Jan Gruber

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Jan Gruber

Gategroup erzielt Einigung für Umschuldung

Die im Bereich Luftfahrt-Catering stark vertretene Gategroup einigte sich mit ihren Aktionären und Gläubigern auf eine Umschuldung. Der Konzern geriet aufgrund der wegen der Corona-Pandemie stark eingebrochenen Nachfrage unter Druck. Die Großaktionäre RRJ Capital und Temasek konnten mit den kreditgebenden Banken eine Grundsatzeinigung für eine Refinanzierung des Konzerns erzielen. Laut Mitteilung soll die Gategroup dadurch signifikant mit frischer Liquidität ausgestattet werden. Die Firmengruppe wird 500 Millionen Schweizer Franken bereitgestellt bekommen. Davon werden 25 Millionen Franken in Form von Eigenkapital eingebracht und die restlichen 475 Millionen Euro in Form eines nachrangigen, wandelbaren Darlehens. Weitere 200 Millionen Franken werden in Form einer vorrangig gesicherten Zwischenliquidität von den Teilhabern zur Verfügung gestellt sind. Im Gegenzug verlängern die Banken die Kreditlaufzeiten bis Oktober 2026. Allerdings hängt dies noch von der Verlängerung der Laufzeit einer Anleihe ab. Diese würde im Feber 2022 auslaufen. Hier ist noch die Zustimmung der zeichnenden Anleger erforderlich. Es gilt als wahrscheinlich, dass diese erteilt wird, da die jährliche Verzinsung mit drei Prozent stabil bleiben wird.

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Boeing rechnet mit vielen Konvertierungen in Frachter

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing rechnet damit, dass in den nächsten 20 Jahren deutlich mehr Frachtflugzeuge benötigt werden. Der Hersteller würde aber nur in geringfügigem Umfang davon profitieren, da man prognostiziert, dass die überwiegende Mehrheit der Nachfrage mit der Konvertierung ausgemusterter Passagierflugzeuge erfüllt werden kann. Boeing vermutet, dass 2.430 zusätzliche Cargo-Maschinen benötigt werden. Die weltweite Flotte würde demnach um 60 Prozent anwachsen. Allerdings sollen der Prognose nach nur 930 Frachter neu gebaut werden. Der Rest soll – wie erwähnt – durch Umbauten ehemaliger Passagierflugzeuge entstehen.

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Etihad vor Abbau von 1.000 Flugbegleitern

Bei Golfcarrier Etihad Airways bangen rund 1.000 von 4.800 Flugbegleitern um ihre Jobs. Der Carrier plant diese in unbezahlten Urlaub zu schicken. Ein ähnliches Vorgehen wählt man auch bei Piloten, jedoch in weit geringerem Umfang. Auch soll es in beiden Berufsgruppen zu Kündigungen kommen. Die Betroffenen sollen zeitnah per E-Mail von ihrem Arbeitgeber informiert werden. Dies berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf interne Unterlagen. Die aus zehn Einheiten bestehende A380-Flotte soll auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben. Eine Reaktivierung soll nur dann erfolgen, wenn die Nachfrage deutlich steigt. Etihad Airways rechnet mit einer sehr langsamen Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie. Firmenchef Tony Douglas stellte Anfang des Monats eine neue Strategie vor. Der Golfcarrier wird deutlich verkleinert und soll eine Full-Service-Airline mittlerer Größe werden. Die Flotte wird sich primär auf zweistrahlige Großraumjets konzentrieren. Wie es mit den Großbestellungen für die A320neo-Reihe, die man bei Airbus getätigt hat, weitegehen wird, ist unklar. Die A380-Flotte wird jedenfalls auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben. Ob diese jemals reaktiviert wird, ist unklar. „Da sich Etihad weiterhin auf die Wiederherstellung und den Wiederaufbau unseres globalen Netzwerks konzentriert, werden wir uns weiterhin auf die Effizienz und die Vorteile unserer zweimotorigen Großraumflugzeuge verlassen. Während dieses Zeitraums bleiben die zehn A380 von Etihad auf dem Boden, es sei denn, die Nachfrage wächst und es besteht genügend Appetit, um ihre Lebensfähigkeit neu zu bewerten. Wie immer konzentrieren wir uns weiterhin auf das Wohlbefinden und die Sicherheit unserer Gäste und bieten gleichzeitig den erstklassigen Service, den sie verdienen und

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Blue Air krempelt das Streckennetz um

Die rumänische Billigfluggesellschaft Blue Air löst die auf dem Flughafen Iasi unterhaltene Basis auf und stellt sämtliche Flüge ab diesem Airport ein. Ab Bukarest wird man weiterhin mit einer Maschine präsent sein. Das internationale Angebot, das man bislang ab Iasa hatte, wird künftig ab Bacau abgewickelt. Der Carrier wechselt in London und Paris auch die Flughäfen. Anstatt Luton fliegt man künftig den wesentlich größeren Heathrow-Airport an. In der französischen Hauptstadt nutzt man nicht mehr den abgelegenen Flughafen Beauvais, sondern Charles de Gaulle. Die Änderungen werden in UK mit 1. Dezember 2020 und in Frankreich mit 18. Dezember 2020 vollzogen. Zunächst sind in Paris jedoch nur die Bukarest-Flüge betroffen, denn vorerst landet die Verbindung aus Bacau weiterhin in Beauvais. Eine weitere Änderung betrifft die Präsenz in Rom. Mit 18. Dezember 2020 zieht man die Flüge nach Bacau und Bukarest von Fiumicino nach Ciampino um. Zu den Gründen macht der Carrier keinerlei Angaben, betont jedoch, dass es sich um eine temporärere Maßnahme handelt. Ob und wann diese wieder zum größeren der beiden Römer Flughäfen umziehen werden, teilte das Unternehmen nicht mit.

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Stansted: Ryanair übernimmt mehr als 300 Easyjet-Slots

Die Billigfluggesellschaft Ryanair war vor der Corona-Pandemie in London-Stansted omnipräsent. In Zukunft sollen die Jets der irischen Firmengruppe noch dominanter werden, denn der Carrier übernimmt 312 wöchentliche Slots, die bislang von Easyjet genutzt wurden. Derzeit hält Easyjet UK 374 wöchentliche Slots in Stansted. Zwei weitere befinden sich im Besitz der österreichischen Tochtergesellschaft Easyjet Europe und werden laut CH-Aviation.com für die Amsterdam-Strecke genutzt. In der Sommerflugplanperiode 2021 wird die Muttergesellschaft noch 58 Paare halten und die Tochter zwei. Easyjet verkündete vor einigen Wochen, dass die Basis London-Stansted aufgelöst wird. Dem geht einher, dass das Angebot ab diesem Airport deutlich reduziert wird. Der Mitbewerber Ryanair will von diesem quasi-Rückzug profitieren und das Angebot deutlich ausbauen. Allerdings haben die Iren bislang nicht mitgeteilt, ob dies unter dem irischen, polnischen britischen oder einem der beiden maltesischen AOCs erfolgen wird. Derzeit hält der Konzern in Stansted einen Marktanteil von 86,8 Prozent und 2.312 Slot-Paare.

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Graz: Austrian setzt Stuttgart und Düsseldorf aus

Am Flughafen Graz wird künftig weniger los sein, denn KLM setzt die Amsterdam-Anbindung aus. Nun kommt dazu, dass Austrian Airlines die Nonstopflüge nach Stuttgart und Düsseldorf in eine zweite „Corona-Pause“ schickt. Die Wiederaufnahmen werden frühestens Mitte Jänner 2021 erfolgen, bestätigte ein AUA-Sprecher gegenüber Aviation Direct. Erst Anfang Oktober feierte die Lufthansa-Tochter das Comeback auf den beiden dezentralen Routen ab Graz. Die Auslastung ging jedoch – auch bedingt durch die seitens Deutschland eingeführte Zwangsquarantäne – steig zurück. Nun zog Austrian Airlines die „Notbremse“ und pausiert ab der Landeshauptstadt der Steiermark die Destinationen Graz und Düsseldorf. Laut einem Sprecher strebt der Carrier die Wiederaufnahme für Mitte Jänner 2021 an. Die tatsächliche Umsetzung ist vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Die Anbindung an das AUA-Drehkreuz Wien ist nicht betroffen. Diese wird nach aktuellem Planungsstand weiterhin bedient. So soll die Konnektivität von Graz sichergestellt werden. Ab Klagenfurt wurde die Inlandsstrecke in die Hauptstadt in eine zweite Corona-Pause geschickt. Dort setzt auch Konzernschwester Eurowings die Destination Köln/Bonn temporär aus.

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Lufthansa macht die First Class Lounge wieder dicht

Lufthansa schließt zum zweiten Mal aufgrund der Corona-Pandemie die First Class Lounges. In Frankfurt wird diese ab Mittwoch, 18. November 2020, ihre Pforten für unbestimmte Zeit schließen. Betroffene Reisende können auf die Senator- oder Business-Lounge ausweichen. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen darf in den exklusiven Wartebereichen nicht mehr bewirtet werden. Lediglich die Mitnahme von Getränken und Speisen ist erlaubt. Dem Vernehmen nach ist aufgrund dieser Maßnahme die Frequenz stark zurückgegangen, denn Durststillen und Verköstigung in der Lounge ist nicht mehr erlaubt. Das First Class Terminal in Frankfurt am Main steht weiterhin nicht zur Verfügung. Dieses ist seit dem Beginn der Coronakrise in Europa geschlossen. Einen Termin für eine mögliche Wiederinbetriebnahme gibt es noch nicht. Das entsprechende Kundenklientel ist über die Maßnahme seit einigen Monaten massiv verärgert und wird vermutlich die neuerliche Schließung der First Class Lounge nicht gerade positiv aufnehmen.

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Chair Airlines kündigt Zürich-Split an

Die schweizerische Ferienfluggesellschaft Chair Airlines plant im Sommerflugplan 2021 zwei wöchentliche Flüge zwischen Zürich und Split anzubieten. Diese sollen jeweils an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag durchgeführt werden. Der Erstflug ist derzeit für den 25. April 2021 geplant. Die Route soll saisonal angeboten werden und endet den aktuellen Planungen nach Ende Oktober 2021. Der Carrier bietet in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Air Prishtina ab Zürich auch Flüge nach Pristina, Ohrid und Skopje an. Chair Airlines wird nach Split Maschinen des Typs Airbus A319 einsetzen.

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AUA: Friedenslicht trotzte der Coronakrise

Trotz Coronakrise landete auch heuer wieder das traditionelle Friedenslicht in Österreich. Austrian Airlines brachte dies zum von Tel Aviv in die Alpenrepublik. AUA-Sicherheitsbeauftragter Wolfgang Kerndler übergab es am Montagnachmittag an den ORF Oberösterreich. Nachdem heuer aufgrund der Reisebeschränkungen kein oberösterreichisches Kind zur Abholung des Lichtes ins Heilige Land reisen konnte, hat die neunjährige Maria Khoury aus Bethlehem das leuchtende Weihnachtssymbol aus der Geburtsgrotte Jesu geholt und in Israel an Wolfgang Kerndler übergeben. Er brachte das ORF-Friedenslicht via Austrian Airlines Flug nach Österreich und von Wien aus weiter nach Linz. Das kleine Licht aus Bethlehem leuchtet am Heiligen Abend in ganz Europa als Symbol des Weihnachtsfriedens. Die Aktion ist 1986 auf Initiative des ORF-Landesstudios Oberösterreich entstanden und wird seit den Anfängen von Austrian Airlines unterstützt.

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Ljubljana: Neun Airlines buhlen um Subventionen

Gleich neun Fluggesellschaften haben sich um subventionierte Strecken ab dem slowenischen Hauptstadtflughafen Ljubljana beworben. Innerhalb der Angebotsfrist haben unter anderem Lufthansa, Air Serbia, Montenegro Airlines, Air France, Turkish Airlines, Swiss, Easyjet, Wizzair und Lot ihre Bewerbungen abgegeben. Das lokale Portal Ex-Yu-Aviation.com schreibt unter Berufung auf die Ausschreibung, dass zur Inanspruchnahme der Förderung mindestens zwei wöchentliche Flüge pro Woche für mindestens zwei Monate angeboten wurden. Nach Ansicht des Portals würde dies Swiss ausschließen, da seit dem Beginn der Coronakrise im März 2020 keine Flüge nach Slowenien angeboten wurden. Die Bewerbungen werden nun von einem Gremium, das vom Verkehrsministerium zusammengestellt wurde, geprüft. Ziel der Maßnahme ist es, dass die Konnektivität Sloweniens gestärkt und ausgebaut wird. Die Kriterien nach denen sich die Höhe der Förderung berechnet, bewerten viele verschiedene Faktoren. Derzeit stehen in der ersten Tranche pro Strecke maximal 1,5 Millionen Euro zu Verfügung. Die zweite Ausschüttung kann dann bis zu 3,5 Millionen Euro betragen. Übrigens: Auch die Anzahl der Passagiere, die von und nach Slowenien befördert wurden und werden spielt bei der Höhe der Subvention eine entscheidende Rolle.

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