Granit Pireci

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Granit Pireci

Finnair entlässt 700 Mitarbeiter

Finnair macht ihre Drohung wahr und entlässt 700 Mitarbeiter – alleine 600 davon sind in Finnland beschäftigt.  Doch die Betroffenen müssen das Unternehmen nicht hochkantig verlassen, sie dürfen noch bis spätestens Ende März 2021 ihrer Tätigkeit nachgehen. Diese Kündigungswelle soll es aber noch lange nicht gewesen sein. Denn zusätzlich dazu werde die Fluggesellschaft Beschäftigte weiterhin vorübergehend entlassen, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzustellen. Eigenen Angaben zufolge soll dies Tausende Arbeitsstellen betreffen, insgesamt 6.500 Angestellte zählt das Unternehmen weltweit. Weitere Maßnahmen könne die Fluglinie zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen. „Dies ist ein sehr trauriger Tag bei Finnair. Leider können wir die Situation nicht ändern. Hätte es andere Lösungen gegeben, hätte wir nicht gezögert und die Arbeitsplätze erhalten. Doch die Corona-Pandemie fordert der Luftfahrtbranche alles ab“, so Topi Manner, CEO von Finnair. Diese drastischen Maßnahmen seien notwendig und unvermeidlich, um aus dieser Krise zu fliegen. „Wir sind gezwungen, in Zukunft viele Dinge anders zu machen“.

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TIA: Engere Zusammenarbeit mit Katastrophenschutz

Der Flughafen Tirana und die Nationale Katastrophenschutzbehörde verstärken in Zukunft ihre Zusammenarbeit. Die beiden Parteien finalisierten am Montag ein Abkommen, welches weitgehendere Möglichkeiten bietet, im Falle des Falles einzugreifen. „Natürlich hoffen wir alle, dass es am Flughafengelände nicht zu Unfällen kommt. Aber sowas kann man leider nie ausschließen. Dafür können wir jetzt dank der engeren Zusammenarbeit mit der Nationalen Katastrophenschutzbehörde schneller, effizienter und professioneller Reagieren und sind für die Zukunft gewappnet“, so Constantin von Alvensleben, Vorstandsvorsitzender vom Airport Tirana. Im Zuge dessen haben auch schon erste Notfall-Übungen am Flughafengelände stattgefunden.

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9.900 Komparsen haben den BER schon getestet

Der Flughafen Berlin Brandenburg befindet sich auf der Zielgeraden, der Inbetriebnahme stehe nichts mehr im Weg. „Alle Genehmigungen wurden erteilt, alle Prozesse wurden umfangreich erprobt“, heißt es in einer Aussendung. Seit Januar werden Mitarbeiter der Flughafengesellschaft und der Prozesspartner (Airlines, Bundespolizei, Zoll, Bodenverkehrs-Dienstleister und weitere) auf die Eröffnung des BER Ende dieses Monates vorbereitet. Seit April läuft jeden Dienstag und Donnerstag der Probebetrieb, im Juli kamen pro Tag rund 400 Komparsen hinzu. Rund 120 Angestellte aus dem Logistik-Team sorgten dabei für die Koordination der Komparsen, Gepäckstücke und Verpflegung. Insgesamt konnten an 47 Probebetriebs-Tagen über 24.000 Mitarbeiter sowie 9.897 Komparsen den BER kennenlernen. Bisweilen kamen rund 179.000 Gepäckstücke zum Einsatz. „54.000 Buchungen für 2.350 Flüge trugen zu einem realistischen Flughafeneindruck bei“, heißt es weiter. Zudem wurde auf die konstruktive Kritik der vielen Flughafen-Tester Rücksicht genommen. So wurden Mülleimer vergrößert, die Beschilderung angepasst, fehlende Uhren aufgehangen und Ladesäulen für Handys beschafft. Das Terminal 1 des BER wird am 31. Oktober mit einer parallelen Landung von Lufthansa und Easyjet eröffnet. Am gleichen Abend landen dann weitere Maschinen am T1, die dann am 1. November wieder starten. Insgesamt werden am ersten vollen Betriebstag des BER rund 5.000 Passagiere am Terminal 1 erwartet. Hinzu kommen knapp 8.000 Passagiere am T5, dem ehemaligen Flughafen Schönefeld.

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Condor: Kein Investor? Kein Problem!

In den letzten Wochen ist es rund um Condor still geworden. Grund dafür ist das Schutzschirmverfahren, dass es der Fluggesellschaft ermöglichen sollte, ungehindert nach Investoren zu suchen. Dieses möchte Condor nun verlassen – ohne Investor im Gepäck. An diesem Donnerstag sollen Unternehmen und Gläubiger wieder zusammentreffen, um über die Zukunft des Carriers zu beraten. Das Kuriose dabei: Condor bringt ein unvollständiges Sanierungskonzept ins Spiel. Denn der Airline fehlt es noch immer an einen Investor. An dessen Stelle würde bei Zustimmung der Gläubiger ein sogenannter Treuhänder treten, konkret die SG Luftverkehrsgesellschaft. Das bisherige Management bliebe im Amt und ein erneuter Investorenprozess soll erst starten, wenn sich die Lage in der coronageplagten Luftverkehrsbranche wieder beruhigt hat, wie die „Presse“ berichtet. „Das kann in 12, aber auch erst in 36 Monaten der Fall sein“, so eine Unternehmenssprecherin. Die Kabinengewerkschaft UFO rechnet mit einer Entscheidung nicht vor dem Jahr 2025. Ermöglicht wird der komfortable Schwebezustand mit einem langfristigen Kredit der staatlichen KfW-Bank über 550 Millionen Euro. Mit ihm ist ein anderer, weit kürzer laufender Kredit abgelöst worden, der Condor eigentlich in den Schoß der polnischen Staatsfluglinie Lot überführen sollte. Doch in der Coronakrise gerieten die übernahmewilligen Polen selbst in Not und sagten den fest vereinbarten Deal am Ostermontag ab. Mal sehen, ob so der „Start in eine neue Ära“ auch wirklich gelingt.

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Tojner verhandelt über Airbus-Tochter Premium Aerotec

Der österreichische Investor und Milliardär Michael Tojner will seine Firma Montana Aerospace einem Medienbericht zufolge mit der Airbus-Tochter Premium Aerotec zusammenführen und einen schlagkräftigen Branchenführer der Luftfahrtzulieferindustrie schaffen. Tojner plane, gemeinsam mit weiteren Partnern und der deutschen Regierung bei Premium Aerotec eine Kapitalerhöhung durchzuführen und das Geld zu nutzen, um weitere Unternehmen unter dem Dach der Gemeinschaftsfirma anzusiedeln, berichtete der „Spiegel“ heute. Später solle dann ein Börsengang erfolgen. Tojners Initiative könne insbesondere kleinen und mittelgroßen Zuliefererfirmen helfen, den Nachfrage-Einbruch bei Airbus im Zuge der Pandemie zu bewältigen. Bei der deutschen Regierung stoße der Plan bisher allerdings auf wenig Resonanz, berichtete das Magazin weiter. Grund könne ein Ermittlungsverfahren sein, das derzeit bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in Wien anhängig sei und sich gegen Tojner und 34 weitere Personen richte. Der Unternehmer und einstige Geschäftspartner werden verdächtigt, mehrere gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften zum Dumpingpreis übernommen und dem Burgenland durch die Zahlung eines viel zu geringen Ausgleichs für den Wegfall der Gemeinnützigkeit einen Schaden von bis zu 120 Millionen Euro zugefügt zu haben. Tojner weise hingegen jegliche Vorwürfe zurück.

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Jet Airways: Neue Investoren steigen ein

Die indische Fluggesellschaft Jet Airways könnte bald wieder fliegen: Medienberichten zufolge stimmte die Gläubigerversammlung einem Verkauf zu. Auch der deutsche Investor Florian Fitsch soll darin involviert sein. Die Londoner Finanzgesellschaft Kalrock Capital und der indische Geschäftsmann Murari Lal Jalan haben geboten. Und das zufriedenstellend. Denn nach monatelangen Verhandlungen sei der Deal in trockenen Tüchern. Auch die Gläubiger hätten schon die notwendige Zustimmung erteilt. Die neuen Eigentümer würden umgerechnet 136 Millionen US-Dollar in das Unternehmen pumpen, wie reuters.com berichtet. Auch weitere Investitionen seien geplant. Doch nur ein Teil des Geldes fließt in bar. Die Gläubiger der Fluglinie – unter ihnen die State Bank of India – erhalten auch Schuldverschreibungen und Beteiligungsrechte. Die neuen Investoren gehen dabei gleich aufs Ganze. Sie wollen unter anderen verloren gegangene Slots so schnell wie möglich wieder zurückerobern und schon zeitnah ein neues AOC beantragen. Zudem soll die einst größte Airline des Landes mit neuen Flugzeugen ausgestattet werden. Mit dem klaren Ziel: Jet Airways wieder an die Spitze zu bringen.

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Sun Express erweitert Codesharing-Abkommen mit Lufthansa

Sun Express baut die Codeshare-Partnerschaft mit Lufthansa in der kommenden Wintersaison weiter aus: Nach zwei Jahren Codesharing auf Türkei-Flügen ab München wird das Abkommen nun auf mehrere wöchentliche Flüge von Frankfurt nach Izmir, Antalya und Ankara ausgeweitet. Die Verbindungen, die von der türkischen Airline durchgeführt werden, fliegen damit auch unter Lufthansa-Flugnummer. „Wir freuen uns, dass wir unsere erfolgreiche Codesharing-Partnerschaft mit der Lufthansa im Winter auch auf Frankfurt ausweiten werden und damit die beiden größten deutschen Flughäfen abdecken“, so Max Kownatzki, Chief Executive Officer von Sun Express. „Fluggäste profitieren so neben zahlreichen attraktiven Umsteigeverbindungen dann auch von äußerst bequemen und kurzen Umsteige- und Anschlusswegen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens.“ Der erste Codesharing-Flug von Sun Express ab Frankfurt startet mit Beginn des Winterflugplans 2020/21 am 25. Oktober dieses Jahres, die bereits bestehenden Codeshare-Verbindungen ab München nach Ankara, Antalya und Izmir bleiben bestehen. „Beide Airlines planen darüber hinaus eine Fortführung der Partnerschaft für die meisten SunExpress Flüge ab Frankfurt und München im Sommerflugplan 2021“, heißt es in der Aussendung. Aktuelle Übersicht der neuen Codeshare Flüge ab/nach Frankfurt (Lokalzeiten):

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Ansteckungsrisiko im Flugzeug „praktisch nicht vorhanden“

Die Reisetätigkeit der Menschen hält sich bisweilen in Grenzen. Zu groß ist noch immer die Angst vor einer Infektion. Das US-Verteidigungsministerium hat in Kooperation mit United Airlines diesbezüglich das Ansteckungsrisiko an Bord untersucht. Und ist zu einem eindeutigen Entschluss gekommen. Wer sich an die vorgegeben Hygiene-Vorschriften hält, der braucht auch nichts zu befürchten. Denn die Infektions-Wahrscheinlichkeit an Bord würde „praktisch bei Null“ liegen, wie das Nachrichtenblatt GTP berichtet. Die ausgeklügelten Luftfilter-Systeme eines Flugzeugs seien dafür ausschlaggebend. Diese würden die gesamte Luft in der Kabine innerhalb von 6 Minuten austauschen. Damit sei man in einem Fluggerät besser geschützt als in den eigenen vier Wänden. Auch die IATA begrüßt die Veröffentlichung dieser Ergebnisse. Der Dachverband der Fluggesellschaften geht dabei noch einen Schritt weiter: „Es ist wahrscheinlicher, vom Blitz getroffen zu werden, als sich an Bord mit dem Corona-Virus anzustecken“. Generaldirektor Alexandre de Juniac hofft, dass dieser Bericht besorgte Menschen dazu bewegt, ins Flugzeug zu steigen.

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Deutschland: Viele Unternehmen verzichten auf Dienstreisen

Offenbar ist wieder Home-Office angesagt. Denn das aktuell erhöhte Infektionsgeschehen lässt nachweislich die Nachfrage nach Geschäftsreisen sinken. „Viele Reisemanager gehen jetzt den Weg des geringsten Widerstands und verzichten komplett auf Dienstreisen im Inland“, so Inge Pirner, Vizepräsidentin des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR). Die unübersichtliche Situation bezüglich der Reise-Regeln innerhalb Deutschlands hätte maßgeblich ihren Teil dazu beigetragen. Zudem hätten viele Unternehmen aufgrund des umstrittenen Beherbergungsverbots, dass in mehreren Bundesländern schon gekippt wurde, einen vorläufigen Reisestopp verhängt, wie das Nachrichtenmagazin Reisevor9 berichtet. Die Travel Managerin fordert daher von der Politik, für „klare und bundesweit einheitliche Regeln für Geschäftsreisen zu sorgen“. 

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Umweltministerin: Eine dritte Piste wird es nicht geben

Die österreichische Umweltministerin Leonore Gewessler erteilt einer möglichen dritten Piste am Flughafen Wien ganz klar eine Absage. Die Luftfahrtbranche habe zurzeit ganz andere Sorgen. Der Flugverkehr sei stark betroffen von der reduzierten Reisetätigkeit, die auch über die Pandemie hinaus anhalten werde, wie der ORF berichtet. „Ich gehe davon aus, dass der Flughafen seine Pläne auch an ein geändertes Verhalten anpasst“, so Gewessler. „Im Lichte der aktuellen Situation“ würde sie keine Notwendigkeit sehen, die umstrittene dritte Piste in Angriff zu nehmen.  Dessen müsse sich auch der Flughafen Wien bewusst sein. Airport-Vorstandsmitglied Julian Jäger meldet sich wenige Stunden nach diesen Aussagen der Umweltministerien zu Wort. Für ihn ist klar: Es eilt nicht. Momentan bestehe keine Entscheidungsnotwendigkeit. „Wir haben immer gesagt, die dritte Piste wird gebaut, wenn es die Genehmigung gibt, wenn es die Nachfrage gibt und wenn es sich rechnet“, so Jäger gegenüber dem Standard. So gesehen habe sich die Position seit zehn Jahren auch nicht geändert.

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