Die kolumbianische Luftfahrtindustrie steht vor einer ernsten Herausforderung: Ein schwerwiegender Treibstoffmangel hat den Betrieb mehrerer wichtiger Flughäfen lahmgelegt und die gesamte Branche in Aufruhr versetzt. Die Krise, die am 16. August 2024 begann, stellt nicht nur die betroffenen Fluggesellschaften wie Latam Airlines Colombia vor immense Probleme, sondern wirft auch Fragen zur Infrastruktur und Krisenresilienz des Landes auf. Wie konnte es zu einem solch kritischen Mangel kommen, und welche Maßnahmen werden nun ergriffen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen? Die Ursache des Treibstoffmangels liegt in einem unerwarteten Stromausfall in der Raffinerie Cartagena, der wichtigsten Ölraffinerie Kolumbiens, die von Ecopetrol betrieben wird. Diese Raffinerie ist von entscheidender Bedeutung für die Versorgung des gesamten Landes mit Jet-A1, dem in der Luftfahrt verwendeten Flugbenzin. Der Stromausfall führte zu einem Produktionsdefizit von zunächst 8 % bei den Jet-A1-Lieferungen, das sich bis zum 24. August 2024 auf 5 % verringerte, jedoch weiterhin signifikant genug war, um den Betrieb an mehreren Flughäfen ernsthaft zu beeinträchtigen. Insbesondere die Flughäfen Leticia (LET), Montería (MTR), Palonegro (BGA) und El Dorado (BOG) litten unter der knappen Treibstoffversorgung. Während die kleineren Flughäfen LET, MTR und BGA zeitweise vollständig ohne Treibstoff waren, erreichte die Versorgung des wichtigsten Flughafens des Landes, El Dorado in Bogotá, ein kritisches Niveau. Dies führte zu erheblichen Flugverspätungen und -ausfällen und zwang Latam Airlines Colombia dazu, ihren Betrieb drastisch anzupassen. Die Reaktionen von Regierung und Luftfahrtbranche Inmitten der Krise meldete sich der kolumbianische Präsident Gustavo Petro zu Wort und erklärte auf der Social-Media-Plattform X, dass die Treibstoffversorgungskrise auf