Gastautor

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Klima-Kleber am Flughafen? Diese Rechte haben Passagiere

Zahlreiche Flugverspätungen und Ausfälle beschäftigen Reisende seit dem Sommer. Streiks und Personalmangel sorgten für viele Probleme an Flughäfen in Deutschland und Europa. Nun könnten Protestaktionen von Klimaschutzbewegungen für weitere Probleme im Flugablauf sorgen: Wie eine Aktivistin der „Letzten Generation“ am Sonntag, dem 6. November in „Stern am Sonntag“ verkündete, könnten Flughäfen in Deutschland in Zukunft das Ziel von Blockadeaktionen werden. Doch Flugreisende sind weder Aktivistinnen und Aktivisten noch Airlines schutzlos ausgeliefert, wie Fluggastrechteexperte Julián Navas von AirHelp erklärt: „Passagiere haben ab einer Verspätung von drei Stunden Anspruch auf eine Alternativbeförderung. Die Umbuchung auf einen anderen Flug muss von der ausführenden Airline selbst umgesetzt werden. Wird die Fluggesellschaft von sich aus nicht tätig, sollten betroffene Passagiere eine Frist auf drei Stunden nach der geplanten Abflugzeit setzen. Wird die Aufforderung dennoch nicht erfüllt, können Reisende eigene Alternativen suchen und die Kosten der Airline in Rechnung stellen. Ab einer Verspätung von mehr als fünf Stunden oder einer Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt ist die Airline zudem dazu verpflichtet, den vollen Ticketpreis zu erstatten. Bei Verspätungen von über zwei Stunden und einer Flugstrecke von mehr als 1.500 Kilometern muss die ausführende Airline den Passagieren am Flughafen Mahlzeiten und Getränke bereitstellen. Zudem müssen zwei Telefonate oder die Versendung von zwei E-Mails ermöglicht werden. Bei Bedarf müssen die Airlines auch eine Unterkunft bereitstellen und die Beförderung dorthin ermöglichen.“ Diese Rechte haben Passagiere laut der EG 261 Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung

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Analyse: Schiurlaube können teuer werden

Winterzeit, Pistenzeit! Zum Startschuss der Skisaison untersucht das Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent, worauf hierzulande beim Wintersport-Urlaub besonders Wert gelegt wird und wie die idealen Ferien in der kalten Jahreszeit aussehen. Insgesamt 1.000 Österreicher gaben Auskunft zu ihren Urlaubsplänen für die nächsten Monate. Durch die aktuelle Energiekrise und die damit einhergehende Teuerungswelle ist die Reiselust jedoch bei der heimischen Bevölkerung getrübt. Viele geben an, sich einen Wintersport-Urlaub schlicht nicht mehr leisten zu können. Gutes, hochwertiges Essen, frische Luft am Berg und Spaß mit Familie und Freunden – das lässt die Herzen der Befragten besonders hochschlagen, wenn sie an die perfekten Wintersport-Ferien denken. Einen konkreten Urlaub für die bevorstehende Saison haben hierzulande bereits 15% fix geplant oder schon gebucht, 22% sind noch am Überlegen. Dabei setzen die Österreicher tendenziell auf Kurztrips von wenigen Tagen bis zu maximal einer Woche: Im Schnitt planen die Befragten heuer 5 Nächte am Winterurlaubsort zu verbringen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wenig überraschend kommt für die überragende Mehrheit am ehesten das eigene Heimatland für einen Wintersport-Urlaub in Frage, gefolgt von der Schweiz und Italien. Die Anreise erledigt man dabei am liebsten mit dem eigenen Auto (81%). Im Idealfall sollte die maximale Anfahrtsdauer nicht mehr als 4 Stunden betragen, nur knapp 10% sind bereit, 6 Stunden oder länger bis zu ihrem Urlaubsort zu fahren. Im Rahmen des Wintersport-Urlaubs stehen vor allem Skifahren (56%), Rodeln (44%) und Eislaufen (28%) hoch im Kurs. Nichtsdestotrotz ist die sportliche Aktivität bei einem Winterurlaub nur für

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Deutschland: Fußball-WM lässt Katar-Buchungen um 900 Prozent steigen

Das Interesse der Deutschen an Flugreisen zur Fußballweltmeisterschaft in Katar steigt. Die Zahl der Flugreisen von Deutschland nach Katar lag im September um rund 900 Prozent über den Werten vom Januar. Damit liegt das Interesse der deutschen Fans zwar hinter anderen Quellmärkten, Deutschland belegt jedoch mit 2,6 Prozent Anteil am Gesamtaufkommen von WM-Touristen Platz 12. Das ergeben Daten des Touristikmarketings-Unternehmens Sojern, das das Buchungsverhalten von Reisenden weltweit erfasst. Nach Sojerns Analysen kommen die meisten WM-Touristen aus den Nachbarländern der Arabischen Emirate (17 Prozent), gefolgt von den USA (7 Prozent), Indien (7 Prozent), Großbritannien (6 Prozent). Die meisten deutschen WM-Fans gelangen via Frankfurt (51 Prozent) nach Katar. München (19 Prozent), Berlin (14 Prozent) und Düsseldorf (8 Prozent) folgen. Starkes Wachstum zeigen zuletzt auch die Städte Hannover und Stuttgart. Mathias Gerber, Sales Director Sojern DACH: „Deutschland liegt im internationalen Vergleich auf dem 12. Platz der Zubringermärkte nach Katar. Die weltweite Nachfrage nach Reisen in den Nahen Osten ist insgesamt hoch und liegt über den Zahlen für 2019. Interessant wird sein, ob die Reiseabsichten nach Katar und in die umliegenden GCC-Länder aus Deutschland über das Turnier hinaus bis ins Jahr 2023 anhalten werden.“

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Winter 2023: Air Astana baut Angebot aus

27 internationale und 15 innerkasachische Strecken: So sieht der aktuelle Winterflugplan 2022/23 von Air Astana aus. Mit dem Winterflugplan, der bis zum 25. März 2023 gilt, werden die Frequenzen zu einigen Ganzjahreszielen ausgebaut, darunter Atyrau-Istanbul (dreimal pro Woche), Almaty-Phuket (täglich), Almaty-Delhi (zweimal täglich) und Almaty-Malediven (fünfmal pro Woche). Die Strecke von Almaty nach Istanbul bleibt mit zehn Flügen wöchentlich unverändert, während die Frequenz von Astana nach Istanbul auf siebenmal pro Woche erhöht wird. Zudem kehrt die Flugverbindung zwischen Almaty und Bangkok zurück, die aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt war. Seit dem 30. Oktober 2022 bedient Air Astana mit einem Airbus A321LR die Verbindung fünfmal pro Woche. Ab dem 29. November 2022 wird die thailändische Hauptstadt sogar täglich angeflogen. Außerdem plant die Fluggesellschaft ab Januar 2023 zweimal pro Woche die Strecke zwischen Almaty und Medina (Saudi-Arabien) aufzunehmen. Einige saisonale Strecken werden im Winter wie gewohnt ausgesetzt, darunter die Flüge nach Bodrum, Batumi, Heraklion und Podgorica. Diese werden im Frühjahr 2023 wieder planmäßig aufgenommen. Während die Verbindung von Astana nach Tiflis im Winter nicht bedient wird, bleibt die Route Almaty-Tiflis bestehen und wird bis zu dreimal pro Woche angeboten.

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Kids-Studie 2022: Tourismus vergisst oft auf die Burschen

Im Juni 2022 war das Institut für Jugendkulturforschung gemeinsam mit der tfactory Trendagentur und Kids & Fun Consulting für die Kids-Studie 2022 im Feld. 400 Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren wurden zu diversen Themen direkt interviewt. Den touristischen Teil deckte Ursula Weixlbaumer-Norz ab, die Eigentümerin von Kids & Fun Consulting. Hier die Zusammenfassung der Expertin aus touristischer Sicht: „Die aktuell vorliegende Kids-Studie 2022 beschäftigt sich mit den Lebenswelten der zehn- bis 14-jährigen Kinder. Wenn man sie noch Kinder nennen darf. Sie selbst würden es jedenfalls radikal ablehnen, noch als Kinder bezeichnet zu werden. Sie haben zu 92 % ein Handy in der Hand. Zu ihren Freizeitaktivitäten gehört es im Internet zu surfen, Musik zu hören oder die sozialen Medien zu nutzen. Mehr als Sport zu betreiben oder sich mit Freunden zu treffen. Tageszeitung und Magazine lesen sie fast keine mehr. Fernsehen war gestern. Die liebste App ist „WhatsApp“ gefolgt von „TikTok“ und „Instagram“, die besonders bei Mädchen sehr beliebt sind. Ein nicht unbedeutender Teil der Studie beschäftigt sich mit Fragen, die konkret mit Urlaub und Tourismus zu tun haben. Etwa: Wer entscheidet den Urlaubsinhalt und -ort? Was erwarten sich die Kids vom Urlaub, welche Animationen hätten sie gerne? Denn: Die Kids beeinflussen zu einem hohen Prozentsatz die Urlaubsentscheidung (über 52 %). Die Antworten waren, das sei verraten, durchaus überraschend und unterschieden sich teilweise massiv zu Studien, die vor der Coronazeit durchgeführt wurden. Die Generation „Ich liebe meine Familie“ Erstaunlich ist immer wieder, wie diese Altersgruppe (noch) an ihre Eltern

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VC begrüßt Aufnahme der Feuerwehr-Funkfrequenz in das deutsche Luftfahrthandbuch AIP

Die Information über die Feuerwehr-Funkfrequenz 121.555 MHz für Notfälle an deutschen Flughäfen wurde mit dem letzten Update des Luftfahrthandbuches Deutschland („Aeronautical Information Publication“, AIP) offiziell veröffentlicht.  Die Vereinigung Cockpit (VC) sieht darin einen deutlichen Sicherheitsgewinn und begrüßt die Aufnahme der Frequenz in das Luftfahrthandbuch ausdrücklich. Die VC-Arbeitsgruppe Airport and Ground Environment (AGE) und weitere Vertreter des Berufsverbandes hatten sich im direkten Austausch mit dem Bundesverkehrsministerium für die Eintragung der Feuerwehfrequenz in die AIP eingesetzt.  „Die Einführung der Feuerwehrfrequenz an den deutschen Flughäfen sorgt für mehr Sicherheit“, so Vivianne Rehaag, VC-Vorständin Flight Safety. „Im Notfall wissen alle Beteiligten genau, wie sie miteinander kommunizieren können. Dadurch wird ein schneller und klarer Austausch zwischen Cockpit, Flughafenfeuerwehr und Fluglotsen ermöglicht, was essenziell für eine schnelle Lösung von Notfall-Situationen ist. Wichtig ist nun, dass alle Beteiligten geschult werden, so dass sich die effektive Nutzung der Frequenz etablieren kann.“ Das Luftfahrthandbuch AIP wird von der Deutschen Flugsicherung publiziert und enthält grundlegende Informationen zu Regeln und Verfahren im Flugverkehr.

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Flughafen-Lounge-Vergleich: Wo man in Deutschland entspannt wartet

Dass Urlaubsreisen mit dem Flieger nicht immer unkompliziert sind, haben viele Reisende diesen Sommer erfahren müssen. Stundenlange Verspätungen und Flugausfälle wie in der Urlaubssaison 2022 können bei Reisen ein großer Stressfaktor sein. Doch für manche Fluggäste gibt es am Airport schnelle Abhilfe: Flughafen-Lounges bieten eine ruhige Umgebung und Entspannung bei langen Wartezeiten. AirHelp, die weltweit größte Organisation für Fluggastrechte, hat daher die Flughafen-Lounges der zehn größten deutschen Flughäfen nach Preisen, Beliebtheit und Zugangsvoraussetzungen untersucht. WLAN, Duschen und Fernseher: Die Hamburger und Berliner Lounges sind am besten ausgestattet In den Flughafenlounges in Hamburg und Berlin werden den Reisenden die meisten Zusatzleistungen geboten – durchschnittlich konnten fünf der untersuchten Leistungen in den Lounges festgestellt werden. Untersucht wurden Services wie WLAN, Zeitungen und Magazine, Sanitäranlagen mit Duschen, Konferenzräume, Fernseher, kostenfreie Verpflegung sowie Kopierer und Drucker. Die meisten Services gibt es in der Lufthansa Lounge in Berlin, in der Hamburg Airport Lounge sowie in der Lufthansa Business Lounge in Hannover. Von insgesamt sechs Leistungen können Reisende hier profitieren. Aufgrund weniger angebotener Leistungen in den anderen Lounges im Flughafen schafft es die niedersächsische Landeshauptstadt zusammen mit Frankfurt und Düsseldorf mit durchschnittlich vier Zusatzleistungen trotzdem nur auf den zweiten Platz. In Berlin ist der Lounge-Zugang am teuersten Deutschlands jüngster Flughafen bietet durchschnittlich die teuersten Lounges: An dem Hauptstadtflughafen BER werden im Durchschnitt für die drei Lounges 169 Euro fällig, wobei die Lounge Zeitgeist mit 416,50 Euro mit Abstand die teuerste im ganzen Land ist. Für den Zugang ist die Buchung des VIP-Services nötig, der zum dreistündigen

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Eurowings Europe ab Winter auf Malta: UFO befürchtet Tarifflucht nach Milliardenhilfe

Die Pläne der Eurowings Europe, einer Lufthansa-Tochter, gehen in die heiße Phase: Ab Winter 2022 soll das maltesische AOC fertig sein. Der Abschluss des Flugzeug- und Besatzungstransfer ist bis zum Sommerflugplan 2023 geplant. Gleichzeitig wird die Basis in München geschlossen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) befürchtet, dass die Airline auf diesem Weg teures Personal loswerden will, um künftig Billiglohnarbeiter*innen anzuheuern.  „Wir hatten es bereits im Februar kommen sehen, dass die Münchner Kolleginnen und Kollegen ohne Perspektive im Stich gelassen werden. Es gibt keine adäquate Vereinbarung, dass sie nun innerhalb der Lufthansa-Gruppe übernommen werden. Auch die Möglichkeit sich bei Eurowings Discover zu bewerben, um dann, als hätten sie nie für den Konzern gearbeitet, bis zu 50 Prozent Gehaltsverlust hinzunehmen, halten wir für unzumutbar. Eurowings Discover verschließt sich bis heute der Tarifierung“, so die stellvertretende UFO-Vorsitzende Anja Bronstert.  Die Schließung der Münchner Basis bedeutet nun bereits das vierte Aus für ein deutsches AOC des Lufthansa-Konzerns.  “Mit Blick auf die jüngsten Äußerungen von Lufthansa-CEO Carsten Spohr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zeiten der Inflation nicht im Stich zu lassen, können wir nicht nachvollziehen, wie erneut ein Teil der Konzernbelegschaft davon ausgeschlossen wird. Im Fall der Eurowings-Europe-Belegschaft scheint dies dann offenbar nur ein medienwirksames Lippenbekenntnis zu sein”, so Bronstert weiter. UFO hatte zudem bereits im Februar vermutet, dass es sich bei diesem Schritt auch um eine Flucht in die Steueroase Malta handelt.  “Nachdem Deutschland während der Corona-Krise Milliarden in den Erhalt der Lufthansa-Gruppe investiert hat, verfolgt man nun eine Steuervermeidungsstrategie nach Ryanair-Vorbild. Die Investition

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AK-Konsumentenschutz über Reisebeschwerden 2022: Keine Flüge, Hotels des Grauens

Die über 1.300 Anfragen im AK-Konsumentenschutz zum Thema Reise behandelten in etwa zu je einem Drittel Flugbuchungen, Pauschalreisen sowie Onlinereiseplattformen, Mietwägen und Bahnreisen. Die Schadenersatzleistungen betragen pro Person bis zu 400 Euro. Rund 530 Anfragen allein zu Flugbuchungen gab es von Mai bis Mitte September. Vor allem im Juli sorgten massive Verspätungen durch überlastete Flughäfen für Ärger. Viele Flüge wurden auch annulliert: „Meistens aber gerade noch so rechtzeitig, dass keine Entschädigung fällig wurde“, so Bettina Schrittwieser, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes. Nach Intervention bekamen die Reisenden den Flugpreis retour. Wer aber ein Hotel gesondert gebucht hatte, blieb auf etwaigen Stornogebühren sitzen. Auffällig war heuer auch, wie viele Koffer nicht angekommen sind. „Entweder dauerte es drei bis fünf Wochen oder die Koffer blieben verschollen“, so Schrittwieser. Im Falle des Nichtauftauchens erhalten Reisende maximal 1.500 Euro erstattet. Generell ist zu sagen, dass bei allen Problemen die Billig-Airlines hervorstechen. Onlinereiseplattformen meiden Flugbuchungen über Plattformen stachen bei den Beschwerden auch hervor. Oft boten die Vermittler Flüge an, die bei der Airline gar nicht buchbar waren. „Unser Rat ist, direkt bei den Airlines zu buchen“, sagt die Expertin. Überbuchte Unterkünfte Bei Pauschalreisen gab es vor allem negative Erfahrungen mit Hotels. „Dieses Jahr hatten wir es erstmals häufig mit überbuchten Hotels zu tun. Die Reisenden bekamen dann oftmals ein viel schlechteres Hotel zugewiesen. Nur gegen Aufzahlung wäre ein besseres Hotel möglich gewesen“, schildert Schrittwieser. In diesen Fällen wurde der Aufpreis zurück- und ein Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude verlangt. Hotels zum Davonlaufen Auch (massive) Mängel in Hotels waren wieder

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Österreich unterstützt Drohnen-Ausbildung in Montenegro

Seit 2020 intensiviert die österreichische Polizei den Einsatz von Drohnen. Hierfür wurden beim Einsatzkommando Cobra/DSE und bei der Flugpolizei eigene Kompetenzzentren eingerichtet. Der Einsatzschwerpunkt der Drohnen liegt seit zwei Jahren vor allem an der österreichischen Staatsgrenze in der Bekämpfung der Schlepperei. Derzeit stehen der österreichischen Polizei etwa 130 Drohnen zur Verfügung. Österreichische Polizisten haben nun im September 2022 ihr Know-how im Bereich der Steuerung von Drohnen und Aufklärung aus der Luft an Exekutivbeamte in Montenegro weitergegeben. Ein Team aus vier Polizisten war eine Woche vor Ort, um ihre Kenntnisse in taktischer und technischer Hinsicht zu vermitteln. Die montenegrinische Polizei wird ihre Drohnen im Bereich der Grenzsicherung und bei schwierigen Einsatzlagen wie Fahndungen und Zugriffen verwenden. „Die Unterstützung unserer Partner am Westbalkan ist ein wichtiger Teil der österreichischen Sicherheitsstrategie. Drohnen sind dabei ein zentrales Einsatzinstrument zur Bekämpfung des brutalen Geschäfts der Schlepper“, sagte Innenminister Gerhard Karner. Beim Treffen der Innenminister am 6. Oktober 2022 in Belgrad sicherte Innenminister Karner seinem serbischen Amtskollegen Aleksandar Vulin Unterstützung für die serbische Polizei zu. Österreich wird für den Einsatz an der serbisch-nordmazedonischen Grenze Polizisten und auch Drohnen entsenden. Ebenso werden an der ungarisch-serbischen Grenze (EU-Außengrenze) Drohnen zum Einsatz kommen – dort stehen derzeit bis zu 70 Polizistinnen und Polizisten aus Österreich im Einsatz. Innenminister Karner begrüßt den von EU-Kommissar Margaritas Schinas in Aussicht gestellten Frontex-Einsatz an der serbisch-nordmazedonischen Grenze zur Bekämpfung der Schlepperei. „Ein Frontex-Einsatz an der serbisch-nordmazedonischen Grenze ist ein wichtiger Beitrag im gemeinsamen und konsequenten Vorgehen gegen die international agierende Schleppermafia“, sagte Karner.

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