Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Ryanair und Kiwi: Schlammschlacht auf dem Rücken der Passagiere

Der Streit zwischen Ryanair und dem tschechischen Tickethändler Kiwi.com hat eine neue Dimension angenommen: Passagiere, die Bordkarten vorweisen, die über den automatischen Check-In-Service von Kiwi ausgestellt wurden, werden nicht mehr akzeptiert. Den Passagieren wird das Einsteigen verweigert. Dem irischen Lowcoster sind so genannte OTAs ein Dorn im Auge. Die meisten Anbieter schlagen auf den Ticketpreis und insbesondere auf Extra-Leistungen wie Priority Boarding oder Aufgabe-Gepäckstücke kräftig auf. Genau das macht auch Kiwi.com und zum Teil auch ganz üppig, denn rund zehn Euro mehr als direkt bei Ryanair sind keine Seltenheit. Der Billigflieger ist der Ansicht, dass dadurch die Preise künstlich verzerrt werden. Genau genommen: Vermutlich würde der Lowcoster das Geld gerne selbst kassieren. In der Corona-Pandemie haben sich eine OTAs besonders negativ ausgezeichnet, denn die Passagiere wurden in eine Art Endlosspirale zwischen Airline und Tickethändler geschickt. Für die Erstattung der nicht durchgeführten Flüge wollte niemand zuständig sein. Bei Ryanair war das besonders kompliziert, denn das Unternehmen weigerte sich Ticketgelder an OTAs zu erstatten und pochte darauf ausschließlich direkt an die Reisenden zu bezahlen. OTAs können im Problemfall mühsam sein – Ryanair erst recht Genau das ist aber ein großes Problem, denn viele dieser Online-Tickethändler verwenden bei den Buchungen virtuelle Kreditkarten und automatisch generierte E-Mail-Adressen. Somit ist es der Fluggesellschaft nahezu unmöglich den Passagier direkt zu kontaktieren. Oftmals werden dann Informationen der Airline nicht an den Fluggast weitergegeben. Dieses Problem tritt übrigens auch bei über Expedia getätigte AUA-Buchungen auf. Dem genannten Tickethändler scheint das auch schlichtweg egal zu sein, denn auf Anfrage

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Dortmund kündigt Notfallübung an

Der deutsche Flughafen Dortmund wird am Samstag, den 21. August 2021, im Zeitraum von 8 Uhr 00 bis 11 Uhr 00 eine Notfallübung durchführen. Dabei wird ein schwerer Unfall simuliert. Wenn Samstagmorgen der Notfallalarm in der Feuerwehrwache des Dortmunder Flughafens ertönt, startet die von der Internationalen Zivilluftorganisation (ICAO) und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) vorgeschriebene Notfallübung. Als Unfallszenario wird eine Kollision zwischen zwei Luftfahrzeugen auf dem Vorfeld simuliert. Schwerpunkte der Übung sind die Flugzeugbrandbekämpfung und Menschenrettung. Darüber hinaus wird die interne Kommunikation zwischen allen Instanzen trainiert. Die Flughafenübung am Dortmund Airport findet im Sicherheitsbereich des Flughafens statt. Öffentliche Straßen und Zugänge werden am Übungstag nicht gesperrt. Der Flugbetrieb ist ebenfalls nicht betroffen. Verkehrsflughäfen sind gesetzlich verpflichtet, alle zwei Jahre eine Flugunfallübung durchzuführen.

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Burgas: Gullivair hat Linienflüge aufgenommen

Die bulgarische Gullivair hat am Sonntag den Linienflugbetrieb zwischen Sofia und Burgas aufgenommen. Zuvor war man ausschließlich in den Bereichen Charter und ACMI tätig. Die neue Inlandsstrecke soll ganzjährig mit ATR72-600 bedient werden. Vorläufig bietet der Carrier einen täglichen Umlauf an. Zum Einsatz kommt momentan die LZ-DAJ, wobei Gullivair in Kürze zwei weitere Maschinen des Typs ATR72-600 in Dienst stellen wird. Mit diesen sollen weitere Linienstrecken, vornehmlich im Inland aufgenommen werden. Es ist geplant, dass Gullivair dem Flughafen Ruse neues Leben einhauchen soll. Dazu soll eine Anbindung an die Hauptstadt Sofia mit ATR72-600 aufgenommen werden. Weitere Strecken sind geplant, jedoch ist noch nichts spruchreif.

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Rom: ITA ist jetzt offiziell eine Fluggesellschaft

Der Alitalia-Nachfolger Italia Trasporto Aereo (ITA) ist nun offiziell eine Fluggesellschaft, denn am Mittwoch überreichte Enac-Chef Pierluigi Di Palma AOC und Betriebsgenehmigung. Der Verkauf von Flugscheinen kann mit sofortiger Wirkung aufgenommen werden. Das erste Flugzeug, das auf ITA registriert ist und bereits einen Sticker „operated by ITA“ trägt, ist die EI-EJN. Mit diesem Airbus A330 wurde vor wenigen Tagen der für die Erteilung der Zertifikate notwendige Demonstration-Flight durchgeführt. An Bord befanden sich Beamte der italienischen Luftfahrtbehörde Enac. Unter welcher Marke ITA an den Start gehen wird ist noch offen. Der Grund dafür ist, dass die EU-Kommission darauf pocht, dass die Rechte an der Marke Alitalia nicht nahtlos übertragen werden dürfen. Eine öffentliche Auktion muss durchgeführt werden und den Zuschlag bekommt der Höchstbieter. Theoretisch ist es also möglich, dass eine x-beliebige Person mehr bietet als ITA und somit in den Besitz der Marke Alitalia kommt. Unabhängig vom Branding soll ITA Im Oktober 2021 den kommerziellen Erstflug auf eigene Rechnung durchführen. Der Vorgänger, Alitalia, der seit dem Insolvenzantrag mehrfach mit Staatshilfe in der Luft gehalten wurde, soll dann in die Liquidation geschickt werden. Zuvor soll ITA noch einige Assets herauskaufen. Zunächst wird man mit einigen Ex-Alitalia-Flugzeugen an den Start gehen, aber mittelfristig sind Neubestellungen vorgesehen. Derzeit buhlen Airbus und Boeing um Aufträge.

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Qantas kündigt Impfpflicht für alle Mitarbeiter an

Nach Cathay Pacific und United Airlines führt auch Qantas eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter ein. Der Konzern kündigte als weltweit erste Fluggesellschaft an, dass man in Zukunft nur noch Passagiere, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, befördern wird. Einen konkreten Termin für die Umsetzung gibt es bezüglich der Gäste noch nicht. Ganz anders sieht die Situation bei den Mitarbeitern aus. Das fliegende Personal sowie die Bodenmitarbeiter müssen ihrem Arbeitgeber bis zum 15. November 2021 nachweisen, dass sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Ausnahmen soll es für Personen, die aus medizinischen Gründen nicht immunisiert werden können, geben. Qantas schreibt dazu in einer Medienmitteilung, dass man derzeit davon ausgeht, dass es sich nur um wenige Einzelfälle handeln wird. In allen anderen Unternehmensbereichen, beispielsweise in Technik und Verwaltung, müssen die Qantas-Mitarbeiter bis zum 31. März 2022 nachweisen, dass sie vollständig geimpft wurden. Wie der Carrier mit Beschäftigten, die der Anordnung nicht nachkommen verfahren wird, ist noch unklar. In Hong-Kong gibt es bei Cathay Pacific eine klare Ansage: Wer sich nicht gegen Corona impfen lässt, riskiert den Arbeitsplatz. In einem Anschreiben ist klar und deutlich zu lesen, dass man sich von Beschäftigten, die ungeimpft bleiben wollen, trennen wird. Auch in den USA gibt es bei United Airlines entsprechenden Druck, jedoch wird dieser nicht so offen ausgesprochen wie bei Cathay Pacific. In Europa teilte Air Baltic als erster Carrier mit, dass man künftig nur noch vollständig geimpfte Personen neu einstellen wird. Eine Impfpflicht für die bestehende Belegschaft ist derzeit nicht vorgesehen. Ähnlich verhält sich in

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Zulieferer FACC schreibt wieder schwarze Zahlen

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC AG konnte im ersten Halbjahr 2021 das EBIT um 37,3 Millionen Euro auf 2,9 Millionen Euro steigern. Damit erreichte der Konzern wieder die Gewinnzone. Im Vorjahr steckte man tief in den roten Zahlen. Der Halbjahresumsatz 2021 in Höhe von 240,2 Millionen Euro soll laut FACC AG die Markterholung zeigen. „Unser Ziel war der Turnaround und den haben wir geschafft. Mit einem stringenten Effizienzsteigerungsprogramm hat FACC rasch auf die plötzlichen Herausforderungen reagiert. Wir haben neben den notwendigen Anpassungen im Kerngeschäft Luftfahrt unsere Strategie um die Bereiche Drohnen und Raumfahrtanwendungen erweitert“, berichtet Robert Machtlinger, CEO der FACC AG. „Wir merken nach den ersten sechs Monaten eine stetige Erholung des Luftfahrtmarktes, auch die Prognosen für das Jahr 2022 versprechen ein weiteres Ansteigen des Bedarfs.“ Starkes Wachstum prognostiziert Der Konzernumsatz im zweiten Quartal 2021 lag um 20,8 Prozent über dem Quartalsumsatz des Vorjahres. Für das zweite Halbjahr rechnet man mit einer weiteren positiven Weiterentwicklung der Marktlage. Das Management geht von einem Umsatz von etwa 500 Millionen Euro aus. Das EBIT soll leicht positiv ausfallen. Für das Jahr 2022 erwartet das Unternehmen ein erneutes Wachstum: Für FACC wesentliche Programme werden von der Marktentwicklung profitieren. Besonders positiv zeigt sich die Airbus A320-Familie, die mit einem Konzernumsatzanteil von über 30 Prozent für FACC wichtigste Flugzeugplattform. Geplante Neuprojekte werden für einen zusätzlichen Aufschwung sorgen. „Wir gehen aufgrund der derzeitigen Entwicklungen von einer Rückkehr auf den Wachstumspfad ab dem Jahr 2022 aus“, so Machtlinger abschließend.

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Alaska Airlines bestellt 12 weitere B737-Max-9

Die U.S.-amerikanische Alaska Airlines will noch mehr Boeing 737 Max einflotten und zieht 12 Optionen für die B737-Max 9. Dadurch steigt das Volumen auf 93 fest bestellte Exemplare an. Die „Nachbestellungen“ sollen zwischen 2023 und 2024 an den Carrier ausgeliefert werden. In einer Medienmitteilung schreibt Alaska Airlines unter anderem, dass man die zusätzlichen Flugzeuge für die Expansion benötigt. Insgesamt erwartet man 93 Exemplare, wobei man noch weitere Optionen hält, die gegebenenfalls gezogen werden könnten.

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Regional Express und Virgin Australia kündigen 2.500 Mitarbeiter

Die so genannte Zero-Covid-Politik Australiens hat erhebliche Auswirkungen auf die Fluggesellschaften. Nach Qantas kündigen nun auch Virgin Australia und Regional Express temporäre Layoffs an. Betroffen sind etwa 2.500 Beschäftigte, die jedoch später – bei Bedarf – wieder eingestellt werden sollen. Für den Zeitraum ihrer Nicht-Anstellung können diese Arbeitslosengeld beziehen. Beide Carrier erklären gegenüber lokalen Medien, dass man angesichts der aktuellen Lockdown-Situation keine andere Möglichkeit habe. Die Regierung verhängt auch bei nur wenigen Coronafällen Lockdowns über Metropolen und ganze Regionen. Kürzlich gab es in einer Großstadt einen einzigen positiven Test und sofort wurde ein vorerst siebentägiger Lockdown verhängt. In Sydney wächst der Unmut darüber, denn trotz des Umstands, dass die Bevölkerung nur für wenige Ausnahmen die Wohnung verlassen darf, steigen die Zahlen.

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DR Kongo: Motorradfahrer crasht Dash 8-400

In der Demokratischen Republik Kongo ereignete sich am Samstag ein absolut nicht alltäglicher Zwischenfall bei der Landung der DHC Dash 8-400 mit der Registrierung 9S-AAN. Das Turbopropflugzeug kollidierte mit einem Motorradfahrer. Offiziellen Angaben nach ist zwar das Motorrad schrottreif, jedoch sollen sowohl die Insassen des Turbopropflugzeugs als auch der Fahrer wohlauf sein. Vorsorglich wurde der Mann, der sich offensichtlich auf die Runway verirrt hatte, zur Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort soll es aber grünes Licht gegeben haben. Doch wie kommt eigentlich ein privater Motorradfahrer auf die Start- und Landebanhn des Flughafens Lubumbashi? Genau das will der Premierminister genau wissen und hat eine ausführliche Untersuchung des Zwischenfalls angeordnet. Lokale Medien schreiben, dass es keine Einfriedung um das Areal des Airports geben soll und Einheimische hie und da mal eine „Abkürzung“ nutzen. Die Maschine von Congo Airways erlitt durch den Zwischenfall nicht unerhebliche Beschädigungen. Diese betreffen primär das Fahrwerk und die Nase der DHC Dash 8-400. Am wichtigsten erscheint jedoch, dass alle Passagiere, Crewmitglieder und der Motorradfahrer großes Glück im Unglück hatten.

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Catering: Do&Co meldet positives EBIT

Der österreichische Airline-Caterer Do&Co konnte sich auf den ersten Blick deutlich steigern, doch die Geschäftsleitung weist darauf hin, dass die Umsatzsteigerung im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres nur auf dem Umstand beruht, dass im Vorjahreszeitraum der Flugverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Laut Do&Co ist die Vergleichbarkeit der Finanzzahlen daher nicht wirklich gegeben. Heuer ist das Geschäft wieder angelaufen, denn nach und nach haben die Airlines, also Kunden des Caterers, ihre Streckennetze wieder hochgefahren. In den USA hat Do&Co im März 2021 am Standort Detroit, der neu gegründet wurde, das Bordservice von Delta Air Lines übernommen. Mit mehr als 400 täglichen Abflügen im Jahr 2019 ist Detroit einer der größten und wichtigsten Hubs der Fluglinie in den USA. Mit American und Spirit Airlines hat Do&Co schon drei Kunden am erst kürzlich eröffneten neuen Standort. Generell konnte das Catering-Unternehmen davon profitieren, dass in den Vereinigten Staaten von Amerika die Nachfrage in der Luftfahrt deutlich früher als in Europa angezogen ist. Do&Co konnte dadurch auch Neukunden gewinnen: Seit Mitte April 2021 bereitet man, nach New York, auch in Los Angeles, San Diego und Palm Springs das Essen für die Business Class (Mint Class) von JetBlue zu. Auch auf den Jetblue-Langstreckenflügen ab Europa stammt das Catering aus dem Hause Do&Co. EBIT ist wieder positiv Seit Anfang Juni 2021 sorgt das Unternehmen für das leibliche Wohl an Bord von All Nippon Airways an den Standorten Frankfurt und München. Nach der Übernahme aller Cateringleistungen für sämtliche Iberia und Iberia Express Abflüge aus Madrid-Barajas im

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