Granit Pireci

Weitere Artikel aus der Rubrik

Granit Pireci

Southwest: Über 6800 Stellen wackeln

Die Belegschaft von Southwest Airlines erreichte am Donnerstagabend eine Hiobsbotschaft: Das Unternehmen droht damit 6828 Mitarbeiter in unbezahltem Zwangsurlaub zu schicken. Damit würden rund zwölf Prozent der Beschäftigten um ihre Jobs bangen müssen, wie cnbc.com berichtet. Southwest Airlines begründete den Schritt in einer Stellungnahme mit einem Mangel an bedeutendem Fortschritt in den Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern um vorübergehende Kostensenkungen. Die Entscheidung des Unternehmens komme „nicht völlig überraschend“, sei aber „unglaublich enttäuschend“, sagte der Präsident der Pilotengewerkschaft Swapa, Jon Weaks, in einer Video-Botschaft. „Heute ist ein trauriger Tag in der Geschichte von Southwest Airlines“.

weiterlesen »

United Airlines erwartet neue 737 Max-Jets im Dezember

United Airlines spuckt große Töne: Einem internen Sprecher zufolge erwartet die US-Fluggesellschaft in der nächsten Woche eine Boeing 737 Max-Lieferung. Damit wäre United die erste Airline, welche den Krisenflieger des amerikanischen Flugzeugherstellers nach über 19 Monaten Stillstand wieder ausgeliefert bekommt. Insgesamt würde der Carrier in diesem Monat acht neue 737 Max-Jets erwarten, wie das Nachrichtenportal Reuters berichtet. Schon im letzten Monat gab das Unternehmen bekannt, im ersten Quartal 2021 mit der 737 Max fliegen zu wollen, nachdem die Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde erteilt wurde.

weiterlesen »

TUI bekommt nächste Rettungshilfe zugesprochen

Alle guten Dinge sind drei: Der frisch sanierte Reisekonzern darf sich über das bereits dritte Rettungspaket freuen. TUI habe sich mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket von insgesamt 1,8 Milliarden Euro geeinigt, teilte der Tourismuskonzern heute mit. Das Paket sieht laut TUI konkret eine Kapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro vor, die von privaten Investoren geschultert wird. Daneben geht es um eine in Aktien der TUI wandelbare stille Einlage des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Höhe von 420 Millionen Euro. Daneben geht es um eine nicht wandelbare stille Einlage des WSF in Höhe von 280 Millionen Euro. Das Finanzierungspaket stärke die Position der TUI und stelle dem Konzern ausreichende Liquiditätsreserve zur Verfügung, hieß es. „Diese gleicht auch die bis zum Beginn der Sommersaison 2021 angenommenen Reisebeschränkungen aus.“ Das Paket sei notwendig geworden aufgrund der zunehmenden Reisebeschränkungen durch wieder ansteigende Infektionszahlen und ein damit verbundenes kurzfristigeres Buchungsverhalten einiger Kunden.

weiterlesen »

Lufthansa: Verkauf von LSG Europe unter Dach und Fach

Der Verkauf des Europageschäfts der Lufthansa-Cateringtochter LSG ist in trockenen Tüchern. Wie der Konzern mitteilte, erfüllt der Käufer Gategroup alle Auflagen der Europäischen Kommission, womit der Kaufvertrag vollzogen werden konnte. Damit wechseln 7.500 Mitarbeiter zu Gategroup. Die Schweizer Gategroup und die Lufthansa hatten den Kaufvertrag im Dezember 2019 geschlossen, ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Neben den europäischen Catering-Betrieben umfasst der Verkauf auch das Lounge- und Zug-Geschäft, die Food-Marke „Evertaste“ und ihre europäischen Betriebe sowie das Equipment-Geschäft Spririant sowie die Einzelhandelsgeschäfte der Marke „Ringeltaube“. An den Werken in Frankfurt und München, die dort den Bordservice für Lufthansa-Flüge liefern, bleibt die Airline mit einem Minderheitsanteil beteiligt. Den Rest von LSG will die Lufthansa verkaufen, sobald die Rahmenbedingungen dies zulassen. „Mit dem Verkauf des LSG-Europageschäfts an die Gategroup setzen wir einen weiteren Meilenstein beim Umbau der Lufthansa Group. Wir fokussieren uns stärker auf unser Kerngeschäft der Airlines, wir werden schlanker, effizienter und reduzieren die konzerninterne Komplexität. Mein ganz ausdrücklicher Dank gilt den 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die jetzt zu Gategroup wechseln. Sie haben unser Catering-Geschäft in Europa in den vergangenen Jahren zum Erfolg geführt und werden auch zukünftig unter Führung von Gategroup die Gäste der Lufthansa mit Premium Catering verwöhnen“, so Carsten Spohr, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG.   

weiterlesen »

Wegen Corona-Fall: Vietnam verbietet internationalen Flugverkehr

Die vietnamesische Regierung zieht die Handbremse: Nach den ersten lokal übertragenen Corona-Fällen in fast 90 Tagen wurde vorübergehend der kommerzielle Flugverkehr ins Land lahmgelegt. Einzig Rückführungsflüge, mit denen „gestrandete“ Reisende zurück nach Vietnam gebracht werden sollen, dürfen weiterhin stattfinden. Am Montag war zum ersten Mal nach drei Monaten eine örtlich übertragene Neuinfektion bestätigt worden: In Ho-Chi-Minh-Stadt hatte sich ein Mann bei einem befreundeten Flugbegleiter angesteckt. Mittlerweile seien zwei weitere Menschen aus dem Umfeld positiv getestet worden, wie aero.de berichtet.

weiterlesen »

Dienstreisen im Sinkflug

Die Corona-Krise bringt Veränderungen mit sich. Home-Office und Online-Meetings sind nur zwei Dinge, an die sich Arbeitnehmer wohl gewöhnen müssen. Einen großen Einfluss haben diese neu entdeckten Tools vor allem auf Dienstreisen: Diese sinken allmählich auf Null. Nach einer Übersicht des IT-Dienstleisters Coupa sind weltweit die Ausgaben für Managertrips im dritten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um ganze 97 Prozent gesunken – damit fiel die Zahl der Dienstreisen deutlich stärker als die der Urlaubsreisen. Klar: Wenn Unternehmen irgendwo leicht sparen können, dann bei Geschäftsreisen. Natürlich ist auch die steigende Fürsorgepflicht ein wichtiger Grund für den Rückgang. Darüber hinaus erschweren die sich nahezu täglich ändernden Einreisebestimmungen die Planung. Doch die Einschränkungen treffen nicht alle Teile der Welt gleich. Während in Lateinamerika, Afrika und Teilen Asiens der ein fast kompletter Sinkflug zu beobachten ist, sind Manager aus Ostasien wieder öfter unterwegs. Innerhalb von China würden im Vergleich zum Vorjahr gar schon wieder gut 80 Prozent der Manager dienstbedingt in den Flieger steigen, wie wiwo.de berichtet.

weiterlesen »

Avianca-Piloten nehmen Lohnkürzungen von bis zu 50 Prozent hin

Die Piloten der kolumbianischen Avianca nehmen Gehaltskürzungen in Kauf, um zum Erhalt der Fluggesellschaft beizutragen. Nach viermonatigen Verhandlungen einigten sich nun Gewerkschaft und Unternehmen über kostenreduzierende Maßnahmen. Die betroffenen Arbeitnehmer erklären sich dazu bereit, auf bis zu 50 Prozent monatliche Vergütung zu verzichten. Und das wohl über mehrere Jahre hinweg. Denn die Vereinbarung soll mindestens vier Jahre gelten, unter Umständen kann sie sogar auf sechs Jahre ausgedehnt werden, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Das bringt erhebliche Konsequenzen mit sich, führt man sich vor Augen, dass viele Betroffene nicht nur sich selbst sondern auch Familie ernähren müssen. Umso erstaunlicher, dass eine einvernehmliche Einigung erzielt werden konnte. Immerhin gibt es dafür vonseiten der Airline eine ausdrückliche Job-Garantie in Corona-Zeiten.

weiterlesen »

Lufthansa-Konzerne verlängern gebührenfreie Umbuchung

Seit Ende August sind sämtliche Tarife von Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings beliebig oft gebührenfrei umbuchbar. Ursprünglich galt dieses Tarifangebot bis zum Ende des Jahres. Nun wird es um weitere zwei Monate verlängert: Sämtliche Tarife der Airlines sind nun bei einer Ticketausstellung bis zum 28. Februar 2021 beliebig oft gebührenfrei umbuchbar, wenn die Umbuchung ebenfalls bis dahin erfolgt. Danach ist noch eine weitere gebührenfreie Umbuchung möglich. Bereits im Frühjahr hatten die Lufthansa Group Airlines ihren Kunden eine gebührenfreie Umbuchung ermöglicht. Die Abschaffung der Umbuchungsgebühr gilt weltweit sowohl bei Kurz-, Mittel- als auch bei Langstrecken für alle Neubuchungen in allen Tarifen. Das soll die Reisegestaltung erleichtern. „Mehrkosten können für den Kunden allerdings dann entstehen, wenn beispielsweise bei einer Umbuchung auf ein anderes Datum oder zu einem anderen Reiseziel die ursprüngliche Buchungsklasse nicht mehr verfügbar ist. Eine mögliche Differenz wird durch Nachzahlung ausgeglichen“, heißt es in dem Rundschreiben.

weiterlesen »

Condor verlässt Schutzschirmverfahren

Das Schutzschirmverfahren von Condor ist beendet: Der Ferienflieger hat die finanzielle Schieflage überwunden und ist ab heute wieder ein gesundes Unternehmen – zumindest eigenen Angaben zufolge. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. „Condor lässt mit dem heutigen Tag die wohl herausforderndste Zeit der Unternehmensgeschichte hinter sich und beginnt ein neues Kapitel. Für unsere Kunden und Partner bedeutet das, dass sie sich auch weiterhin auf Condor verlassen und auf uns bauen können“, so Condor-Chef Ralf Teckentrup.  Condor habe sich im Rahmen des Schutzschirmverfahrens umfassend restrukturiert und durch zahlreiche Kostensenkungs- und Effizienzmaßnahmen ein solides Fundament für die Zukunft geschaffen. Unter anderem ist der Ferienflieger umgehend in eine günstigere Unternehmenszentrale nach Neu-Isenburg umgezogen. Darüber hinaus hatte das Unternehmen mit allen Gewerkschaften bereits vor Monaten Krisen-Tarifverträge und Vereinbarungen geschlossen, die Flexibilität und Effizienz ermöglichen, und gleichzeitig verantwortungsbewusst die Arbeitsplätze der rund 4200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis mindestens Dezember nächsten Jahres sichern. Die Fluggesellschaft steht heute somit in der Pole Position, sobald der Tourismus wieder anläuft“, so Lucas Flöther, Sachwalter des Schutzschirmverfahrens von Condor zum Abschluss. „Condor ist damit das erste Unternehmen in dieser Branche, dass ein Schutzschirmverfahren so erfolgreich durchlaufen hat. Sämtliche Beteiligte haben alles dafür getan, das Unternehmen zu retten. Das ganze Verfahren war erstklassige Teamarbeit.“

weiterlesen »

Ein Touristikjahr mit erheblichen Verlusten

Eigentlich hatten sich im Oktober zunächst positive Impulse für die Reisebranche abgezeichnet. Doch steigende Infektionszahlen, erste inländische Beherbergungsverbote und neue Reiserestriktionen sorgten dafür, dass sich die Buchungslage im Urlaubsgeschäft insgesamt weiter verschlechterte.  Die Schlussbilanz der Sommersaison 2020 liegt gegenüber dem Vormonat nochmals um drei Prozentpunkte niedriger und endet im Vergleich zum Vorjahressommer mit einem Umsatzverlust in Höhe von 81 Prozent. Außerdem weist die neue Wintersaison zum aktuellen Buchungsstand kumuliert einen Umsatzrückgang von 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf – acht Prozentpunkte mehr als noch im Vormonat. Die Lage bleibt also angespannt. Doch es gebe auch positive Signale: „Im November hat allein die Ankündigung eines Impfstoffes dazu geführt, dass die Neubuchungen für die Sommersaison 2021 sprunghaft angestiegen sind – für die Sommerferien im Juli und August 2021 haben sie sich nahezu verdoppelt“, wird Alexandra Weigand von Travel Data + Analytics von reisevor9.de zitiert.

weiterlesen »