September 18, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

September 18, 2026

Condor und American Airlines schließen Interline-Abkommen

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor und die US-amerikanische Fluggesellschaft American Airlines haben ein Interline-Abkommen zur Verknüpfung ihrer Streckennetze vereinbart. Durch die Kooperation erhalten Passagiere von Condor Zugang zu Umsteigeverbindungen innerhalb der USA und Kanadas über die nordamerikanischen Zielflughäfen Boston, New York (JFK), Chicago O’Hare und Los Angeles. Im Gegenzug nutzen Kunden von American Airlines das Streckennetz von Condor über die Drehkreuze Frankfurt am Main und München für Weiterflüge nach Europa und zu weiteren internationalen Zielen. Die Vereinbarung beinhaltet die Abwicklung von Multilegs auf einem durchgehenden Flugschein sowie das Durchchecken von Reisegepäck bis zum Zielort. Für Condor gewinnt die Partnerschaft insbesondere im Hinblick auf den Sommerflugplan 2027 an Bedeutung, in dem die Fluggesellschaft die Direktverbindung von Frankfurt nach Chicago wiederaufnehmen wird. Der Flughafen Chicago O’Hare dient American Airlines als eines der zentralen Drehkreuze für die Verteilung von Passagierströmen im nordamerikanischen Binnenmarkt. Neben der seit mehr als zehn Jahren bestehenden Partnerschaft mit Alaska Airlines und der kürzlich getroffenen Vereinbarung mit Qantas baut Condor mit dem neuen Interline-Abkommen ihre Netzabdeckung außerhalb Europas weiter aus. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass solche Vereinbarungen für unabhängige Fluggesellschaften ohne Zugehörigkeit zu den großen globalen Luftfahrtallianzen wie Star Alliance oder SkyTeam essenziell sind, um konkurrenzfähige Zubringer- und Weiterflugverbindungen im internationalen Passagierverkehr anzubieten. Branchenbeobachter merken jedoch an, dass ein reines Interline-Abkommen im Vergleich zu tiefgreifenderen Codeshare-Vereinbarungen oder transatlantischen Joint Ventures geringere Synergien bei der gemeinsamen Preisgestaltung und Flugplanabstimmung bietet. Die Wirksamkeit der Partnerschaft wird sich daran messen lassen, wie reibungslos die Gepäck- und Passagierabwicklung an den stark ausgelasteten US-Drehkreuzen verläuft

weiterlesen »

Gezielter Versuch der Umgehung von Sicherheitskontrollen an US-Flughäfen durch Flugpassagiere

An einem Sicherheitskontrollpunkt des Dane County Regional Airport in Madison im US-Bundesstaat Wisconsin haben Beamte der Transportsicherheitsbehörde Transportation Security Administration einen Vorfall registriert, der Fragen zur Durchsetzung von Sicherheitsbestimmungen und zum Verhalten von Fluggästen aufwirft. Eine Passagierin versuchte, ein Messer im Handgepäck an den Kontrollgeräten vorbeizuschleusen. Während unbeabsichtigt mitgeführte verbotene Gegenstände an US-Flughäfen regelmäßig vorkommen, zeichnet sich dieser Fall durch eine vorsätzliche Verbergung und die anschließende Begründung der Betroffenen aus. Die Reisende gab gegenüber den Sicherheitskräften an, die Klinge bewusst mit Klebeband im Innenfutter der Tasche fixiert zu haben, um die Kosten für ein aufzugebendes Gepäckstück in Höhe von 100 US-Dollar zu sparen. Der Vorgang zeigt das Spannungsverhältnis zwischen steigenden Zusatzgebühren der Fluggesellschaften und der Einhaltung von Sicherheitsstandards im zivilen Luftverkehr auf. Ablauf der Sicherheitskontrolle und Feststellung des Gegenstandes Die Aufdeckung des Vorfalls erfolgte während der Routineüberprüfung des Handgepäcks an den X-Ray-Scannern des Flughafens. Die Sicherheitsbeamtin Callie Meis, die seit mehr als zwei Jahrzehnten bei der Transportsicherheitsbehörde tätig ist, bemerkte auf dem Bildschirmsignal eine Struktur im unteren Bereich einer Tasche, die auf ein Messer hindeutete. Daraufhin wurde eine manuelle Überprüfung des Gepäckstücks eingeleitet. Bei der physischen Durchsuchung stellte der Sicherheitsbeamte Jim Kohn fest, dass die Klinge im Innenbereich des Gepäckstücks angebracht war. Die Konstruktion war so angelegt, dass der Gegenstand bei einer oberflächlichen Durchsicht nicht sofort auffallen sollte. Auf Nachfrage der Beamten bestätigte die Flugpassagierin, dass sie die Klinge vor den Kontrollen verbergen wollte. Als Grund gab sie einen anstehenden Campingurlaub an, für den sie das Werkzeug benötige. Hintergründe der

weiterlesen »

Lufthansa City Center führt neue Buchungsplattform LCC Nexus ein

Die Reisebüro-Organisation Lufthansa City Center (LCC) hat eine neue webbasierte Buchungsplattform für kleine und mittelständische Firmenkunden unter dem Namen LCC Nexus gestartet. Das System ergänzt die bestehende Lösung Bridge und ermöglicht die Buchung von Flugtickets, Hotelübernachtungen, Bahnreisen und Flughafentransfers über eine einheitliche Benutzeroberfläche. Im Flugbereich bündelt die Anwendung Inhalte aus etablierten Globalen Distributionssystemen (GDS) sowie direkte Schnittstellen nach dem New Distribution Capability Standard (NDC). Eine mobile Anwendung für Smartphones unterstützt die Nutzung unterwegs. Die Plattform wurde so konzipiert, dass Mitarbeiter der LCC-Partnerbüros Buchungsvorgänge gemeinsam mit den Kunden auf einer synchronisierten Arbeitsoberfläche bearbeiten können. Damit soll die digitale Selbsteingabe der Reisenden mit der Unterstützung durch ein Reisebüro verknüpft werden. Über Schnittstellen ist LCC Nexus an Drittsysteme angebunden, darunter die Profilverwaltung Umbrella Faces beziehungsweise Umbrella Profiles zur Synchronisation von Passagierdaten sowie das Midoffice-System Midoco. Zudem lassen sich die erfassten Buchungsdaten zur weiteren Bearbeitung an interne Finanz- und Reisekostenabrechnungssysteme der Unternehmen übertragen. Die Erprobung der Plattform läuft seit Juni 2026 bei zwölf ausgewählten LCC-Partnerbüros und ersten Unternehmenskunden, deren Rückmeldungen in die fortlaufende Softwareentwicklung einfließen sollen. Mit dem Angebot unter eigener Marke strebt die Franchise-Kette eine stärkere Unabhängigkeit von externen Systemanbietern an und versucht, ihre Marktposition im Segment des mittelständischen Geschäftsreise-Managements zu behaupten. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass der Markt für Geschäftsreise-Tools durch einen hohen Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck gekennzeichnet ist. Etablierte Technologieanbieter und spezialisierte Softwarehäuser konkurrieren intensiv um mittelständische Unternehmenskunden. Für LCC stellt die Einführung der Eigenentwicklung ein operatives Risiko dar, da die dauerhafte Akzeptanz des Systems maßgeblich von einer reibungslosen Schnittstellenintegration, hohen Systemgeschwindigkeiten und

weiterlesen »

Forderung der Flugbranche nach Entlastungen bei Standort- und Treibstoffkosten

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft fordert angesichts stark gestiegener Kerosinpreise und hoher staatlicher Abgaben Entlastungsmaßnahmen für die Luftfahrtbranche. Nach Angaben des Verbandes haben sich die Kosten für Flugkraftstoff im Zuge geopolitischer Konflikte im Nahen Osten mehr als verdoppelt, was insbesondere kleinere und mittlere Fluggesellschaften unter finanziellen Druck setzt. Branchenvertreter warnen vor einer Verschlechterung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit europäischer Fluggesellschaften und fordern von der Bundesregierung sowie den europäischen Institutionen Anpassungen bei den staatlich vorgegebenen Standortkosten sowie eine Aussetzung regulatorischer Abgaben im Rahmen des europäischen Emissionshandels. Preisentwicklung bei Kerosin und finanzielle Auswirkungen auf Fluggesellschaften Die Kosten für Luftfahrttreibstoff stellen einen der größten Einzelposten in den Bilanzen von Fluggesellschaften dar. Infolge der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und der damit verbundenen Unsicherheiten auf den weltweiten Rohölmärkten hat sich der Preis für Kerosin innerhalb kurzer Zeit vervielfacht. Während große Luftfahrtkonzerne Treibstoffpreise teilweise über langfristige Absicherungsgeschäfte abfedern können, treffen kurzfristige Preissprünge Anbieter mit geringerer Kapitaldecke unmittelbar. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Joachim Lang, wies darauf hin, dass die Gesamte Verkehrswirtschaft unter den hohen Energiepreisen leide. Wenn die Politik Maßnahmen zur Dämpfung der Treibstoffpreise für den Straßenverkehr berate, dürfe der Luftverkehr nicht vernachlässigt werden. Die Belastung führe bei einzelnen Fluggesellschaften bereits zu operativen Einschränkungen und finanziellen Sanierungsverfahren, wie das jüngste Schutzschirmverfahren der lettischen Airline Air Baltic verdeutlicht. Diskussion über staatliche Standortkosten und Regulierungen Neben den reinen Treibstoffkosten stehen die staatlich induzierten Standortkosten in Deutschland und Europa im Mittelpunkt der Branchenkritik. Hierzu zählen Luftverkehrsabgaben, Flugsicherungsgebühren und Entgelte für Sicherheitskontrollen an den Flughäfen. Die deutschen Fluggesellschaften sehen

weiterlesen »

Dertour verzeichnet Anstieg bei Last-Minute-Buchungen

Der deutsche Reiseveranstalter Dertour verzeichnete in der Sommersaison 2026 eine Verschiebung der Buchungsmuster hin zu kurzfristigeren Reiseentscheidungen. Wie die Auswertung der Buchungsdaten der Marken Dertour, ITS, Meiers Weltreisen und Travelix für den Zeitraum von Juni bis Ende September zeigt, stieg der Last-Minute-Anteil um 2,5 Prozentpunkte auf 28,5 Prozent. Trotz dieses Anstiegs blieben Frühbuchungen mit einem Anteil von 39 Prozent das stärkste Segment. Nach einer von hohen Buchungszahlen geprägten Frühbucherphase zu Jahresbeginn führte die geopolitische Unsicherheit in den Folgemonaten zu spürbarer Zurückhaltung, bevor ab Juni eine Welle an Spontanbuchungen einsetzte. Insgesamt lag das Buchungsaufkommen jedoch unter dem Niveau des Vorjahres. Bei der Zielgebietsverteilung im Kurz- und Mittelstreckenbereich behauptete die Türkei die Spitzenposition vor Spanien und Griechenland. Während Ägypten leichte Zugewinne verbuchen konnte, verzeichneten Spanien und Deutschland rückläufige Zahlen. Im Fernstreckenbereich blieben die Destinationen im Indischen Ozean, gefolgt von Nordamerika und Thailand, am stärksten nachgefragt. Die Vereinigten Arabischen Emirate fielen infolge der regionalen Krisen von Platz vier auf Rang sieben zurück. Hingegen verzeichneten Destinationen wie das Südliche Afrika, Australien, Vietnam und Japan überdurchschnittliche Zuwächse, was Branchenkenner auf eine steigende Nachfrage nach Rund- und Erlebnisreisen zurückführen. Trotz hoher Sommertemperaturen in Südeuropa blieb die Nachfrage nach kühleren Zielgebieten, der sogenannte Coolcation-Trend, überschaubar. Nordeuropäische Ziele verzeichneten zwar teilweise höheres Wachstum als der Gesamtmarkt, der klassische Badeurlaub im Mittelmeerraum blieb jedoch die dominierende Reiseform. Das Buchungsverhalten hinsichtlich Verpflegung und Unterbringung erwies sich als konstant: 57 Prozent der Kunden entschieden sich für All-inclusive-Angebote, während jede dritte Buchung auf das Fünf-Sterne-Segment entfiel. Der Markt für Luxusreisen entwickelte sich

weiterlesen »

Marktkonzentration im digitalen Hotelvertrieb und die wirtschaftlichen Folgen für die europäische Hotellerie

Die Positionierung kleiner und mittelständischer Beherbergungsbetriebe im europäischen Markt für Hotelbuchungen ist Gegenstand einer anhaltenden wirtschaftspolitischen Debatte. Die Veröffentlichung der Studienergebnisse der European Hotel Distribution Study 2026, herausgegeben vom europäischen Dachverband der Hotels, Restaurants und Cafés Hotrec in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westschweiz Valais-Wallis, zeigt deutliche Verschiebungen bei den Buchungskanälen. Der Bericht, für den Daten von 2.713 Hotelbetrieben aus 28 europäischen Ländern aus dem Referenzjahr 2025 ausgewertet wurden, dokumentiert eine anhaltend hohe Marktkonzentration bei den führenden Online-Buchungsplattformen. Trotz einer vergleichsweise hohen Direktbuchungsquote in einzelnen Ländern wie Österreich sehen sich viele Betreiber durch Plattformpraktiken, ungenehmigte Preisunterbietungen und hohe Stornierungsraten in ihrer unternehmerischen Gestaltungsfreiheit eingeschränkt. Dominanz internationaler Buchungsplattformen im europäischen Vergleich Die Ergebnisse der Hotrec-Untersuchung belegen die dominante Rolle von Online-Reisebüros, sogenannten Online Travel Agencies, im europäischen Beherbergungsgewerbe. Zwar sichern Direktbuchungen über die hoteleigenen Internetseiten, per E-Mail oder Telefon nach wie vor einen bedeutenden Teil des Geschäftsvolumens ab, der Anteil der Vermittlung über Drittplattformen verzeichnet jedoch seit dem Jahr 2013 einen Zuwachs von mehr als zehn Prozentpunkten. Mehr als jede vierte Buchung in Europa wird mittlerweile über ein Online-Portal abgewickelt. Innerhalb des Segments der Online-Vermittler konzentriert sich der Markt auf wenige globale Konzerne. Europaweit entfallen 85,4 Prozent aller Plattformbuchungen auf die beiden Marktführer Booking Holdings und Expedia Group. In Österreich fällt dieser Wert noch höher aus. Dort werden 88,5 Prozent der über Buchungsplattformen generierten Übernachtungen über diese zwei Anbieter abgewickelt. Branchenvertreter wie Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, weisen darauf hin, dass diese ausgeprägte Konzentration die Verhandlungsposition der

weiterlesen »

Konsumverhalten zur Kaiser Wiesn: Nachfragewandel im Vorfeld des Wiener Volksfestes

Vor dem Auftakt der Kaiser Wiesn am 24. September im Wiener Prater zeigt sich eine deutliche Veränderung im Kaufverhalten der Konsumenten. Eine Analyse der Kundendaten des Online-Lebensmittelhändlers Gurkerl für die Saison 2025 verdeutlicht, dass die Nachfrage nach typischen Gastronomieprodukten und Spezialitäten bereits zwei Wochen vor dem Beginn des Festes stark ansteigt. Während das Gesamtvolumen beim Bierverkauf im besagten Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr stagnierte beziehungsweise leicht rückläufig war, verzeichneten spezielle Festbiere einen Zuwachs von 40 Prozent. Auf 1.000 Bestellungen entfielen rund 67 Liter Saisonbier, was etwa jedem neunten verkauften Liter Bier entsprach. Neben dem Brauereisektor verzeichneten auch ausgewählte Lebensmittel- und Feinkostkategorien deutliche Nachfragesteigerungen im Vorfeld der Veranstaltung. Der Absatz von süßem Senf stieg im Vergleich zu einem durchschnittlichen Sommerzeitraum um 520 Prozent, gefolgt von Weißwürsten mit einem Plus von 230 Prozent und Laugengebäck mit 140 Prozent. Ebenfalls erhöhte Nachfragewerte erzielten Leberkäse, Sauerkraut sowie Käsespezialitäten. In den Warenkörben mit Wiesn-Bezug zeigten sich zudem erhöhte Absatzzahlen bei Wein und alkoholfreien Erfrischungsgetränken. Bei den präferierten Biermarken führten bayerische Importbiere sowie Erzeugnisse der regionalen Brauereien Wieselburger und Ottakringer die Verkaufsstatistiken an. Die Auswertung zeigt zudem eine Abweichung vom allgemeinen Markttrend bei alkoholfreien Alternativen. Während alkoholfreies Bier im Jahresverlauf auf dem österreichischen Markt kontinuierlich Marktanteile gewinnt, sinkt dessen Anteil am Gesamtabsatz während der Oktoberfestzeit regelmäßig unter die Werte der Sommermonate. Für die Bewirtung im privaten Rahmen berechnet der Online-Handel für ein Standardmenü bestehend aus Bier, Wurstwaren, Gebäck und Beilagen für vier Personen Materialkosten von rund 52 Euro. Dies entspricht pro Kopf einem Betrag von etwa

weiterlesen »