In den Niederlanden wurde die Maskenpflicht fast überall abgeschafft. Das hat zur Folge, dass die Fluggesellschaften Corendon, Tuifly Netherlands, Transavia und KLM ebenfalls keinen Mund-Nasen-Schutz mehr vorschreiben.
Damit ordnet man sich in eine ganze Reihe von Airlines ein, die die Masken haben fallen lassen. Beispielsweise ist dies bei British Airways, Virgin, Tui UK, Jet2 und Ryanair ab dem Vereinigten Königreich nicht mehr vorgeschrieben. Innerhalb Skandinaviens wird schon längere Zeit darauf verzichtet.
In Deutschland und Österreich will man vorläufig an der Maskenpflicht in Verkehrsflugzeugen festhalten. Allerdings glänzt das österreichische Gesundheitsministerium neuerlich mit Anti-Kommunikation, denn man konnte die Frage warum in Reisebussen keine FFP2-Pflicht besteht, jedoch beispielsweise auf Charterflügen sehr wohl, nicht beantworten. Ryanair-Chef Michael O’Leary erklärte im Gespräch mit Aviation.Direct, dass er damit rechnet, dass bis Ende April 2022 die Maskenpflicht in Flugzeugen europaweit fallen wird.
Gerade auf Langstreckenflügen könnte es für Carrier aus Staaten wie Deutschland und Österreich als Wettbewerbsnachteil erweisen, wenn der Mitbewerb, beispielsweise in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich, den bei vielen Passagieren unbeliebten Mund-Nasen-Schutz oder gar FFP2-Masken nicht mehr vorschreiben muss. Es ist daher davon auszugehen, dass die Branche nach und nach Druck auf die Regierungen ausüben wird, zumal es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass Masken in Verkehrsflugzeugen einen signifikanten Vorteil bieten. Zumindest ist es nicht schlüssig, dass Österreich in Flugzeugkabinen FFP2-Masken vorschreibt, jedoch in Reisebussen, deren Luftumwälzanlagen wesentlich leistungsärmer sind, aber nicht.