
Airbus schickt modifizierten Prototypen auf Langzeittest nach Australien
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat das Testprogramm für das neue Langstreckenmodell A350-1000ULR gestartet. Ein Prototyp mit der Seriennummer MSN707 soll im Rahmen einer zweimonatigen Zulassungskampagne ein umfangreiches Flugprogramm absolvieren, um die technischen Voraussetzungen für Nonstop-Flüge zwischen Australien, Europa und Nordamerika nachzuweisen. Ein zentraler Bestandteil dieser Erprobungsphase ist ein geplanter Nonstop-Flug von der Airbus-Zentrale im französischen Toulouse nach Australien, der die Belastungsgrenzen des Flugzeugs und seiner Systeme über eine Flugdauer von rund zweiundzwanzig Stunden aufzeigen soll. Das anspruchsvolle Vorhaben gilt in der Fachwelt als wichtiger Schritt zur Realisierung von Direktverbindungen über sehr weite Distanzen, wirft jedoch gleichzeitig Fragen zur Wirtschaftlichkeit und den körperlichen Belastungen für Passagiere und Besatzungsmitglieder auf. Technische Anpassungen für extreme Reichweiten Die Baureihe A350-1000ULR basiert auf dem bereits etablierten Großraumflugzeug A350-1000, wurde jedoch für die Anforderungen extrem langer Flugstrecken umfassend überarbeitet. Die signifikanteste technische Modifikation betrifft das Kraftstoffsystem des Flugzeugs. Airbus integrierte einen zusätzlichen Treibstofftank im Rumpf, der sich direkt hinter dem mittleren Flügelkasten befindet. Dieser sogenannte hintere Mitteltank verfügt über ein Fassungsvermögen von zwanzigtausend Litern. Durch diese bauliche Veränderung erhöht sich das maximale Kraftstoffvolumen der Maschine auf insgesamt einhundertfünfundachtzigtausendundsechsundsiebzig Liter Kerosin. Dies entspricht einer Steigerung der Treibstoffkapazität von rund zwölf Prozent im Vergleich zur Standardausführung der A350-1000. Mit dieser zusätzlichen Treibstoffmenge soll das Flugzeug in der Lage sein, Distanzen von bis zu achtzehntausendfünfhundert Kilometern ohne Zwischenlandung zurückzulegen. Das maximale Abfluggewicht der Maschine wurde ebenfalls angehoben, um das zusätzliche Gewicht des Kraftstoffs beim Start auszugleichen. Gleichzeitig setzten die Ingenieure auf punktuelle Gewichtsreduzierungen bei anderen Systemen des Flugzeugs, um






