Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Bezirksgericht brummt Lauda 21.800 Euro Strafe auf

Die österreichische Ryanair-Tochter Laudamotion bekam vom Bezirksgericht Schwechat aufgrund des Umgangs mit dem Betriebsrat eine saftige Geldstrafe aufgebrummt. Das Unternehmen wurde in erster Instanz – noch nicht rechtskräftig –zur Zahlung einer Geldbuße in der Höhe von 21.800 Euro verurteilt. Aus dem Aviation Direct vorliegenden Gerichtsbeschluss geht hervor, dass es um einen Vorfall vom 11. September geht: Mehrere Mitarbeiter haben nach ihren Kündigungen kein Dienstzeugnis erhalten. Sie ersuchten die Vorsitzende des Betriebsrats, Kerstin Hager, um entsprechende Intervention. Das Unternehmen verwies die Arbeitnehmervertreterin vom Gelände. Das hätte Lauda nach Ansicht des Bezirksgericht Schwechat aber nicht tun dürfen. Im Oktober 2019 wählte das fliegende Lauda-Personal einen neuen Betriebsrat. Die Geschäftsleitung stellte dem Wahlkomitee keinerlei Personallisten zur Verfügung, was diese eigentlich hätte tun müssen. Die Gewerkschaft Vida vertrat damals die Ansicht, dass die Ryanair-Tochter versucht habe die Wahl zu vereiteln. Durchgeführt wurde sie dennoch und zur Identifikation wurden die Mitarbeiterausweise, auf denen das Eintrittsdatum ersichtlich ist, genutzt. Die Lauda-Geschäftsführung und Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary bezeichneten die Wahl wiederholt als illegal und brachten eine gerichtliche Anfechtung ein. Diese wurde vom Landesgericht Korneuburg abgewiesen. Anzumerken ist auch, dass die Lauda-Geschäftsführung in regelmäßigen Abständen die Vorsitzende des „illegalen Betriebsrats“ als „Vida’s Puppet“ bezeichnet hat. Die Arbeitnehmervertreter und die Gewerkschaft zogen aufgrund des Verhaltens des Unternehmens wiederholt vor Gericht und erwirkten mehrere Einstweilige Verfügungen, die den Betriebsräten zu Zutritt zu den Firmenräumlichkeiten ermöglicht. Das wurde nämlich von der Geschäftsführung nicht nur verweigert, sondern man schmiss die Vertreter der Arbeitnehmer regelrecht raus und zwar im doppelten Sinn: Sowohl physisch aus

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18 Stunden mit Maske? Singapore macht’s möglich!

Ultralangstrecke mit Maske? Genau das ist ab 9. November 2020 auf der Strecke Singapur-New York möglich, denn Singapore Airline wird diese Route, die seit 23. März 2020 pausiert, reaktivieren. Bedient wird die äußerst lange Flugverbindung mit Airbus A350-900ULR. Der Carrier nimmt allerdings einige Abstriche in Kauf, die der aktuellen Corona-Situation geschuldet sind. So werden maximal 250 Passagiere in drei Klassen befördert. Dabei bietet man 184 Economy-Sitze, 24 Premium-Eco-Plätze und 42 Business-Class-Sitze an. Singapore Airlines geht in einer Medienerklärung davon aus, dass man die Vollauslastung aufgrund der derzeitigen Marktlage nicht erreichen wird. Dennoch kalkuliert die Fluggesellschaft scharf: Mit Hilfe von Fracht könnte sich die Verbindung dann dennoch rechnen. Derzeit besteht eine durchaus hohe Nachfrage im Cargobereich, die sich Singapore Airlines auf dieser Route zu Nutzen machen will. Neu ist daher auch, dass nicht mehr New York Newark, sondern New York John F. Kennedy angeflogen werden. Dadurch verlängert sich die Flugstrecke sogar um 2,5 nautische Meilen. Begründet wird der Schritt damit, dass JFK für den Frachtumschlag besser geeignet ist. Fact-Sheet zum A350-900ULR:

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Cathay baut 8.500 Jobs ab und macht Regio-Tochter dicht

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific war bereits vor der Corona-Pandemie stark gebeutelt, denn die langwierigen Massenproteste in Hongkong wirkten sich äußerst negativ auf das Geschäft aus. Covid-19 gab nun sprichwörtlich den Rest: Der Konzern wird 8.500 Jobs streichen und die Tochter Cathay Dragon schließen. Der am Mittwoch verkündete Stellenabbau entspricht in etwa 25 Prozent aller Mitarbeiter. Das soll dadurch bewerkstelligt werden, dass 2.600 vakante Jobs nicht nachbesetzt werden und 5.900 Beschäftigte gekündigt werden könnten. Cathay Dragon muss den Betrieb komplett einstellen und soll abgewickelt werden. Hier sind sämtliche Mitarbeiter betroffen. Cathay Pacific muss aufgrund der Corona-Pandemie den Großteil der Flotte am Boden lassen. Die weiterhin harten Einreise- und Quarantänevorschriften der verschiedensten Länder führen zu einer massiv gesunkenen Nachfrage. Das hat zur Folge, dass das Drehkreuz Hongkong defacto seine vormalige Funktion nicht mehr erfüllen kann. Genau das war aber das Kerngeschäft von Cathay Pacific. Der Carrier geht nicht davon aus, dass sich die Lage rasch erholen wird. Firmenchef Augustus Tang spricht in einer Aussendung von verheerenden Auswirkungen auf die Luftfahrt und um Überleben zu können wäre eine „grundlegende Umstrukturierung der Firmengruppe“ notwendig. Für das Jahr 2021 rechnet der Manager mit maximal 50 Prozent jener Kapazität, die in 2019 angeboten wurde.

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Eilat: Delfine hautnah und natürlich erleben

Vielen ist nicht sofort bewusst, dass der kleine Staat Israel Zugang zu zwei Meeren hat und zwar zum Mittelmeer, an dem sich beispielsweise die Metropole Tel Aviv befindet und zum Roten Meer, an dem sich Eilat befindet. Der südlichste Zipfel Israels ist ein äußerst interessanter Ort, der im direkten Vergleich mit der hochpreisigen Stadt Tel Aviv für israelische Verhältnisse sogar günstig ist. Dahinter steckt, dass das Gebiet rund um die Stadt Eilat eine Sondersteuerzone ist. Es gibt keine Mehrwertsteuer, um den Tourismus zu fördern. Das hat zur Folge, dass die die Region auch innerhalb des Landes ein beliebtes Urlaubs- und Einkaufsziel ist. Die Ersparnisse gegenüber einer Shoppingtour in Tel Aviv sind zum Teil exorbitant hoch. Israel ist kein Land, in dem alles superbillig ist. Das Gegenteil ist der Fall, denn das Preisniveau in diesem kleinen Staat ist hoch. In Eilat ist es wohl landesweit am günstigsten. Die Stadt am Roten Meer ist keineswegs traditionell, sondern äußerst stark vom Tourismus geprägt. In der Altstadt gibt es zwar einige ältere Gebäude, doch dominieren eher Hotels, Restaurants und an Touristen gerichtete Geschäfte das Stadtbild. Das gilt ganz besonders für die Uferpromenade, wo Hotels, Shops, Restaurants und Einkaufszentren dicht an dicht gebaut sind. Wesentlich gemütlicher geht es außerhalb der Stadt Eilat zu, wo beispielsweise mit dem Dolphin Reef ein einzigartiger Ort auf Besucher wartet. Mit dem Bus kommt man überall günstig hin Das öffentliche Busnetz ist nicht nur äußerst gut ausgebaut, sondern verkehrt im Gegensatz zu Tel Aviv auch am Sabbat. Reisende müssen sich

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FlyBosnia plant Neustart mit vier Airbus A320

Das noch äußerst junge Luftfahrtunternehmen FlyBosnia fliegt derzeit nicht mehr. Im Juli 2020 gab man den einzigen Airbus A320 an den Leasinggeber zurück und baute im großen Stil Personal ab. Danach setzte man auf einen von Getjet angemieteten Airbus A320, der nun ebenfalls an den ACMI-Partner retourniert wurde. Haris Čoloman betont allerdings im Gespräch mit CH-Aviation.com, dass FlyBosnia am 1. November 2020 wieder starten wird. Man habe Verträge für zwei Airbus A320 unterzeichnet, die im vierten Quartal 2020 und ersten Quartal 2021 übergeben werden sollen. Auch befinde mit sich in Verhandlungen über zwei weitere Einheiten. Die geplanten Flugziele befinden sich in den Ländern des Golf-Kooperationsrat, so der Manager gegenüber CH-Aviation.com.

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Reiseveranstalter offenbar an Marke „Adria Airways“ interessiert

Für die Marke “Adria Airways” gibt es nun offenbar zumindest einen Interessenten. Lokale Medien nennen den Reiseveranstalter Oki Air als möglichen Käufer für die Rechte am Brand der ehemaligen Fluggesellschaft. Die ersten Anläufe zur Veräußerung der Markenrechte brachten keinen Erfolg. Der Tour Operator mit Sitz in Montenegro soll in einem Schreiben an den Insolvenzverwalter Interesse am Kauf der Rechte am Brand “Adria Airways” bekundet haben. Ganz branchenfremd ist das Unternehmen nicht, denn man ist bereits an den Flughäfen Podgorica und Belgrad im Bereich Ground Handling tätig. Weiters ist man General Sales Agent für verschiedene Airlines und vertritt diese in der Balkan-Region. Das Kerngeschäft ist allerdings das klassische Veranstalter-Business. Ob es zum Kauf der Markenrechte kommen wird, bleibt abzuwarten.

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Avianca baut 6.000 Mitarbeiter ab

Die Fluggesellschaft Avianca wird aufgrund der Corona-Pandemie rund 6.000 Stellen abbauen. Derzeit beschäftigt man in etwa 20.000 Mitarbeiter. Finanzchef Adrian Neuhauser erklärte gegenüber der Tageszeitung La Tercera, dass der Personalstand auf etwa 14.000 Mitarbeiter reduziert wird. “Vor Covid-19 waren wir etwas mehr als 20.000 Mitarbeiter und kein effizientes Unternehmen. Wir glauben, dass wir post-covid operativ 30 Prozent kleiner sein werden, was langfristig rund 14.000 bedeuten würde”, so der Manager. “Heute hat etwa die Hälfte der Avianca-Belegschaft ihre Verträge aufgrund der Krise ausgesetzt und das Unternehmen hofft, dass es mit der Genehmigung des Umstrukturierungsplans nach Chapter 11 eine Umstrukturierung einleiten kann, die auf eine Reduzierung des Unternehmens abzielt.” Die kolumbianische Regierung greift Avianca mit einem Kredit in der Höhe von 370 Millionen U.S.-Dollar unter die Flügel. Das reicht allerdings nicht aus. Neuhauser betont aber, dass auf dem Kapitalmarkt weitere Finanzmittel zur Stabilisierung gesichert wurden. “Die Rentabilität bleibt ein kritischer Fokus. Wenn wir das Geschäft neu aufsetzen und das Produkt anpassen, glauben wir, dass die Rentabilität um 70 Prozent höher sein wird als zuvor. Dieses Unternehmen wuchs sehr schnell und stellte auf vielen Strecken, die nicht der Nachfrage entsprachen, viel Kapazität zur Verfügung. Es ist wichtig, kein Überangebot zu generieren. Das schließt ein, dass das Netzwerk verkleinert wird und die Kosten gesenkt werden”, so der Avianca-Finanzchef.

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Cyberangriff: British Airways muss 20 Millionen Pfund Strafe bezahlen

Das IAG-Mitglied British Airways muss im Nachgang des Cyberangriffs, der im Jahr 2018 vorgefallen ist, ein Bußgeld in der Höhe von “nur” 20 Millionen Britischen Pfund bezahlen. Dies teilte die zuständige Behörde am Freitag mit. Die Fluggesellschaft habe die Kundendaten nicht ausreichend geschützt. So konnten Hacker diese erbeuten. Das britische Information Commissioner’s Office ist der Ansicht, dass British Airways diese Sicherheitslücken wesentlich früher hätte erkennen und schließen müssen. Ursprünglich hätte die Geldstrafe erheblich höher ausfallen sollen, denn mehr als 180 Millionen Britische Pfund standen zur Debatte. Laut Erklärung der Behörde habe man nun bei der Festsetzung der Buße die aufgrund der Corona-Pandemie massiv angeschlagene wirtschaftliche Lage von British Airways berücksichtigt.

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RUAG verkauft Do228-Produktion an AKW-Hersteller

Die staatliche RUAG Holding gab bekannt, dass einige Assets am Standort Oberpfaffenhofen (Deutschland) verkauft werden. Betroffen sind das Wartungszentrum für Businessjets und Militärhubschrauber sowie die Produktion und Wartung des Musters Dornier 228. Als Käufer tritt General Atomics Europe GmbH auf. Laut Mitteilung sollen die 450 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der U.S.-amerikanischen General Atomics, die auf die Herstellung von Kernkraftwerken und Drohnen spezialisiert ist. Der Standort Oberpfaffenhofen soll zum europäischen Luftfahrtkompetenzzentrum der Firmengruppe ausgebaut werden. Nach der Insolvenz von Fairchild-Dornier im Jahr 2002 sicherte sich der schweizerische Ruag-Konzern zahlreiche Assets in Oberpfaffenhofen. Unter anderem wurde auch die Produktion der Dornier 228 übernommen. Die Rechte an der Do328 hält man allerdings nicht. Unter RUAG wurde eine überarbeitete Do228NG auf den Markt gebracht und in Kleinserie produziert.

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Enter Air stationiert Boeing 737-800 in Basel

Die polnische Charterfluggesellschaft Enter Air stationiert im Winterflugplan 2020/21 eine Boeing 737-800 auf dem Flughafen Basel. Der Mittelstreckenjet wird primär im Auftrag von Air Prishtina eingesetzt. Gemeinsam mit dem Reiseveranstalter besitzt man die Fluggesellschaft Chair, die aus der schweizerischen Germania Flug AG hervorgegangen ist. Laut Mitteilung des Unternehmens soll die Strecke Basel-Pristina an den Verkehrstagen Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag angeboten werden. Im Sommerflugplan 2021 sollen weitere Destinationen ab dem Flughafen Basel-Moulhouse dazukommen. Dazu befinde man sich in Gesprächen mit verschiedenen Reiseveranstaltern. Enter Air hält derzeit an Chair 49 Prozent.

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