
Flughafenverband: Deutsche Flughäfen befinden sich in Notlage
Der Flughafenverband ADV zeigt sich sichtlich erfreut über die Ankündigung des Bundesverkehrsministers, für den 6. November einen Luftverkehrsgipfel einzuberufen. Dies würde Hoffnung machen auf rasche Finanzspritzen. Und die seien angesichts der dramatischen Lage an Deutschlands Flughäfen nötiger denn je. Die Aussichten für die Flughäfen hätten sich wegen der verschärften Quarantäneregelungen und neuer staatlicher Reisebeschränkungen zunehmend verschlechtert. Dabei sei die Lage im Frühherbst deutlich schlechter als noch Anfang Sommer erhofft. Auch die Buchungszahlen würden keine Besserung erkennen lassen. „Mit einem Passagiervolumen von weniger als 20 Prozent gegenüber der Vor-Corona-Zeit befindet sich die Luft- und Reisebranche faktisch in einem zweiten Lockdown. Alle Appelle und Angebote für eine verstärkte Teststrategie für Flugreisende blieben mehr oder weniger ungehört“, kritisiert der Flughafenverband. Und fordert im Gleichschritt den Ausgleich der Vorhaltekosten in der Höhe von 740 Millionen Euro. „Durch den dramatischen Verkehrseinbruch sind viele Flughäfen in ihrem Fortbestand gefährdet. Die Flughafenstandorte sind unverschuldet in eine existenzbedrohende Krise geraten. Gerade während der Zeit des harten Lockdowns zeigte sich die unverzichtbare Funktion der Flughäfen. Ein erster wichtiger Schritt wäre die Übernahme der Lockdown-Kosten in Höhe von 740 Millionen Euro“, so ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Corona-bedingter Verkehrseinbruch – Lockdown setzt sich faktisch bis 2021 fort Durch die Corona-Pandemie kam der Verkehr an den Flughäfen fast vollständig zum Erliegen. Bis Ende September fehlen den deutschen Flughäfen über 150 Millionen Passagiere. Die Verkehrszahlen liegen bei unter 20 Prozent der Vorjahreswerte. Reisebeschränkungen, restriktive Quarantäneregeln und ungenügende Teststrategien beeinträchtigen die Wiederaufnahme des Flugbetriebs. Im Winterhalbjahr stellt sich für die ersten Flughäfen die Überlebensfrage. Eine







