Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Überraschende Wende im Fall Onur Air: Türkisches Berufungsgericht hebt Insolvenzurteil gegen Traditionsairline auf

In der langjährigen juristischen Auseinandersetzung um das Schicksal der einst führenden türkischen Privatfluggesellschaft Onur Air ist eine unerwartete Entscheidung gefallen, die das gesamte Verfahren neu aufrollt. Das Oberlandesgericht der Türkei hat ein erstinstanzliches Insolvenzurteil vom November 2025 aufgehoben und den Fall zur erneuten Verhandlung an das zuständige Amtsgericht in Bakırköy zurückverwiesen. Damit wird der bereits eingeleitete Liquidationsprozess, der das endgültige Ende des 1992 gegründeten Unternehmens besiegeln sollte, vorerst gestoppt. Die Entscheidung der 17. Zivilkammer sorgt in der türkischen Luftfahrtbranche für erhebliches Aufsehen, da sie eine Phase der erneuten Rechtsunsicherheit für Gläubiger, ehemalige Mitarbeiter und das Management einläutet. Während die Aufhebung des Urteils formal eine Atempause für die Gesellschaft bedeutet, bleibt die wirtschaftliche Realität der Airline, die seit Jahren keine operativen Flüge mehr durchführt, weiterhin prekär. Der Fall gilt als beispiellos in der jüngeren türkischen Rechtsgeschichte, da er die komplexen Verflechtungen zwischen privatrechtlichen Lohnforderungen und der staatlichen Aufsicht über den Luftverkehr verdeutlicht. Juristischer Rückschlag für das Liquidationsverfahren Der aktuelle Beschluss des Berufungsgerichts markiert einen Wendepunkt in einem Verfahren, das seinen Ursprung bereits im Jahr 2022 nahm. Damals war das Unternehmen erstmals durch die Klage eines ehemaligen Piloten unter Druck geraten, der ausstehende Gehaltszahlungen gerichtlich geltend gemacht hatte. Was als individueller Arbeitsrechtsstreit begann, weitete sich schnell zu einem umfassenden Insolvenzantrag aus. Das 2. Zivil- und Handelsgericht Bakırköy hatte im November 2025 die offizielle Insolvenz festgestellt und die Liquidation der verbliebenen Vermögenswerte angeordnet. Diese Entscheidung wurde nun von der nächsthöheren Instanz kassiert, da formale oder inhaltliche Mängel in der Bewertung der Zahlungsfähigkeit festgestellt

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Rechtliche Rahmenbedingungen für Flugreisende bei Krisen im Nahen Osten

Die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten führt zu massiven Beeinträchtigungen im internationalen Luftverkehr, die zahlreiche österreichische Reisende vor rechtliche und logistische Herausforderungen stellen. Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Kenntnis über bestehende Ansprüche gegenüber Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern. Betroffene haben bei Flugannullierungen grundsätzlich die Wahl zwischen einer vollständigen Erstattung des Ticketpreises oder einer alternativen Beförderung zum Zielort. Da Luftraumsperren jedoch häufig dazu führen, dass kurzfristig keine Ersatzflüge verfügbar sind, greifen umfangreiche Betreuungspflichten der Airlines, die Mahlzeiten, Getränke und gegebenenfalls Hotelunterbringungen umfassen müssen. Für Inhaber einer Pauschalreise gelten zusätzliche Schutzbestimmungen. Bei eintretenden außergewöhnlichen Umständen ist der Reiseveranstalter gesetzlich verpflichtet, die Rückreise der Gäste ohne Zusatzkosten zu organisieren. Sollte eine sofortige Heimkehr aufgrund technischer oder sicherheitsrelevanter Sperren unmöglich sein, muss der Veranstalter die Kosten für eine Unterkunft für einen Zeitraum von bis zu drei Nächten tragen. Darüber hinaus besteht eine allgemeine Beistandspflicht, die eine aktive Unterstützung der Urlauber in der Krisenregion vorschreibt. Experten raten dazu, alle Kommunikation mit den Anbietern schriftlich zu dokumentieren, um spätere Entschädigungsansprüche bei Institutionen wie der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) geltend machen zu können. Das österreichische Außenministerium hat für Staatsbürger vor Ort eine 24-Stunden-Notfallnummer eingerichtet und empfiehlt dringend die Nutzung der Reiseregistrierung. Diese ermöglicht es den Behörden, im Falle von Evakuierungen oder verschärften Sicherheitslagen schnell Kontakt mit den Betroffenen aufzunehmen. Ein kostenloser Rücktritt von geplanten Reisen ist rechtlich meist dann durchsetzbar, wenn eine offizielle Reisewarnung vorliegt oder die Durchführung der Reise durch kriegerische Ereignisse objektiv unzumutbar wird. Bei Individualreisen ist die Rechtslage oft

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Air France setzt Kuba-Verbindungen wegen Treibstoffmangels vorübergehend aus

Die französische Fluggesellschaft Air France hat die vorübergehende Einstellung ihrer Flugverbindung zwischen dem Flughafen Paris-Charles de Gaulle und der kubanischen Hauptstadt Havanna angekündigt. Die Maßnahme tritt Ende März 2026 in Kraft und soll nach aktuellem Planungsstand bis Mitte Juni andauern. Als Grund nennt das Unternehmen einen massiven Mangel an Flugtreibstoff auf der Karibikinsel, der einen regulären und sicheren Flugbetrieb derzeit unmöglich macht. Die Airline plant, die Verbindung ab dem 15. Juni wieder aufzunehmen, sofern sich die Versorgungslage vor Ort stabilisiert hat. Betroffene Passagiere der drei wöchentlichen Verbindungen, die üblicherweise mit dem Boeing 787 Dreamliner durchgeführt werden, erhalten die Möglichkeit zur kostenlosen Umbuchung oder Erstattung. Der Treibstoffengpass ist Teil einer tiefgreifenden Energiekrise in Kuba, die mittlerweile das gesamte nationale Luftfahrtwesen lähmt. Bereits seit Anfang Februar wurden internationale Fluggesellschaften darüber informiert, dass an den kubanischen Flughäfen, einschließlich des internationalen Flughafens José Martí in Havanna, kein Kerosin für Betankungen zur Verfügung steht. Dies zwang viele Anbieter dazu, kostspielige technische Zwischenstopps in Drittstaaten wie den Bahamas oder der Dominikanischen Republik einzulegen, um die Rückflüge sicherzustellen. Air France hat sich nun gegen diese logistisch aufwendige und wirtschaftlich belastende Zwischenlösung entschieden und den Betrieb vorerst komplett eingestellt. Die Entscheidung der Air France steht in einer Reihe mit ähnlichen Maßnahmen anderer internationaler Carrier. Auch kanadische Ferienflieger und russische Fluggesellschaften haben ihre Kapazitäten nach Kuba aufgrund der prekären Versorgungslage und der allgemeinen wirtschaftlichen Instabilität des Landes bereits drastisch reduziert oder Flüge gestrichen. Neben dem Treibstoffmangel erschweren auch veraltete Infrastrukturen und logistische Probleme bei der Entladung von Tankschiffen die

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Strategische Fluchtwege über den Wolken: Privatjet-Charter verzeichnen Nachfrageboom in der Golfregion

Die Eskalation der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel, den USA und dem Iran hat den internationalen Reiseverkehr im Nahen Osten weitgehend zum Erliegen gebracht und eine Welle von Evakuierungsbemühungen ausgelöst. Während zehntausende Reisende an den großen Drehkreuzen der Golfstaaten festsitzen, suchen wohlhabende Privatpersonen, Geschäftsreisende und Familien nach alternativen Wegen, die Krisenregion zu verlassen. Charterflug-Anbieter berichten von einem massiven Anstieg der Anfragen für kurzfristige Flüge aus angrenzenden Staaten wie dem Oman und Saudi-Arabien, da der Luftraum über dem Iran sowie Teilen der Vereinigten Arabischen Emirate massiv eingeschränkt oder gänzlich gesperrt ist. Die logistischen Herausforderungen sind dabei immens: Begrenzte Kapazitäten bei Flugzeugen und Personal sowie explodierende Versicherungskosten treiben die Preise für die ohnehin exklusiven Flüge in die Höhe. In einer Situation, in der reguläre Linienflüge gestrichen werden und Kreuzfahrtschiffe in den Häfen verharren, entwickeln sich Privatjets zum letzten verlässlichen Transportmittel für jene, die über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen. Militärische Eskalation und ihre Folgen für den Luftraum Der Ursprung der aktuellen Krise liegt in den koordinierten Luft- und Raketenangriffen Israels und der USA, die am vergangenen Samstagmorgen begannen. Ziel dieser Operationen waren strategische Einrichtungen im Iran, wobei Berichten zufolge das Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei sowie weitere hochrangige Vertreter des iranischen Machtapparats getötet wurden. Die unmittelbare Reaktion des iranischen Militärs in Form von Gegenangriffen auf israelisches Staatsgebiet und Ziele in der strategisch wichtigen Golfregion führte zu einer sofortigen Neubewertung der Sicherheit im zivilen Luftverkehr. Zahlreiche Staaten der Region reagierten mit der Schließung ihres Luftraums oder der Ausgabe strenger Warnhinweise für zivile Maschinen. Die Sperrung

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Kärnten forciert internationale Marktpräsenz und Ganzjahreskonzepte

Die internationale Reisebranche blickt in diesen Tagen gespannt auf Berlin, wo die ITB als weltweit bedeutendste Tourismusfachmesse ihre Tore geöffnet hat. Vom 3. bis zum 5. März 2026 versammeln sich in den Messehallen unter dem Funkturm rund 5.800 Aussteller aus über 190 Ländern und Regionen. Inmitten dieses globalen Netzwerks präsentiert sich das Bundesland Kärnten als dynamischer Akteur innerhalb des Österreich-Standes. Das Hauptaugenmerk der Kärntner Delegation liegt dabei auf der Vertiefung internationaler Kooperationen und der gezielten Ansprache von Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften sowie strategischen Vertriebspartnern. Ziel ist es, die Positionierung als führende Destination im Alpen-Adria-Raum zu festigen und durch innovative Angebote die touristische Wertschöpfung über das gesamte Kalenderjahr hinweg zu sichern. Insbesondere der Ausbau der Kernmärkte, allen voran Deutschland, sowie die Erschließung neuer Potenziale in Zentral- und Osteuropa stehen im Fokus der Verhandlungen. Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung, bezeichnet die Messe als unverzichtbares Instrument, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im internationalen Vergleich konsequent zu steigern. Fokus auf den Radfrühling als wirtschaftlicher Impulsgeber Ein wesentliches Element der diesjährigen Messepräsenz ist die Offensive zur Stärkung der Vorsaison. Unter dem Titel Radfrühling in Kärnten wurden beim traditionellen Österreich-Presseabend gezielte Maßnahmen vorgestellt, die das Land bereits früh im Jahr für Aktivurlauber attraktiv machen sollen. Das Portfolio umfasst dabei etablierte Leuchtturmprojekte wie den Drauradweg und die Kärnten Seenschleife, wird jedoch durch neue Formate signifikant erweitert. Mit dem Meridiem Trail und der mehrtägigen Radveranstaltung Velovista setzt Kärnten auf qualitativ hochwertige Angebote, die eine zahlungskräftige und sportaffine Zielgruppe ansprechen. Diese Strategie zielt darauf ab, die touristische Auslastung von den

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Passagierwachstum und sinkende Auslastung bei Wizz Air im Februar 2026

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat für den Monat Februar 2026 eine Steigerung ihrer Passagierzahlen auf rund 4,92 Millionen Fluggäste gemeldet. Dies entspricht einem Zuwachs von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz der gestiegenen absoluten Nutzerzahlen verzeichnete das Unternehmen jedoch einen leichten Rückgang der durchschnittlichen Sitzladefaktoren. Die Auslastung der Flugzeuge sank um 1,3 Prozentpunkte auf 90,5 Prozent, was darauf hindeutet, dass die angebotene Kapazität schneller gewachsen ist als die tatsächliche Nachfrage in diesem Zeitraum. Branchenanalysen zeigen, dass Wizz Air massiv in den Ausbau seiner Flotte investiert hat, um insbesondere auf Strecken nach Zentral- und Osteuropa sowie in den Nahen Osten Marktanteile zu sichern. Das Unternehmen setzt dabei verstärkt auf den Einsatz von größeren Flugzeugtypen wie dem Airbus A321neo, der mehr Sitzplätze pro Flug bietet. Diese Kapazitätsausweitung erklärt, warum die Gesamtzahl der beförderten Personen steigt, während die prozentuale Füllrate der Maschinen leicht unter dem Niveau des Vorjahres bleibt. Der Februar gilt im Luftverkehr zudem traditionell als ein nachfrageschwacher Monat, was die Erreichung der 90-Prozent-Marke dennoch zu einem soliden operativen Ergebnis macht. Zusätzliche betriebliche Herausforderungen ergaben sich für den Carrier zuletzt durch technische Inspektionen an Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney, die Teile der Flotte vorübergehend am Boden hielten. Um diesen Engpass auszugleichen und das Wachstum beizubehalten, hat Wizz Air Leasingverträge für ältere Maschinen verlängert und die Einsatzzeiten der verbleibenden Flugzeuge optimiert. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass der Wettbewerb im Billigflugsegment, insbesondere durch den Konkurrenten Ryanair, zu einem aggressiven Preiskampf geführt hat, der die Margen trotz hoher Passagierzahlen unter Druck setzt. Für

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Saisonauftakt 2026 im Marchfelder Schlösserreich: Neue Ausstellungen und Jubiläen

Das Marchfelder Schlösserreich startet im März 2026 mit einem erweiterten Kultur- und Veranstaltungsprogramm in die neue Saison. Die historischen Standorte Schloss Hof, Schloss Eckartsau und Schloss Orth an der Donau öffnen ihre Pforten für den Publikumsverkehr und setzen dabei auf eine Kombination aus geschichtlicher Wissensvermittlung und herrschaftlicher Gartenarchitektur. Während Schloss Hof bereits am 7. März mit dem traditionellen Ostermarkt den Auftakt bildet, folgen die weiteren Standorte im Laufe des Monats. Ein Wermutstropfen für Besucher bleibt jedoch die vorübergehende Schließung von Schloss Niederweiden, das aufgrund umfassender Renovierungsarbeiten im gesamten Jahr 2026 für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sein wird. Auf Schloss Hof steht die Saison im Zeichen der barocken Gartenkunst. Die neue Sonderausstellung „Verspielte Symmetrie – Der Barockgarten als Kunstwerk“ widmet sich der präzisen Gestaltung und den technischen Innovationen historischer Parkanlagen. Dabei werden die Unterschiede zu Renaissance- und Landschaftsgärten anhand von Skulpturen und Wasserspielen verdeutlicht. Das Areal, das einst als Jagdsitz für Prinz Eugen von Savoyen diente und später von Maria Theresia erworben wurde, gilt als eines der bedeutendsten Barockensembles Europas. Die Investitionen in die Revitalisierung der Terrassengärten in den vergangenen Jahren tragen nun dazu bei, dass Schloss Hof seine Stellung als touristischer Leitbetrieb im Osten Österreichs weiter festigt. Ein besonderes Jubiläum feiert in diesem Jahr das Nationalparkzentrum Schloss Orth an der Donau. Zum 30-jährigen Bestehen des Nationalparks Donau-Auen wurde die neue Dauerausstellung „Im Fluss“ konzipiert. Diese beleuchtet die ökologische Bedeutung der Flusslandschaft sowie aktuelle Forschungsergebnisse zur regionalen Tierwelt. Neu ist hierbei ein integriertes Ticketsystem, das den Zugang zu allen Attraktionen des

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Wetterbedingte Flugausfälle und logistische Herausforderungen auf Madeira durch Sturmtief Regina

Die Passagiere am internationalen Flughafen Madeira Cristiano Ronaldo stehen am zweiten Tag in Folge vor massiven Einschränkungen im Flugverkehr. Das Sturmtief Regina, das derzeit über den Nordatlantik zieht, hat den Betrieb auf einer der anspruchsvollsten Landebahnen Europas weitgehend zum Erliegen gebracht. Seit Beginn der Wetterkapriolen am Montag wurden bereits rund 160 Flugverbindungen annulliert, was tausende Reisende und Anwohner gleichermaßen betrifft. Heftige Windböen aus nördlicher Richtung machen einen sicheren Landeanflug für die meisten Flugzeugtypen unmöglich. Während der Flughafenbetreiber ANA lediglich kurze Zeitfenster für vereinzelte Starts und Landungen nutzen konnte, bleibt die Lage für den Großteil der Fluggesellschaften und ihrer Kunden angespannt. Meteorologische Warnungen der höchsten Stufen signalisieren, dass eine Normalisierung des Flugplans erst zur Mitte der Woche zu erwarten ist. Die Situation vor Ort wird durch volle Terminals und komplexe Umbuchungsprozesse erschwert, während die maritime Lage zeitgleich den Schiffsverkehr beeinträchtigt. Analyse der meteorologischen Lage und Warnstufen Das verantwortliche Wetterphänomen, Sturmtief Regina, hat das Archipel von Madeira seit dem frühen Montagmorgen fest im Griff. Das portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre, IPMA, hat für die gesamte Inselgruppe eine Warnung der Stufe Orange herausgegeben. Diese Warnung bezieht sich primär auf die extremen Windgeschwindigkeiten, die im Küstenbereich Spitzenwerte von bis zu 95 Kilometern pro Stunde erreichen. In den exponierten Gebirgslagen der Inselmitte wurden bereits Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde registriert. Neben den Windgeschwindigkeiten spielt die Windrichtung eine entscheidende Rolle für den Flughafen in Santa Cruz. Die vorherrschenden Strömungen aus Nord bis Nordwest führen am Flughafen zu gefährlichen Fallwinden und

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Massive Abfertigungsverzögerungen am Flughafen Lanzarote führen zu Passagierstrands

Am vergangenen Mittwoch kam es am Flughafen César Manrique–Lanzarote zu einem folgenschweren Zwischenfall für Fluggäste der Fluggesellschaft Ryanair. Insgesamt 89 Passagiere, die nach Bristol reisen wollten, verpassten ihren Flug FR4756, da sie aufgrund massiver Warteschlangen an der Passkontrolle nicht rechtzeitig das Boarding-Gate erreichten. Da das Vereinigte Königreich kein Mitglied des Schengen-Raums ist, müssen Reisende in diesem Bereich ihre Pässe stempeln lassen, was zu einer Überlastung der Kontrollstellen führte. Trotz der hohen Zahl an festsitzenden Personen entschied sich die Fluggesellschaft gegen eine Wartezeit und hob mit einer Verspätung von 46 Minuten ab, nachdem das Gepäck der betroffenen Passagiere in einem fast einstündigen Prozess wieder entladen worden war. Dieses Ereignis reiht sich in eine Serie von Abfertigungsproblemen am Flughafen Lanzarote ein, die besonders Passagiere aus Nicht-EU-Staaten betreffen. Bereits im Februar 2025 kam es zu ähnlichen Szenarien, als die zeitgleiche Landung von 17 Maschinen aus Nicht-Schengen-Ländern die Kapazitäten der Grenzpolizei sprengte. Lokale Wirtschaftsvertreter, darunter José Valle von der Handelskammer Lanzarote, hatten bereits im Sommer 2025 vor personellen Engpässen und einer unzureichenden Infrastruktur gewarnt. Die Situation wird durch die Einführung des digitalen EU-Einreise- und Ausreisesystems (EES) zusätzlich verschärft, da die digitale Erfassung biometrischer Daten die Bearbeitungszeit pro Passagier deutlich erhöht. Branchenexperten sehen in dem harten Vorgehen von Ryanair auch eine Reaktion auf den anhaltenden Streit zwischen der Airline und dem spanischen Flughafenbetreiber AENA. Hintergrund sind erhöhte Flughafengebühren, gegen die Ryanair-Chef Michael O’Leary seit geraumer Zeit protestiert. Das strikte Festhalten an Slot-Zeiten, auch wenn dabei fast hundert Passagiere am Boden bleiben, verdeutlicht den wirtschaftlichen Druck

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Lufthansa Technik erreicht Meilenstein bei der Wartung von GTF-Triebwerken

Lufthansa Technik hat die eintausendste Überholung eines Pratt & Whitney Geared Turbofan (GTF)-Triebwerks abgeschlossen. Dieser operative Erfolg markiert einen Wendepunkt in der langfristigen Strategie des Unternehmens, sich als führender Akteur im globalen Instandhaltungsnetzwerk für moderne Flugzeugantriebe zu positionieren. Das GTF-Triebwerk findet breite Anwendung in der Airbus A320neo-Familie, dem Airbus A220 sowie den E-Jets von Embraer. Die Erreichung dieser Marke unterstreicht die intensive technologische Zusammenarbeit mit dem Hersteller Pratt & Whitney, einer Tochtergesellschaft des US-Konzerns RTX, und festigt die Kapazitäten für die kommenden Jahre. Ein wesentlicher Pfeiler dieser Entwicklung ist der Standort EME Aero im polnischen Jasionka, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik und MTU Aero Engines. Mit über 1.200 Mitarbeitern und hochmodernen Prüfständen hat sich das Zentrum auf das gesamte Spektrum der Triebwerksinstandhaltung spezialisiert, von schnellen technischen Durchsichten bis hin zu vollständigen Generalüberholungen. Bis zum Jahr 2028 plant das Unternehmen, die Kapazität in Polen auf jährlich über 500 Einlastungen zu steigern, um dem weltweit wachsenden Bedarf der Fluggesellschaften gerecht zu werden. Parallel dazu hat Lufthansa Technik AERO Alzey seine spezialisierte Rolle für das PW1500G-Triebwerk durch den Bau eines neuen, 10.000 Quadratmeter großen Logistikzentrums weiter gestärkt. Die strategische Ausrichtung des Wartungsnetzwerks umfasst neben den stationären Großwerkstätten auch spezialisierte mobile Einsatzteams. Diese sogenannten Mobile Engine Services sind an den Standorten Frankfurt, Montreal, Tulsa und Shenzhen stationiert. Ziel dieser Einheiten ist es, technische Eingriffe direkt beim Kunden vorzunehmen, um die Ausfallzeiten der Maschinen so gering wie möglich zu halten. Da die weltweite GTF-Flotte aufgrund technischer Nachbesserungsbedarfe bei bestimmten Baureihen unter erhöhtem Wartungsdruck steht, kommt

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