
Ryanair und Kiwi: Schlammschlacht auf dem Rücken der Passagiere
Der Streit zwischen Ryanair und dem tschechischen Tickethändler Kiwi.com hat eine neue Dimension angenommen: Passagiere, die Bordkarten vorweisen, die über den automatischen Check-In-Service von Kiwi ausgestellt wurden, werden nicht mehr akzeptiert. Den Passagieren wird das Einsteigen verweigert. Dem irischen Lowcoster sind so genannte OTAs ein Dorn im Auge. Die meisten Anbieter schlagen auf den Ticketpreis und insbesondere auf Extra-Leistungen wie Priority Boarding oder Aufgabe-Gepäckstücke kräftig auf. Genau das macht auch Kiwi.com und zum Teil auch ganz üppig, denn rund zehn Euro mehr als direkt bei Ryanair sind keine Seltenheit. Der Billigflieger ist der Ansicht, dass dadurch die Preise künstlich verzerrt werden. Genau genommen: Vermutlich würde der Lowcoster das Geld gerne selbst kassieren. In der Corona-Pandemie haben sich eine OTAs besonders negativ ausgezeichnet, denn die Passagiere wurden in eine Art Endlosspirale zwischen Airline und Tickethändler geschickt. Für die Erstattung der nicht durchgeführten Flüge wollte niemand zuständig sein. Bei Ryanair war das besonders kompliziert, denn das Unternehmen weigerte sich Ticketgelder an OTAs zu erstatten und pochte darauf ausschließlich direkt an die Reisenden zu bezahlen. OTAs können im Problemfall mühsam sein – Ryanair erst recht Genau das ist aber ein großes Problem, denn viele dieser Online-Tickethändler verwenden bei den Buchungen virtuelle Kreditkarten und automatisch generierte E-Mail-Adressen. Somit ist es der Fluggesellschaft nahezu unmöglich den Passagier direkt zu kontaktieren. Oftmals werden dann Informationen der Airline nicht an den Fluggast weitergegeben. Dieses Problem tritt übrigens auch bei über Expedia getätigte AUA-Buchungen auf. Dem genannten Tickethändler scheint das auch schlichtweg egal zu sein, denn auf Anfrage





