Februar 19, 2026

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Februar 19, 2026

Lufthansa und Gategroup führen neues Gastronomiekonzept auf Langstrecken ein

Die Deutsche Lufthansa leitet im Rahmen ihrer strategischen Initiative „Future Onboard Experience“ (Fox) eine umfassende Neugestaltung des kulinarischen Angebots auf ihren Langstreckenflügen ein. Ab dem Jahr 2026 wird das Bordcatering in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Branchenriesen Gategroup grundlegend modernisiert. Ziel der Kooperation ist es, die Serviceabläufe zu optimieren und das Verpflegungsniveau in sämtlichen Beförderungsklassen anzuheben. Der Fokus liegt hierbei auf einer stärkeren Personalisierung und einer verbesserten Präsentation der Speisen, um der gestiegenen Erwartungshaltung im internationalen Wettbewerb gerecht zu werden. In den exklusiven Segmenten der First und Business Class stehen künftig Flexibilität und Individualität im Vordergrund. Während in der First Class ein Konzept mit mehreren kleinen Gängen und variabler Hauptspeisenauswahl implementiert wird, führt die Fluggesellschaft in der Business Class das Modell „Sky Selection“ ein. Dieses erlaubt den Fluggästen, ihre zweite Mahlzeit vor der Landung individuell zu konfigurieren und Frühstückswünsche bereits im Vorfeld zu definieren. Ein wesentlicher Bestandteil der kulinarischen Aufwertung ist die Kooperation mit dem bekannten Spitzenkoch Johann Lafer, der die Menügestaltung maßgeblich beeinflusst und für eine gehobene gastronomische Linie sorgt. Auch für die Passagiere in der Premium Economy und Economy Class bringt die Umstellung spürbare Veränderungen mit sich. In der Premium Economy wird durch den Einsatz größerer Tabletts und eines neuen Geschirrkonzepts ein hochwertigeres Erscheinungsbild angestrebt, wobei die Auswahl auf drei verschiedene Hauptgerichte erweitert wird. Ein Novum stellt die Einführung einer dreifachen Menüwahl in der Economy Class dar, die bisher auf zwei Optionen begrenzt war. Diese Erweiterung der Auswahlmöglichkeiten soll die Zufriedenheit auf langen Flugstrecken steigern und dem Serviceanspruch einer

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Iberia baut zwischen Europa und Lateinamerika aus

Die spanische Fluggesellschaft Iberia bereitet sich auf eine Rekordsaison im interkontinentalen Flugverkehr vor. Für den Sommerflugplan 2026 hat das Unternehmen eine signifikante Kapazitätserweiterung auf seinen Kernrouten zwischen dem Drehkreuz Madrid-Barajas und Lateinamerika angekündigt. Mit einem Zuwachs von 7,6 Prozent klettert das Gesamtangebot auf über 3,35 Millionen Sitzplätze – ein historischer Höchstwert in der Geschichte der Airline. Diese Offensive unterstreicht die strategische Bedeutung Madrids als wichtigstes Bindeglied zwischen dem europäischen Kontinent und den lateinamerikanischen Wachstumsmärkten. Im Zentrum der Expansion stehen neben der Frequenzerhöhung auf bestehenden Prestige-Routen nach Argentinien und Chile auch die Erschließung neuer Destinationen in Mexiko und Brasilien. Durch den verstärkten Einsatz modernster Langstreckenflugzeuge und eine optimierte Taktung reagiert Iberia auf die anhaltend hohe Nachfrage im Geschäfts- und Privatreisesektor und festigt ihre Position gegenüber der internationalen Konkurrenz im globalen Luftverkehrsmarkt. Ausbau der Kapazitäten am Standort Buenos Aires Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires festigt im kommenden Sommer ihren Status als wichtigster Zielort im lateinamerikanischen Netzwerk der Iberia. Ab Juni 2026 wird die Schlagzahl der Verbindungen von bisher 21 auf 23 wöchentliche Flüge erhöht. Damit bietet die Fluggesellschaft im Durchschnitt mehr als drei tägliche Rotationen an, was die Flexibilität für Reisende erheblich steigert. Insgesamt beläuft sich das Angebot für diese spezifische Route auf 456.000 Sitzplätze während der Sommersaison. Diese Kapazitätsausweitung ist eine direkte Reaktion auf die stabilen Buchungszahlen und die enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen Spanien und Argentinien. Das Drehkreuz Madrid fungiert hierbei nicht nur als Startpunkt für Passagiere aus der Iberischen Halbinsel, sondern zieht überproportional viele Umsteiger aus dem restlichen Europa an.

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Strategische Neuausrichtung: Air Asia plant Nasdaq-Börsengang für Markenrechte

Die malaysische Luftfahrtgruppe Air Asia bereitet einen bedeutenden Schritt an die internationalen Finanzmärkte vor. Wie Unternehmensgründer Tony Fernandes bestätigte, plant die Holding, ihre Markenrechte in eine eigenständige Einheit auszugliedern und diese über eine Fusion mit einem bereits an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten Mantelunternehmen (SPAC) an die Börse zu bringen. Das Ziel dieser Transaktion ist eine Bewertung der Markensparte von rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Durch diesen strategischen Schritt soll der Wert der Marke „Air Asia“ unabhängig vom operativen Flugbetrieb kapitalisiert werden, was der Gruppe neue finanzielle Spielräume für die Expansion in Südostasien eröffnet. Das Geschäftsmodell sieht vor, dass die neu geschaffene Markeneinheit als Lizenzgeber fungiert. Das Kalkül der Führungsebene basiert darauf, dass andere Fluggesellschaften in der Region gegen Zahlung von Lizenzentgelten Franchiseverträge abschließen, um unter dem bekannten Namen zu operieren. Tony Fernandes betont dabei, dass die Strahlkraft der Marke Air Asia weit über das reine Kerngeschäft der Luftfahrt hinausreicht und mittlerweile auch in Sektoren wie Logistik, Finanzdienstleistungen und digitalen Plattformen etabliert ist. Die geplante Listung an der Nasdaq unterstreicht die Ambition, globales Kapital anzuziehen und die Marke als eigenständiges Asset im asiatischen Raum zu festigen. Hintergrund dieser Entscheidung ist die fortschreitende Umstrukturierung der Muttergesellschaft Capital A. Nach den wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre strebt der Konzern eine Entflechtung seiner Geschäftsbereiche an, um Schulden abzubauen und die Bilanzstruktur zu optimieren. Analysten beobachten diesen Trend zur „Asset-Light“-Strategie in der Branche aufmerksam, da sie das Risiko des kapitalintensiven Flugbetriebs von der wertstabilen Markenführung trennt. In der Region gilt Air Asia seit langem als Pionier

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Tel Aviv: Ausländische Fluggesellschaften erhalten Erlaubnis für nächtliche Parkzeiten

Der israelische Luftverkehrsmarkt steht vor einer weitreichenden Transformation seiner betrieblichen Rahmenbedingungen. Ein ressortübergreifender Ausschuss, bestehend aus hochrangigen Vertretern der Ministerien für Verkehr, Finanzen und Tourismus sowie der israelischen Zivilluftfahrtbehörde, hat am 12. Februar 2026 eine Entscheidung getroffen, die das bisherige Gefüge am Flughafen Ben Gurion grundlegend verändern wird. Ab sofort ist es ausländischen Fluggesellschaften gestattet, ihre Maschinen über Nacht auf dem Gelände des zentralen israelischen Drehkreuzes zu parken. Diese Entscheidung beseitigt ein jahrzehntealtes administratives Hindernis, das internationalen Carrieren den Aufbau einer lokalen Basis in Israel faktisch unmöglich machte. Insbesondere der europäische Billigflieger Wizz Air, der seit Jahren Expansionsbestrebungen im Nahen Osten verfolgt, rückt damit in greifbare Nähe einer permanenten Niederlassung. Während die Regierung eine Belebung des Wettbewerbs und sinkende Ticketpreise erwartet, formiert sich bei den etablierten israelischen Fluggesellschaften massiver Widerstand gegen die drohende Konkurrenz um knappe Infrastrukturressourcen. Logistische Relevanz der Übernachtungsparkplätze Die Aufhebung des nächtlichen Parkverbots für ausländische Unternehmen ist weit mehr als eine rein administrative Formsache. In der Luftfahrtbranche gilt der Zeitraum zwischen 5:00 Uhr und 7:00 Uhr morgens als die ökonomisch attraktivste Zeitspanne für Abflüge. Diese frühen Startzeiten ermöglichen es den Fluggesellschaften, ihre Maschinen im Tagesverlauf für mehrfache Rotationen einzusetzen und somit die maximale tägliche Flugstundenzahl zu erreichen. Ohne die Erlaubnis, das Flugzeug bereits am Vorabend in Tel Aviv zu stationieren, waren ausländische Anbieter bisher gezwungen, ihre Maschinen erst am Morgen aus dem Ausland einzufliegen. Dies führte unweigerlich zu späteren Abflugzeiten aus Israel und schränkte die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den lokalen Anbietern El Al, Israir und Arkia erheblich ein.

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Wintereinbruch führt zu Flugausfällen am Frankfurter Flughafen

Ein plötzlicher Wintereinbruch mit Schneefall und niedrigen Temperaturen hat am Donnerstag den Betrieb am Frankfurter Flughafen beeinträchtigt. Von den für den heutigen Tag rund 1.100 geplanten Starts und Landungen mussten bis zum Mittag etwa 83 Verbindungen gestrichen werden. Nach Angaben eines Flughafensprechers ist die Mehrheit dieser Annullierungen direkt auf die widrigen Witterungsverhältnisse zurückzuführen, während ein kleinerer Teil andere operative Gründe hat. Der Winterdienst der Betreibergesellschaft Fraport ist bereits seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz, um die Start- und Landebahnen sowie die Rollwege schnee- und eisfrei zu halten. Trotz der widrigen Umstände wird die aktuelle Lage als stabil bewertet, wenngleich es im Tagesverlauf weiterhin zu vereinzelten Einschränkungen kommen kann. Um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, müssen die Maschinen vor dem Start in speziellen Enteisungsbereichen von Schnee und Eis befreit werden. Dieser Prozess, bei dem ein Gemisch aus Wasser und Glykol eingesetzt wird, nimmt pro Flugzeug zusätzliche Zeit in Anspruch und führt zu Verzögerungen im eng getakteten Zeitplan des größten deutschen Drehkreuzes. Experten weisen darauf hin, dass bei starkem Schneefall die Kapazität der Bahnen reduziert werden muss, da diese in regelmäßigen Abständen für Räumungsarbeiten gesperrt werden. Passagiere werden gebeten, sich vor der Anreise zum Flughafen über den aktuellen Status ihres Fluges auf den digitalen Informationskanälen der jeweiligen Fluggesellschaften zu informieren. Zusätzlich zu den wetterbedingten Herausforderungen am Boden wirkt sich die Wetterlage auch auf den europäischen Luftraum aus. Die europäische Flugsicherung Eurocontrol meldet für den heutigen Tag erhöhte Verspätungswerte in verschiedenen Sektoren, da Sicherheitsabstände aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse vergrößert werden mussten. Am Frankfurter Flughafen führt

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SunExpress plant Aufnahme von Linienflügen nach Damaskus und Aleppo

Die Fluggesellschaft SunExpress, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, bereitet die Aufnahme regelmäßiger Flugverbindungen nach Syrien für das Frühjahr 2026 vor. Laut aktuellen Flugplandaten und Berichten des Portals Aero Routes hat der Ferienflieger bereits Buchungsmöglichkeiten für Strecken ab Antalya und Izmir freigeschaltet. Ab dem 7. März 2026 soll die Verbindung von Antalya in die syrische Hauptstadt Damaskus dreimal wöchentlich bedient werden, gefolgt von zwei wöchentlichen Rotationen nach Aleppo ab dem 11. März. Parallel dazu wird Izmir als zweiter türkischer Ausgangspunkt etabliert, mit drei Flügen pro Woche nach Damaskus ab dem 8. März und zwei wöchentlichen Flügen nach Aleppo ab dem 13. März. Der Einsatz der Boeing 737-800 auf allen angekündigten Routen unterstreicht die operative Strategie, bewährtes Mittelstreckengerät für die Erschließung neuer Märkte zu nutzen. Mit einer Kapazität von rund 189 Sitzplätzen zielt SunExpress offenbar auf die steigende Nachfrage im Bereich der Familienbesuche und den zunehmenden Bedarf an regionaler Mobilität zwischen der Türkei und Syrien ab. Die Entscheidung zur Aufnahme dieser Verbindungen folgt einer Phase, in der sich der Luftraum über der Region stabilisiert hat und mehrere internationale Carrier ihre Flugpläne in den Nahen Osten angepasst haben. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als signifikante Erweiterung des Netzwerks über die klassischen Urlaubsziele am Mittelmeer hinaus. Zusätzliche Marktanalysen deuten darauf hin, dass SunExpress durch die Nutzung ihrer Hubs in Antalya und Izmir auch Umsteigeverbindungen für Reisende aus Europa, insbesondere aus Deutschland, ermöglichen könnte. Da die Fluggesellschaft über eine starke Präsenz an deutschen Flughäfen wie Frankfurt, Düsseldorf und München verfügt, könnten diese neuen Routen

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Rechtliche Hürden nach Unwettervorfall: Wiener Gericht untersagt Auswertung von Flugschreibern der Austrian Airlines

Der schwere Unwetterschaden des Austrian Airlines Fluges OS434 im Sommer 2024 beschäftigt weiterhin die Justiz und wirft grundlegende Fragen zur Auswertung von Flugdaten bei sicherheitskritischen Vorfällen auf. Das Oberlandesgericht Wien hat in einer richtungsweisenden Entscheidung einer Beschwerde der Fluggesellschaft sowie der betroffenen Cockpitbesatzung stattgegeben. Demnach dürfen der Flugdatenschreiber und der Cockpit-Stimmenrekorder des betroffenen Airbus A320 nicht für strafrechtliche Ermittlungen herangezogen werden. Das Gericht ordnete die Rückgabe der Geräte an, womit eine zentrale Beweisquelle im Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung entfällt. Hintergrund dieser juristischen Auseinandersetzung ist die Abgrenzung zwischen einer schweren Störung und einem Unfall im Sinne des internationalen Luftfahrtrechts. Während Passagiervertreter die Entscheidung als Rückschlag für die Aufklärung werten, sieht die Airline ihre Rechtsauffassung bestätigt. Der Fall verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen der strafrechtlichen Verfolgung potenzieller Fehler und den strengen Datenschutzbestimmungen für Cockpitaufzeichnungen, die primär der technischen Fehleranalyse dienen sollen. Der Vorfall über der Steiermark Im Juni 2024 geriet der Airbus A320 der Austrian Airlines mit der Kennung OE-LBM auf dem Weg von Palma de Mallorca nach Wien in eine massive Hagelzelle. Die Maschine befand sich zu diesem Zeitpunkt im Sinkflug über der Steiermark. Die Wucht der Hagelkörner war so intensiv, dass die Cockpitscheiben schwer beschädigt wurden, die Nase des Flugzeugs – das sogenannte Radom – teilweise wegbrach und wesentliche Teile der Außenhülle sowie der Sensorik in Mitleidenschaft gezogen wurden. Trotz der eingeschränkten Sicht und der massiven strukturellen Schäden gelang den Piloten eine sichere Landung auf dem Flughafen Wien-Schwechat. Keiner der Passagiere oder Besatzungsmitglieder wurde körperlich verletzt, was in

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Tallink Grupp legt Bilanz für 2025 vor: Gewinnrückgang bei stabilem Passagieraufkommen

Die estnische Reederei AS Tallink Grupp hat ihre ungeprüften Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Nettogewinn von 17,3 Millionen Euro bei einem Gesamtumsatz von 765 Millionen Euro. Damit blieb das Ergebnis hinter den Vorjahreswerten zurück, was die Konzernleitung vor allem auf die wirtschaftliche Stagnation im Kernmarkt Finnland sowie auf ungünstige Rahmenbedingungen im Frachtverkehr zurückführt. Trotz des schwierigen Umfelds beförderte die Flotte fast 5,5 Millionen Passagiere, wobei die Verbindung zwischen Estland und Finnland mit 3,6 Millionen Reisenden das wichtigste Standbein blieb. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 130 Millionen Euro. Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung hat die Tallink Grupp ihre Flotte deutlich verkleinert. Im vergangenen Jahr wurden drei Schiffe verkauft und drei weitere verchartert, sodass zum Jahresende noch elf Schiffe aktiv betrieben wurden. Diese Maßnahmen dienten primär der Kostenoptimierung und der Reduzierung der Schuldenlast, die im Berichtszeitraum um 94 Millionen Euro gesenkt werden konnte. Dennoch belasteten Darlehens- und Zinszahlungen in Höhe von fast 113 Millionen Euro die Bilanz. CEO Paavo Nõgene kritisierte in diesem Zusammenhang die mangelnde staatliche Unterstützung für den estnischen Seeverkehrssektor, was zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber Reedereien aus Nachbarländern führe. Die Investitionen wurden im Vergleich zum Vorjahr um 10 Millionen Euro auf insgesamt 33 Millionen Euro gesteigert. Ein Großteil dieser Mittel floss in die technische Modernisierung und Renovierung der Passagierbereiche auf den Schiffen Silja Serenade und Baltic Princess. Letztere wurde umfangreichen Erneuerungen unterzogen, um den Standard auf der Route zwischen Finnland und Schweden zu halten. Die Nutzungsdauer für Kreuzfahrtschiffe legte

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Lufthansa Aviation Training nimmt ersten Boeing 777-9 Simulator in Frankfurt in Empfang

Lufthansa Aviation Training (LAT) hat am 19. Februar 2026 einen bedeutenden logistischen und strategischen Erfolg erzielt. Am frühen Donnerstagmorgen erreichte der weltweit erste Boeing 777-9 Full-Flight-Simulator, der an eine Airline-Gruppe ausgeliefert wurde, das Trainingszentrum in Frankfurt am Main. Das technische Gerät wurde vom kanadischen Hersteller CAE in Montréal gefertigt und via Antwerpen per Schwerlasttransport nach Deutschland überführt. Die Installation des Simulators beginnt unmittelbar, um die geplante Inbetriebnahme für das Training der Piloten bis Ende Mai 2026 sicherzustellen. Dieser Schritt erfolgt deutlich vor der eigentlichen Auslieferung der Flugzeuge, die nach aktuellen Verzögerungen seitens des Herstellers Boeing erst für Mitte 2027 erwartet wird. Die technische Ausstattung des neuen Simulators entspricht dem modernsten Industriestandard und ist präzise auf die Konfiguration der künftigen Lufthansa-Maschinen zugeschnitten. Zu den integrierten Systemen gehören das Rockwell Collins EP 8100 Visualsystem sowie hochauflösende Projektoren und eine realistische Rauchsimulation für Notfalltrainings. Ergänzt wird die Anlage durch spezialisierte Briefing-Stationen, die eine detaillierte Analyse der Flugstunden ermöglichen. Durch die frühzeitige Verfügbarkeit dieser Trainingstechnologie kann die Lufthansa Group sicherstellen, dass das Cockpitpersonal bereits vor der Ankunft der ersten Realmaschinen vollständig auf dem neuen Muster geschult ist. Die Boeing 777-9 ist das künftige Flaggschiff der Lufthansa-Langstreckenflotte und zeichnet sich durch eine enorme Spannweite sowie neue Triebwerkstechnologien aus. Da sich die Zertifizierung des Flugzeugtyps mehrfach verschoben hat, nutzt die Lufthansa Group die Zeit, um die Ausbildungskapazitäten proaktiv aufzubauen. Matthias Spohr, CEO von Lufthansa Aviation Training, betonte die Bedeutung der engen Kooperation mit CAE, um diesen technologischen Vorsprung zu realisieren. Der Simulator ermöglicht es, komplexe Flugmanöver

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Air Astana erreicht Meilenstein in der Flugzeugwartung

Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana hat den 50. C-Check an einem Flugzeug der Airbus A320-Familie in ihrem eigenen Technikzentrum in der Hauptstadt Astana erfolgreich abgeschlossen. Dieser technische Erfolg markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Luftfahrtinfrastruktur Zentralasiens. Ein C-Check gehört zu den umfangreichsten Instandhaltungsmaßnahmen im Lebenszyklus eines Verkehrsflugzeugs und umfasst mehr als 20.000 Arbeitsstunden. Dabei wird die gesamte Struktur sowie die komplexen Systeme der Maschine nach internationalen EASA-Standards tiefgreifend inspiziert und gewartet. Seit dem Start der eigenen Wartungsprogramme im Jahr 2019 hat die Air Astana Group massiv in die Ausbildung von Fachpersonal und den Ausbau der Standorte in Almaty und Astana investiert. Das Spektrum der bisher 50 absolvierten Prüfungen reicht von routinemäßigen C1-Checks bis hin zu den technisch anspruchsvollen C12-Überholungen, die eine nahezu vollständige Demontage von Kabinenkomponenten und Triebwerksteilen erfordern können. Das Technikteam besteht mittlerweile aus zertifizierten Ingenieuren und Mechanikern, die über internationale Lizenzen gemäß der Verordnung EASA Part 66 verfügen und damit Wartungsarbeiten auf Weltniveau garantieren. Die strategische Bedeutung dieser Eigenständigkeit ist für die größte Airline-Gruppe Zentralasiens und des Kaukasus erheblich. Durch die Durchführung komplexer Instandhaltungsarbeiten im eigenen Haus reduziert das Unternehmen die Abhängigkeit von externen Dienstleistern in Europa oder Asien und verkürzt gleichzeitig die Standzeiten der Flugzeuge. Dies sichert eine höhere Verfügbarkeit der aktuell 62 Maschinen umfassenden Flotte, zu der neben Air Astana auch der Low-Cost-Carrier FlyArystan gehört. Zudem trägt die Etablierung solcher High-Tech-Zentren zur Entwicklung lokaler Expertise im Bereich der Luftfahrttechnik in Kasachstan bei. Wirtschaftlich festigt Air Astana durch die Erweiterung ihrer technischen Kapazitäten ihre Position

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