Granit Pireci

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Granit Pireci

London: Gatwick baut 600 Stellen ab

Der britische Flughafen Gatwick kann wohl nicht so weiter machen wie bisher: Wie Flughafen-Chef Stewart Wingate am gestrigen Tag ankündigte, müssten bis zu 600 Angestellten um ihre Arbeitsstelle bangen. Grund dafür sei der Corona-bedingte Einbruch der Fluggastzahlen, wie bbc.com berichtet. Deswegen müsse man die Kosten senken.  „600 Arbeitsplätze entsprechen rund einem Viertel der direkt bei Gatwick beschäftigten Belegschaft. Dies ist ein bitterer Schlag für die Arbeiter und unterstreicht erneut das chronische Versagen der Regierung, den Luftverkehrssektor zu unterstützen, obwohl bereits im März versprochen wurde, dies zu tun“, so Jamie Major, Regional Manager der Gewerkschaft Unite.

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El Al fliegt erstmals nach Abu Dhabi

Historisch: Ein Flugzeug der israelischen El Al soll in der kommenden Woche erstmals von Tel Aviv nach Abu Dhabi fliegen. Damit nähern sich Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate immer mehr an und wollen das langjährige Kriegsbeil offensichtlich begraben.  Noch nie zuvor ist ein ziviles Flugzeug mit Davidstern auf dem Heck in den VAE gelandet. Dem Nachrichtenportal Flugrevue zufolge würden hochrangige Beamte aus den USA und Israel im Premieren-Flieger sitzen, die in Abu Dhabi die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern vorantreiben sollen.  Eines muss aber noch geklärt werden. Denn zwischen den beiden Ländern liegt ein Wüstenstaat, der nicht allzu gut auf Israel zu sprechen sein sollte. Ob Saudi-Arabien den Überflug genehmigt, steht noch immer in den Sternen. Für den Fall, dass sich die Saudis nicht kooperativ zeigen, müsste die Maschine einen weiten Umweg südlich über das Rote Meer einschlagen.

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Deutschland könnte kostenlose PCR-Tests abschaffen

Nachdem viele Länder Kapazitätsengpässe vermeldeten, rudert der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn nun zurück: Reiserückkehrer werden sich wohl nicht mehr kostenlos auf den neuartigen Covid-19-Erreger testen lassen können.  Darüber hinaus soll auch die erst seit kurzem geltende Testpflicht bei der Einreise aus Risikogebieten abgeschafft werden. Derartige Vorschläge legten die Minister während einer Schaltkonferenz vor. Man bereue nach wie vor nicht, dass im Sommer die Tests für Reisende ausgeweitet worden seien, so Spahn nach dem Gespräch. Es herrsche gleichzeitig aber auch Konsens, dass mit Ende der Rückreisewelle die Kapazitäten wieder stärker im Bereich Pflege und Krankenhäuser genutzt werden sollten. An der 14-tägigen Quarantänepflicht bei der Einreise aus einem Risikogebiet soll dies aber nichts ändern, wie es in der „Tagesschau“ heißt. Diese kann erst vorzeitig beendet werden, wenn man einen negativen Covid-19-Test vorweisen kann. Akzeptiert werden nur jene, die frühestens fünf Tage nach der Einreise gemacht wurden.

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Qantas-A380 fliegt mit neuer Kabine in die Wüste

Wie die ganze Luftfahrtbranche muss auch Qantas zuvor aufgestellte Strategien von Bord werfen und umdenken. Die nationale Fluggesellschaft Australiens schickt nun frisch modernisierte Airbus A380-Maschinen in die Wüste Kaliforniens. Das hat sich Qantas wohl ganz anders vorgestellt: Mit neuen Kabinen ausgestattet wollte man die A380-Flotte bei den Elbe Flugzeugwerken in Dresden fit für die Zukunft machen. Dieses Modernisierungs-Programm sollte Ende 2020 abgeschlossen werden. Doch dann kam Corona. Und mit ihr die Ungewissheit, ob die A380 überhaupt noch einmal abhebt. Bis dato seien 11 Super-Jumbos auf dem „Flugzeugfriedhof“ von Victorville begraben worden, wie flugrevue.de berichtet. Auch die letzte Maschine der A380-Flotte soll bald dazu stoßen. Wann die Flieger wieder Passagiere an Bord begrüßen dürfen, steht derweil noch in den Sternen. Qantas hofft auf eine Rückkehr der A380-Flotte im Jahr 2023.

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BER: Aus Schönefeld wird Terminal 5

Der Flughafen Schönefeld wird mit der Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg als Terminal 5 ein Teil des BER. Bereits am 25. Oktober mit dem Wechsel vom Sommer- zum Winterflugplan erhält SXF den IATA-Code BER. Damit der Flughafen Berlin Brandenburg als Standort mit mehreren Terminals den Anforderungen gerecht wird, seien am Flughafen Schönefeld umfangreiche Um- und Ausbauten vorgenommen worden. Unter anderem eine neue Sicherheitskontrolltechnik, die Anpassung des Wegeleitsystems und die Errichtung von Flugbetriebsflächen.  „Der Flughafen Schönefeld wird als Terminal 5 fester Bestandteil des BER. Durch die Baumaßnahmen können am T5 noch einige Jahre Fluggäste gut abgefertigt werden. So kann der Flugbetrieb unter Coronabedingungen verlässlich entzerrt werden“, so Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

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Cargolux setzt Boeing 747-8 eine Maske auf

Luxemburgs Cargolux zeigt sich modetechnisch voll auf der Höhe der Zeit. Die Fracht-Fluggesellschaft verpasst ihrem Jumbo-Jet eine neue Speziallackierung, die sich sehen lassen kann: Ab sofort trägt das Flugzeug nämlich auf allen Flügen eine blaue Corona-Schutzmaske. Vorbildlich! Darüber hinaus steht unter dem Cargolux-Schriftzug der Maschine mit dem Kennzeichen LX-VCF: „Not without my mask“ – nicht ohne meine Maske. Damit möchte der Fracht-Flieger augenscheinlich, dass die Pandemie und die zugehörigen Hygienemaßnahmen – wie etwa das Tragen einer Schutzmaske – nicht in Vergessenheit geraten.

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Air Baltic verlangsamt A220-Übernahmen

Air Baltic drückt auf die Bremse: Die lettische Fluggesellschaft verschiebt die Übernahme von 25 Airbus A220-300-Maschinen. Und zwar auf das Jahr 2024. Damit verlangsamt sich der Ausbau der reinen A220-Flotte, den man zuvor angekündigt hat. Derzeit weist die Flottenliste von Air Baltic 22 Exemplare des Flugzeugtyps A220-300 aus. Drei weitere werden wie geplant bis Jahresende folgen, wie die Fluglinie mitteilt. „Nach der Krise wird sich zeigen, dass ein 145-sitziges Flugzeug genau das richtige ist, weil sehr viele Strecken keine größere Nachfrage haben“, so Air Baltic-Chef Martin Gauss. „Der Fokus auf die A220 macht uns das Leben viel einfacher.“

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Berlin: Testkapazitäten werden knapp

Die Reisemonate machen den deutschen Laboren schwer zu schaffen. So meldet Dilek Kalayci, die Gesundheitssenatorin Berlins, dass die Testkapazitäten an ihre Grenzen stoßen und das Material knapp wird. Dies sei auf die zahlreichen Testungen der Reiserückkehrenden zurückzuführen, wie aero.de berichtet.  „Wir sind aktuell bei 93 Prozent“, räumt die SPD-Politikerin ein. Doch nicht nur die Labore in der Bundeshauptstadt sind besorgt. 64 von 157 Labore in Deutschland gaben laut dem Epidemologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) an, dass sich in der Woche vom 10. bis zum 16. August ein Rückstau gebildet habe. Insgesamt betraf das 17.142 abzuarbeitende Proben. Zudem gaben 41 Labore an, Lieferschwierigkeiten für Reagenzien zu haben. Dennoch verteidigt Gesundheitssenatorin Kalayci den Beschluss der Gesundheitsminister, Tests für Reiserückkehrer einzuführen. „Es war Konsens, bundesweit hier einen Fokus zu setzen, weil wir über die Reiserückkehrenden ein Einschleppungsrisiko gesehen haben. Die Zahlen in Berlin und bundesweit in den letzten Wochen bestätigten das auch.“

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AK: KLM zahlt erst nach Klage zurück

Besonders in diesen Krisenzeiten muss sich die Kundschaft der Fluggesellschaften in Geduld üben, wenn es um Ticketrückerstattungen geht. Denn aufgrund der zahlreichen Anfragen kann es zu längeren Verzögerungen kommen. So auch bei einem österreichischen Ehepaar: Die Steirer hatten direkt bei der niederländischen KLM einen Flug von Graz nach Amsterdam und retour für Anfang April gebucht. Aufgrund der Corona-Pandemie hob die Maschine aber nie ab.   Zwei Monate versuchten die Steirer selbst, die 687 Euro für die beiden Flugtickets zurückzuerhalten – ohne Aussicht auf einen Erfolg. Als der Geduldsfaden endgültig riss, wandten sie sich an den AK-Konsumentenschutz. „Wir haben sofort an die KLM geschrieben, bekamen aber auch nur Standardantworten“, so Bettina Schrittwieser, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes. Ende Juli reichte man schließlich Klage auf Rückzahlung der Flugkosten ein. „Nach Klagseinbringung teilte die Airline mit, dass sie zahlen werde. Mitte August war das Geld da“, so die Konsumentenschützerin: „Unsere Gerichtskosten zahlten sie aber nicht. Diese klagen wir nun ein.“ Die KLM ist aber nicht die einzige Fluggesellschaft, die zurzeit geklagt wird: „Wir bereiten Klagen unter anderem gegen die Lufthansa, Ryanair, Eurowings, Emirates oder Turkish Airlines vor“, berichtet Schrittwieser. Sie alle sollen Flüge annulliert haben und würden nun die Ticketkosten nicht zurückzahlen, wie die Arbeiterkammer Steiermark mitteilt.

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FACC rechnet mit Millionenverlust

Auch Flugzeugzulieferer FACC bekommt die Corona-Krise zu spüren. Vor allem im zweiten Quartal kam es zu deutlichen Rückgängen: Weil zu dieser Zeit 80 Prozent der weltweiten Flugzeugflotten über Monate am Boden blieben und Übernahmen von Neuflugzeugen verschoben wurden, blieben Flugzeugneubestellungen fast gänzlich aus. Dies wirkte sich negativ auf die Umsatzerlöse des Unternehmens aus: Im ersten Halbjahr 2020 beliefen sich auf 292,1 Millionen Euro. 26 Prozent weniger, verglichen mit den Zahlen im Vorjahr (394,9 Millionen Euro).  Darunter gelitten hat auch das Betriebsergebnis. Dieser Wert ging auf -36,9 Millionen Euro zurück (2019: -5,2 Millionen Euro). Nach Steuern lag der Verlust nach sechs Monaten bei 41 Millionen Euro. Obwohl die Lage aktuell schwierig einzuschätzen sei, traut sich das Management zu, eine Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr zu machen. So würde die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2020 zwischen 500 und 520 Millionen Euro liegen. Der Verlust soll zwischen 55 und 65 Millionen Euro liegen. Generell gilt: Die nächsten Geschäftsjahre werden „fordernd“. Das Niveau, das wir vor der Corona-Krise hatten, werden wir aus heutiger Einschätzung wieder in 4 – 5 Jahren erreichen“, so Vorstand Robert Machtlinger. Deswegen droht ein massiver Stellenabbau. Im schlimmsten Fall müssten fast 700 Mitarbeiter – mehrheitlich aus Österreich –  dran glauben. Die Kurzarbeit läuft im September aus.

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