Jan Gruber

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Jan Gruber

Austrian Airlines streicht das Streckennetz weiter zusammen

Nach Ryanair, Wizzair und weiteren Airlines muss auch Austrian Airlines das Angebot weiter reduzieren. Vergangene Woche bestätigte das Unternehmen, das bereits nach dem ersten Lockdown Staatshilfe in Anspruch nehmen musste, dass die Produktion auf etwa zehn Prozent des Vorjahresniveaus zurückgefahren wird. Das hat zur Folge, dass weitere Destinationen – zumindest temporär – eingestellt werden müssen. Mit Bangkok und Chicago befinden sich auch zwei Langstreckenziele auf der Streichliste. Auf der Kurz- und Mittelstrecke fallen Klagenfurt, Köln/Bonn, Kosice, Podgorica, Bologna, Eriwan und Nizza weg. Laut einem Sprecher soll die Maßnahme zumindest bis Mitte Dezember 2020 andauern. Das Streckennetz schrumpft daher auf etwa 40 Ziele zusammen. Dem Vernehmen nach stehen einige weitere Ziele auf der Kippe. Zur genauen Dauer der Reduktion kann aufgrund des Pandemieverlaufs keine Aussage gemacht werden. Allerdings ist anzunehmen, dass Austrian Airlines, Wizzair und Ryanair im Dezember 2020 ihre Produktionen nicht hochfahren können, da die Nachfrage auch dann gering sein wird. Derzeit ist auch nicht absehbar ob und wann Antigen-Tests für Einreiseerleichterungen sorgen können.

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Boeing 737-Max soll knapp vor der Wiederzulassung stehen

Die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde könnte das Flugverbot für die Boeing 737-Max am 18. November 2020 aufheben. Das berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf drei unterschiedliche Quellen. FAA-Chef Steve Dickson sagte, dass man sich in der finalen Phase befinde und diese in den nächsten Tagen abgeschlossen sein wird. Es wird auch damit gerechnet, dass andere Behörden, beispielsweise die EASA, die Wiederzulassung in den nächsten Wochen erteilen könnten. Diesbezüglich äußerte sich das Amt bereits vor einigen Tagen zuversichtlich. Laut FAA ist der Ablauf dann so: Nachdem grünes Licht erteilt wurde, müssen die Airlines die Software-Updates aufspielen und mit ihren Piloten Trainings durchführen. Dieser Prozess wird mindestens 30 Tage in Anspruch nehmen, so dass nicht damit zu rechnen ist, dass sofort nach der Wiederzulassung das Muster kommerziell eingesetzt werden kann. Southwest Airlines, derzeit größter Betreiber der Boeing 737-Max, erklärte gegenüber Reuters, dass die Vorgehensweise mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Daher plane man gar nicht vor dem zweiten Quartal 2021 mit diesem Muster. Auch andere Airlines gehen davon aus, dass es noch einige Zeit dauern könnte.

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Keine Staatshilfe: Norwegian feuert 1.600 Mitarbeiter

Sollte es Norwegian Air Shuttle nicht gelingen frisches Kapital in das Unternehmen zu bekommen, so droht dem Carrier das Aus. Dies könnte nach Angaben des Carriers bereits im ersten Quartal 2021 der Fall sein. Die Regierung Norwegens lehnt die Gewährung weiterer Staatshilfen ab und verweist darauf, dass die Billigfluggesellschaft bereits vor der Corona-Pandemie hochverschuldet war und tief in den roten Zahlen steckte. Norwegian muss sich also auf einem anderen Weg Geld beschaffen, was angesichts der Gesamtumstände kein leichtes Unterfangen ist. Im dritten Quartal des Jahres 2020 lag der Nettoverlust bei etwa 92 Millionen Euro. Die flüssigen Finanzmittel werden Tag für Tag weniger und halbierten sich seit etwa Juli 2020. Da es von der Regierung Norwegens auf den Staatshilfeantrag über fünf Milliarden Kronen einen Korb gab, handelt Firmenchef Jacob Schram sofort: Die aktive Flotte wird auf sechs Maschinen verkleinert und soll vorwiegend innerhalb Norwegens eingesetzt werden. Auch werden weitere 1.600 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Doch gerade im Inland drückt sich mit Wizzair ein durchaus finanzstarker Konkurrent breit. Dieser plant die angeschlagene Norwegian frontal anzugreifen. Derzeit hofft man darauf, dass der Carrier in stark verkleinerter Form erhalten bleiben kann. Michael O’Leary, CEO der Ryanair Group, blickte vergangene Woche in seine berühmte „Glaskugel“ und behauptet, dass Norwegian „wenn überhaupt“ nur als kleine Regionalfluggesellschaft überleben wird.

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Lufthansa beschafft sich 600 Millionen Euro

Die von der Coronakrise stark gebeutelte und mit neun Milliarden Euro gestützte Lufthansa Group beschafft sich auf dem Kapitalmarkt weitere 600 Millionen Euro in Form einer Wandelanleihe. Diese steht nur institutiellen Anlegern zur Zeichnung offen. Der Carrier will das Geld für „allgemeine Geschäftszwecke“ verwenden. Aus der adhoc-Mitteilung geht hervor, dass zwei bis 2,25 Prozent Zinsen pro Jahr bezahlt werden sollen. Auf den Vorstand der Lufthansa Group wird zunehmend Druck ausgeübt, denn beispielsweise Großaktionär Heinz-Hermann Thiele forderte zuletzt einen radikalen Personalabbau. Gegenüber dem Spiegel äußerte sich ein Regierungsmitglied dahingehend, dass die Personalkosten den Konzern regelrecht auffressen würden. Der Aktionär fordert auch, dass Lufthansa Beteiligungen verkaufen solle. Im Spiegel-Bericht werden Air Plus und Austrian Airlines als Beispiele genannt. Wobei einen Satz zuvor die Rede von „Tafelsilber“ ist, was bei Swiss vor der Pandemie zutreffend war, bei der AUA jedoch nicht. Vieles deutet momentan darauf hin, dass die Staatshilfe, die Österreich, Deutschland, Belgien und die Schweiz gewährt haben, in absehbarer Zeit aufgebraucht sein könnte. Monatlich verliert der Konzern eigenen Angaben nach viel Geld und versucht den Abfluss auf 350 Millionen Euro pro Monat zu begrenzen. Trotz Kurzarbeit ortet die Regierung laut dem Spiegel-Bericht offenbar nur im Personalbereich Einsparungspotential. Mit erheblichem Widerstand seitens der Gewerkschaften ist daher zu rechnen.

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Mailand: Iberia wechselt von Malpensa nach Linate

Das IAG-Konzernmitglied Iberia wird künftig ab Madrid nicht mehr nach Mailand-Malpensa, sondern nach Mailand-Linate fliegen. Mit Wirksamkeit zum 1. Dezember 2020 verlagert der Carrier das Angebot auf den sich nahe der Innenstadt befindlichen Flughafen. Linate ist – wie erwähnt – sehr zentrumsnah, weshalb Slots an diesem Airport äußerst begehrt sind. Platzhirsch ist Alitalia. Der wesentlich größere Flughafen Malpensa befindet sich ebenso wie Bergamo rund eine Autostunde entfernt. Iberia beabsichtigt bis zu 12 wöchentliche Rotationen zwischen Madrid und Linate anzubieten. Weitere Informationen zu den Flughäfen Malpensa, Linate und Bergamo unter diesem Link.

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Ocean könnte zu Lasten von Eurowings Europe gehen

Die Lufthansa-Tochter Ocean GmbH soll spätestens ab Ende 2021 mit eigenem AOC und eigener Betriebsgenehmigung auf der Mittel- und Langstrecke fliegen. Primär sollen touristische Strecken bedient werden. Das hierfür erforderliche Fluggerät soll von den Konzernschwestern Eurowings und Brussels Airlines übertragen werden. Der Start in Frankfurt am Main erfolgt laut Airliners.de noch in der laufenden Winterflugplanperiode, wobei die drei eingesetzten Maschinen von Brussels Airlines unter der Marke Eurowings betrieben werden. Im Sommer 2020 sollen laut Konzernchef Carsten Spohr sieben Großraumjets auf touristischen Langstrecken eingesetzt werden. Mittelfristig ist geplant, dass die Leisurestrecken auf der Mittel- und Langstrecke, die momentan von Lufthansa, Cityline und Brussels Airlines operativ betrieben werden, zur Ocean GmbH übertragen werden. Ab welchem Airport diese abheben werden, ist noch nicht final entschieden. Fix ist jedoch, dass die Aktivitäten in diesem Segment bei der neuen Tochtergesellschaft gebündelt werden. Das Projekt kann auch Auswirkungen auf die österreichische Eurowings Europe haben, denn derzeit prüft man die Übertragung von acht Maschinen des Typs Airbus A320 zur Ocean GmbH. Diese sollen dann ab Frankfurt und München diverse Ziele in der Mittelmeerregion bedienen. Ob die österreichische Eurowings Europe als ACMI-Partner fungieren wird oder möglicherweise gar obsolet werden könnte, ist noch nicht entschieden. Das Ocean-Projekt von Konzernchef Carsten Spohr ist den Gewerkschaften ein Dorn im Auge. Diese werfen vor, dass der Kranich „Tarifflucht“ begehen würde. Definitiv ist es aber ein Eingeständnis, dass die bisherige Eurowings-Strategie grandios gescheitert ist. Der Lufthansa-Vorstand versucht die Touristik, die seit dem Verkauf der Condor-Anteile stark vernachlässigt wurde, auf neue Beine zu stellen.

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Wien: Wizzair wechselt in Rom nach Ciampino

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair wird künftig nicht mehr von Wien aus nach Rom-Fiumicino fliegen, sondern wechselt nach Rom-Ciampino. Derzeit pausiert die Strecke in die italienische Hauptstadt. Die Umstellung soll mit der Wiederaufnahme per 18. Dezember 2020 vollzogen werden. Derzeit fliegt ab Wien keine andere Fluggesellschaft den kleineren der beiden Flughäfen Roms, Ciampino, an. Dieser wird überwiegend von den Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair genutzt. Ab Wien fliegt Ryanair allerdings nach Fiumicino. Der Flughafen Flughafen Rom-Ciampino befindet sich rund 15 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums. Der Airport wurde im Jahr 1916 eröffnet. Die Verkehrsanbindung erfolgt überwiegend mit Bussen. Rom-Fiumicino befindet sich rund 29 Kilometer südwestlich der Innenstadt und ist mit Zügen und Bussen angebunden. Beide Airports werden von Aeroporti di Roma, einer Tochtergesellschaft des Atlantia-Konzerns der Familie Benetton, betrieben.

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Lufthansa Technik verkleinert den Vorstand

Die Lufthansa Technik AG wird künftig von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Constanze Hufenbecher und Antonio Schulthess werden per Jahresende das Unternehmen verlassen. Im Zuge dessen wird eine Position im Führungsgremium eingespart. Laut Medienmitteilung hängt die Maßnahme mit dem Sparprogramm „Rise“ zusammen. Zukünftig wird der Vorstand aus einem Chief Executive Officer (CEO), einem Chief Operating Officer (COO) und einem Vorstandsmitglied für Finanzen und Personal bestehen. Die Zuständigkeit für alle operativen Geschäftsbereiche wird dann beim COO gebündelt. Constanze Hufenbecher (derzeit Chief Financial Officer und verantwortlich für den Geschäftsbereich VIP & Special Mission Aircraft Services) sowie Antonio Schulthess (derzeit zuständig für Personal, Lean- und Prozessmanagement sowie die Geschäftsbereiche Engines und Aircraft Systems) haben sich im Zuge dieser Reorganisation entschieden, Lufthansa Technik zum Jahresende zu verlassen und sich neuen unternehmerischen Herausforderungen zu widmen. „Wir danken Constanze Hufenbecher für ihr sehr erfolgreiches Wirken bei Lufthansa Technik“, so Detlef Kayser, der Vorsitzende des Aufsichtsrats. „Sie hat die Prozesse in den Bereichen Finanzen, Einkauf, Recht und Außenwirtschaft sowie Infrastruktur erheblich professionalisiert und sowohl deren Effizienz als auch die Effektivität deutlich gesteigert.“ Über die Bestellung des neuen Vorstandsmitgliedes für die Ressorts Finanzen und Personal wird der Aufsichtsrat bald entscheiden. Johannes Bußmann bleibt unverändert CEO von Lufthansa Technik, Sören Stark verantwortet als COO weiterhin das operative Geschäft. „Antonio Schulthess hat viele Jahre und sehr erfolgreich in sehr unterschiedlichen Positionen im Top-Management die Lufthansa Group mitgestaltet. Dafür danken wir ihm sehr“, ergänzte Kayser. „Als Vorstandsmitglied hat er die Leistungsfähigkeit des Personalbereichs von Lufthansa Technik kontinuierlich verbessert und so das weltweite

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Tui startet „Do it yourself-Coronatests“

Der deutsche Reiseveranstalter Tui bietet neuerdings für Personen, die auf die Kanaren reisen wollen, Antigen-Tests quasi über das Internet an. Dabei handelt es sich um Schnelltests, die seitens der Reisenden zu Hause durchgeführt werden. Über das Internet, beispielsweise per Videotelefonat, gibt es die vorgeschriebene Beratung durch medizinisches Personal dazu. Ist der Test negativ, so soll eine Bescheinigung per E-Mail zugestellt werden. Tui-Manager Hubert Kluske behauptet, dass der Befund in diesem Verfahren von den spanischen Behörden anerkannt wird. Allerdings ist in den Bestimmungen derzeit noch zu lesen, dass ab 14. November 2020 ein negativer PCR-Befund vorgelegt werden muss. Alternativ kann die Testung auch in Spanien vorgenommen werden. Inwiefern hier der Antigen-Test des Reiseveranstalters als Ersatz dienen soll, ist unklar. Allerdings gelten Spanien und Griechenland den Antigen-Tests im Reiseverkehr – im Gegensatz zu Deutschland – offen aufgeschlossen. Änderungen der Bestimmungen, die zur Anerkennung von Antigen-Ergebnissen führen, sind daher nicht auszuschließen. Tui setzt hierbei auf „do it yourself“ mit Online-Beratung durch medizinisches Personal. Das bedeutet konkret, dass die Reisenden ihren Schnelltest zu Hause selbst vornehmen sollen und dabei beispielsweise via Webcam von medizinischem Personal beraten und „beaufsichtigt“ werde. Ob dies allerdings in allen Fällen reibungslos funktioniert, ist zweifelhaft. In Deutschland wurde bereits lose festgelegt, dass Antigen-Schnelltests nicht selbst, sondern von medizinischem Fachpersonal vorzunehmen sind. Allerdings zeigt der Ansatz der Tui AG, dass die Branche fieberhaft auf der Suche nach Lösungen ist, um den Tourismus am Laufen zu halten. Die Kanaren verlangen ab 14. November 2020 die Vorlage eines negativen Coronatests, der nicht älter

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Wien: Corona-Einreisekontrollen mit Schwachstellen

Personen, die nach Österreich einreisen wollen und aus einem Gebiet kommen, das mit einer Reisewarnung belegt ist, müssen in Quarantäne. Davon ausgenommen sind Passagiere, die einen negativen PCR-Test, dessen Abnahme nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorweisen können. Weiters haben Einwohner Österreichs – unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft – die Möglichkeit binnen 48 Stunden den Test nachzuholen. Ist das Ergebnis negativ, ist die Absonderung beendet. Soweit die bekannte Theorie, doch wie läuft es in der Praxis? Grundsätzlich muss man unterscheiden, ob der Flug aus der Schengen-Region oder einem Drittstaat ankommt. Bei Ländern, die nicht dem EU-Schengengebiet angehören, ist es recht einfach, denn es findet eine verpflichtende Passkontrolle statt und zwar ganz unabhängig von der Corona-Pandemie. Unmittelbar vor der Kontrollstation der Polizei übernehmen Soldaten des Bundesheers im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha (zuständige Gesundheitsbehörde) die Kontrolle der Unterlagen. Wer einen negativen PCR-Test hat, zeigt diesen gemeinsam mit dem Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) vor. Der Soldat oder die Soldatin überprüft die Unterlagen, gibt dieses anschließend wieder zurück und wünscht einen schönen Tag. Wichtig: Wer aus einem Gebiet, das quarantänepflichtig ist einreisen möchte und einen negativen PCR-Befund, der den Kriterien entspricht, vorlegen kann, muss das Formular, das per Mail durch die Airline zugeschickt wird oder aber an Bord ausgeteilt wird, nicht ausfüllen. Dieses wird nicht benötigt. Etwas anders verhält es sich, wenn man nur auf der Durchreise ist oder keinen negativen PCR-Befund hat. In diesen Fällen muss das Formular ausgefüllt werden und gemeinsam mit dem Reisepass oder Personalausweis an das Bundesheer

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