Jan Gruber

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Jan Gruber

Portugal: Ryanair klagt gegen Sata-Staatshilfe

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair kündigt weitere Klagen gegen Staatshilfen für Airlines an. Diesmal trifft es Azores Airlines und Sata Air Acores. Chefjurist Juliusz Komorek bezeichnet die Beihilfe als „illegal“ und will vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. „Dies ist ein interessanter Fall. Die Europäische Kommission genehmigte teilweise staatliche Beihilfen für SATA und es wurde auch eine Untersuchung zu alten Rekapitalisierungsmaßnahmen eingeleitet. Es gab drei verschiedene Rekapitalisierungsmaßnahmen zugunsten von SATA, die der Europäischen Kommission nicht mitgeteilt wurden. Wenn diese Art von Hilfe nicht mitgeteilt wird, ist sie illegal“, so Komorek gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa. „Wir sind uns der Bedeutung von SATA für die Gewährleistung der Konnektivität zwischen den Azoren und dem Kontinent bewusst, aber eine Sache, die in diesem Prozess übersehen wurde, war, dass es auch andere Fluggesellschaften wie Ryanair gibt, die dies tun.“ Die EU-Kommission gab am 18. Oktober 2020 grünes Licht für 133 Millionen Euro, die der Staat Portugal dem Carrier bereitgestellt hat. Argumentiert wurde die Beihilfe unter anderem damit, dass die Konnektivität zwischen den Azoren und dem Festland weiterbestehen muss.

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Kommentar: Liebe Regierung, habt ihr die Luftfahrt vergessen?

Wochenlang betonten Mitglieder der österreichischen Bundesregierung, dass man die Lage im Griff habe, es ausreichend Spitalsbetten gäbe und es keinen zweiten Lockdown geben wird. Von diesen Worten wollen die betroffenen Politiker nun nichts mehr hören, denn erneut greift man zu Maßnahmen, die mit jenen vom Frühjahr vergleichbar sind und glaubt nun, dass sich das Problem löst, wenn das ganze Land unter „Isolationshaft“ gestellt wird. Im Frühjahr sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz, dass jedem geholfen werde. Von Entschädigungen war schnell keine Rede mehr, denn sofern es nicht um Soforthilfen und Austrian Airlines handelte, gab es zumeist nur Kredite, die irgendwann zurückbezahlt werden müssen. Bei der AUA wurde ein Teil des Hilfspakets in Form Kreditgarantien und der andere in Form einer echten Beihilfe gewährt. Level Europe hingegen ging leer aus. Laudamotion forderte zunächst öffentlich rund zwei Drittel jener Summe, die Austrian Airlines bekommen sollte, schwenkte jedoch später um und kritisierte Staatshilfen generell. Einen Antrag hat die Ryanair-Tochter sowieso nie eingereicht und mittlerweile ist das Unternehmen mit Sitz in Schwechat nur noch eine Hülse, die unzählige arbeitsrechtliche Klagen am Hals hat. Der Flugbetrieb wurde an die maltesische Lauda Europe Ltd. übergeben. Während die Bundesregierung nun durchaus Entschädigungen, beispielsweise für Gastwirte oder Hotels zugesagt hat, wurde die Luftfahrt in den letzten Tagen nicht einmal erwähnt. Auf der Westbahn-Strecke wurde wieder einmal Geld in die Hand genommen, um im Rahmen einer Notvergabe an die ÖBB und die Westbahn-Gesellschaft die Salzburg-Strecke zu unterstützen. Der Umstand, dass es keine Aktionstickets mehr gibt, führt trotz staatlicher Subvention kurioserweise zu

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Ryanair, Lauda und Buzz: Nur noch 19 Umläufe pro Woche ab WIen

Für die Ryanair-Tochter Lauda Europe gibt es ab Wien erneut weniger Arbeit. Der Lowcoster kürzte das Flugangebot auf 19 Umläufe pro Woche zusammen. Weitere Destinationen werden ausgesetzt, wobei die Wiederaufnahme von immer mehr Routen erst im Sommerflugplan 2021 erfolgen soll. Der November 2020 erweist sich als angebotstechnischer Tiefpunkt in der kurzen Geschichte, in der die Ryanair Gruppe seit Juni 2018 am Flughafen Wien präsent ist. Selbst zu Beginn der Laudamotion-Tätigkeit ab Wien-Schwechat hatte man mehr Flüge pro Woche im Umlauf. Der Mitbewerber Wizzair kürzte vor wenigen Tagen die Tätigkeit ebenfalls stark zusammen und bietet mit Pristina und Teneriffa nur noch zwei Ziele an. Viele Routen sind bei den beiden Billigfliegern ab Mitte Dezember 2020 wieder buchbar, jedoch steigt Woche für Woche der Anteil jener Strecken, die erst im Sommerflugplan 2021 reaktiviert werden sollen. Bei Mitbewerber Austrian Airlines ist die Situation kaum besser, denn das Angebot wurde auf etwa zehn Prozent des Vorjahresmonats zurückgefahren. Im Flugbetrieb dominieren derzeit die kleinsten Maschinentypen, DHC Dash 8-400 und Embraer 195, wobei die Auslastung mangels Nachfrage äußerst schwach ist. Auch die AUA plant derzeit ab Mitte Dezember 2020 das Angebot wieder hochzufahren, jedoch dürfte die tatsächliche Umsetzung bei allen Airlines von der Nachfrage abhängen. Diese wiederum hängt vom weiteren Fortgang der Pandemie ab und ist nicht vorhersehbar. Möglicherweise gibt es rund um Weihnachten eine „kleine, verstärkte Nachfrage“ aus dem Kreise jener Menschen, die in Österreich arbeiten oder studieren, aber ihre Familien in anderen Staaten leben. Mit einem großen Schub ist aufgrund der momentan gültigen Einreise-

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Ryanair macht Lauda zum Boeing-Operator, außer Airbus lässt beim Preis die Hosen runter

Bei der Ryanair-Tochter Lauda Europe bahnt sich eine Umflottung auf Boeing 737 an, denn Konzernchef Michael O’Leary und der europäische Flugzeugbauer Airbus scheinen sich nicht über den Kaufpreis für eine A320neo-Order einig zu werden. Klar ist: Ryanair will für die Maschinen einen billigeren Preis als für die Boeing 737 Max bekommen und Airbus scheint nicht gewillt zu sein zum Dumpingpreis zu liefern. Die Flottenpolitik, die Ryanair bei Laudamotion – nun Lauda Europe – bislang an den Tag legte, entbehrt jeglicher Logik und ist eigentlich nur als „Zick-Zack-Kurs“ zu beschreiben. Niki Lauda sicherte sich einige Maschinen, die vormals für Niki flogen, jedoch von Lufthansa aufgekauft wurden. Warum sich der Kranich die zum Teil bereits betagten Airbus A320 und A321 überhaupt ans Bein gebunden hat, fragen sich die Verantwortlichen in Köln und Frankfurt wohl heute noch. Man verfolgte wohl die Strategie, dass wenn der Kranich „den Niki“ nicht verspeisen kann, dann soll die einstige Air-Berlin-Tochter eben niemand haben. So ganz ging die Strategie schon von Anfang an nicht auf, denn nicht alle Leasinggeber verkauften an den Kranich. So kam es dazu, dass einige Maschinen mit Level Europe (damals Anisec) einen neuen Leasingnehmer fanden. Die überwiegende Mehrheit der Niki-Flotte konnte jedoch Lufthansa käuflich erwerben. Das Landesgericht Korneuburg legte dann fest, dass der Käufer der „Verlassenschaft“ der Air-Berlin-Tochter die Maschinen zu „marktüblichen Konditionen“ mieten kann. Niki Lauda hätte sich bei Leasinggesellschaften durchaus auch andere Flugzeuge organisieren können, doch er wollte unbedingt jene A320 und A321, die in der Eigentümerschaft des Kranichs waren. Die Möglichkeiten

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Israir kündigt Nonstop-Flüge zwischen Israel und Bahrain an

Nach der Aufnahme bzw. Ankündigung von Nonstopflügen von Israel in die Vereinigten Arabischen Emirate geht es nun weiter voran: Israir beabsichtigt ab dem 31. Jänner 2020 zweimal wöchentlich zwischen Tel Aviv und Manama (Bahrain) zu fliegen. Dies kündigte der Carrier in einer Aussendung an. Nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate offizielle diplomatische Beziehungen mit Israel aufgenommen haben, ging es schnell. Bahrain und Jordanien wollen ebenfalls ihr Verhältnis mit Israel normalisieren. Mit dem Nachbarn konnte ein Luftfahrtabkommen unterzeichnet werden, da Airlines beider Staaten die Überflüge ermöglicht. Auch die Gespräche mit Bahrain schreiten voran, denn nun stehen die ersten kommerziellen Linienflüge zwischen den beiden Staaten an. In Richtung Dubai sind schon einige Angebote angekündigt, wie Aviation Direct berichtet.

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Kuba öffnet Havanna für den Tourismus

Kuba ermöglicht ab 15. November 2020 touristische Einreisen über den Flughafen Havanna. Die Reisenden müssen sich jedoch einer Gesundheitsprüfung inklusive PCR-Testung unterziehen. Die Bewegungsfreiheit ist bis zum Vorliegen eines negativen Befunds eingeschränkt. Dies soll jedoch maximal 24 Stunden andauern. Die Testung ist allerdings nicht kostenfrei, sondern hierfür ist eine so genannte “Gesundheitssteuer” zu bezahlen. Über die Höhe haben die Behörden bislang keine konkreten Angaben gemacht. Möglicherweise werden bald weitere Gebiete des abgeschotteten Staats wieder für den Tourismus geöffnet. Für den Badeort Varadero gilt bereits seit einiger Zeit eine Sonderregelung.

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Spanien verlangt ab 23. November 2020 einen negativen PCR-Test

Ab 23. November 2020 müssen alle Personen, die aus von der spanischen Regierung definierten Risikogebieten einreisen, einen negativen PCR-Befund, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorlegen. Eine anschließende Quarantäne ist dann nicht erforderlich.  Spanien reagiert damit auf weltweit steigende Fallzahlen und will so die weitere Einschleppung des Coronavirus verhindern. Die Vorlagepflicht gilt ausdrücklich auch für Deutsche, die nach Palma de Mallorca reisen wollen. Die Kanaren verlangen bereits seit 14. November 2020 die Vorlage eines negativen Befundes, akzeptieren jedoch nicht nur PCR-Ergebnisse, sondern auch Antigen-Tests. Spanienweit muss der Befund in englischer oder spanischer Sprache vorgelegt werden. Achtung: Wer kein negatives PCR-Ergebnis vorweisen kann, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Weiters kann ein Antikörper-Test angeordnet werden. Innerspanisch gilt diese Beschränkung nicht, auch nicht für Inselbewohner.

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Judith Engel leitet künftig die Verkehrssektion im BMK

Die Verkehrssektion im österreichischen Klimaschutzministerium steht ab Jänner 2021 unter neuer Leitung. In diesem Bereich ist auch die Luftfahrt angesiedelt. Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) teilte mit, dass der Posten nach Ausschreibung an Judith Engel vergeben wurde. Die Stelle war seit 30. Juni 2020 aufgrund der Pensionierung des bisherigen Sektionschefs, Gerhard Gürtlich, vakant. Engel war zuletzt Leiterin des Rahmenbauprogramms im Wiener Gesundheitsverbund und davor bei der Flughafen Wien AG und der ÖBB-Infrastruktur AG in Leitungsfunktionen tätig. Sie ist ausgebildete Bauingenieurin und bringt einen umfassenden Erfahrungsschatz in unterschiedlichen Teilen des Verkehrssektors und der Bauwirtschaft mit. „Ich freue mich, dass wir mit Judith Engel eine großartige Expertin für die Leitung der Sektion Verkehr gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir in den nächsten Jahren die großen Herausforderungen im Kampf gegen die Klimakrise angehen. Denn heute ist der Verkehr leider noch unser Sorgenkind in der Klimabilanz – in Zukunft liegen aber enorme Chancen in der klimafreundlichen Mobilität“, so Leonore Gewessler.

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Starker Rückgang auch bei Mietwagenvermittler Sunny Cars

Weniger Urlaubsreisende bedeuten auch weniger Vermittlungspotential für Leihautos. Sunny Cars teilte mit, dass das am 31. Oktober 2020 abgelaufene Geschäftsjahr tiefrot abgeschlossen wurde. Der Umsatz reduzierte sich von 275 Millionen Euro in der vorigen Periode auf 71,5 Millionen Euro. Betrachtet man die Anzahl der Buchungen, so wird der Einbruch noch heutlicher: Im Geschäftsjahr 2019/2020 vermittelte Sunny Cars rund 900.000 Mietautos. In der kürzlich abgeschlossenen Periode waren es nur noch 232.000 Buchungen. „In diesem Ausnahmejahr für die Tourismusbranche haben wir von Anbeginn der Corona-Krise versucht, so gut wie möglich mit der Situation umzugehen“, bekräftigt Sunny Cars Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter Kai Sannwald. „Uns kommt zugute, dass wir die erwirtschafteten Gewinne der vergangenen Jahre überwiegend im Unternehmen belassen haben und somit auf hohe Rücklagen zurückgreifen können. Damit ist es uns möglich, auch weitere Verluste aus dem Eigenkapital zu stemmen. Wir sind sogar in der Lage, das neue Geschäftsjahr ohne eine einzige Buchung zu überstehen.“ Sunny Cars plant und kalkuliert für das aktuelle Geschäftsjahr mit Vorsicht und fährt intern einen rigiden Sparkurs: „Wir stellen uns darauf ein, dass so schnell nicht mit einer Rückkehr zur Normalität beim Reiseverhalten zu rechnen ist“, betont Co-Gesellschafter Thorsten Lehmann. „Der Kunde muss erst einmal wieder verreisen wollen und vor allem können, daher rechnen wir erst Mitte 2021 mit einer langsamen Besserung der Gesamtsituation“.

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Eurowings: Beirut ab Berlin, Düsseldorf und Stuttgart

Die Billigfluggesellschaft Eurowings nimmt ab 19. Dezember 2020 Nonstop-Flüge ab Berlin-Brandenburg, Düsseldorf und Stuttgart nach Beirut auf. Ab der NRW-Landeshauptstadt wird zusätzlich auch Erbil angeboten. Während die Flüge ab Berlin und Düsseldorf bereits kurz vor Weihnachten starten, geht es in Baden-Württemberg erst am 2. Feber 2021 los. „Familien und Freunde zu besuchen ist gerade in Krisenzeiten besonders wertvoll. Menschen egal welcher Nationalität suchen regelmäßig die Nähe und den persönlichen Austausch mit ihren Angehörigen. Dies ermöglichen wir mit attraktiven Nonstop-Verbindungen in die jeweiligen Heimatländer. Dabei beobachten wir eine anhaltend stabile Nachfrage in diesem Segment, auch in den letzten Wochen und Monaten der Corona-Krise“, so Jens Bischof, CEO von Eurowings. Ab dem 19. Dezember 2020 bringt Eurowings ihre Passagiere von Berlin nach Beirut, die Hauptstadt des Libanon. Flüge starten jeweils dienstags und samstags in Berlin mit anschließendem Rückflug nach ihrer Landung in Beirut. Der Flugplan ab Berlin auf einen Blick: Dienstag: BER – BEY 08.25 Uhr – 13.25 Uhr; BEY – BER, 14.30 Uhr – 17.45 Uhr Samstag: BER – BEY, 12.05 Uhr – 17.05 Uhr; BEY – BER, 18.15 Uhr – 21.30 Uhr Ab dem 19. Dezember fliegen Eurowings Passagiere von Düsseldorf per Direktverbindung nach Erbil im Irak und ab dem 22. Dezember nach Beirut im Libanon. Die Flüge werden jeweils dienstags und samstags angeboten. Der Flugplan ab Düsseldorf auf einen Blick:  Düsseldorf – Erbil: Dienstag und Samstag: DUS – EBL, 07.30 Uhr – 14.15 Uhr; EBL – DUS, 15.15 – 18.25 Uhr Düsseldorf – Beirut: Dienstag: DUS – BEY, 11.30

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