
Slowakei tritt Hotelstars Union bei und Forderung nach Transparenz bei Online-Portalen verschärft sich
Die Hotelstars Union (HSU) hat im Rahmen ihrer 11. Generalversammlung in Cork, Irland, die Slowakei als 22. Mitglied in ihren Verbund aufgenommen. Das Land wechselt damit vom Beobachterstatus zur assoziierten Mitgliedschaft und verpflichtet sich zur Anwendung des einheitlichen europäischen Kriterienkatalogs für die Hotelklassifizierung. Dieser Schritt soll die Vergleichbarkeit von Beherbergungsbetrieben über Landesgrenzen hinweg stärken und den Qualitätsstandard in Zentraleuropa weiter harmonisieren. Karin Rosenberger vom Fachverband Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich betonte, dass durch diesen Beitritt ein wichtiger Beitrag zur Transparenz für internationale Gäste geleistet wird. Zentrales Thema der Versammlung war jedoch die anhaltende Kritik an der Darstellung von Hotelsternen auf großen Buchungsplattformen, insbesondere bei Booking.com. Die HSU wirft dem Portal vor, durch eine intransparente Vermischung von offiziellen Sternen und selbsteingeschuften Kategorien die Verbraucher in die Irre zu führen. Eine aktuelle Entscheidung der niederländischen Werbeaufsicht stützt diese Position: Konsumenten assoziieren Hotelsterne demnach mit einem objektiven, behördlich oder verbandlich geprüften System. Werden hingegen Sterne ohne anerkannte Klassifizierung angezeigt, untergrabe dies das Vertrauen in das gesamte Bewertungssystem der Hotellerie. Die Branchenvertreter fordern von Booking.com, künftig ausschließlich offiziell vergebene Sterne auszuweisen. Ein technischer Lösungsweg läge in der kostenlosen Anbindung der Plattform an die zentrale HSU-Datenbank, über die valide Klassifizierungsdaten für über 22.000 Hotels in Europa direkt übermittelt werden könnten. Laut Verbandsangaben hat das Buchungsportal diesen Schritt bisher verweigert. Markus Luthe, Präsident der Hotelstars Union, forderte das Unternehmen eindringlich auf, die irreführende Praxis zu beenden und eine klare Abgrenzung zwischen klassifizierten Betrieben und nicht klassifizierten Unterkünften vorzunehmen. Hintergrund der Debatte ist der zunehmende Wettbewerbsdruck durch private








