Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Deutschland: Verkehrsgerichtstag befasste sich erstmals mit der Luftfahrt

Der deutsche Verkehrsgerichtstag befasste sich erstmals auch mit rechtlichen Fragen des Luftverkehrs. Dazu wurde ein eigener Arbeitskreis gebildet, in dem Experten der unterschiedlichen Bereiche dem Spannungsfeld zwischen dem Schutz sensibler Informationen und dem Strafverfolgungsinteresse des Staates und gaben Empfehlungen zu Anpassungen des deutschen Rechts. Im Zentrum der zweitägigen Beratungen stand das Konzept der „Just Culture“ (Redlichkeitskultur) welches den Umgang mit der Meldung von Fehlern zur Steigerung der Flugsicherheit bezeichnet. In seiner Empfehlung stellte der Arbeitskreis VIII übereinstimmend fest, dass „Just Culture“ und der Schutz sicherheitsrelevanter Daten im Sinne der Verordnungen (EU) Nr. 996/2010 und Nr. 376/2014 wesentlich zur Förderung und Verbesserung der Flugsicherheit beitragen. „Nur wenn das Vertrauen aller beteiligten Personen in ein Meldesystem besteht, kann es dauerhaft funktionieren. Die Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags bilden nun die Grundlage für die Weiterentwicklung und Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen“, so Matthias Baier, Pressesprecher der Vereinigung Cockpit.

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Air France fährt das China-Programm wieder hoch

Die Fluggesellschaft Air France fährt mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2023 das China-Programm wieder noch. Man wird die Ziele Peking, Shanghai und Hongkong täglich ansteuern. Derzeit bietet man nur wenige wöchentliche Umläufe an. Die chinesische Hauptstadt wird momentan ab Paris-Charles de Gaulle nur einmal pro Woche angesteuert. Nach Shanghai geht es zweimal wöchentlich, wobei diese Route per 3. Feber 2023 um eine weitere Frequenz erweitert wird. Hong Kong hat Air France erst am 9. Jänner 2023 reaktiviert und wird derzeit dreimal pro Woche angesteuert. Per 1. Juli 2023 sollen die drei Destinationen wieder täglich bedient werden. Air France steuert die Volksrepublik China seit dem Jahr 1966 an. Vor der Corona-Pandemie hatte man bis zu 32 wöchentliche Verbindungen in dieses Land. Dabei sind auch die Flüge in Sonderverwaltungszonen inkludiert. Nach und nach will der französische Carrier wieder das Vorkrisenniveau erreichen. In Richtung Shanghai werden Boeing 777-300ER zum Einsatz kommen. Dieser verfügt über die jüngste Langstreckenkabine. Angeboten werden 309 Sitzplätze, die sich wie folgt verteilen: 273 in der Economy-Class und je 48 in der Premium-Economy- und Business-Klasse. Die Ziele Hongkong und Peking sollen mit Boeing 787-9 bedient werden. Dieser Maschinentyp verfügt bei Air France über 279 Sitzplätze. Davon befinden sich 228 in der Economy-Class, 21 in der Premium-Economy-Klasse und 30 in der Business-Class.

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Ryanair sucht Piloten und Flugbegleiter in der Ukraine

Die Billigfluggesellschaft Ryanair befindet sich derzeit auf der Suche nach Piloten und Flugbegleitern, die ab der Ukraine eingesetzt werden sollen. Der Carrier will sich darauf vorbereiten, dass man nach Kriegsende so rasch wie möglich die Verbindungen in das von der russischen Armee überfalle Land wieder aufnehmen kann. Im Zuge der Präsentation der jüngsten Finanzzahlen sagte Konzernchef Michael O’Leary gegenüber der Agentur Reuters unter anderem: „Wir stellen eine ganze Reihe von ukrainischen Piloten und Flugbegleitern ein, damit wir unsere Basen in der Ukraine wieder einrichten können, falls und wenn es sicher ist. Wir sind sehr engagiert, in die Ukraine zurückzukehren, sobald es sicher ist“. Bereits kurz nach dem Angriff Russlands gegen die Ukraine meinte der Manager, dass man die erste internationale Fluggesellschaft sein wird, die ihre Verbindungen reaktivieren wird. Damals vermutete Michael O’Leary, dass man mindestens bis zur Wintersaison 2022/23 nicht fliegen kann. Derzeit ist ein Ende des Krieges aber nicht in Sicht. Einen echten Zeitplan für das Ukraine-Comeback kann Ryanair daher nicht erstellen. Man bereitet sich aber vor, dass man nach Kriegsende so rasch wie möglich die Ukraine wieder ins Streckennetz aufnehmen kann. Am 24. Februar 2022 startete die Russische Föderation einen Großangriff gegen ihr Nachbarland Ukraine. Der zivile Flugbetrieb wurde mit sofortiger Wirkung aus Sicherheitsgründen untersagt. Während Ryanair und andere internationale Airlines darauf geachtet haben, dass das Fluggerät nicht in der Ukraine verbleibt, konnte Wizz Air vier Maschinen nicht mehr ausfliegen. Jener Airbus A320, der sich in Lwiw befand, konnte mittlerweile das vom Krieg geplagte Land verlassen, jedoch befinden

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Brussels Airlines: Belgische Gewerkschaft droht mit Pilotenstreik

Bei Brussels Airlines steht ein neuerlicher Pilotenstreik bevor. Die zuständige Gewerkschaft droht, dass zwischen 26. Feber und 26. März 2023 jeweils an Sonntagen die Arbeit niedergelegt werden soll. Noch hofft man aber, dass die Maßnahme abgewendet werden kann, denn die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber laufen noch. Als Deadline für eine Einigung wurde der 20. Feber 2023 vereinbart. Bislang ist es zu keinem Durchbruch gekommen. Streitpunkt ist der so genannte „Cafeteria Plan“, über den Beschäftigte ein Paket von Zusatzleistungen wie zusätzlichen Urlaub, Rentenversicherung oder ein Smartphone zusammenstellen können. Im Jahr 2020 wurde vereinbart, dass Piloten rund 30 Prozent ihres monatlichen Lohns über diesen erhalten sollen. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass der „Cafeteria Plan“ nicht an die starke Inflation angepasst ist und es daher zu einem Reallohnverlust kommt. Nun wird den Piloten vorgeschlagen, dass zwischen 26. Feber und 26. März 2023 an vorerst vier Sonntagen gestreikt werden soll. Dies steht unter dem Vorbehalt, dass zuvor einige Einigung mit Brussels Airlines erzielt werden kann.

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Air Baltic hat letzte de Havilland Dash 8-400 zurückgegeben

Über viele Jahre hinweg war die de Havilland Dash 8-400 das Rückgrat der Air-Baltic-Flotte. Kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie entschied sich der von Martin Gauss geleitete Carrier dieses Muster nicht mehr in den Linienbetrieb zurückzubringen. Am 1. Februar 2023 hat man die letzte Einheit an Leasinggeber Nordic Aviation Capital retourniert. „Der letzte Rückgabeflug markiert das offizielle Ende unserer bisherigen Entwicklungsphase. Die de Havilland Dash 8-400 war zweifellos ein Flugzeug mit hervorragender Leistung, das uns seinerzeit geholfen hat, dorthin zu gelangen, wo wir heute stehen – die effizienteste und umweltfreundlichste Flotte in Europa zu betreiben“, so Air-Baltic-Chef Martin Gauss. „Obwohl ein kleineres Flugzeug gelegentlich mehr Flexibilität erlaubt, hat eine Ein-Typ-Flotte immer noch erhebliche Vorteile – sowohl wirtschaftlich als auch technisch (Wartung) und auch in Bezug auf Nachhaltigkeit und Ausbildung. Wir sind Bombardier für den Service dankbar; es war eine Reise, die in unsere Geschichte eingegangen ist. Jetzt blicken wir nach vorne und freuen uns darüber, wie der Airbus A220-300 unsere Fluggesellschaft verändert hat und zu einem der wichtigsten und wertvollsten Vermögenswerte des Unternehmens geworden ist“. Im Jahr 2010 hat Air Baltic die erste de Havilland Dash 8-400 NextGen übernommen. Die Flotte wurde anschließend auf 12 Einheiten ausgebaut. Eigenen Angaben nach hat man mit diesem Maschinentyp 222.000 Flüge durchgeführt und 11 Millionen Passagiere befördert. In nachstehender Slideshow sind einige Fotos vom Rückgabeflug zu sehen:

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Köln: Lufthansa prüft Sitzverlegung nach Frankfurt oder München

Keine andere Fluggesellschaft wird so stark mit Frankfurt am Main verbunden wie Lufthansa. Zwar befindet sich hier auch der größte Verwaltungsstandort, jedoch ist der offizielle Firmensitz in Köln angesiedelt. Seitens des Konzerns gibt es Überlegungen diesen nach Frankfurt oder München zu verlegen. Noch ist keine Entscheidung gefallen, da sich die Überlegungen laut einem Firmensprecher in einem „sehr frühen Stadium“ befinden. Der registrierte Sitz der Lufthansa AG befindet sich trotz des Umstands, dass der Konzern defacto vom Lufthansa Aviation Center, das auf dem Areal des Frankfurter Flughafens angesiedelt ist, in Köln. Nun überlegt man, ob dieser nach Frankfurt oder München verlagert werden könnte. Für beide Städte gibt es zahlreiche Argumente. Für die zuerst genannte Stadt spricht, dass man hier das Hauptdrehkreuz und den größten Verwaltungsstandort unterhält. Für die bayerische Landeshauptstadt gibt es unter anderem das Argument, dass man mit dem dortigen Airport eng zusammenarbeitet und beispielsweise das Terminal 2 gemeinsam betreibt.

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Paid-Catering: Lufthansa führt Online-Vorbestellung ein

Der spontane Verkauf von Speisen und Getränken an Bord von Verkehrsflugzeugen läuft nicht auf jeder Route nach den Vorstellungen der Fluggesellschaften. Lufthansa führt nun ein, dass kostenpflichtige Waren vorbestellt werden können. Ab 8. Feber 2023 kann man auf Europa-Flügen ab einer Flugdauer von einer Stunde Speisen vorab bestellen. Dabei kann man über einen neuen Pre-flight Shop das Wunschgericht auswählen und anschließend an Bord bezahlen. Lufthansa akzeptiert auch weiterhin kein Bargeld, sondern lediglich Kredit- und Debitkarten. Das Vorbestellungsangebot umfasst ausschließlich die frischen Speisen wie Bowls, Salate, Sandwiches und Kuchen, die gemeinsam mit den Partnern Dean&David und Dallmayr entwickelt wurden. Unabhängig davon können Fluggäste weiterhin auch ohne Vorbestellung an Bord aus dem breiten Angebot von Onboard Delights, das außer den frischen Produkten auch Snacks und Getränke beinhaltet, wählen. Mit dem neuen Service stellt Lufthansa sicher, dass die gewünschte Mahlzeit an Bord verfügbar ist. Gleichzeitig leistet das neue Konzept durch die verbesserte Planbarkeit einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, weil weniger Lebensmittel verschwendet werden und weniger überflüssige Verpackungsabfälle anfallen.

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Sanktionen: USA wollen Ersatzteilversorgung Russlands über die Türkei unterbinden

Obwohl die Türkei Mitglied der Nato ist, beteiligt man sich bislang nicht an den gegen Russland und Belarus gerichteten Sanktionen. Dies in den Vereinigten Staaten von Amerika zunehmend ein Dorn im Auge und betrifft auch die Luftfahrt. Konkret geht es darum, dass Washington erreichen will, dass die Türkei die Nutzung des Luftraums von Flugzeugen, die in den USA gefertigt wurden, untersagt. Weiters will man die Ersatzteilversorgung unterbinden, denn laut Biden-Administration sollen russische Carrier über die Türkei durchaus an Komponenten, die eigentlich den Sanktionen unterliegen, kommen. Für die Türkei wird es allerdings schwierig, denn die USA drohen mit drastischen Geldstrafen bzw. stellen auch die Route ins Fenster, dass künftig weder Flugzeuge noch Ersatzteile in den Bosporus-Staat geliefert werden könnten. Auf der anderen Seite ist die Türkei enorm stark vom Tourismus abhängig und konnte sich ungeachtet des Ukraine-Kriegs in der russischen Föderation als Billig-Destination positionieren. Im Sommer 2022 hat man den Fokus besonders stark auf russische Touristen gelegt. In vielen Fällen sind diese mit Maschinen des Herstellers Boeing nach Antalya und Co geflogen. Genau das ist den USA ein Dorn im Auge. Der Umstand, dass russische und weißrussische Maschinen weiterhin den türkischen Luftraum nutzen dürfen und obendrein Wartung und Ersatzteilversorgung erhalten, stört die USA ganz besonders. Man weist die türkische Regierung eindringlich daraufhin, dass bei weiterer Missachtung der Exportkontrolle drastische Strafen drohen könnten. Somit befindet der von Erdogan geleitete Nato-Staat in einer Zwickmühle zwischen Biden und Putin.

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Air Malta: 9H-NEE wird erster A320neo mit neuer Livery

In Kürze wird die Fluggesellschaft Air Malta eine neue Livery einführen. Das erste Flugzeug, das im neuen Design erscheinen wird, ist der Airbus A320neo mit der Seriennummer 11366. Der Neuzugang soll innerhalb der nächsten sechs bis neun Wochen ausgeliefert werden. Laut Mavio News soll dieser Airbus A320neo die Registrierung 9H-NEE erhalten. Im Vorjahr seitens Air Malta angekündigt, dass eine neue Livery eingeführt wird. Diese erinnert stark an eine vormalige, die man bereits in der Vergangenheit hatte. Es wird damit gerechnet, dass der Carrier rund um die Ankunft der ersten Maschine in neuem Farbenkleid ein Event veranstalten wird.

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Airbus A320 von Compagnie Africaine Aviation hat linkes Höhenruder verloren

Am 29. Jänner 2023 ereignete sich auf einem von Compagnie Africaine Aviation durchgeführten Inlandsflug von Mbuji Mayi nach Kinshasa N’Djili ein durchaus gefährlicher Zwischenfall. Kurz nach dem Start der 9S-ABM brach das linke Höhenruder ab und löste sich vom Flugzeug. Der Mittelstreckenjet war unter der Flugnummer BU415 innerhalb der Demokratischen Republik Kongo unterwegs. Die Maschine starte auf der Piste 34. Bis zu diesem Zeitpunkt verlief alles regulär, jedoch brach dann ein großer Teil des linken Höhenruders ab und flog von der 9S-ABM ab. Dies hatte zur Folge, dass der Airbus A320, betrieben von CAA, nur noch sehr eingeschränkt manövrierfähig war. Offiziellen Angaben nach konnten die Piloten keine Linkskurven, sondern nur noch Rechtskurven fliegen. Da die Situation äußerst unklar war, entschied sich der Kapitän dazu den Flug nach Kinshasa zunächst fortzusetzen und vor der Landung einen Tiefflug nahe dem Tower durchzuführen. Hintergrund: Er bat darum, dass Personen am Boden mittels Fernglas und anderen Hilfsmitteln den Airbus A320 genau beobachten und ihm berichten welchen Schaden das Flugzeug hat. In solchen Fällen kann es tatsächlich sinnvoller sein den Flug zunächst fortzusetzen, da beim Beibehalten der Flugrichtung das Risiko bedeutsam niedriger ist als wenn ohne Kenntnis des genauen Schadens Manöver unternommen werden. Nachdem die beiden Piloten die Informationen vom Boden erhalten hatten, wurde nach kurzer Beratung zwischen Co-Pilot und Kapitän entschieden, dass eine besonders vorsichtige Landung, die zuvor mir ausschließlichen Rechtskurven eingeleitet wird, absolviert wird. Dem Cockpitteam ist es gelungen die 9S-ABM sicher auf dem Flughafen Kinshasa N’Djili aufzusetzen. Das abgetrennte Teil des Höhenleitwerks

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