Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Emirates startet Rekrutierungsoffensive für Ingenieure in Deutschland

Die Fluggesellschaft Emirates verstärkt ihre Bemühungen um hochqualifiziertes technisches Fachpersonal und veranstaltet Mitte Februar 2026 gezielte Informationsveranstaltungen in Hamburg und Frankfurt. Hintergrund ist eine weltweite Rekrutierungskampagne der Emirates Group, die darauf abzielt, im laufenden Geschäftsjahr insgesamt 17.300 neue Mitarbeiter für rund 350 verschiedene Positionen einzustellen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf lizenzierten Flugzeugingenieuren, die am zentralen Drehkreuz in Dubai die Wartung der weltweit größten Flotte von Großraumflugzeugen sicherstellen sollen. Deutschland gilt aufgrund seiner starken Luftfahrttradition und Standorte wie dem Airbus-Werk in Hamburg als einer der wichtigsten Talentpools für die technischen Anforderungen der Airline. Die personelle Expansion steht in direktem Zusammenhang mit massiven Investitionen in die Infrastruktur. Emirates hat rund 950 Millionen US-Dollar für den Bau einer neuen, über eine Million Quadratmeter großen Technikbasis am Flughafen Dubai World Central (DWC) bereitgestellt. Die erste Phase dieses Projekts soll bis 2027 abgeschlossen sein und Kapazitäten für die Wartungsanforderungen bis in die 2040er Jahre bieten. Das neue Zentrum wird für das gesamte Spektrum technischer Dienstleistungen ausgerüstet – von routinemäßigen Kontrollen über Triebwerksreparaturen bis hin zu komplexen Kabinenumbauten. Neben der eigenen Flotte, die künftig auch vermehrt den Airbus A350 umfassen wird, übernimmt Emirates Engineering bereits heute Wartungsaufträge für über 30 andere Fluggesellschaften. Um Fachkräfte für den Umzug in die Vereinigten Arabischen Emirate zu gewinnen, wirbt das Unternehmen mit einem umfangreichen Leistungspaket. Dieses umfasst ein steuerfreies Gehalt, Beteiligungen am Unternehmenserfolg sowie Zulagen für Bildung und Krankenversicherung. Zusätzlich bietet die Fluggesellschaft logistische Unterstützung beim Wohnortwechsel nach Dubai an. Branchenexperten sehen in dieser Offensive eine Reaktion auf den

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Strategische Flottenmodernisierung in Südostasien durch Großauftrag für die Boeing 737 Max 8

Die Luftfahrtbranche in Südostasien erlebt derzeit eine dynamische Phase der Expansion und Konsolidierung, die durch einen bedeutenden Geschäftsabschluss auf der Singapore Airshow unterstrichen wurde. Die kambodschanische Fluggesellschaft Air Cambodia hat sich offiziell als neuester Kunde des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing vorgestellt und eine Bestellung über bis zu 20 Maschinen des Typs 737 Max 8 bekannt gegeben. Dieser Auftrag umfasst eine Festbestellung über zehn Flugzeuge sowie Optionen für weitere zehn Einheiten. Für die noch junge Fluglinie stellt dieser Schritt die bisher umfangreichste Investition in ihre Flottenstruktur dar und markiert einen strategischen Wendepunkt weg von der bisherigen Abhängigkeit von regionalen Turboprop-Maschinen und geleasten Airbus-Modellen. Die Integration der modernen Schmalrumpfflugzeuge soll es Air Cambodia ermöglichen, neue Direktverbindungen in strategisch wichtige Märkte in Nord- und Südostasien aufzubauen und gleichzeitig die operative Effizienz signifikant zu steigern. Neuordnung der Flottenstrategie bei Air Cambodia Bisher stützte sich Air Cambodia in ihrem operativen Betrieb auf eine Mischflotte, die vornehmlich aus Regionalflugzeugen des Typs ATR sowie einigen Modellen der Airbus A320-Familie bestand. Mit der Entscheidung für die Boeing 737 Max 8 setzt die Fluggesellschaft nun auf ein einheitliches Rückgrat für ihre Mittelstreckenverbindungen. Die Wahl dieses Flugzeugtyps ist ein deutliches Signal an den Markt, da die 737-8 eine Reichweite und Passagierkapazität bietet, die ideal auf das Streckenprofil zwischen dem Königreich Kambodscha und den Wirtschaftszentren in China, Japan sowie Indien zugeschnitten ist. Laut Dr. David Zhan, dem Vorstandsvorsitzenden von Air Cambodia, ist dieser Ankauf ein wesentlicher Pfeiler für die nächste Wachstumsphase des Unternehmens. Das Ziel sei es, nicht nur die bestehenden Routen

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Strukturreform am Flughafen Zürich: Geschäftsleitung wird verkleinert

Die Flughafen Zürich AG strafft ihre Führungsstruktur und reduziert die Anzahl der Mitglieder in der Geschäftsleitung von bisher sieben auf sechs Personen. Wie das Unternehmen Anfang Februar 2026 bekannt gab, erfolgt dieser Schritt im Zuge einer strategischen Neuausrichtung der internen Verantwortlichkeiten. Ziel der Umstrukturierung ist es, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die Kommunikation mit zentralen Anspruchsgruppen effizienter zu gestalten. Im Zentrum der personellen Veränderungen steht der Abgang von Manuela Staub, der bisherigen Leiterin der Abteilung People & Communication. Sie wird den Flughafenbetreiber nach einer Übergangsphase Ende Juli verlassen, wobei ihre bisherigen Aufgabenbereiche unmittelbar auf andere Ressorts aufgeteilt wurden. Die Neuordnung sieht vor, dass CEO Lukas Brosi die direkte Führung der Abteilungen Public Affairs sowie Corporate Communications übernimmt. Damit rücken die politischen Beziehungen und die Außendarstellung des Unternehmens noch enger an die Konzernspitze. Der Bereich Human Resources wird unterdessen in das Finanzressort integriert und untersteht künftig CFO Kevin Fleck. Für die Abteilung Visitor Services & Events wurde eine Ansiedlung im kommerziellen Bereich unter CCO Stefan Gross festgelegt. Diese strukturellen Anpassungen wurden vom Verwaltungsrat unter dem Vorsitz von Josef Felder gemeinsam mit der operativen Führung beschlossen und treten mit sofortiger Wirkung in Kraft. Zusätzliche Marktbeobachtungen deuten darauf hin, dass dieser Schritt Teil einer größeren Effizienzsteigerung ist, da der Flughafen Zürich vor bedeutenden Infrastrukturprojekten steht. Hierzu zählen insbesondere die geplanten Pistenverlängerungen und die Erneuerung der Terminalbereiche, die eine straffe Koordination der Managementressourcen erfordern. Während das Passagieraufkommen am wichtigsten Schweizer Luftverkehrsknotenpunkt zuletzt wieder nahezu das Niveau von vor der Pandemie erreichte, wächst der wirtschaftliche Druck

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Condor reaktiviert Traditionsroute Frankfurt-Tel Aviv zum Firmenjubiläum

Der deutsche Ferienflieger Condor nimmt im Mai 2026 die Flugverbindung zwischen Frankfurt am Main und Tel Aviv wieder in den regulären Flugplan auf. Die Entscheidung markiert einen historischen Meilenstein für das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert. Die Route nach Israel hat für die Fluggesellschaft eine besondere Bedeutung: Der erste Flug in der Geschichte des Unternehmens fand am 29. März 1956 statt und führte als Pilgerreise von Frankfurt in das Heilige Land. Mit der Wiederaufnahme dieser Strecke setzt Condor ein deutliches Zeichen für die strategische Erweiterung des Drehkreuzes Frankfurt und verbessert die Anbindung zwischen Europa, Nordamerika und der wirtschaftlich bedeutenden Metropole am Mittelmeer. Die neue Verbindung wird mit Flugzeugen des Typs Airbus A320 bedient. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Teil einer umfassenden Flottenmodernisierung und Netzwerkerweiterung, die Condor trotz eines wettbewerbsintensiven Marktumfelds vorantreibt. David Carlisle, verantwortlich für die Netzwerkplanung bei Condor, betont die Rolle Tel Avivs als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Durch die Einbindung in das wachsende Hub-System in Frankfurt sollen insbesondere Umsteigeverbindungen für Reisende aus dem nordamerikanischen Raum attraktiver gestaltet werden. Die Fluggesellschaft reagiert damit auf eine steigende Nachfrage nach flexiblen Reisemöglichkeiten in den Nahen Osten, die über die reine touristische Nutzung hinausgehen. Flankiert wird die Entscheidung durch politische Unterstützung aus der hessischen Landesregierung. Uwe Becker, Beauftragter für jüdisches Leben, hob die Bedeutung der Flugroute für die deutsch-israelischen Beziehungen hervor. Er sieht in der direkten Flugverbindung eine wichtige Brücke für den persönlichen Austausch und die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder. In der aktuellen geopolitischen Lage wird die Wiederaufnahme

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Discover Airlines erweitert Streckennetz um Flüge nach Finnisch-Lappland

Die zur Lufthansa Group gehörende Discover Airlines forciert ihre Expansion in Nordeuropa und nimmt im kommenden Winterflugplan 2026/27 erstmals die finnische Destination Ivalo in ihr Programm auf. Ab dem 23. Dezember 2026 bedient der Ferienflieger die Strecke von München nach Ivalo einmal wöchentlich, jeweils am Mittwoch. Damit reagiert das Unternehmen auf das signifikant gestiegene Interesse an Reisen in die Polarregion während der Wintermonate. Ivalo gilt als infrastrukturelles Zentrum im Norden Finnlands und bietet durch seinen Flughafen den direkten Zugang zu den bekannten Wintersportzentren Saariselkä sowie zum Inari-See. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Discover Airlines ihr Angebot in den nordischen Ländern konsequent zu einem ganzjährigen Standbein ausbaut. Neben der neuen Winterverbindung nach Finnland umfasst das Portfolio ab Mai 2026 auch neue Sommerrouten von Frankfurt nach Bodø sowie von München nach Evenes. Durch diese Ergänzungen steuert die Fluggesellschaft insgesamt sechs Ziele in Island, Norwegen und Finnland an. Mit bis zu 15 wöchentlichen Verbindungen erreicht das Nordics-Programm der Airline damit ein Rekordvolumen. Insbesondere am Drehkreuz München festigt das Unternehmen seine Position als führender Anbieter im Segment der Ferienflüge durch die gezielte Anbindung entlegener Regionen. Die strategische Entscheidung für Ivalo begründet sich auch in der wachsenden touristischen Bedeutung der Polarnacht und der Beobachtung von Polarlichtern, was zu einer hohen Auslastung der Maschinen in der Zeit von Dezember bis April führt. Operativ werden auf diesen Strecken Flugzeuge der Airbus A320-Familie eingesetzt. Die Einbindung in das Vertriebsnetz der Lufthansa ermöglicht zudem eine reibungslose Zubringerlogistik aus ganz Europa. Branchenexperten werten den Ausbau als Teil einer Diversifizierungsstrategie, um neben

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Niederlande: Gericht stellt systematische Verstöße gegen Slot-Regeln fest

Das Bezirksgericht in Den Haag hat eine weitreichende Entscheidung zur regulatorischen Disziplin im europäischen Luftverkehr getroffen und die Rechtmäßigkeit hoher Bußgelder gegen den irischen Billigflieger Ryanair bestätigt. In einem aktuell veröffentlichten Urteil wies das Gericht die Klagen der Fluggesellschaft gegen Strafzahlungen in Gesamthöhe von rund 417.500 Euro ab. Hintergrund sind insgesamt 15 dokumentierte Verstöße gegen die Slot-Vorgaben an niederländischen Verkehrsflughäfen, insbesondere am Drehkreuz Amsterdam Schiphol, im Jahr 2022. Die Aufsichtsbehörden warfen dem Unternehmen vor, zugewiesene Start- und Landezeiten wiederholt und signifikant missachtet zu haben. Während Ryanair versuchte, die Strafen mit rechtlichen Formfehlern und mangelnder Verhältnismäßigkeit anzufechten, unterstrich das Gericht die Notwendigkeit einer strikten Einhaltung der Zeitnischen, um die operative Stabilität und Sicherheit an hochfrequentierten Flughäfen zu gewährleisten. Die Bedeutung der Zeitnischen im koordinierten Luftraum An großen europäischen Flughäfen wie Amsterdam Schiphol ist die Kapazität der Start- und Landebahnen sowie der Abfertigungsgebäude streng limitiert. Um einen reibungslosen Verkehrsfluss zu garantieren, werden sogenannte Slots vergeben – fest zugewiesene Zeitfenster, in denen eine Maschine landen oder starten darf. Diese Zuteilung erfolgt durch unabhängige Koordinatoren und ist völkerrechtlich sowie durch EU-Verordnungen geregelt. Ein Missbrauch dieser Slots, etwa durch absichtliche oder grob fahrlässige Abweichungen vom Flugplan, führt nicht nur zu Verzögerungen im gesamten Netzwerk, sondern belastet auch die Bodenabfertigung und die Flugsicherung. Im Falle von Ryanair stellten die niederländischen Behörden fest, dass Maschinen der Airline mehrfach zu Zeiten operierten, die erheblich von den genehmigten Fenstern abwichen. Besonders kritisch wurden dabei späte Landungen gewertet, die in sensible Nachtruhezeiten fielen oder die Kapazitätsplanung des Flughafens Schiphol sprengten.

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British Airways zieht umstrittene Krawattenpflicht für Mitarbeiterinnen zurück

Die britische Fluggesellschaft British Airways hat nach deutlicher Kritik aus der Belegschaft eine geplante Änderung der Uniformvorschriften gestoppt. Im Zentrum der Auseinandersetzung stand eine neue Tragevariante des Halsschals für das weibliche Kabinen- und Bodenpersonal, die als zu maskulin empfunden wurde. Die fragliche Regelung sah vor, dass der Schal künftig in einer fest vorgegebenen, schmalen Form gebunden werden sollte, die optisch stark an eine klassische Herrenkrawatte erinnert. Zahlreiche Mitarbeiterinnen äußerten Unmut über diesen Designschritt, da sie darin einen Verlust an weiblicher Ästhetik und individueller Wahlfreiheit sahen. Die Airline reagierte kurz vor der endgültigen Implementierung und setzte die neue Vorschrift aus, um die Rückmeldungen der Angestellten in eine Überarbeitung einfließen zu lassen. Diese Kontroverse ist Teil der groß angelegten Einführung einer neuen Uniformkollektion, die vom britischen Modeschöpfer Ozwald Boateng entworfen wurde. Es handelt sich um die erste umfassende Erneuerung der Dienstkleidung seit etwa 20 Jahren, die bereits im Oktober 2023 schrittweise ihren Anfang nahm. Boatengs Entwürfe zielen darauf ab, Tradition mit modernen Elementen zu verknüpfen, stießen jedoch bereits in der Vergangenheit auf Hindernisse. Schon bei der Einführung der ersten Teile der Kollektion gab es Beschwerden über die Stoffqualität und Passformen, woraufhin die Fluggesellschaft bereits punktuelle Anpassungen vornehmen musste. Der aktuelle Rückzug bei der Krawattenlösung unterstreicht die Sensibilität, mit der Uniformänderungen bei großen Traditionsgesellschaften behaftet sind. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass British Airways mit diesen Schwierigkeiten kein Einzelfall ist. Viele internationale Fluggesellschaften versuchen derzeit, ihre Bekleidungsvorschriften an zeitgemäße Standards anzupassen, stoßen dabei aber oft auf den Widerstand von Gewerkschaften und Personalvertretern. Während Konkurrenten wie

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German Airways baut Embraer-E190-Flotte weiter aus

Die in Köln ansässige Fluggesellschaft German Airways hat eine signifikante Erweiterung ihrer operativen Kapazitäten angekündigt. Zum bevorstehenden Sommerflugplan 2026 wird das Unternehmen seine Flotte um eine weitere Maschine des Typs Embraer E190 ergänzen. Das Flugzeug, das unter der deutschen Registrierung D-ABKE operieren wird, soll primär vom Heimatmarkt aus eingesetzt werden, um die steigende Nachfrage im Bereich des Wetlease- und Chartergeschäfts zu bedienen. Mit diesem Schritt festigt die Airline, die als Teil der Zeitfracht Gruppe agiert, ihre Position als spezialisierter Dienstleister für namhafte europäische Fluggesellschaften und reagiert auf die anhaltende Konsolidierung sowie den Kapazitätsbedarf im regionalen Luftverkehr. Kontinuierliches Wachstum durch bewährte Technik Die Entscheidung für eine zusätzliche Embraer E190 unterstreicht die Strategie von German Airways, auf eine homogene Flottenstruktur zu setzen. Bisher betreibt das Unternehmen acht Maschinen dieses Typs, die sich durch ihre Flexibilität auf Kurz- und Mittelstrecken auszeichnen. Die E190 bietet eine Kapazität, die ideal für Streckenprofile geeignet ist, für die größere Standardrumpfflugzeuge wie der Airbus A320 oder die Boeing 737 oft nicht wirtschaftlich ausgelastet werden können. Durch die Stationierung der zehnten Maschine – nach Berücksichtigung laufender Flottenzugänge – in Deutschland erhöht die Fluggesellschaft ihre operative Stabilität und kann kurzfristig auf Anfragen aus dem ACMI-Bereich (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) reagieren. Das Geschäftsmodell des Wetlease, bei dem Flugzeuge inklusive Besatzung und Wartung an andere Fluggesellschaften vermietet werden, hat sich für German Airways als tragfähiges Fundament erwiesen. Zu den langjährigen Partnern zählt unter anderem die niederländische KLM Cityhopper, die regelmäßig auf die Kapazitäten der Kölner Airline zurückgreift, um ihr dichtes europäisches Netzwerk

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BARIG fordert nach Kabinettsbeschluss weitere Entlastungen

Das Bundeskabinett hat in dieser Woche die Nationale Tourismusstrategie für Deutschland verabschiedet, was beim Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) auf ein geteiltes Echo stößt. Der Verband, der die Interessen von über 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften vertritt, sieht in dem Beschluss zwar eine notwendige Anerkennung der touristischen Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft, mahnt jedoch dringende Korrekturen bei den Rahmenbedingungen an. Laut BARIG-Chairman Michael Hoppe wurde der Stellenwert des Luftverkehrs als Rückgrat für den Inbound- und Outbound-Tourismus zwar erkannt, die Umsetzung hänge jedoch massiv von der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts ab. Ein zentraler Kritikpunkt bleiben die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohen Standortkosten an deutschen Flughäfen. Der Verband begrüßt zwar, dass die Bundesregierung die zum 1. Juli 2026 geplante Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer festgeschrieben hat, bezeichnet dies jedoch lediglich als ersten Schritt. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Deutschland bei der Erholung des Flugangebots nach der Pandemie im Vergleich zu anderen EU-Staaten weiterhin deutlich zurückliegt. Hohe Luftsicherheitsgebühren und steigende Entgelte für die Flugsicherung belasten die Kalkulationen der Airlines zusätzlich und verhindern laut Verbandsangaben den Ausbau wichtiger Direktverbindungen. Die Strategie knüpft an die Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom November 2025 an, die eine generelle Stärkung des Luftverkehrsstandortes vorsahen. Der BARIG fordert nun eine unverzügliche Ausweitung der Kostenentlastungen, um den Luftverkehr wieder als Wachstumsmotor für die schwächelnde deutsche Wirtschaft zu etablieren. Besonders die Forderung nach mehr Flugverbindungen könne nur erfüllt werden, wenn Deutschland seine Position im internationalen Preiswettbewerb verbessere. Ohne weitere staatliche Impulse drohe Deutschland den Anschluss an globale Tourismusströme zu verlieren, da

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Wiener Traditionsbäckerei Ströck startet digitale Suchaktion nach Krapfen-Maskottchen

In der laufenden Faschingssaison 2026 hat die Wiener Bäckerei Ströck eine großangelegte Kommunikationskampagne rund um ihr wichtigstes Saisonprodukt gestartet. Im Zentrum der Aktion steht das Verschwinden des sogenannten „Fill-Good-Managers“ Karl, einer digital generierten Krapfen-Figur, die seit Mitte Januar als vermisst gilt. Das Familienunternehmen, das rund 1.600 Mitarbeiter beschäftigt und 80 Filialen in Wien und Umgebung betreibt, nutzt diese Erzählung, um die Kundenbindung in der Hochsaison des Krapfenverkaufs zu stärken. Die Kampagne ist bis zum Faschingsdienstag am 17. Februar angelegt und fordert das Publikum zur aktiven Teilnahme an einer digitalen Schnitzeljagd auf. Technisch setzt Ströck bei der Umsetzung auf eine Kombination aus menschlicher Kreativität und künstlicher Intelligenz. In Zusammenarbeit mit dem Experten Michael Katzlberger werden computergenerierte Inhalte erstellt, die das Maskottchen an verschiedenen Wiener Sehenswürdigkeiten zeigen. Bisherige Stationen der fiktiven Reise umfassten das Riesenrad, den Eislaufplatz am Wiener Eistraum sowie den Tiergarten Schönbrunn. Durch die Einbindung von KI-Technologie in das Marketingteam wird versucht, das Storytelling dynamisch an die Interaktionen der Community anzupassen. Teilnehmer, die Hinweise zum Verbleib der Figur geben oder kreative Beiträge einreichen, werden mit Sachpreisen und Gutscheinen belohnt. Wirtschaftlich betrachtet ist der Krapfen für Wiener Bäckereibetriebe ein wesentlicher Umsatzträger im ersten Quartal. Ströck investiert bereits seit Jahren in aufwendige Werbemaßnahmen zur Faschingszeit, um sich im Wettbewerb zu positionieren. Vorangegangene Aktionen umfassten unter anderem die Forderung nach einem eigenen Krapfen-Emoji oder großformatige Kunstprojekte im Stadtbild. Das aktuelle Projekt „Karl“ dient dabei nicht nur der Unterhaltung, sondern unterstreicht die Rolle der Bäckerei als Traditionsbetrieb, der moderne digitale Werkzeuge nutzt. Die Belohnung

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