
Vollständige Übernahme der Cateringgesellschaft Aeromar durch Aeroflot
Die staatliche russische Fluggesellschaft Aeroflot hat die verbliebenen Anteile an der Cateringgesellschaft Aeromar vollständig übernommen und hält nun 100 Prozent des Unternehmens. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, veräußerte die deutsche Lufthansa Group ihren bisherigen Minderheitsanteil von 49 Prozent, den sie zuletzt über ihre Tochtergesellschaft Truffle 2 GmbH gehalten hatte. Die Transaktion wurde am 1. September 2026 vollzogen. Über die finanziellen Rahmenbedingungen und die Höhe des Kaufpreises vereinbarten die beteiligten Parteien Stillschweigen. Mit diesem Schritt zieht sich die deutsche Fluggesellschaft endgültig aus dem operativen Verpflegungsgeschäft am Standort Russland zurück, das im Zuge geopolitischer Spannungen und internationaler Sanktionen seit längerer Zeit unter öffentlicher Beobachtung gestanden hatte. Hintergründe und Entwicklung der Eigentümerstruktur bei Aeromar Die Cateringgesellschaft Aeromar zählt zu den größten Anbietern von Bordverpflegungsveranstaltungen und Kabinendiensten auf russischen Flughäfen. Aeroflot hielt bereits vor der Übernahme die Mehrheit von 51 Prozent der Geschäftsanteile und sicherte sich durch den Erwerb der verbleibenden 49 Prozent die uneingeschränkte Kontrolle über die operativen Abläufe und die Logistiknetzwerke des Dienstleisters. Die Entscheidung der Lufthansa Group zur Veräußerung ihrer Beteiligung geht auf Ankündigungen aus dem September 2022 zurück. Vorausgegangen war deutliche Kritik an der fortbestehenden wirtschaftlichen Präsenz des Konzerns auf dem russischen Markt. Unter anderem hatte der damalige ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba öffentlich argumentiert, dass westliche Unternehmensbeteiligungen in der Russischen Föderation indirekt zur Aufrechterhaltung der dortigen Infrastruktur beitragen würden. Die Leitung der Lufthansa Group betonte im Rahmen der damaligen Debatte stets, dass das Halten der reinen Minderheitsbeteiligung zu keinem Zeitpunkt gegen die von der Europäischen Union verhängten Wirtschaftssanktionen verstoßen habe. Gleichwohl








