Jan Gruber

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Jan Gruber

A380-Zukunft bei Etihad ist ungewiss

Seit März 2020 werden die Maschinen des Typs Airbus A320 von Etihad Airways nicht mehr im Linienverkehr eingesetzt. Das wird auch noch längere Zeit so bleiben, denn aus den Flugplänen, die für die nächsten elf Monate veröffentlicht sind, wurde das Muster entfernt. Damit werden auch die einzigartigen First-Class-Kabinen vorläufig nicht mehr angeboten. Ob Etihad Airways jemals wieder die Superjumbos im kommerziellen Linienverkehr einsetzen wird, ist nach Angaben des Unternehmens gar nicht entschieden. Die Pressestelle erklärte, dass man sich zunächst auf die zweistrahligen Jets verlässt und je nach Nachfrage über den Wiedereinsatz der vierstrahligen A380 entscheiden wird. Das Portal „One Mile at Time” schreibt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die zehn Superjumbos endgültig die Flotte verlassen müssen, sehr hoch ist. Entscheiden hat man bei Etihad offiziell noch nichts, jedoch geht die momentan sehr schwache Nachfrage auch an diesem Golfcarrier nicht spurlos vorbei.

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Zürich: Maschinen waren im September halbvoll

Im September 2020 nutzten 536.406 Reisende den Flughafen Zürich-Kloten. Damit lag man um 81,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Anzahl der Lokalpassagiere sank um 77,8 Prozent auf 457.263 Fluggäste. Der Anteil der Umsteiger reduzierte sich um 14,5 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent. Zürich hatte um 90,9 Prozent weniger Umsteiger und zählte 75.114 Reisende, die in Kloten das Flugzeug gewechselt haben. Die Anzahl Flugbewegungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 60,6 Prozent auf 9.606 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Passagieranzahl pro Flug lag mit 82 Fluggästen 38,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Auslastung sank um 31,3 Prozentpunkte auf 50 Prozent ab. Das Frachtaufkommen reduzierte sich um 36,5 Prozent auf 23.117 Tonnen.

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Australien: Grenzen bis Ende 2021 dicht

Wenig Hoffnung macht die Regierung Australiens auf eine baldige Öffnung der Grenzen. Lokale Medien berichten, dass diese bis voraussichtlich Ende 2021 geschlossen bleiben sollen. Zuvor könnte es lediglich schrittweise „sichere Reisekorridore“ geben. Touristische Einreisen sollen aber erst ermöglicht werden, wenn es einen Impfstoff gibt. Premierminister Scott Morrison befindet sich mit Ländern wie Südkorea und Singapur in Gesprächen über die Errichtung so genannter „sicherer Reisekorridore“. Mit europäischen Staaten gibt es laut lokalen Medien derzeit keine Gespräche. Sollte Australien die Grenzen tatsächlich so lange geschlossen halten, so könnte dies auch erhebliche Auswirkungen auf Fluggesellschaften wie Qantas und Virgin Australia haben. Deren Flugbetriebe ruhen weitgehend und fraglich ist auch wie viel Geld die Regierung aufwenden wird und kann, um ihre Airlines über einen so langen Zeitraum zu stützen.

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Wien auf Rekordkurs, doch dann kam Corona

Der größte Flughafen Österreichs, Wien-Schwechat, konnte zu Beginn des Jahres 2020 den Rekordkurs fortsetzen: Im Jänner verzeichnete man ein 14-prozentiges Passagierplus auf 2.093.673 Reisende. Auch die Anzahl der Flugbewegungen legte um sieben Prozent auf 19.507 Starts oder Landungen zu. Dieser Trend setzte sich auch im Feber 2020 fort, denn es wurden 2.017.461 Fluggäste gezählt. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat ein Zuwachs von acht Prozent. Im selbigen prozentualen Ausmaß steigerte sich auch die Anzahl der Flugbewegungen auf 18.627 Starts oder Landungen. Doch dann kam Corona und alles ändere sich. Im März 2020 nutzten 808.666 Passagiere den Wiener Flughafen, um 66 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Flugbewegungen halbierten sich auf 10.478 Starts oder Landungen. Den Tiefpunkt erreichte der größte Airport Österreichs im April 2020: Nur 12.632 Reisende wurden während dem Lockdown-Monat gezählt. Durchgeführt wurden 960 Flüge. Seit Mai 2020 kann Wien – den Umständen, die der Corona-Pandemie geschuldet sind – wieder zulegen. So macht sich in den Zahlen die frühe Wiederaufnahme einiger Verbindungen der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizzair deutlich bemerkbar: Es wurden insgesamt 1.067 Flugbewegungen mit 20.202 Reisenden gezählt. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat war es aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn der Rückgang lag bei 96 Prozent bzw. 99 Prozent. Einen weiteren wichtigen Punkt im „Comeback“ von Wien-Schwechat kann man auf das Wiederanlaufen des Austrian-Airlines-Streckennetzes zurückführen. Im Juni 2020 flogen 138.124 Fluggäste auf 2.453 Flugbewegungen. Das Minus im Vergleich mit dem Vorjahresmonat lag bei 95 Prozent bzw. 90 Prozent. Die weitgehende Aufhebung zahlreicher Reisebeschränkungen im Juli

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EU-Reiseampel soll den Flickenteppich beenden

Ein einheitliches Ampelsystem soll künftig das Reisen innerhalb der Europäischen Union vereinfachen. Nach längeren Diskussionen einigten sich die Regierungen der Mitgliedsstaaten auf den Vorschlag der EU-Kommission. Einfacher wird es allerdings nicht werden, denn hinsichtlich der genauen Einreisebestimmungen kocht jeder Nationalstaat weiterhin seine eigene Suppe. Was ein Risikogebiet ist und was nicht, soll künftig innerhalb der Europäischen Union einheitlich definiert werden. Beispielsweise Deutschland zieht bislang lediglich die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner heran, berücksichtigt aber weder die Anzahl der Tests noch die Auslastung des jeweiligen Gesundheitssystems. Genau das soll sich jetzt ändern. Eine Ampel, die aus den bekannten Farben rot, gelb und grün besteht, soll künftig Länder und Regionen nach einheitlichen Kriterien bewerten. Zeigt diese das grüne Signal, so ist das Reisen ohne jegliche Einschränkungen oder Testzertifikate möglich. Betont wird ausdrücklich, dass bei der Bewertung nicht nur die Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner herangezogen werden, sondern auch die Anzahl der durchgeführten Testungen, die prozentuale Positivquote, die Auslastung des jeweiligen nationalen Gesundheitssystems und weitere Kriterien. In den nächsten Tagen soll die verbindliche Umsetzung veröffentlicht werden. Insbesondere die Definitionen der einzelnen Ampelfarben sowie die Möglichkeiten, die dann seitens der Nationalstaaten gesetzt werden können, sollen veröffentlicht werden. Fix ist, dass wer von grün nach grün reisen möchte, keinerlei Nachweise braucht. Zeigt die Ampel gelb, so könnte ein negativer PCR-Test verlangt werden oder aber ein Schnelltest durchgeführt werden. Bei rotem Licht könnte Quarantäne blühen. Allerdings: Dem aktuellen Informationsstand nach könnten die Nationalstaaten auch schon bei Gelb eine Isolation verlangen. Der formelle Beschluss soll am Dienstag im Zuge

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Kurzarbeit: Arbeitsamt unterliegt Malta Air vor Gericht

Die deutschen Mitarbeiter der Ryanair-Tochter Malta Air erhalten weiterhin Kurzarbeitergeld. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschied, dass die Bundesagentur für Arbeit vorläufig an den ursprünglichen Bescheid, mit dem die erfüllten Leistungsvoraussetzungen anerkannt wurden, gebunden bleibt. Ursprünglich wurde den deutschen Flugbegleitern und Piloten der Malta Air die Kurzarbeit zuerkannt. Dies wurde vom Arbeitsamt auch mittels Bescheid festgestellt. Nur wenige Wochen später wurde dieser zurückgezogen und die Kurzarbeit abgelehnt. Gegen diese Entscheidung traten Gewerkschaften und Unternehmensführung gemeinsam in der Öffentlichkeit auf. Malta Air zog vor Gericht. Dieses befasste sich unter der Aktenzahl „L 20 AL 109/20 B ER“ mit der Anfechtung. Die Bundesagentur für Arbeit konnte die ursprüngliche Bewilligung und anschließende Ablehnung nicht schlüssig erklären. Auch der Umstand, dass in Deutschland keine Verwaltung unterhalten wird, spielt für das Gericht keine Rolle. Das Arbeitsamt wandte nachträglich ein, dass Malta Air in Deutschland keinen Betrieb unterhalte. Dies wäre bei der ursprünglichen Antragstellung nicht ersichtlich gewesen und hätte man eben erst später erkannt. Die in Deutschland stationierten Malta-Air-Mitarbeiter entrichten ihre Steuern und Sozialabgaben in der Bundesrepublik. Die Angelegenheit ist mittlerweile in der zweiten gerichtlichen Instanz, denn das Sozialgericht Köln stellte fest, dass der Widerspruch eine aufschiebende Wirkung hat und somit vorläufig weiterhin das Kurzarbeitergeld für die Malta-Air-Mitarbeiter zu bezahlen ist. Dagegen ergriff die Bundesagentur für Arbeit ein Rechtsmittel, so dass der Fall vor dem Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen landete. Dieses bestätigte jedoch die Entscheidung der Vorinstanz. Zum Urteil schreibt das juristische Fachportal Beck Aktuell wie folgt: „Die Antragsgegnerin könne sich nicht auf das mögliche Fehlen der betrieblichen Voraussetzungen im

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Griechenland startet Corona-Ampel-Landkarte

Die griechische Regierung startet eine vierstufige „Corona-Ampel“, die im Internet über das aktuelle Risiko in der jeweiligen Region informieren soll. Auf einer virtuellen Karte können sich Einwohner und Touristen über die aktuelle Lage in den 74 Regionen informieren. Die Nutzung ist selbstverständlich kostenfrei und ohne Registrierung möglich. Auf der Webseite covid19.gov.gr ist die Landkarte, die auf der Ampel basiert, online einsehbar. Die vier Stufen sind wie folgt definiert: grün: geringes Risiko gelb: moderates Risiko (Maßnahme: Beobachtung) orange: hohes Risiko (Maßnahme: verstärkte Beobachtung) rot: sehr hohes Risiko (Maßnahme: strikte Verschärfung der Corona-Maßnahmen) Tipp: Direktlink zur griechischen Corona-Ampel-Landkarte. Die Regierung betont, dass je nach Einfärbung der jeweiligen Region Maßnahmen gesetzt werden können. Beispielsweise ist in grünen Gebieten die Sperrstunde von Bars, Restaurants und Cafes um 1 Uhr 00. Ist die Ampel gelb gefärbt, so muss eine halbe Stunde früher zugesperrt werden. Bei orange um Mitternacht. Zeigt das Signal Rotlicht, so dürfen Bars, Restaurants und Cafes nicht öffnen. Abhol- und Lieferdienste sollen jedoch weiterhin ermöglicht werden. Wichtig: Maskenpflicht besteht unabhängig von der Farbe der Ampel in Gebäuden, öffentlichen Verkehrsmitteln und an anderen Orten. Zeigt das Signal jedoch rot, so muss auch im Freien ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das gilt ausdrücklich nicht nur für Einwohner, sondern auch für Touristen. Bei Missachtung können empfindliche Geldstrafen blühen. Zum Zeitpunkt der Präsentation der griechischen Corona-Ampel waren 27 Regionen grün gefärbt, 25 gelb und 22 orange. Kein einziges Gebiet wurde als rot eingestuft. Die Karte und die Ampelsignale sollen alle zwei Wochen aktualisiert werden und basieren unter anderem

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Ryanair startet eigenen Podcast

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair setzt nun dem Flightcast von Austrian Airlines einen eigenen Podcast entgegen. Der Carrier will nun wöchentlich unter dem Brand „Inside Ryanair“ über aktuelle Themen aus dem Unternehmen, der Wirtschaft und Luftfahrt informieren. Ob Ryanair das neue Produkt ebenfalls als Werbemittel nutzen wird oder neutral berichten wird, ist ein wenig unklar. Der Carrier schreibt in einer Medienerklärung, dass man „häufig gestellte Fragen zu Ryanair ein für alle Mal beantworten“ will. Dies könnte andeuten in welche Richtung „Inside Ryanair“ gehen könnte. In der ersten Folge ist ein Interview mit Firmenchef Eddie Wilson zu hören. „Wir freuen uns, Inside Ryanair zu starten. Wir wollen den Menschen einen Einblick in einige der dringlichsten Themen der Branche geben, häufig gestellte Fragen zu Ryanair ansprechen und uns über Themen unterhalten, die in den Medien präsent sind uns und die Branche interessieren. Dies ist ein kostenloser Podcast, also wählen Sie Ihren Lieblingsplatz, lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich und genießen Sie die Einblicke per Apple, Spotify & Google Podcast Stores. Ryanair freut sich über Feedback, teilen Sie uns Ihre Meinung über den Podcast auf Twitter, Facebook oder dem Streaming-Kanal Ihrer Wahl mit“, erklärt Ryanair-Managerin Dara Brady.

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Luqa: Maltas Premier kündigt Schnelltests für ankommende Passagiere an

Während der ersten Corona-Welle ordnete die maltesische Regierung die Schließung des Airports in Luqa, eine Tochter der Flughafen Wien AG, an. Das wird sich nicht wiederholen, erklärte Premierminister Robert Abela am Sonntag. Die Schließung des Airports ist in den Maßnahmen nicht vorgesehen. Stattdessen sollen „so bald wie möglich“ Schnelltests eingeführt werden. Der Regierungschef betonte, dass der richtige Weg in die Zukunft sicheres Reisen und nicht die Schließung des Flughafens ist. Luqa wurde im März geschlossen und wurde erst am 1. Juli 2020 wieder für den regulären Linienverkehr geöffnet. In der Zwischenzeit wurden lediglich Repatriierungs-, Fracht- und Wartungsflüge zugelassen. Dies hatte fatale Auswirkungen auf den Airport und das stark vom Tourismus abhängige Land. Abela ist der Ansicht, dass das momentane Einreisesystem ausreichend ist, um für Sicherheit zu sorgen. Personen, die aus grünen Ländern kommen müssen lediglich zwei Formulare ausfüllen. Jene, die aus Staaten, die auf der „Amber List“ verzeichnet sind, kommen, haben einen negativen PCR-Test vorzuweisen oder aber diesen vor Ort nachzuholen. Flugverbindungen aus rot eingestuften Ländern sind verboten. Auch auf dem Seeweg besteht für diese Staaten Einreiseverbot. Der Regierungschef kündigte auch an, dass am Flughafen Luqa Corona-Schnelltests eingeführt werden sollen. Einen genauen Zeitpunkt nannte Robert Abela noch nicht, jedoch wären diese ein Teil zur Erhöhung der Sicherheit für Reisende und Einwohner. Die Antigen-Tests sollen dann solange wie notwendig angeboten werden. Über die Kosten machte der Premierminister keine Angaben.

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UK: Easyjet fordert mehr Staatshilfe

Der Billigflieger Easyjet fordert von der Regierung des Vereinigten Königreichs ein „maßgeschneidertes Maßnahmenpaket“ für Fluggesellschaften. Der Carrier wird heuer aufgrund der Corona-Pandemie tiefrote Zahlen schrieben, teilte Easyjet mit. UK gewährte bislang keine Staatshilfen, sondern lediglich besicherte Kredite mit vergleichsweise kurzer Laufzeit. Firmenchef Johan Lundgren fordert nun die Johnson-Regierung dazu auf, dass diese ein Maßnahmenpaket schaffen soll, um das Überleben und die wirtschaftliche Erholung der UK-Carrier unterstützen zu können. Easyjet leidet – wie alle anderen Fluggesellschaften auch – unter den verschiedensten Reisebeschränkungen. Zuletzt bot man nur 38 Prozent der sonst üblichen Kapazität bei einer Auslastung von 76,3 Prozent an. Easyjet organisierte sich auf dem Kapitalmarkt und über Sale-and-Leaseback-Deals bislang etwa 2,4 Milliarden Britische Pfund. Weiters erhielt man einen staatlich besicherten Kredit in der Höhe von 600 Millionen Britische Pfund. Das ist im Vergleich mit den Darlehen und Beihilfen, die andere europäische Staaten an ihre Airlines gewährt haben, durchaus wenig. Lundgren bereitet den Konzern auch auf den Worst-Case vor, denn sollte das Vereinigte Königreich die Hilfen für die Fluggesellschaften nicht aufstocken, so würde man alternative Finanzierungsmöglichkeiten inklusive weiterer Sale-and-Leasebacks ernsthaft prüfen. Doch auch den Mitarbeitern geht es sprichwörtlich an den Kragen, denn konzernweit werden 30 Prozent aller Stellen abgebaut. Auch die Schließung weiterer Stationen wird nicht mehr ausgeschlossen. Formell sprach man dabei von der „Optimierung des Netzwerks und der Bases“. Neben dem Vereinigten Königreich wurden auch in Italien bereits Maßnahmen vorgenommen. In der Schweiz soll die Tochtergesellschaft Easyjet Switzerland 70 Stellen in Basel abbauen und die Anzahl der stationierten Airbus-Jets um zwei

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