Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa darf Boeing 747-400 aus Twente ausfliegen

Der „Schildbürgerstreich“ rund um sechs von Lufthansa am Flughafen Twente abgestellte Boeing 747-400 hat ein Ende. Die Niederlande haben eine Ausnahmebewilligung erteilt, die es dem Carrier ermöglichen die sechs Jumbojets „herauszuholen“. Für drei Boeing 747-400 bedeutet dies aber auch die letzte Reise. Diese werden in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgeflogen und werden dort verschrottet bzw. als Ersatzteilspender dienen. Lufthansa veräußerte die Maschinen an ein Verwertungsunternehmen. An GE Aviation Materials wurden insgesamt fünf Boeing 747-400, davon zwei in Lourdes abgestellte, verkauft. Die übrigen drei in Twente geparkten Jumbojets müssen bis spätestens Mitte 2021 ausgeflogen werden. Die niederländische Regierung gewährt in diesem Zusammenhang eine Art „Galgenfrist“, denn Lufthansa soll bis dahin einen Käufer finden. Übrigens: Auch in Twente ist ein Verschrottungsunternehmen ansässig, das die Verwertung ebenfalls übernehmen könnte.

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Innsbruck: Lufthansa verschiebt Frankfurt-Wiederaufnahme

Eigentlich wollte Lufthansa am 2. November 2020 die Strecke Innsbruck-Frankfurt reaktivieren. Daraus wird nun – zumindest vorläufig – nichts. Die Wiederaufnahme wurde vorerst auf den 1. Dezember 2020 verschoben, bestätigte die Fluggesellschaft. Ein konkreter Grund wurde nicht genannt, jedoch dürften die in Deutschland bevorstehende Zwangsquarantäne und der geplante Lockdown die Entscheidung beeinflusst haben. Zuletzt war geplant, dass auf Innsbruck-Wien die Tochtergesellschaft Austrian Airlines mit Embraer 195 im Auftrag von Lufthansa fliegen soll.

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Spanien macht 475 Millionen Euro für Air Europa locker

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa erhielt seitens der staatlichen Industrieholding Sepi die Freigabe für ein 475 Millionen schweres Hilfspaket. Dieses wird in Form von Krediten gewährt. Im nächsten Schritt muss die spanische Regierung die Maßnahme bei der EU-Kommission zur Bewilligung einreichen. Ursprünglich hat Air Europa eine finanzielle Hilfe in der Höhe von 400 Millionen Euro beantragt. Aufgrund der neuerlichen Reisebeschränkungen, die sich negativ auf die Nachfrage auswirken, wurde die angefragte Summe nachträglich erhöht. Eigentümer Globalia wird aufgrund der veränderten Situation den Verkaufspreis mit der International Airlines Group neu verhandeln müssen. Die angestrebte Summe in der Höhe von einer Milliarde Euro kann nicht mehr gehalten werden.

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Deutschland dehnt Reisewarnung auf ganze Türkei aus

Die Bundesrepublik Deutschland betrachtet ab 9. November 2020 die gesamte Türkei wieder als Risikogebiet und hat eine entsprechende Reisewarnung angekündigt. Anfang August wurden einige Baderegionen auf erheblichen Druck der Türkei ausgenommen. Damit ist nun Schluss. Der Mittelmeer-Staat geriet erheblich unter Kritik, da die Fallzahlen mutmaßlich künstlich niedrig gehalten wurden. Gemeldet wurden nur jene Positiven, die eindeutige Symptome gezeigt haben. Asymptomatische Fälle wurden nicht international gemeldet. Das hatte zur Folge, dass die Anzahl der Infizierten in der Statistik niedrig gehalten wurden. Dadurch konnte das ohnehin hinterfragenswerte System der Deutschen – 50 auf 100.000 – ausgetrickst werden. Damit ist jetzt Schluss.

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App: München schickt Corona-Infos aufs Smartphone

Am Flughafen München können sich Reisende nun über die App „Passngr“ Informationen zu den aktuell gültigen Corona-Bestimmungen direkt aufs Smartphone schicken lassen. Dazu wurde unter dem Namen „Sichere Reise“ eine neue Funktion implementiert. Unverändert bleibt, dass aktuelle Informationen wie Abflugs- und Ankunftszeiten oder aber Gateänderungen auf das Mobiltelefon geschickt werden oder aber über die App abgerufen werden können. Neu ist, dass es nun auch länderspezifische Informationen bezüglich Covid-19 für etwa 200 Flughäfen in vielen Ländern gibt. Die dafür benötigten länderspezifischen Daten werden durch den internationalen Flughafenverband Airports Council International (ACI) erhoben und laufend aktualisiert. Reisende können sich die Passngr App kostenlos über den Apple Store oder Google Play herunterladen. Der Münchner Airport bietet darüber hinaus auch auf seiner Website einen Link zu dem neuen Informationsangebot

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Politik stellt Trennung von Air France und KLM in den Raum

So richtig harmonisch war der Zusammenschluss von Air France und KLM nie. Seit der Fusion im Jahr 2004 ist das interne Verhältnis von Rivalitäten und gegenseitigen Vorwürfen geprägt. Rein von den Zahlen her performte der niederländische Gruppenteil wesentlich besser. Die Corona-Pandemie stellt nun die gemeinsame Zukunft auf den Prüfstand. In Amsterdam gab es wiederholt Ideen, die eine Herauslösung von KLM angestrebt haben. Der Grund dafür war simpel: Die Niederländer flogen profitabel, in Frankreich wurden Verluste gemacht und auch diverse Streikserien kamen in Amsterdam so ganz und gar nicht gut an. Je länger sich die Corona-Krise hinzieht, desto stärker wird die Rolle der jeweiligen Regierung ins Spiel kommen. An Air France-KLM sind sowohl die Niederlande als auch Frankreich beteiligt. Gegenüber Bloomberg stellte der französische Verkehrsstaatsekretär Jean-Baptiste Djebbari in den Raum, ob man „wirklich ein integriertes Unternehmen will oder nicht“. Derzeit befinde man sich in einer Phase, in der ausgearbeitet wird wie die Gruppe wieder auf die Beine kommt. Scheinbar steht auch zur Diskussion in welcher Form die beiden Staaten unterstützen. Eine Verstaatlichung wird nicht ausgeschlossen. Diese könnte im Extremfall zur Trennung von Air France und KLM führen. Auch der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra stellt die gemeinsame Zukunft in Frage und meint gar, dass es keine echte, gemeinsame Firmengruppe wäre. Eine mögliche Trennung schließt er nicht aus und meint, dass man eine mögliche gemeinsame Zukunft überdenken muss. Wie sich die Angelegenheit entwickelt und ob es womöglich zu einer Scheidung kommt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist das Klima zwischen Frankreich und den Niederlanden in

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Linz: Austrian Airlines verschiebt Düsseldorf-Wiederaufnahme

Austrian Airlines wird die für den 2. November 2020 angekündigte Wiederaufnahme der Strecke Düsseldorf-Linz vorerst nicht durchführen. Laut einem Sprecher des Unternehmens strebt man als neuen Termin „Mitte Jänner 2021“ an. Die Entscheidung des Carriers ist eine Hiobsbotschaft für Linz, denn es wird bis auf weiteres keine regulären Linienflüge der Star Alliance geben. Die Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt am Main pausiert weiterhin auf unbestimmte Zeit. Austrian Airlines machte zum Grund der Verschiebung der Reaktivierung von Linz-Düsseldorf keine konkreten Angaben. Anzunehmen ist jedoch, dass die bevorstehende Zwangsquarantäne in Deutschland sowie die angekündigten Lockdown-Maßnahmen eine Rolle gespielt haben könnten.

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Green Airlines bläst den Erstflug ab

Wenig überraschend hat Green Airlines am Donnerstag den für 1. November 2020 angekündigten Erstflug abgesagt. Als Begründung nennt das Unternehmen die neuen Corona-Maßnahmen der deutschen Regierung. Einen neuen Termin gibt es nicht. Zumindest für das gesamte Monat November 2020 wurde der Verkauf ausgesetzt. Mitten in der Corona-Pandemie wollte die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) mit gecharterten Maschinen eine Flugverbindung zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Berlin-Brandenburg aufnehmen. Der Zeitpunkt für die Umsetzung eines solchen Vorhabens ist aufgrund des äußeren Umstands Corona-Pandemie denkbar schlecht. Die Nachfrage liegt branchenweit am Boden, so dass die kurzfristige Absage nicht überraschend kommt. Käufer von Tickets, deren Flüge sich innerhalb der kommenden 14 Tage – ab Erhalt der Stornierungsinformation – befinden, haben gemäß EU-VO 261/2004 den Anspruch auf eine Ersatzbeförderung sowie einer Entschädigung in der Höhe von 250 Euro pro Person und Strecke. Diese kann im Zweifel auch gegen den Operating Carrier, Chalair Aviation, geltend gemacht werden. Green Airlines schreibt in der Medienmitteilung, dass betroffene Kunden ihr für das Ticket bezahlte Geld zurückbekommen sollen. Der Kreis der Betroffenen dürfte aufgrund der Pandemie ohnehin überschaubar sein.

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Schwache Nachfrage: Austrian Airlines streicht weitere Strecken

Aufgrund der schwachen Buchungslage wird Austrian Airlines ab November 2020 unter anderem die Verbindungen nach Nürnberg und Leipzig einstellen. Die Konzernmutter Lufthansa verkündete vor wenigen Tagen, dass die gruppenweite Kapazität nochmals stark zurückgefahren wird. Dies hat auch Folgen im Bereich der Flotte: Das Rückgrat auf der Kurz- und Mittelstrecke werden die Muster DHC Dash 8-400, Embraer 195 und Airbus A319 bilden. Die Maschinen des Typs A320 werden nur als Backup bereitgehalten. Auf der Langstrecke kommen primär Boeing 767-300ER zum Einsatz. Planmäßige Flüge mit Boeing 777 sind nicht vorgesehen. Ungeachtet der momentan geringen Nachfrage hält das Unternehmen an der bevorstehenden Ausflottung der Airbus A319 und DHC Dash 8-400 fest, wie Aviation Direct berichtete. Austrian Airlines bestätigte weiters, dass Odessa, Lyon, Lviv, Iasi und Chisinau ebenfalls eingestellt werden. Allerdings gibt es auch eine Neuaufnahme: Ab Wien wird nach monatelanger Pause wieder Moskau-Domodedowo angeboten. Linz-Düsseldorf wird laut einem Firmensprecher nicht am 2. November 2020 aufgenommen, sondern erst Mitte Jänner 2021. In Graz hingegen kommt es zu Reduktionen auf den Routen nach Stuttgart und Düsseldorf. Konzernmutter Lufthansa wird temporär Wien-München einstellen. Die AUA-Flüge sind jedoch nicht betroffen.

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Messe Berlin führt ITB 2021 digital durch

Bereits heuer musste die traditionsreiche Reisemesse ITB aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Der Relaunch im März 2021 wird vorsorglich rein digital stattfinden. Eine klassische Ausstellung in den Hallen der Messe Berlin wird es nicht geben. Laut Mitteilung des Veranstalters soll eine Online-Messe durchgeführt werden. Dabei werden Panels und Vorträge über Videostreaming angeboten. Dies wird allerdings nicht für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich sein, denn die virtuelle Messe, die von 9. bis 12. März 2020 stattfinden soll, ist nur Fachpublikum vorbehalten.

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