Februar 24, 2026

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Februar 24, 2026

Konflikt um Flugshow zum Jubiläum des Flughafens Altenrhein

Die geplante Flugshow zum 100-jährigen Bestehen des Schweizer Flughafens Altenrhein sorgt für erhebliche politische Spannungen über die Landesgrenzen hinweg. Nachdem die Vorarlberger Landesregierung am vergangenen Donnerstag ihre grundsätzliche Zustimmung für das im August 2026 geplante Ereignis erteilt hatte, formierte sich umgehend Widerstand in den angrenzenden österreichischen Gemeinden. Insbesondere die Bürgermeister von Gaißau, Höchst und Fußach kritisieren die Entscheidung scharf und werfen der Landesleitung vor, die Interessen der lokalen Bevölkerung und die Belange des Lärmschutzes missachtet zu haben. Kern des Streits ist der geplante Einsatz der Kunstflugstaffel Patrouille Suisse, deren Kampfjets für die Jubiläumsfeierlichkeiten den Luftraum über dem Rheindelta nutzen sollen. Die betroffenen Rheindeltagemeinden beklagen in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass die Verhandlungen nicht auf Augenhöhe geführt wurden. Die lokalen Behörden seien erst zeitgleich mit der öffentlichen Bekanntgabe über die positive Entscheidung aus Bregenz informiert worden. Neben der massiven Lärmbelastung durch die Düsenjets führen die Gemeindevertreter operative Bedenken hinsichtlich der Überflughöhen und der Sicherheit über besiedeltem Gebiet an. Zwar sieht die Vereinbarung zwischen Vorarlberg und der Schweiz vor, dass die Vorführungen auf zwei Zeitfenster von jeweils dreißig Minuten begrenzt werden und Siedlungsräume nach Möglichkeit zu meiden sind, doch dies reicht den Kritikern vor Ort nicht aus. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch die rechtliche Prüfung der Überflugsgenehmigungen im grenznahen Bereich. Da der Flughafen St. Gallen-Altenrhein unmittelbar an der österreichischen Staatsgrenze liegt, berühren Starts und Landungen sowie Kunstflugmanöver zwangsläufig österreichisches Hoheitsgebiet. Historisch gesehen war die Lärmbelastung durch den Flugplatz bereits häufiger Gegenstand zwischenstaatlicher Gespräche. Die aktuelle Genehmigung der Landesregierung ist rechtlich gesehen lediglich

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Delta Air Lines: Triebwerksstörung, IT-Ausfälle und Winterwetter belasten den Flugbetrieb

Der vergangene Sonntag entwickelte sich für die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines zu einer operativen Belastungsprobe, die von technischen Defekten bis hin zu großflächigen Systemstörungen reichte. Im Bundesstaat Georgia musste eine Boeing 737-900 unmittelbar nach dem Start zum Flughafen Savannah zurückkehren, nachdem es während der Beschleunigungsphase zu einer massiven Flammenbildung am linken Triebwerk gekommen war. Der Vorfall löste zudem einen großflächigen Grasbrand entlang der Startbahn aus, der den Einsatz zahlreicher Feuerwehrkräfte erforderte. Parallel dazu kämpfte die Fluggesellschaft an ihren Drehkreuzen im Nordosten der Vereinigten Staaten mit den Auswirkungen eines massiven Wintereinbruchs, der den Flugplan bereits in den frühen Morgenstunden aus dem Takt brachte. Verschärft wurde die Situation durch Instabilitäten im digitalen Check-in-System der Airline, die an zahlreichen Flughäfen zu erheblichen Verzögerungen bei der Passagierabfertigung führten. Die Kombination aus unvorhersehbaren technischen Defekten, meteorologischen Hindernissen und technologischen Defiziten zwang das Management von Delta zu umfassenden Umplanungen und verdeutlichte die Komplexität moderner Luftverkehrslogistik unter Hochdruck. Flammeninferno beim Start in Savannah Der folgenreichste Einzelzwischenfall ereignete sich am Flughafen Savannah/Hilton Head International. Flug DL1607, eine planmäßige Verbindung zum internationalen Drehkreuz Atlanta, befand sich bereits im Startlauf, als Augenzeugen und Sensoren eine Fehlfunktion des linken Triebwerks registrierten. Während die Maschine an Geschwindigkeit gewann, stießen meterlange Stichflammen aus dem Gehäuse des Aggregats. Die dabei freigesetzte Hitze und Funkenbildung waren so intensiv, dass das trockene Gras unmittelbar neben der Asphaltfläche der Startbahn Feuer fing. Trotz der bedrohlichen optischen Erscheinung entschied sich die Besatzung der Boeing 737-900 gemäß den Sicherheitsvorschriften für den Fortsatz des Starts, um die Maschine sicher

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US-Repräsentantenhaus bringt ALERT Act zur Verschärfung der Flugsicherheit ein

Als Reaktion auf die verheerende Kollision zwischen einem Regionalflugzeug und einem Militärhubschrauber im Januar 2025 hat das US-Repräsentantenhaus ein umfassendes Gesetzespaket zur Erhöhung der Sicherheit im Luftraum auf den Weg gebracht. Der sogenannte ALERT Act (Airspace Location and Enhanced Risk Transparency Act) zielt darauf ab, sämtliche Sicherheitsempfehlungen des National Transportation Safety Board (NTSB) gesetzlich zu verankern. Bei dem Unglück nahe dem Washington Reagan National Airport (DCA), an dem eine CRJ700 von American Airlines und ein Black Hawk Hubschrauber der US-Armee beteiligt waren, kamen 67 Menschen ums Leben. Die einjährige Untersuchung des NTSB deckte erhebliche Defizite in der Überwachung dichter Lufträume sowie technologische Lücken bei Kollisionswarnsystemen auf. Der Gesetzentwurf sieht tiefgreifende technologische Nachrüstungen vor, die weit über bisherige Standards hinausgehen. Unter dem ALERT Act müsste die Luftfahrtbehörde FAA die Einführung von ACAS-Xa für bestimmte Turbinenflugzeuge anordnen und neue Standards für ACAS-Xr entwickeln, die speziell auf Drehflügler in hochfrequentierten Lufträumen der Klasse B zugeschnitten sind. Ein zentraler Punkt ist die Integration von ADS-B-Daten in Kollisionsvermeidungssysteme, um Piloten präzisere akustische und richtungsweisende Warnungen zu liefern. Damit geht das Vorhaben deutlich über den vom Senat bereits verabschiedeten ROTOR Act hinaus, der sich primär auf die Ausweitung der ADS-B-Nutzung konzentrierte. Neben technischen Aufrüstungen adressiert die Gesetzgebung operative Verfahren der Flugsicherung und der FAA-Aufsicht. Das Gesetz weist die Behörde an, das Training für Fluglotsen in den Bereichen Fehlermanagement und visuelle Staffelung grundlegend zu revidieren. Zudem sollen die Hubschrauberrouten sowie die vertikalen Staffelungsstandards rund um den Flughafen Washington Reagan neu bewertet werden. Ein kritischer Aspekt der NTSB-Untersuchung

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Erstattungsstreit: Flugzeitänderung von elf Stunden führt zu Grundsatzentscheidung bei Easyjet

In einem Fall von Passagierrechten hat der europäische Billigflieger Easyjet eingestimmt, einem älteren Ehepaar einen Betrag von über 1.000 US-Dollar zurückzuerstatten. Der Vorfall unterstreicht die wachsende Spannung zwischen der operativen Flexibilität von Low-Cost-Carriern und den gesetzlich verankerten Rechten der Fluggäste. Das betroffene Paar hatte eine Reise nach Verona gebucht, die ursprünglich am späten Nachmittag starten sollte. Die Fluggesellschaft verschob den Abflug jedoch ohne Rücksprache auf 6:40 Uhr morgens – eine Änderung um mehr als elf Stunden, die die Reise für die Senioren im Alter von 70 und 80 Jahren praktisch undurchführbar machte. Während der Kundenservice eine Rückzahlung zunächst kategorisch ablehnte, lenkte das Unternehmen erst nach öffentlicher Aufmerksamkeit und der Einschaltung von Medienvertretern ein. Der Fall verdeutlicht, dass erhebliche Flugplanänderungen im europäischen Luftraum rechtlich als Annullierungen gewertet werden können und Fluggäste weitaus mehr Handhabe besitzen, als automatisierte Kundensupport-Systeme oft vermuten lassen. Diskrepanz zwischen Kommunikation und Ausführung Das Ehepaar hatte für seine Reise im Juni Premium-Sitze und zusätzliches Gepäck gebucht, um einen entsprechenden Komfort zu gewährleisten. Die ursprüngliche Planung sah einen Abflug gegen 17:30 Uhr vor. Als die Benachrichtigung über die Flugzeitänderung eintraf, wurde den Passagieren per E-Mail suggeriert, dass eine vollständige Rückerstattung eine wählbare Option sei. Doch beim Versuch, dieses Recht geltend zu machen, stießen sie auf Widerstand. Mitarbeiter des Kundendienstes behaupteten laut Berichten der Zeitung The Times, dass eine Erstattung bei ihrem Tarif nicht möglich sei. Diese Diskrepanz zwischen den schriftlichen Zusagen in automatisierten Benachrichtigungen und den tatsächlichen Anweisungen an das Personal an der Service-Front ist ein bekanntes Problem in

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Drohnenangriff auf Passagiermaschine am Flughafen Myitkyina in Myanmar

Am Flughafen Myitkyina im Norden Myanmars ist es zu einem schweren Zwischenfall gekommen, bei dem eine Passagiermaschine der staatlichen Myanmar National Airlines (MNA) durch Drohnenbeschuss erheblich beschädigt wurde. Berichten zufolge ereignete sich der Angriff gegen 20:12 Uhr Lokalzeit, während das Flugzeug vom Typ ATR 72-600 für einen Flug zum internationalen Flughafen Mandalay vorbereitet wurde. Die Passagiere befanden sich zum Zeitpunkt der Explosionen bereits im Boarding-Prozess. Augenzeugen und Medienberichten zufolge setzten die Angreifer mehrere Drohnen ein, von denen mindestens zwei das Flugzeug trafen. Diese waren offenbar mit Sprengköpfen ausgestattet, die denen von Panzerfäusten (RPG) ähneln. In sozialen Netzwerken veröffentlichte Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Zerstörung an der Turboprop-Maschine. Schwere Schäden sind insbesondere im vorderen Bereich nahe dem Cockpit sowie am hinteren Rumpf unterhalb des Leitwerks sichtbar, wo die Außenhaut des Flugzeugs förmlich durchsiebt wurde. Trotz der Schwere des Angriffs und der Tatsache, dass sich bereits Personen an Bord oder in unmittelbarer Nähe befanden, wurden nach derzeitigem Kenntnisstand keine Todesopfer oder Verletzten gemeldet. Der Vorfall unterstreicht jedoch die prekäre Sicherheitslage an regionalen Verkehrsknotenpunkten des Landes, die zunehmend in das Fadenkreuz bewaffneter Auseinandersetzungen geraten. Hintergrund der Tat ist der andauernde Bürgerkrieg in Myanmar. Der Angriff wird der Kachin Independence Army (KIA) zugeschrieben, einer der einflussreichsten bewaffneten ethnischen Organisationen, die gegen die Zentralregierung kämpft. Ein Sprecher der KIA wies die Verantwortung für den gezielten Schlag gegen die zivile Infrastruktur jedoch offiziell zurück. Der Flughafen Myitkyina dient nicht nur dem zivilen Luftverkehr, sondern wird auch militärisch genutzt, was ihn zu einem strategischen Ziel in dem

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Embraer und Adani Group planen Endmontagelinie für Regionaljets in Indien

Die strategische Kooperation zwischen dem brasilianischen Flugzeugbauer Embraer und dem indischen Industriekonzern Adani Defence & Aerospace nimmt konkrete Formen an. Am 21. Februar 2026 unterzeichneten beide Unternehmen in Neu-Delhi eine Absichtserklärung zum Aufbau einer Endmontagelinie (Final Assembly Line, FAL) für den Regionaljet des Typs E175 in Indien. Die Zeremonie fand im Beisein des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und des indischen Handelsministers Piyush Goyal statt. Dieser Schritt folgt einer ersten Grundsatzvereinbarung vom Januar 2026 und markiert den Beginn einer tiefgreifenden industriellen Partnerschaft, die Indien als Produktionsstandort für moderne Verkehrsflugzeuge etablieren soll. Die Entscheidung für die E175 begründet sich in der spezifischen Nachfrage des indischen Marktes. Mit einer Kapazität von bis zu 88 Passagieren gilt der Jet als ideales Fluggerät für regionale Strecken. Embraer prognostiziert für Indien in den kommenden zwei Jahrzehnten einen Bedarf von rund 500 Flugzeugen im Segment zwischen 80 und 146 Sitzen. Die lokale Fertigung soll nicht nur die Verfügbarkeit erhöhen, sondern auch die Kosten für indische Fluggesellschaften senken. Neben der reinen Montage planen Embraer und die Adani Group den Aufbau einer vollständigen Lieferkette sowie die Einrichtung von Wartungsbetrieben und Schulungszentren für Piloten direkt vor Ort. Die industrielle Initiative ist eng mit den politischen Zielen der indischen Regierung verknüpft. Im Rahmen des Programms „UDAN“ fördert der indische Staat massiv den Ausbau regionaler Flugverbindungen, um das wirtschaftliche Gefälle zwischen Metropolen und ländlichen Regionen zu verringern. Hierfür wurden bereits zahlreiche Flughäfen in kleineren Städten modernisiert oder neu errichtet. Die Partnerschaft mit Adani ermöglicht es Embraer, von diesen staatlichen

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Wettbewerb auf der Hochleistungsstrecke: Westbahn erweitert Angebot auf der Koralmbahn

Ab dem 1. März 2026 erfährt der österreichische Schienenpersonenverkehr eine signifikante Erweiterung durch den Markteintritt der privaten Westbahn auf der neuen Südstrecke. Zweieinhalb Monate nach der feierlichen Eröffnung der Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt bricht damit das Monopol der staatlichen Bundesbahnen auf dieser Relation. Das private Eisenbahnunternehmen wird zunächst mit drei täglichen Verbindungen zwischen Wien und Villach starten und setzt dabei auf hochmoderne Garnituren des Schweizer Herstellers Stadler Rail, die speziell für die Anforderungen der neuen Hochleistungsstrecke konzipiert wurden. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde und einer Fahrzeit von drei Stunden und 37 Minuten positioniert sich der neue Anbieter als direkter Konkurrent zum bestehenden Fernverkehrsangebot. Während derzeit noch intensive Schulungsfahrten für das Personal stattfinden, bereitet sich das Unternehmen auf einen stufenweisen Ausbau des Fahrplans vor, der bis Ende Mai in einen dichten Taktverkehr münden soll. Trotz laufender Bauarbeiten im Bereich des Semmerings und damit verbundener logistischer Anpassungen verspricht der neue Akteur eine Steigerung der Kapazitäten und eine neue Qualität im alpenquerenden Bahnverkehr. Technische Innovationen und Personalschulung im Führerstand Die Vorbereitungen für den Betriebsstart am 1. März laufen derzeit auf Hochtouren. Ein zentrales Element bilden dabei die Schulungsfahrten der insgesamt 40 Lokführerinnen und Lokführer der Westbahn. Diese müssen sich mit den Besonderheiten der Koralm-Hochleistungsstrecke vertraut machen, die technisch zu den modernsten Schienenwegen Europas zählt. Ein markanter Unterschied zum herkömmlichen Streckennetz ist der Verzicht auf klassische Lichtsignale am Streckenrand. Die Steuerung und Information der Züge erfolgt über das europäische Zugsicherungssystem ETCS Level 2. Hierbei werden alle relevanten Daten, wie

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Wizz Air sieht Hürden für weiteren Ausbau am Flughafen Ljubljana

Der Billigflieger Wizz Air verzeichnet auf seiner Ende 2023 eingeführten Verbindung zwischen Skopje und Ljubljana eine außerordentlich positive Resonanz. Im Jahr 2025 beförderte die Fluggesellschaft auf dieser Strecke insgesamt 68.060 Passagiere, was einer durchschnittlichen Sitzladequote von beachtlichen 92,9 Prozent entspricht. Trotz dieses punktuellen Erfolgs sieht das Unternehmen jedoch nur begrenzten Spielraum für eine großflächige Expansion in der slowenischen Hauptstadt. Hintergrund ist das aktuelle staatliche Subventionsmodell Sloweniens, das nach dem Zusammenbruch von Adria Airways und der Pandemie eingeführt wurde, um die Konnektivität des Landes zu stärken. Wizz Air betrachtet die Struktur dieser Anreize als nicht kompatibel mit dem eigenen Geschäftsmodell und sieht derzeit keine Basis für eine profitable Skalierung der Operationen unter den gegebenen Bedingungen. Die Geschichte von Wizz Air am Standort Ljubljana ist von Beständigkeit und Rückzug gleichermaßen geprägt. Bereits im Jahr 2006 trat der Discounter erstmals in den slowenischen Markt ein, stellte jedoch Verbindungen nach London-Luton und Charleroi nach kurzer Zeit wieder ein. Nach einer Rückkehr im Jahr 2012 hielten sich diese Strecken über ein Jahrzehnt, wurden jedoch bis 2024 sukzessive beendet. Die aktuelle Erfolgsroute nach Skopje basiert auf einem dreijährigen Fördervertrag mit der mazedonischen Regierung, der eine Fortführung der Flüge bis über das Jahr 2026 hinaus vorschreibt. Im Juni 2026 wird zudem eine neue Verbindung nach Podgorica aufgenommen, die ebenfalls durch externe Mittel – in diesem Fall durch die montenegrinische Regierung – subventioniert wird, was die Zurückhaltung gegenüber dem rein slowenischen Fördermodell unterstreicht. Das slowenische Subventionsprogramm hat bisher gemischte Resultate geliefert. Während Fluggesellschaften wie Luxair, Air Baltic und

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Luftverkehr am Boden: Massiver Wintersturm erzwingt Tausende Flugstreichungen an der US-Ostküste

Ein gewaltiges Winterwetter-System hat den Flugverkehr entlang der gesamten US-Ostküste zum Erliegen gebracht und die operative Stabilität der großen Fluggesellschaften vor eine Zerreißprobe gestellt. Bis zum Montag wurden bereits mehr als 6.000 Flüge annulliert, während sich der Sturm von Virginia bis nach Maine ausdehnte. Mit Schneehöhen von bis zu 60 Zentimetern und Windgeschwindigkeiten von über 65 Kilometern pro Stunde wurden zentrale Drehkreuze wie New York, Philadelphia und Boston faktisch lahmgelegt. Die National Weather Service gab Blizzard-Warnungen für dicht besiedelte Regionen aus, was die Fluggesellschaften zu massiven präventiven Maßnahmen zwang. Während die Carrier versuchen, durch großzügige Umbuchungsregeln und Reiseverzichtserklärungen das Chaos in den Terminals zu begrenzen, steht die Branche unter genauer Beobachtung. Nach den kostspieligen Erfahrungen mit vergangenen Winterstürmen in der laufenden Saison kämpfen Unternehmen wie Delta, United und American Airlines nicht nur gegen die Schneemassen, sondern auch um die Aufrechterhaltung ihrer logistischen Ketten und die wirtschaftliche Schadensbegrenzung in einem der wichtigsten Luftverkehrskorridore der Welt. Meteorologische Ausnahmesituation und regionale Schwerpunkte Die aktuelle Wetterlage zeichnet sich durch eine gefährliche Kombination aus extremen Niederschlagsmengen und heftigen Böen aus, die die Sichtweite auf den Rollfeldern auf nahezu Null reduzierten. Besonders betroffen ist der Großraum New York. An den Flughäfen John F. Kennedy International und LaGuardia wurden bereits am Sonntag etwa zwei Drittel aller geplanten Verbindungen gestrichen. Die Situation verschärfte sich zum Wochenbeginn weiter, wobei Schätzungen davon ausgehen, dass an den drei großen Flughäfen der Region sowie in Philadelphia und Boston über 70 Prozent der Montagsabflüge am Boden bleiben. Die technischen Herausforderungen für den Flughafenbetrieb

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Antonov Airlines baut dauerhaften Stützpunkt am Flughafen Leipzig/Halle aus

Die ukrainische Antonov Airlines festigt ihre Präsenz am Flughafen Leipzig/Halle und überführt ihre seit Anfang 2022 bestehende provisorische Basis in eine dauerhafte Infrastruktur. Auf einem 24.000 Quadratmeter großen Areal im nördlichen Bereich des zweitgrößten deutschen Frachtflughafens haben die Erdarbeiten für einen modernen Wartungshangar bereits begonnen. Der Hochbau soll spätestens im April 2026 starten, wobei die Fertigstellung des Gesamtprojekts für das Jahr 2027 geplant ist. Grundlage für die Bauarbeiten ist ein Erbbauvertrag, den der Flughafenbetreiber mit der Antonov Logistics Salis GmbH (ALS) geschlossen hat. Damit reagiert das Unternehmen auf die Notwendigkeit, seine Flotte von derzeit sechs Großfrachtflugzeugen des Typs An-124 dauerhaft außerhalb der Ukraine zu warten und operativ zu steuern. Der Flughafen Leipzig/Halle dient Antonov Airlines bereits seit Ausbruch des russischen Angriffskrieges als strategisches Flottenexil. In den Stunden unmittelbar vor der Invasion im Februar 2022 gelang es der Werksfluggesellschaft, einen Großteil ihrer Maschinen aus Kiew auszufliegen und so vor der Zerstörung zu bewahren. Ein bemerkenswerter operativer Erfolg war die Überführung einer sechsten An-124 im Juli 2025, die vom Werksflughafen Kiew-Swjatoschyn nach Sachsen verlegt wurde. Die Wahl des Standorts Leipzig war dabei kein Zufall: Bereits seit 2006 unterhält Antonov am sächsischen Drehkreuz eine Wartungsbasis, die im Rahmen des SALIS-Programms (Strategic Airlift International Solution) der NATO eine zentrale Rolle beim Transport von Schwerlasten und militärischem Gerät spielt. Während Antonov Airlines massiv in die Zukunft des Standorts investiert, bleibt das Schicksal anderer Großfrachtflugzeuge am Platz ungeklärt. Auf dem Flughafengelände stehen derzeit drei weitere Maschinen des Typs An-124, die dem russischen Anbieter Volga-Dnepr gehören. Diese

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