Jan Gruber

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Jan Gruber

AUA startet Paid Catering: Künftig nicht mal mehr kostenfreies Wasser

Auf Flügen unter 180 Minuten wird es ab dem Frühjahr 2021 bei Austrian Airlines nicht einmal mehr ein Glas Wasser kostenlos geben. Der Carrier wird für Speisen und Getränke in der Economy-Class zur Kasse bitten. Unter der Geschäftsleitung des Vagn Sörensen wurde dies im Jahr 2004 schon einmal eingeführt und die AUA flog damit regelrecht auf die Schnauze. Nachfolger Alfred Ötsch machte diesen Schritt sofort rückgängig. Die Konzernmitglieder Lufthansa und Swiss werden in der Economy-Class auf der Kurzstrecke ebenfalls Paid-Catering einführen, doch dort werden die Passagiere zumindest eine kostenfreie Wasserflache erhalten. Austrian Airlines, stets betont sich selbst als „Premium-Airline“ darzustellen, vergönnt ihren Gästen künftig nicht mal mehr Wasser. Da man ohnehin schon für das Gepäck zur Kasse bittet, gehen nun die letzten Unterscheidungsmerkmale gegenüber der Lowcoster Ryanair, Easyjet und Wizzair verloren. Doch warum ist Austrian Airlines selbst eine Wasserflasche zu teuer? Die Belegschaft wurde lapidar dahingehend informiert, dass die Wettbewerbssituation in Wien nicht mit jener in Frankfurt und München vergleichbar wäre. Daher habe man entschieden, dass für das Catering zu bezahlen ist und fertig. Weiter geht man auf diesen Aspekt gar nicht ein. Intern ist allerdings ein anderer Grund zu hören: Die Erfahrungen mit dem Paid-Catering Anfang der 2000er Jahre sollen insbesondere deshalb negativ gewesen sein, weil damals weiterhin ein Becher Wasser kostenfrei angeboten wurde. Dies habe dazu geführt, dass der Absatz der sonstigen Getränke annähernd bei Null war, da der spontane Durst ohnehin durch das Gratis-Wasser gestillt war. Unter dem Aspekt dieser Erfahrung habe man entschieden, dass es bei

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Etihad nimmt Abu Dhabi-Tel Aviv auf

Nachdem bereits einige israelische Carrier Flugverbindungen von Tel Aviv nach Dubai angekündigt haben, zieht nun Etihad Airways nach: Der Golfcarrier kündigt die Aufnahme einer täglichen Verbindung von Abu Dhabi nach Tel Aviv an. Diese soll am 28. März 2021 aufgenommen werden. Etihad will diese in die Wellen einbinden, so dass Umstiege zu zahlreichen Destinationen ermöglicht werden. Die Route soll zunächst mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A321 bedient werden. Die Aufnahme von Flugverbindungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel ist die Folge daraus, dass die beiden Staaten die jahrzehntelange Eiszeit gebrochen haben, offizielle diplomatische Beziehungen aufgenommen haben und sich ein gemeinsames Luftfahrtabkommen auf die Beine gestellt haben. Anfang des Jahres wäre das noch unvorstellbar gewesen. Auch mit Bahrain und Jordanien einigte sich Israel auf entsprechende Verträge, die zu neuen Flugverbindungen führen werden.

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200 Bewerber wollen in den Chefsessel von Air Malta

Es gibt Jobs, die will keiner machen und es gibt welche, die heiß begehrt sind. Scheinbar ist der vakante Chefsessel bei Air Malta so begehrenswert, dass mehr als 200 Interessenten ihre Bewerbung eingereicht haben. Dies bestätigte Wirtschaftsminister Silvio Schembri auf Anfrage. Das Regierungsmitglied ist überwältigt davon wie viele Menschen sich beworben haben und sieht dies auch als positives Signal. Die Bewerbungen werden nun geprüft und eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen getroffen werden. Da sehr viele hochqualifizierte Bewerber aus aller Welt dabei sind, könnte sich das Auswahlverfahren tatsächlich „einige Wochen“ hinziehen. Dem Vernehmen nach soll sich auch zumindest ein Airline-Manager aus Österreich um den Job beworben haben. Zur Identität gibt es keinerlei Angaben. Air Malta ist auf der Suche nach einem neuen Chef, denn das „Urgestein“ Clifford Chetcuti trat im August 2020 überraschend zurück. Der Manager arbeitete sich seit 1987 vom Co-Piloten bis hin zum CEO hoch. Er stand dem Carrier seit 1. September 2018 vor. Als Grund für seinen Rücktritt nannte er private Gründe. Durchgehend war Chetcuti aber nicht bei Air Malta, denn er machte für einige Jahre einen Ausflug zu Qatar Airways als Vice-President Flight Training.

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Luqa: Regierung reicht Staatshilfeersuchen für Air Malta in Brüssel ein

Der maltesische Staat darf eigentlich kein weiteres Steuergeld in den Staatscarrier Air Malta pumpen, denn dies ist seit der letzten Beihilfe untersagt. Die Regierung befindet sich derzeit in Gesprächen mit der EU-Kommission ob und wenn ja in welcher Form der staatlichen Fluggesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie unter die Flügel gegriffen werden darf. Air Malta schreibt derzeit aufgrund der langen Grounding-Phase und der anhaltend niedrigen Nachfrage hohe Verluste. Gleichzeitig setzt der Staat selbst den Carrier mit den Airlines Malta MedAir und dem Ryanair-Joint-Venture Malta Air unter Druck. Die zuerst genannte Fluggesellschaft flog bislang ausschließlich für Air Malta und wurde umgangssprachlich als „Lohndumping-Bude“ bezeichnet. Im Sommer änderte sich die Strategie und der zweite Staatscarrier wurde auf eigene Rechnung auf die Linie geschickt. Aufgrund des Subventionsverbots für Air Malta ist das Unterfangen dieser Fluggesellschaft unter die Flügel zu greifen gar nicht so einfach. Es erfordert in jedem Fall einer von der EU-Kommission zu erteilenden Sondergenehmigung. Ein formeller Antrag wurde laut dem maltesischen Wirtschaftsministerium mittlerweile gestellt. Die Entscheidung der Wettbewerbshüter steht noch aus.

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Air Malta startet Fluggarantie

Derzeit verärgern viele Fluggesellschaften ihre Kunden mit vielen Streichungen. Air Malta versucht nun Vertrauen zu schaffen und startet eine Fluggarantie. Demnach sollen die Flüge auf 15 von 21 Strecken in jedem Fall und unabhängig von der Auslastung durchgeführt werden. Auf Umbuchungsgebühren will man weiterhin verzichten. Unter der Bezeichnung „Business-Guaranteed“ bietet Air Malta ab Luqa 15 Destinationen bzw. 82 Flüge an, die während der Winterflugplanperiode 2020/21 garantiert durchgeführt werden sollen. Davon ausgenommen sind äußere Umstände wie Unwetter oder Schließung von Flughäfen, die seitens der Regierungen verfügt werden könnten. Das Unternehmen erklärt, dass man sowohl typische Ziele für Geschäftsreisende als auch Leisure-Destinationen auf die Liste gesetzt habe. Ab Luqa gibt es zu den nachstehenden Airports garantierte Verbindungen: Amsterdam, Berlin, Brüssel, Catania, Düsseldorf, Frankfurt am Main, London, Mailand, München, Moskau, Paris-CDG, Paris-ORY, Rom, Wien und Zürich. Weiters stehen noch Hamburg, Lissabon, Lyon, Madrid, Palermo und Prag auf dem Flugplan, jedoch nicht auf der „Business-Guaranteed“-Liste.

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Wizzair Abu Dhabi will erst kurz vor Weihnachten starten

Eigentlich sollte Wizzair Abu Dhabi schon längst in der Luft sein, denn Betriebsbewilligung und AOC hat man bereits in der Tasche. Doch der Start wurde bereits zweimal verschoben und nun folgt die dritte Verspätung. Der neue Termin ist nun der 15. Dezember 2020. Dies geht aus dem Reservierungssystem der Firmengruppe hervor. Weiters nannte das Unternehmen die weiterhin aufrechten Einreisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Ob das Joint-Venture tatsächlich kurz vor Weihnachten den Premierenflug durchführen wird, bleibt daher weiterhin abzuwarten.

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Eurowings startet Schnelltests in Düsseldorf

Nach Austrian Airlines und Lufthansa will nun auch Eurowings Corona-Schnelltests einführen. Diese sollen ab Jahresende vorerst in Düsseldorf angeboten werden. In der ersten Phase sollen Passagiere, die zu Ferienzielen reisen, jeweils vor dem Hin- und Rückflug getestet werden. Gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk erklärte ein Eurowings-Sprecher, dass das Ziel ist, dass man so den Passagieren eine mögliche Quarantäne ersparen kann. Auch hofft man darauf, dass sichergestellt werden kann, dass sich während dem Flug niemand infizieren kann. So soll die Nachfrage angekurbelt werden. Allerdings hat die Sache auch einen Haken, denn derzeit anerkennt kein einziger EU-Staat ein negatives Antigen-Ergebnis als Ersatz für einen negativen PCR-Befund. Die Kanaren haben zwar diesen Schritt gesetzt, jedoch widerspricht diese einer jüngeren Anordnung der spanischen Zentralregierung, was für zusätzliche Verwirrung sorgt. Viele Länder, darunter auch Deutschland, akzeptieren selbst einen negativen PCR-Befund nicht als Ersatz für die Quarantäne. Dennoch spekuliert man in der Luftfahrtbranche darauf, dass ein politisches Umdenken kommt und will schlüsselfertige Lösungen anbieten. Zwar drängt die EU-Kommission mittlerweile auf dieses Verfahren, doch zeigen nur wenige Mitgliedsländer tatsächlich Interesse daran. Angaben zu möglichen Kosten für die Passagiere machte Eurowings nicht. Laut WDR soll auch am Flughafen Köln/Bonn an einer vergleichbaren Lösung für Schnelltests gearbeitet werden. Eurowings will dies jedenfalls mittelfristig auch an weiteren Airports anbieten.

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Laudamotion ist bald Geschichte

Noch vor wenigen Wochen beteuerte Lauda-Chef David O’Brien, dass das Lauda-Brand erhalten bleibt. Man fliege zwar unter Ryanair-Flugnummern, jedoch bleiben Lackierung, Uniformen und sonstiges Branding wie gehabt. Damit ist bald Schluss, denn die Marke wird komplett vom Markt verschwinden. Auf Umlackierungen wird man aus Kostengründen jedoch verzichten. Dass die österreichische Laudamotion ein Ablaufdatum hatte, war spätestens seit der offiziellen Bestätigung, dass mit Lauda Europe ein Nachfolger mit maltesischer Lizenz aufgezogen wird, klar. Der letzte Flug wurde am 19. Oktober 2020 durchgeführt. Untypisch für das bisherige Verhalten des Unternehmens: Still und leise wurde der Flugbetrieb eingestellt und zwar ohne Pressemitteilung, Medienevent oder sogar Anschuldigungen gegenüber Mitbewerbern verkniff man sich. Geschäftsführer Andreas Gruber erklärte gegenüber Aviation Week die weitere Zukunft der österreichischen Laudamotion GmbH: „Jetzt schließen wir das Unternehmen und dann wird dieses Unternehmen bald Geschichte sein“. Die einst aus 30 Airbus A320 bestehende Flotte wurde bereits vom österreichischen ins maltesische Register umgemeldet. Daher tragen die Lauda-Airbusse nun statt dem österreichischen das maltesische Hoheitszeichen auf dem Rumpf. Die Registrierungen beginnen nicht mehr mit OE, sondern mit 9H. Kurz gesagt: Lauda Europe Ltd. ist eine österreichische, sondern eine maltesische Fluggesellschaft. Die Marke Lauda wurde von Ryanair mit großem Finanzaufwand gepusht. Im Gegensatz zu den Konzernschwestern Malta Air und Buzz gab es einen eigenen Markenauftritt und es wurde nicht der FR-Code, sondern OE (Laudamotion) genutzt. Anfangs gab es tatsächlich Produktunterschiede, jedoch wurden diese nach und nach abgeschafft. Während der coronabedingten „Flugpause“ entschied Ryanair Holdings plc, dass die Marke Lauda vom Markt genommen wird und

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Russland: Utair will sich zum Ultra-Lowcoster wandeln

Die russische Fluggesellschaft Utair steckt bereits seit einigen Jahren in einer finanziellen Dauerkrise. Nun überlegt man das Geschäftsmodell grundlegend zu ändern und sich in einen Ultra-Lowcoster zu verwandeln. Dies hat Netzwerkchef Dmitry Belokon während einer Konferenz durchblicken lassen. Den Weg in diese Richtung beschreitet der Carrier bereits seit einiger Zeit, denn es wurden Tarife eingeführt, in denen kein Gepäck inkludiert ist. Auch schaute man sich bei Ryanair und Wizzair das Handgepäckmodell ab. Das hat zur Folge, dass nur noch die Mitnahme einer äußerst kleinen Tasche inkludiert ist und für das IATA-Standardmaß extra zur Kasse gebeten wird. In allen Economy-Tarifen steht nun auch Paid-Catering an. Utair sieht für das geplante Geschäftsmodell großes Potential. Dabei verweist man darauf, dass Aeroflot mit der Tochter Pobeda gute Erfahrungen gemacht habe. Auch startet der Mitbewerber Ural Airlines ab dem etwas abgelegenen Flughafen Moskau-Schukowski in diesem Segment. Präsident Vladimir Putin hat diesen Airport, der erst seit 2006 wieder zivil genutzt werden darf, explizit für Billig- und Charterfluggesellschaften ausbauen lassen. Bislang hält sich das Interesse aber in sehr eng gesteckten Grenzen. Das soll sich jedoch ändern, denn russische Lowcoster sollen gezielt hier angesiedelt werden und Carriern aus anderen Ländern soll der Umzug von Vnukovo, Domodedovo und Scheremetjewo mittles billiger Gebühren schmackhaft gemacht werden. „Dies ist der Weg, den wir aus entwicklungspolitischer Sicht für uns selbst sehen. Und wir prüfen dieses Geschäftsmodell aktiv, da wir im Prinzip bereits einige Schritte in Richtung eines Semi-Low-Cost-Modells unternommen haben“, so Belkon während der russischen Luftfahrtkonferenz „Wings of the Future“.

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Wizzair fasst Russland-Expansion ins Auge

Unter Nutzung der Regeln der siebenten Freiheit will die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair im Dezember 2020 ihre Basis in St. Petersburg eröffnen. Dieser Schritt wurde aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben. Firmenchef Jozsef Varadi hofft auf weitere Liberalisierung in der Russischen Föderation und schließt weitere Expansion nicht aus. Um den Tourismus ankurbeln zu können erleichterte Russland die Einreisebedigungen für die Stadt Stankt Petersburg. Beispielsweise ist aus vielen Ländern kommend kein klassisches Visum mehr notwendig, sondern ein elektronischer Sichtvermerk, der online erlangt werden kann, ist ausreichend. Auch lockerte man die Regeln für die Fluggesellschaften. Diese müssen sich jedoch bei den Behörden registrieren, wenn sie von der siebenten Freiheit profitieren wollen. Wizzair war die erste EU-Airline, die diesen Schritt setzte. „Wenn wir über St. Petersburg sprechen, hoffen wir, dass dies nur der erste Schritt ist, und wenn die Gesetzgebung liberalisiert wird, können wir in anderen Regionen präsent sein. Russland ist ein wunderbarer Markt, und wir möchten, dass er sich unter regulatorischen Gesichtspunkten öffnet. Wir sind bereit solche Initiativen auf jede mögliche Weise zu unterstützen und unsere Präsenz auf dem Markt auszubauen“, so Wizzair-Konzernchef Varadi während einer Pressekonferenz. Der Manager geht davon aus, dass Erleichterungen in Sachen Visa-Erteilung auch zu einem Anwachsen der Nachfrage führen werden. Dies wäre für die Branche ein wichtiger Schritt und würde dieser in der schwierigen Zeit helfen. Doch nicht nur Russland hat Varadi im Fokus, sondern auch Georgien und Armenien. In beiden Ländern ist man schon präsent, will dies jedoch weiter ausbauen: „Wir beobachten die Situation in diesen Ländern genau

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