Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Intensivierung der Zollkontrollen am Flughafen Berlin Brandenburg führt zu veränderten Aufgriffsmengen

Die Einsatzkräfte des Hauptzollamts Potsdam haben am Flughafen Berlin Brandenburg im Jahr 2025 die Kontrollmaßnahmen bei Passagieren, Gepäckstücken und Frachtgütern deutlich ausgeweitet. Aus einer Bilanz der Behörde geht hervor, dass das vergrößerte Kontrollvolumen mit einer höheren Gesamtzahl an festgestellten Verstößen einherging, während die prozentuale Trefferquote im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Das gestiegene Kontrollaufkommen steht in direktem Zusammenhang mit einem neuen Höchststand im Passagierverkehr des Hauptstadtflughafens, über den im selben Zeitraum rund 26 Millionen Reisende abgewickelt wurden. Neben den traditionellen Schwerpunkten wie der Versteuerung von Tabakwaren und der Überwachung des Bargeldverkehrs stiegen insbesondere die Sicherstellungsmengen im Bereich der Rauschgiftkriminalität deutlich an. Großfunde bei illegalen Substanzen verzerrten die statistischen Gesamtmengen stark, obwohl die absolute Zahl der einzelnen Drogenaufgriffe rückläufig war. Zugleich verzeichnete die Zollbehörde eine kontinuierliche Zunahme von Verstößen gegen bestehende Artenschutzbestimmungen. Statistischer Überblick und Dynamik der Trefferquote Im Verlauf des Jahres 2025 kontrollierte der Zoll am Flughafen Berlin Brandenburg etwa 662.000 Gepäckstücke, Fluggäste und Frachtobjekte. Dies entspricht einer Zunahme der Überprüfungen um 32,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der dabei registrierten Beanstandungen stieg ebenfalls an und kletterte von rund 7.650 auf über 9.200 Fälle, was einen Anstieg um etwa 21 Prozent bedeutet. Da die Menge der Kontrollen jedoch stärker wuchs als die Zahl der Beanstandungen, sank die rechnerische Trefferquote von 1,57 Prozent im Jahr 2023 auf 1,4 Prozent im Jahr 2025. Das Hauptzollamt Potsdam betont in diesem Zusammenhang, dass die reine Fallzahl oder die prozentuale Aufgriffsquote keine eindeutige Aussage über das tatsächliche Schmuggelaufkommen oder die Effizienz der Beamtinnen

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Beihilfenrechtliche Genehmigung: Europäische Kommission billigt Millionenhilfe für Flughafen Paderborn/Lippstadt

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Investitionsbeihilfe in Höhe von 4,5 Millionen Euro für den Flughafen Paderborn/Lippstadt beihilferechtlich genehmigt. Wie die Betreibergesellschaft des regionalen Verkehrsflughafens mitteilte, stammen die finanziellen Mittel von den kommunalen Gesellschaftern des Airports, zu denen unter anderem die Kreise Paderborn, Soest, Höxter, Lippe und Gütersloh sowie die Stadt Bielefeld gehören. Die Kapitalzuführung war von den Kommunen bereits während der Corona-Pandemie bereitgestellt worden, durfte jedoch erst nach der formellen Prüfung und Freigabe durch die Wettbewerbsbehörde der Europäischen Union verwendet werden. Die Genehmigung schließt ein jahrelanges europarechtliches Prüfverfahren ab, das durch die strengen Vorgaben der EU-Kommission für staatliche Beihilfen im Luftverkehrssektor erforderlich war. Während der Pandemie geriet der Regionalflughafen in gravierende finanzielle Schieflagen, da der Passagierverkehr zeitweise fast vollständig zum Erliegen kam. Dies machte eine Sanierung in Eigenverwaltung sowie erhebliche Restrukturierungsmaßnahmen notwendig, in deren Verlauf auch Personal abgebaut und Betriebskosten gesenkt wurden. Die nun freigegebenen Mittel sollen primär dazu dienen, getätigte Investitionen in die Infrastruktur nachträglich abzusichern und die Eigenkapitalbasis der Betreibergesellschaft zu stärken. Kritiker von Regionalflughäfen stellen die dauerhafte öffentliche Unterstützung solcher Standorte regelmäßig infrage. In der verkehrspolitischen Debatte wird oft bemängelt, dass viele kleinere Flughäfen in Nordrhein-Westfalen und angrenzenden Bundesländern in direkter Konkurrenz zueinander stehen und ohne fortlaufende kommunale Zuschüsse kaum wirtschaftlich betrieben werden können. Befürworter verweisen hingegen auf die Bedeutung des Flughafens Paderborn/Lippstadt für die regionale Wirtschaft, den ostwestfälischen Mittelstand und den Urlaubsverkehr. Die Freigabe der 4,5 Millionen Euro verschafft dem Flughafen Paderborn/Lippstadt zwar konsolidierende Erleichterung, gelöst sind die strukturellen Herausforderungen des Standorts damit jedoch nicht.

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Langfristige Marktprognose: Embraer erwartet hohe Nachfrage nach Regionalflugzeugen

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat im Vorfeld der Farnborough Airshow seinen aktuellen Marktausblick bis zum Jahr 2045 vorgelegt. Die jährliche 20-Jahres-Prognose für Verkehrsflugzeuge mit einer Kapazität von weniger als 150 Sitzplätzen sagt weltweit rund 8.500 Neubestellungen voraus. Das finanzielle Gesamtvolumen dieser erwarteten Aufträge beläuft sich laut dem Bericht auf rund 650 Milliarden US-Dollar. Neben Passagiermaschinen berücksichtigt die Analyse auch den Sektor der kleineren Frachtflugzeuge mit einer Nutzlast von unter 40 Tonnen. Der weltweite Passagierverkehr soll in diesem Zeitraum um durchschnittlich 3,7 Prozent pro Jahr wachsen. Die Verteilung der prognostizierten Flugzeugauslieferungen offenbart deutliche regionale Unterschiede und Verschiebungen bei den Passagierströmen. Während etablierte Luftfahrtmärkte wie Nordamerika mit 31 Prozent und Europa inklusive der GUS-Staaten mit 22 Prozent weiterhin die größten Gesamtabnehmer für Regionaljets bleiben, verzeichnen die Schwellenländer die stärksten Wachstumsraten. China führt die Rangliste beim Zuwachs des Passagieraufkommens mit prognostizierten 5,2 Prozent jährlich an, gefolgt vom Nahen Osten und Afrika. Bis zum Jahr 2045 werden die Regionen Asien-Pazifik und China zusammen einen Anteil von 40 Prozent am globalen Flugverkehr ausmachen. Der Hersteller begründet den anhaltenden Bedarf an kleineren Passagiermaschinen mit der fortschreitenden Dezentralisierung von Produktionsstätten und der Entstehung regionaler Wertschöpfungsketten. Diese wirtschaftlichen Veränderungen erfordern hochfrequente Direktverbindungen zwischen aufstrebenden Nebenzentren, die mit großen Langstreckenflugzeugen nicht wirtschaftlich bedient werden können. Auch im Tourismussektor zeigt sich ein Trend zu kleineren Märkten abseits der großen Drehkreuze. Branchenanalysten betonen jedoch, dass solche langfristigen Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Die Realisierung der Zahlen hängt maßgeblich von geopolitischen Stabilitäten, der Entwicklung der Treibstoffpreise und der tatsächlichen Kaufkraft in

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Modernisierung des Terminals C am Flughafen Boston Logan beschlossen

Die Betreiberbehörde des internationalen Flughafens Boston Logan, Massport, hat am 16. Juli 2026 einem umfassenden Vorhaben zur Neugestaltung des Terminals C zugestimmt. Das Projekt, das von der Fluggesellschaft JetBlue Airways gemeinsam mit dem Infrastrukturentwickler Vantage Airport Group getragen wird, sieht Investitionen von über einer Milliarde US-Dollar vor. Ziel der vierjährigen Bauphase, die in etwa einem Jahr beginnen soll, ist der vollständige Rückbau wesentlicher Teile des aus den 1960er-Jahren stammenden Gebäudes und dessen Ersetzung durch eine zeitgemäße Anlage. Durch die Umgestaltung sollen vor allem die Abläufe bei der Passagierabfertigung sowie die Bewegungen der Flugzeuge auf dem Vorfeld optimiert werden. Da das Passagieraufkommen am Flughafen Boston in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen ist, gilt die Infrastrukturmaßnahme als notwendiger Schritt, um den aktuellen Anforderungen des Flugbetriebs gerecht zu werden. Umfassende Neugestaltung der Passagierbereiche Das Terminal C dient seit Jahrzehnten als primäre Basis für JetBlue Airways am Flughafen Boston Logan. Daneben wird das Gebäude auch von Partnergesellschaften wie Aer Lingus, Cape Air, Etihad Airways und TAP Air Portugal genutzt. Da die bestehende Struktur in ihrer Dimensionierung und Aufteilung noch auf die Verhältnisse der 1960er-Leistungsdaten ausgelegt ist, stoßen wichtige Funktionsbereiche wie Sicherheitskontrollen, Wartehallen, Sanitäranlagen und gastronomische Einrichtungen bei hohem Passagierandrang regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Im Juni des laufenden Jahres verzeichnete der Flughafen mit rund vier Millionen Passagieren einen der betriebsamsten Monate seiner Geschichte, was den Handlungsbedarf zusätzlich verdeutlicht. Die geplanten Baumaßnahmen konzentrieren sich darauf, den Aufenthalt der Reisenden komfortabler zu gestalten und Engpässe zu beseitigen. Vorgesehen sind unter anderem deutlich vergrößerte Wartebereiche an den Flugsteigen,

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Kapazitätsausbau im Winter: Ryanair legt Flugplan für die Saison 2026/2027 vor

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat ihr Flugprogramm für die kommende Wintersaison 2026/2027 vorgestellt. Das Unternehmen plant ein Angebot von insgesamt 80 Millionen Sitzplätzen auf rund 1.700 Strecken in 35 Ländern. Darunter befinden sich nach Angaben der Fluggesellschaft mehr als 140 neue Verbindungen. Das Programm deckt neben klassischen Zielen für Winterurlauber in Südeuropa auch europäische Städteverbindungen sowie Destinationen in Skigebieten ab. Die Flüge sind für Verbraucher ab sofort über die digitalen Vertriebskanäle des Anbieters buchbar. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass die Verteilung der Kapazitäten im neuen Flugplan deutliche regionale Unterschiede aufweist. Während Ryanair das Angebot in Ländern mit niedrigeren Flughafengebühren wie Spanien, Italien, Polen und Marokko ausbaut, kommt es in Ländern mit hohen staatlichen Abgaben zu spürbaren Kürzungen. Insbesondere auf dem deutschen Markt hat die Fluggesellschaft ihre Präsenz an mehreren Standorten, darunter am Flughafen Berlin Brandenburg, wegen der gestiegenen Luftverkehrsteuer und hoher Luftsicherheitsgebühren drastisch reduziert und Flugzeuge in kostengünstigere Regionen verlagert. Die angekündigten Wachstumspläne der Fluggesellschaft stehen jedoch unter dem Vorbehalt anhaltender Lieferprobleme beim US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing. Die verzögerte Auslieferung neuer Maschinen des Typs Boeing 737 MAX hat Ryanair in der laufenden Periode bereits mehrfach gezwungen, die prognostizierten Passagierzahlen und Wachstumsziele nach unten zu korrigieren. Luftfahrtexperten äußern daher Skepsis, ob alle angekündigten Umläufe im Winter tatsächlich plangemäß durchgeführt werden können oder ob anhaltende Verzögerungen beim Hersteller zu kurzfristigen Flugstreichungen führen werden. Zudem steht die Preispolitik des Marktführers im europäischen Billigsegment weiterhin in der Kritik von Verbraucherschutzorganisationen. Es wird bemängelt, dass die beworbenen niedrigen Einstiegspreise durch Zusatzgebühren für Handgepäck, Sitzplatzreservierungen und andere

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Flugplanänderung ab Berlin: Eurowings kündigt neue Verbindung nach Rom an

Die Fluggesellschaft Eurowings plant für den kommenden Winterflugplan 2026/2027 eine neue Direktverbindung zwischen dem Flughafen Berlin Brandenburg und dem Flughafen Rom-Fiumicino. Ab dem 2. November 2026 soll die italienische Hauptstadt viermal wöchentlich mit Flugzeugen des Typs Airbus A320 bedient werden. Vorgesehen sind Umläufe an den Verkehrstagen Montag, Freitag, Samstag und Sonntag. Im verkehrsarmen Zeitraum zwischen dem 3. und 29. Januar 2027 wird das Angebot vorübergehend auf drei wöchentliche Flüge reduziert. Mit dieser neuen Route begibt sich die Lufthansa-Tochter auf eine Strecke, die bereits durch eine hohe Anbieterdichte und intensiven Preiswettbewerb geprägt ist. Neben der italienischen ITA Airways bedienen vor allem die etablierten Billigfluggesellschaften Ryanair und EasyJet die Verbindung zwischen der deutschen und der italienischen Hauptstadt regelmäßig. Für Eurowings bedeutet der Markteintritt auf dieser klassischen Städtereiseroute die Notwendigkeit, sich gegen Konkurrenten zu behaupten, die über eingespielte Vertriebsstrukturen und oft niedrigere Kostenstrukturen verfügen. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der fortlaufenden Anpassung des Streckennetzes von Eurowings am Flughafen Berlin Brandenburg. Die Fluggesellschaft hat ihre dortige Präsenz in den vergangenen Jahren ausgebaut, um Marktanteile zu sichern, die nach dem Rückzug anderer Anbieter frei geworden waren. Allerdings zeigt die geplante Frequenzreduzierung im Januar 2027, dass die Nachfrage auf europäischen Städtestrecken im Hochwinter traditionell schwankt und die Fluggesellschaften gezwungen sind, ihre Kapazitäten sehr flexibel zu steuern, um unrentable Flüge zu vermeiden. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass der europäische Luftverkehrsmarkt weiterhin von volatilen Betriebsbedingungen und steigenden Standortkosten an deutschen Flughäfen geprägt ist. Die Aufnahme neuer Verbindungen wie Berlin–Rom birgt für Fluggesellschaften das Risiko, in einen Verdrängungswettbewerb

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Verhandlungen über die Finanzierung einer verlängerten Variante der Flugzeugbaureihe Airbus A220 in Kanada

Die Provinzregierung von Quebec in Kanada führt derzeit Gespräche mit Airbus Canada über eine finanzielle Beteiligung an der Entwicklung einer noch unbestätigten, verlängerten Version des Regionalverkehrsflugzeugs A220. Diese Variante, die in Fachkreisen als A220-500 bezeichnet wird, befindet sich noch in der Planungsphase. Quebec, das bereits ein Viertel der Anteile am gesamten A220-Programm hält, strebt dabei eine enge Kooperation mit der kanadischen Bundesregierung an. Die Gespräche stehen im Fokus einer intensiven Debatte über die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit staatlicher Subventionen für die Luftfahrtindustrie sowie über die Marktchancen des neuen Modells im Vergleich zu bestehenden Flugzeugtypen. Verhandlungsstand und staatliche Interessen Die Gespräche zwischen der Provinzregierung von Quebec und Airbus Canada über die finanzielle Unterstützung der neuen Modellvariante A220-500 befinden sich in einem frühen Stadium. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums der Provinz bestätigte im Juli 2026, dass Gespräche über eine potenzielle Partnerschaft laufen, betonte jedoch gleichzeitig, dass noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst worden seien. Für die Provinzregierung steht bei diesen Verhandlungen viel auf dem Spiel. Quebec ist seit der Übernahme des Programms durch den europäischen Luftfahrtkonzern Airbus stark in das Projekt eingebunden und hält über eine staatliche Beteiligungsgesellschaft eine Minderheitsbeteiligung von fünfundzwanzig Prozent. Das Ziel der Regionalregierung ist es, die industrielle Basis in der Provinz langfristig zu sichern. Eine Beteiligung an den Entwicklungskosten soll jedoch nicht allein von der Provinz getragen werden. Quebec wünscht sich eine finanzielle Beteiligung der kanadischen Bundesregierung in Ottawa, um das finanzielle Risiko für den regionalen Haushalt zu verteilen. Bisher hat sich die Bundesregierung in dieser Angelegenheit zurückhaltend geäußert, was darauf hindeutet,

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Kooperationen und Rabatte: Eurowings weitet Serviceangebote für reisende Familien aus

Die Fluggesellschaft Eurowings hat zum Beginn der Hauptreisesaison neue Angebote für Familien und Kinder an Bord ihrer Maschinen vorgestellt. Zu den Neuerungen gehören unter anderem altersgerechte Beschäftigungsmaterialien wie ein in Kooperation mit dem Tessloff-Verlag gestaltetes Sachheft der Reihe „Was ist was“ sowie Malbücher des Europa-Parks. Zudem wird ein Plüschflugzeug im Design der Tourismusregion Salzburger Land an junge Fluggäste verteilt. Für die Verpflegung an Bord kündigte das Luftfahrtunternehmen einen Rabatt von zehn Prozent auf Speisen und Getränke im bordeigenen Bistro an, sofern ein Mindestbestellwert von 20 Euro erreicht wird. Bei Buchungen über ein kostenfreies Kundenkonto wird zudem ein Nachlass auf den Ticketpreis für Kinder gewährt. Aus verbraucherschutzrechtlicher Perspektive und mit Blick auf das Marketing weisen Branchenbeobachter darauf hin, dass es sich bei den Verteilaktionen an Bord um gezielte Markenplatzierungen von Kooperationspartnern handelt. Sowohl die Freizeitparks als auch die Tourismusverbände nutzen die Präsenz im Flugzeug als Werbefläche. Zudem schränkt die Fluggesellschaft selbst ein, dass der Erhalt der Spielsachen und Hefte nur gewährleistet ist, solange der Vorrat der jeweiligen Kabinenbesatzung reicht. Auch der angepriesene Bistro-Vorteil ist zeitlich auf die Monate August bis Oktober befristet und durch die Mindestbestellgrenze reglementiert, was den tatsächlichen Spareffekt für Familien relativiert. Hintergrund dieser Serviceoffensive ist der anhaltende Wettbewerb unter den europäischen Ferienfliegern um die Zielgruppe der Familien. Zwar erlaubt Eurowings neuerdings neben Kinderwagen und Autositzen auch die kostenfreie Aufgabe von faltbaren Bollerwagen als zusätzliches Reisegepäck, doch steht die Preispolitik von Billigfliegern und Ferien-Airlines generell in der Kritik von Verbraucherschützern. So hat der Verbraucherzentrale Bundesverband eine Unterlassungsklage gegen Eurowings

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Rechtliche Regelungen bei Erkrankung im Urlaub: Gewerkschaft klärt über Nachweispflichten auf

In der laufenden Sommerreisesaison sehen sich zahlreiche Beschäftigte mit dem Problem konfrontiert, dass eine unerwartete Erkrankung die geplante Erholung beeinträchtigt. Der Österreichische Gewerkschaftsbund verzeichnet aus diesem Grund derzeit eine hohe Zahl an Beratungsanfragen verunsicherter Arbeitnehmer. Nach der geltenden Rechtslage dient der gesetzliche Urlaub primär der Regeneration. Ist diese durch eine physische Beeinträchtigung nicht möglich, sieht der Gesetzgeber unter bestimmten Bedingungen vor, dass die entfallenen Urlaubstage nicht verbraucht werden, sondern dem Urlaubskonto wieder gutgeschrieben werden. Die Durchsetzung dieser Ansprüche ist jedoch an strenge formelle Vorgaben gebunden. Gemäß dem österreichischen Urlaubsgesetz greift diese Regelung erst, wenn die Erkrankung länger als drei Kalendertage andauert, wobei auch arbeitsfreie Tage wie das Wochenende in diese Frist eingerechnet werden. Zudem muss der Arbeitnehmer den Arbeitgeber unverzüglich über den Krankenstand informieren und nach der Rückkehr unaufgefordert eine ärztliche Bestätigung vorlegen. Diese Drei-Tage-Regel unterscheidet sich deutlich von den gesetzlichen Bestimmungen in anderen Ländern wie beispielsweise Deutschland, wo bereits ein einziger nachgewiesener Krankheitstag ausreicht, um den Urlaubsanspruch zu sichern. Kritiker bemängeln, dass diese Hürde im österreichischen Recht oft zu Unklarheiten und Benachteiligungen bei kürzeren Krankheitsverläufen führt. Besondere administrative Erfordernisse bestehen bei Erkrankungen während eines Auslandsaufenthalts. Während bei einer stationären Behandlung in einem Krankenhaus oder innerhalb der Europäischen Union die Europäische Krankenversicherungskarte ausreicht, verlangen Arbeitgeber bei ambulanten Behandlungen in Drittstaaten oft eine zusätzliche behördliche Beglaubigung über die Zulassung des behandelnden Arztes. Dieser bürokratische Aufwand wird von Arbeitsrechtlern als unzeitgemäß bewertet, da die Beschaffung solcher Nachweise im Ausland für akut erkrankte Personen eine erhebliche Belastung darstellt. Zudem verlängert sich der vereinbarte

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Automatisierte Kennzeichenerfassung am Stuttgarter Fernbusterminal eingeführt

Am Stuttgart Airport Busterminal (SAB), das sich im Erdgeschoss des Parkhauses P14 direkt neben dem Terminal 3 befindet, wurde ein System zur automatischen Erfassung von Buskennzeichen in Betrieb genommen. Die Betreibergesellschaft, die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), verspricht sich von dieser technologischen Umstellung eine präzisere Steuerung der Zufahrten sowie eine Reduzierung von Wartezeiten im stark frequentierten Terminalbereich. Neben der reinen Verkehrsleitung sollen die erfassten Daten künftig auch für die Abrechnung mit den Busunternehmen, die langfristige Verkehrsplanung und die Analyse der Auslastung genutzt werden. Das Busterminal verfügt über insgesamt 18 Bussteige, wovon 14 für den nationalen und internationalen Fernbusverkehr und vier für den regionalen Linienverkehr reserviert sind. Mit Verbindungen zu rund 130 Destinationen und einem Aufkommen von bis zu 9.000 Fahrgästen täglich an Spitzentagen wie Ferienbeginn stellt das SAB einen zentralen Knotenpunkt im regionalen Mobilitätsnetz dar. Die Einführung der Kameratechnik erfolgt in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Stuttgart, um den Verkehrsfluss an der Schnittstelle zwischen Straße, Schiene und Luftverkehr transparenter zu organisieren. Branchenbeobachter und Datenschützer betrachten die flächendeckende Einführung automatischer Kennzeichenlesesysteme an öffentlichen Verkehrsknotenpunkten jedoch mit einer gewissen Skepsis. Zwar erleichtert die digitale Erfassung die Administration und Abrechnung für die Betreiber erheblich, sie wirft jedoch auch Fragen zur Datensicherheit und zum Schutz personenbezogener Daten der Fahrer und Passagiere auf. Zudem hängt der tatsächliche Nutzen des Systems maßgeblich von der fehlerfreien Erkennungsrate der Kameras bei schwierigen Witterungsverhältnissen sowie von der reibungslosen Integration in die bestehenden Schranken- und Buchungssysteme der verschiedenen Busanbieter ab. Auch die wirtschaftliche Belastung für die Busunternehmen könnte durch eine strengere,

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