoren Maggie Hassan, Josh Hawley und Richard Blumenthal einen Brief an die CEOs von Spirit Airlines, Edward M. Christie III, und Frontier Airlines, Barry L. Biffle. In dem Schreiben monierten die Politiker, daß die beiden Führungskräfte während einer Anhörung im Dezember 2024 vor dem Ständigen Unterausschuß für Untersuchungen des Senats wesentliche Fragen unbeantwortet ließen. Insbesondere stand die Praxis in der Kritik, daß Passagiere vor der Preisangabe für Sitzplätze persönliche Informationen wie Alter, Geschlecht und Standort angeben müssen. Die Senatoren wiesen darauf hin, daß diese Datenerhebung zu unfairen Preisunterschieden auf demselben Flug führen könnte. Dies könne durch Algorithmen geschehen, die Daten wie Postleitzahlen, Suchhistorien oder Standortinformationen auswerten, obwohl diese laut den Fluggesellschaften keine „persönlich identifizierbaren Informationen“ seien. Ein zentraler Kritikpunkt ist die mangelnde Transparenz bei der Nutzung dieser Daten. Frontier Airlines verwies in der Anhörung auf eine schwer auffindbare Webseite, auf der einige Gebühren aufgeführt seien. Die Gebühren für Sitzplätze blieben jedoch unerwähnt. Senator Hawley äußerte sich besonders kritisch: „Warum müssen Passagiere ihr Alter, ihr Geschlecht und ihren Standort angeben, bevor sie die Kosten für einen Sitzplatz sehen können?“ Diese Fragen blieben weitgehend unbeantwortet, was den Verdacht verstärkte,








