Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Slowenien: Brüssel will keinen Staatscarrier mit Corona-Hilfen

Bereits vor der Corona-Pandemie war die Konnektivität Sloweniens bedingt durch die Pleite der privaten Fluggesellschaft Adria Airways stark reduziert. Die Regierung plante rasch eine neue staatliche Airline an den Start zu bringen und hoffte auf eine Beteiligung der Lufthansa. Von dieser gab es einen Korb. Die EU-Kommission erteilte der slowenischen Regierung nun ebenfalls eine Art “Korb”. Die europäischen Wettbewerbshüter haben Bedenken darüber geäußert, dass die für den Aufbau einer neuen slowenischen Airline vorgesehenen 76 MIllionen Euro aus einem Coronahilfen-Topf rechtskonform sind. Man stehe im Dialog mit der Regierung des Landes, um diese von einer anderen Lösung überzeugen zu können.  Grünes Licht hingegen erteilte Brüssel für Coronahilfen für den von Fraport betriebenen Flughafen Ljubljana. Hier werden fünf Millionen Euro überwiesen. Diese sind eine Entschädigung für den Einnahmenverlust im Zeitraum von 17. März bis 30. Juni 2020. Die Summe könnte möglicherweise nachträglich bei Ausdehnung des Schadenzeitraums erhöht werden, jedoch muss dies dann gesondert von der EU-Kommission geprüft werden. Hinsichtlich des geplanten Staatscarriers hängt in Slowenien noch viel in der Luft. Das Finanzierungsmodell über den Corona-Aufbau- und Hilfsfonds scheint Brüssel jedenfalls nicht zu passen. Es bleibt also abzuwarten welche Schritte die Verantwortlichen in Ljubljana nun setzen werden.

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Swiss verteidigt Kündigung von Gesamtarbeitsvertrag

In den Augen von Swiss-COO Thomas Frick ist die Aufkündigung des Piloten-Gesamtarbeitsvertrags ein normaler Vorgang in der Sozialpartnerschaft. Er verweist gegenüber der “Sonntagszeitung” auch darauf, dass es für diesen Schritt viel Zuspruch von Seiten der Belegschaft geben soll. Frick räumt aber auch ein, dass es auch “viel Kritik” gibt, die “sicher teils auch gerechtfertigt ist”. Die interne Kommunikation müsse man weiter verbessern, die wohl suboptimal gelaufen ist. Besonders wolle man jetzt auf die Flugzeugführer zugehen, denn diese fühlten sich von der Maßnahme der Swiss-Geschäftsleitung regelrecht überrumpelt. Die Gewerkschaft Aeropers kritisiert die Kündigung des Swiss-Gesamtarbeitsvertrags für Piloten. Aufgrund der Kündigungsfrist endet dieser erst im März 2022. Die Fronten zwischen Arbeitgeber- und -nehmerseite sind nun noch stärker verhärtet. Die Verhandlungen galten bereits zuvor aus festgefahren, wobei sich beide Seiten gegenseitig Vorwürfe machen.

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Österreich: Fünf „Wohnzimmertests“ pro Monat gratis

Ab 1. März 2021 sollen die Einwohner Österreichs pro Monat für Antigen-Selbsttests kostenfrei erhalten. Diese sollen der eigenständigen Überwachung des Infektionsstatus dienen. Für den Gang zum Friseur werden diese auch weiterhin nicht anerkannt sein – der Weg in die Apotheke, zum Arzt oder zu einer Teststation entfällt daher nicht. Die so genannten “Wohnzimmertests” werden seit längerer Zeit von Oppositionsführerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) gefordert. Die Regierung hat dies nun aufgegriffen und will jedem Einwohner Österreichs monatlich fünf Testkits zur Verfügung stellen. Diese sollen die bestehenden Testangebote ergänzen, jedoch nicht ersetzen. Die Selbsttestungen sollen auch nur der persönlichen Information dienen, denn beispielsweise für die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistern wie Friseuren oder Kosmetikern muss man sich auch weiterhin beim Arzt, in einer Apotheke, in einer Teststraße der Städte und Länder oder neu auch in einem von knapp über 700 Betrieben, die Antigen-Tests anbieten, untersuchen lassen und den Befund dann vorweisen. „SB-Tests“ sind für die Einreise wertlos Die kostenlosen “Do it yourself”-Kits werden ab 1. März 2021 zur Selbstabholung in den Apotheken bereitgehalten. Wie es genau funktionieren wird und wie die Regierung “Mehrfachabholungen” bei unterschiedlichen Pharmazeuten unterbinden will, ist noch unklar. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist jedenfalls davon überzeugt, dass die “Wohnzimmertests” erfolgreich sein werden und meint: “So wird es einfach möglich auch zu Hause auf Nummer sicher zu gehen”. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hält das Konzept gar für einen “wichtigen Wellenbrecher”. Es ist allerdings auch darauf aufmerksam zu machen, dass die selbst zu Hause durchgeführten Antigen-Schnelltests von keinem einzigen Land der Welt bei

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Valentín Lago wird neuer Air-Europa-Chef

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa bekommt mit Valentín Lago einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der Manager war in der Vergangenheit in Führungspositionen unter anderem bei Air Nostrum, Iberia Express und Vueling tätig. Eigentümer Globalia und der staatliche Fonds Sepi, über den die Regierung den Carrier aufgrund der Coronakrise unterstützt, einigten sich nach mehrwöchigen Verhandlungen auf Lago. Die Bestellung ist auch ein Vorzeichen auf die bevorstehende Übernahme durch die International Airlines Group, denn der Manager gilt als langjähriger Weggefährte von IAG-Chef Luis Gallego, so dass laut spanischen Medien grundsätzliches Vertrauen besteht und nicht mit einer Abberufung nach dem Verkauf zu rechnen ist. Derzeit nimmt Globalia-Gründer Juan José Hidalgo die Funktion des Air-Europa-CEOs selbst wahr. Im Zuge der Staatshilfe hat der Fonds Sepi ein Mitspracherecht und kann zwei Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden. Über die Position des Vorstandsvorsitzenden gab es eine längere Unstimmigkeit, denn Globalia stemmte sich gegen ehemalige Iberia-Manager, die von Sepi vorgeschlagen wurden. Nach der Übernahme von Air Europa durch die International Airlines Group ist eine Eingliederung in Iberia vorgesehen. Die Zustimmung der EU-Kommission steht noch aus. Globalia und die IAG rechnen damit, dass der Deal – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe – im zweiten Halbjahr 2021 freigegeben wird. Der Kaufpreis ist erst in rund sechs Jahren fällig, näheres dazu in diesem Artikel.

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Embraer lieferte im Vorjahr 130 Flugzeuge aus

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer konnte im Vorjahr insgesamt 130 Flugzeuge an Kunden ausliefern. Im Jahr 2019 konnte der Konzern noch 198 Maschinen übergeben. Das bedeutet, dass Embraer 35 Prozent weniger ausgeliefert hat. Der Großteil der übergebenen Flugzeuge entfällt mit 86 Einheiten auf Businessjets. Im kommerziellen Passagierbereich wurden 44 Maschinen an Kunden ausgeliefert. Per 31. Dezember 2020 hatte Embraer Festbestellungen für 130 Verkehrsflugzeuge in der Pipeline. Der Auftragswert lag bei 14,4 Milliarden U.S.-Dollar. Im Vorjahr platzte die angestrebte Zusammenarbeit mit dem U.S.-amerikanischen Mitbewerber Boeing. Dieser sollte für einen hohen Preis die Mehrheit am zivilen Programm übernehmen. Die militärischen Produkte wären bei den Brasilianern verblieben. Boeing steig aus dem Projekt aus. Anzunehmen ist, dass die U.S.-Amerikaner aufgrund der hohen Kosten, die im Zusammenhang mit der 737-Max entstanden sind, aber auch wegen der Coronakrise, einen Rückzieher gemacht haben. Embraer befindet sich auf der Suche nach einem neuen Partner, macht jedoch derweil stand-alone weiter.

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Leasinggeber Avolon tief in den roten Zahlen

Der irische Leasinggeber Avolon schrieb im Jahr 2020 einen Verlust in der Höhe von 37 Millionen U.S.-Dollar. Nur ein Jahr zuvor konnte man noch einen Gewinn in der Höhe von 225 Millionen U.S.-Dollar ausweisen. Das Unternehmen verfügt über eine aus 850 Maschinen bestehende Flotte, die an 142 Fluggesellschaften in 61 Ländern verleast ist. Aufgrund der Corona-Krise waren zahlreiche Flugzeuge nicht im Einsatz. Auch kam man vielen Kunden finanziell entgegen, was sich letztlich negativ auf das Betriebsergebnis von Avolon ausgewirkt hat. „2020 war weltweit ein äußerst herausforderndes Jahr für die Luftfahrtindustrie. Als sich die Pandemie entwickelte, waren die Regierungen gezwungen, Reiseverbote zu verhängen, was zu geerdeten Flotten führte, die schwerwiegende und unmittelbare Auswirkungen auf die Fluggesellschaften der Welt hatten. Wir haben eng mit unseren Kunden zusammengearbeitet, um Unterstützung zu bieten und gleichzeitig unsere eigene Kapitalposition umsichtig zu verwalten“, so Avolon-Chef Domhnal Slattery. Der Leasinggeber konnte im Vorjahr 57 neue Maschinen an insgesamt 26 Airlines ausliefern. Weiters erwarb man im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Deals 44 Flugzeuge. Veräußern konnte man 29 Maschinen. Weiters konnte Kaufverträge für 28 weitere Flugzeuge ausverhandeln sowie mit Kunden Leasingkontrakte für 141 Fluggeräte. Über das Jahr 2020 hinweg waren 98 Prozent der Flotte verleast.

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Singapore führt erste „geimpfte“ Flüge durch

Die Fluggesellschaften Singapore Airlines, Silk Air und Scoot führten am Donnerstag die ersten Flüge mit Besatzungen, die gegen Covid-19 geimpft sind durch. Die Regierung von Singapur hat dem Luftfahrtsektor bei der Impfung des Landes Priorität eingeräumt. Die ersten Flüge mit ausnahmslos geimpften Besatzungsmitgliedern an Bord sind der SIA-Flug SQ956, der am 11. Februar 2021 um 09:30 Uhr Lokalzeit von Singapur nach Jakarta, Indonesien, abgeflogen ist, Flug TR606 von Scoot, der um 09:30 Uhr Ortszeit nach Bangkok, Thailand, gestartet ist sowie Flug MI608 von SilkAir, der um 16:30 Uhr Lokalzeit nach Phnom Penh, Kambodscha, abfliegen wird. Laut einer Medienerklärung sollen sich mehr als 90 Prozent des Kabinenpersonals und der Piloten für das Impfprogramm angemeldet haben. Dazu Konzernchef Goh Choon Phong: „Wir sind durch die hohe Akzeptanz des Impfstoffs bei unseren Kollegen sehr ermutigt. Impfungen sind der Schlüssel zur Wiederöffnung der Grenzen und zur Stärkung des Reisevertrauens, zusammen mit robusten Testsystemen und den weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen, die am Boden und in der Luft durchgeführt werden. Sie bieten mehr Schutz für unsere Mitarbeiter und geben unseren Kunden eine zusätzliche Sicherheit“.

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Europaparlament beschließt neue Slot-Regeln

Das Europaparlament stimmte am Donnerstag für eine Regelung, dass die Airlines im Unionsgebiet im Sommerflugplan 2021 auch dann ihre Slots behalten sollen, wenn sie diese nicht ständig nutzen. Allerdings müssen mindestens 25 Prozent der Start- und Landerechte tatsächlich in Anspruch genommen werden. Normalweise gilt die Vorschrift, dass mindestens 80 Prozent der Slots genutzt werden müssen, andernfalls gehen diese zur Neuvergabe zurück an den Regulator. Konkret wird jetzt vorgeschrieben, dass ein Viertel jener Start- und Landerechte, die vor der Corona-Pandemie gehalten wurden, bedient werden müssen. Bis inklusive 27. März 2021 gilt noch ein kompletter Schutz. Das bedeutet, dass aufgrund der Pandemie alle Slots – auch wenn sie gar nicht genutzt werden – nicht verfallen können. Das Europaparlament will mit der neuen Regelung langsam, aber sicher das alte Prinzip „use it or lose it“ wieder anwenden. Es gibt allerdings auch ein Schlupfloch für die Fluggesellschaften: Diese können kurz vor Beginn des Sommerflugplans jene Start- und Landerechte, die sie voraussichtlich nicht benötigen, temporär zurückgeben. Von jenen, die behalten werden, muss nur die Hälfte genutzt werden. Aus der vorläufigen Rückgabe resultiert noch kein Verlust. Dem Branchenverband Airlines for Europe geht die Regelung noch nicht weit genug. Gefordert wird, dass die Slot-Regeln auch im Sommer 2021 ausgesetzt bleiben.

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Ethiopian kündigt Boeing 737-Max-Comeback an

Der Absturz einer Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines führte gemeinsam mit dem vorangegangenen Totalverlust bei Lion Air zum weltweiten Flugverbot für dieses Muster. Bislang war unklar, ob die afrikanische Airline die Max wieder einsetzen wird oder nicht. Lion Air entschied sich bereits kurz nach dem Unfall klar gegen den Mittelstreckenjet. Nun erklärte Ethiopian-Chef Tewolde Gebremariam während einer von CAPA organisierten Online-Veranstaltung, dass man sich nach „ausgiebiger Analyse“ dafür entschieden hat „mit der Max weiterzumachen“. „Es hätte für uns wirtschaftlich keinen Sinn ergeben, mit einem anderen Typ dieser Klasse weiterzumachen, weil wir ja auch 20 Boeing 737-NG betreiben. Nach schwierigen Verhandlungen mit Boeing sind wir nach zehn Monaten der Gespräche endlich zu einem einvernehmlichen Ergebnis gekommen, auch bei den Entschädigungen. Wir sind bewusst nicht eine der ersten Gesellschaften, die wieder die 737 MAX fliegt, wir brauchen mehr Zeit, um unsere Piloten, Kabinenbesatzungen und Passagiere zu überzeugen, dass die Sicherheit der Max jetzt über jeden Zweifel erhaben ist. Wir werden sie vermutlich im Juli wiedereinsetzen. Bis dahin wird die Max wieder ein in der ganzen Welt allgemein akzeptiertes Flugzeug sein, das macht es uns einfacher die Ethiopian-Passagiere davon zu überzeugen“, sagte der Manager weiters.

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Abha: A320 von Flyadeal nach Beschuss in Brand

Am Mittwoch wurde auf dem Flughafen Abha in Saudi-Arabien ein Airbus A320 von Flyadeal beschossen. Die Maschine befand sich auf dem Boden, geriet jedoch in Brand. Offizielle Stellen behaupten, dass schiitische Rebellen für die Tat verantwortlich sein sollen. Betroffen ist die HZ-FAB, die ihren vorerst letzten kommerziellen Flug am 10. Feber 2021 als F34512 von Dammam nach Abha absolvierte. Es ist unklar, ob sich zum Zeitpunkt des Brandes Personen an Bord der Maschine befunden haben. Vermutet wird, dass für den Angriff Drohnen eingesetzt wurden.

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