Die Wizzair Group flog in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020 einen Verlust in der Höhe von 243,1 Millionen Euro ein. Davon entfallen 135,1 Millionen Euro auf das erste Quartal. Der Umsatz sank um 71,8 Prozent auf 471,2 Millionen Euro. Rechnerisch stiegen die Kosten pro Sitzplatzkilometer um 34,4 Prozent auf 4,52 Euro. Das Unternehmen beziffert die mit 30. September 2020 zur Verfügung stehenden Finanzmittel mit rund 1,55 Milliarden Euro. Wizzair geht davon aus, dass bis zum Ende des Geschäftsjahres rund 70 Millionen Euro pro Monat verbrannt werden. Man erwartet einen schwierigen Winter für die gesamte Branche, sieht sich allerdings aufgrund vieler kurzfristiger Anpassungen im Streckennetz gut aufgestellt. Eine Prognose für das Jahresergebnis will man nicht angeben, hofft jedoch im kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone fliegen zu können. „Wizz Air hat die Branche im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres deutlich übertroffen: Wir haben 5,8 Millionen Passagiere mit einem Auslastungsgrad von 66 Prozent und 72 Prozent unserer Kapazität für 2019 befördert, vor dem Hintergrund sich ständig ändernder Reisebeschränkungen in allen unseren Märkten. Unsere Nebeneinnahmen steigen weiterhin pro Passagier, was auf eine robuste Leistung unserer Kernprodukte zurückzuführen ist. Gleichzeitig ermöglichte uns unser diszipliniertes Kostenmanagement, unsere bilanzierte Anlagebilanz mit einem Gesamtguthaben von 1,6 Mrd. EUR aufrechtzuerhalten“, erklärt Konzernchef Jozsef Varadi. „Während der Winterperiode erwarten wir, dass die Bedingungen mit anhaltenden Reisebeschränkungen aufgrund von COVID-19 sowie dem saisonalen Rückgang der Nachfrage nach Reisen besonders schwierig sind. Wir werden uns weiterhin auf das Kostenmanagement konzentrieren und uns bemühen, das Cash-positive Fliegen mit einem disziplinierten Kapazitätsansatz