Jan Gruber

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Jan Gruber

Russland: Auch aus Smartavia wird ein Lowcoster

Bis vor wenigen Jahren war das Geschäftsmodell „Billigflieger“ in der Russischen Förderation regelrecht verpönt. Aeroflot brachte mit Dobrolet den ersten Lowcoster auf den Markt, doch dieser war ein Rohrkrepierer und hielt sich weniger als ein Jahr auf dem Markt. Dem Nachfolger verpasste man den durchaus präpotenten Namen „Pobeda“, russisch für „Sieg“. Dobrolet musste aufgrund von Sanktionen, die seitens der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika erlassen wurden, den Betrieb einstellen. Diese untersagten Bürgern und Firmen jegliche Geschäftsbeziehungen mit dem Aeroflot-Ableger. Damit war das junge Unternehmen rasch die Leasing-Flotte los. Dem Nachfolger verpasste man den Namen „Pobeda“, wohl auch deswegen, weil man durch die Neugründung die Sanktionen umgehen konnte. Bedingt durch die Corona-Krise kommen immer mehr russische Luftfahrtunternehmen auf die Idee sich in Lowcoster oder gar Ultra-Lowcoster zu verwandeln. Zuletzt kündigte dies unter anderem Utair an. Smartavia bestätigte nun gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass man sich ebenfalls in die Billigfluggesellschaft transformieren wird. Deputy-CEO Denis Pomerantsev sagte gegenüber Interfax, dass die Geschäftsleitung den Standpunkt vertritt, dass es nur mit einem Lowcost-Geschäftsmodell möglich sein wird die nächsten drei bis vier Jahre zu überleben. Der Sommer 2020 wäre gar nicht so schlecht gelaufen, aber seit Oktober 2020 fallen die Passagierzahlen erneut sehr stark. Nun will man den Flugbetrieb minimal halten und so Kosten einsparen. In der warmen Jahreszeit des kommenden Jahres will Smartavia den russischen Markt mit einer aggressiven Preisstrategie aufmischen. Die dafür notwendigen Schritte habe man bereits eingeleitet. So verweist Pomerantsev darauf, dass Speisen und Getränke kostenpflichtig werden, nur noch die

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O’Leary: „Hauptsache billig, nur so geht’s aus der Krise aus“

Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary machte auf dem ACI Europe Meeting unmissverständlich klar, dass er davon überzeugt ist, dass über billige Preise die Nachfrage sehr rasch wieder anziehen würde. Auch Hotels wären dazu gezwungen ihre Zimmer billiger zu verkaufen, um Gäste anzulocken. Dem hielt der Flughafen Dublin allerdings entgegen, dass man hinsichtlich der Gebühren ohnehin schon der „Lidl unter den internationalen Flughäfen“ ist. O’Leary ist fest davon überzeugt, dass es nicht bis 2025 dauern wird bis die Passagierzahlen des Vorjahres wieder erreicht werden. Er räumte allerdings ein, dass die Preise „vermutlich“ noch zehn Jahre lang gedämpft sein werden. Der Ryanair-Boss machte in seiner üblichen Art klar, dass wenn es spottbillig ist, dass viele Passagiere kommen werden. Allerdings könnte es durchaus sein, dass sich Michael O’Leary diesmal gehörig verzockt. Die von ihm geleitete Airline und Wizzair schaffen es derzeit ab Wien trotz teilweise einstelliger Ticketpreise nicht, dass sie ihre Flugzeuge füllen können. Die Nachfrage und in weiterer Folge auch die Auslastung sind so schwach, dass die beiden Streckennetze extrem stark verkleinert wurden. Der Markt zeigt damit deutlich, dass der Preis alleine keine Anregung für Flugreisen ist. Michael O’Leary sieht das ein wenig anders. Mit der Verfügbarkeit von Impfstoffen und zusätzlich besonders billigen Preisen werde man im Sommer 2022 wieder die Zahlen des Rekordjahres 2019 erreichen. Hinsichtlich der Kosten schwärmte er sogar davon, dass viele Airports um Ryanair, aber auch den Konkurrenten Wizzair buhlen. In diesem Zusammenhang gab es die Andeutung, dass die maltesische Tochter Lauda Europe ab Italien zum Einsatz kommen könnte. Fix

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Plus Ultra: Sitze raus aus dem A340, Fracht rein

Die spanische Charterfluggesellschaft Plus Ultra verwandelt einen ihrer Airbus A340-600 in einen Frachter. Dazu werden die Passagiersitze entfernt. Laut dem Carrier handelt es sich um die EC-NFQ, deren 376 Plätze entfernt werden. Plus Ultra ist bereits seit einiger Zeit mit Passagierflugzeugen im Frachtgeschäft tätig. Mangels Nachfrage nahm man Cargo-Aufträge an. Nun soll die Kapazität dieser Maschine durch eine temporäre Konvertierung erhöht werden. Insgesamt wird man dann etwa 328 Kubikmeter oder bis zu 68 Tonnen Fracht transportieren können.

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El Al und Etihad vereinbaren intensive Zusammenarbeit

Das Eis zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel schmilzt immer weiter, denn nun unterfertigten El Al und Etihad Airways eine Absichtserklärung, die in eine tiefgehende Zusammenarbeit münden soll. Die neue Freundschaft zwischen den beiden Fluggesellschaften ist ein weiterer Höhepunkt in den noch jungen diplomatischen Beziehungen der beiden Länder. Konkret wollen Etihad Airways und El Al in den Bereichen Cargo, Wartung und Vielfliegerprogramm zusammenarbeiten. Auch wird man im Passagierbereich kooperieren und zwar Codeshares auf zahlreichen Strecken etablieren. So sollen Fluggäste des Golfcarriers künftig in Tel Aviv auf El-Al-Flüge umsteigen können und umgekehrt jene der größten Fluggesellschaft Israels in Abu Dhabi auf Etihad-Verbindungen. Der Startschuss für die Zusammenarbeit ist nun mit der beiderseitigen Unterfertigung der gefallen, die Details werden in den nächsten Wochen und Monaten ausgehandelt und dann gemeinsam umgesetzt.

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DER-Reisebüros verlangen nun Geld für die Beratung

Bislang war die Beratung in fast allen Reisebüros kostenfrei und die Vermittlung von Pauschalreisen war aufgrund der Provisionen so gut wie nie mit Kosten verbunden. Bei der Buchung anderer Leistungen, beispielsweise Flugtickets, erheben aber die meisten Agenturen eine Gebühr. Nun preschen die DER-Reisebüros vor und machen die Beratung generell kostenpflichtig. Während Pauschalreisen ein zuverlässiges Standbein sind, konnten die in den verschiedensten Agenturen tätigen Touristiker in den letzten Jahren ein Phänomen beobachten: Kunden haben sich im Reisebüro beraten lassen, Hotels zeigen lassen und so weiter. Gebucht wurde dann aber übers Internet bei Lowcostern und über Vermittlungsportale. Verboten ist das natürlich nicht, denn Preise vergleichen und sich lediglich über das Angebot informieren ist keine Kaufverpflichtung. Die Krise führt jetzt dazu, dass viele Reisebüros über Beratungspauschalen nachdenken. Diese sollen, falls der Kunde nichts kauft, zumindest den Personalaufwand abdecken. Noch hadern viele mit der Entscheidung, aber die DER-Reisebüros preschen jetzt vor und teilten mit, dass zwei kostenpflichtige Beratungspakete eingeführt werden. Liegt der Reisepreis bis maximal 500 Euro, so erhebt DER eine Gebühr in der Höhe von 15 Euro. Ab 501 Euro werden 30 Euro fällig. Dabei handelt es sich um die Servicepauschalen für das Basispaket, die laut Mitteilung unter anderem individuelle Reisebausteine, Preisvergleiche, Einreiseinformationen, die Nutzung der App mit Kontaktfunktion zum Berater und einen Kofferanhänger beinhalten. Sollen jedoch beispielsweise Sitzplatzreservierungen getätigt werden, Sonderwünsche an Hotels übermittelt werden, die elektronischen Reiseunterlagen auf Papier ausgehändigt werden oder aber Genehmigungen eingeholt werden, fallen bis 500 Euro Auftragswert 34 Euro an. Ab 501 Euro kostet das Plus-Paket sogar

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Easyjet stellt Bordverkauf auf eine App um

Easyjet und Caterer Gategroup wollen noch im Winter 2020/21 eine neue Lösung für den Bord-Verkauf launchen. Dabei sollen die Passagiere über eine Smartphone-App ihre Bestellungen tätigen können. Auch die Bezahlung kann über diese erfolgen. Mit dieser Lösung will man die Kontakte weiter reduzieren, um das Ansteckungsrisiko in Sachen Covid-19 noch geringer halten zu können. „Zum ersten Mal auf der ganzen Welt können Passagiere von ihrem persönlichen Gerät aus an einem Ort auf ein vollständiges Einzelhandelsangebot an Bord zugreifen und so den physischen Kontakt mit Geräten oder Material an Bord auf ein Minimum beschränken“, schreibt die Gategroup in einer Medienerklärung. Die Lösung nennt sich „Epax“ und soll künftig auch bei anderen Airlines zum Einsatz kommen. Dem Caterer schwebt dabei vor, dass Verkaufsmenüs in bei manchen Airlines vorhandenen Sitz-Bildschirmen obsolet werden. Die Verbindung zur Crew soll über ein Onboard-WLAN-Netzwerk gehalten werden. Vereinfacht gesagt: Nach der Bestellung über die App erhält ein Flugbegleiter eine Notification auf sein Device und serviert anschließend die Getränke oder Snacks. Die Gategroup hebt hervor, dass über Epax auch destinationsabhängige Sonderangebote beworben werden können. Zusätzlich sollen wichtige Informationen wie Flugdauer, Wetterberichte und so weiter angezeigt werden können. Der Kerneinsatzweck soll jedoch der Ersatz der gedruckten Speisekarten sein. Dies würde in weiterer Folge auch Treibstoffkosten einsparen, da diese nicht mehr mitgeführt werden müssen. „Wir freuen uns, mit Easyjet zusammenzuarbeiten, um an dieser innovativen, branchenweit ersten Lösung zu arbeiten und ein mobiles End-to-End-Einzelhandelserlebnis in der Kabine zu testen. Bei Gategroup setzen wir uns für datengesteuerte Innovationen in unseren Einzelhandelsangeboten ein, die

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München schließt das Terminal 1 erneut

Der Franz-Josef-Strauß-Flughafen München, Deutschlands zweitgrößter Airport, schließt das Terminal 1 erneut. Ab 1. Dezember 2020 werden alle Flüge im Terminal 2, das ansonsten primär von Star-Alliance-Mitgliedern genutzt wird, abgefertigt. Während der ersten Lockdown-Welle wurde das ältere der beiden Gebäude bereits für etwa zehn Wochen geschlossen. Diese Maßnahme ergreift man erneut, denn alle Flüge werden ab 1. Dezember 2020 das Terminal 2 nutzen. Ein Termin für eine möglicher Wiedereröffnung steht noch nicht fest. Das Portal Airliners.de berichtete zunächst über die bevorstehende Schließung des Terminals 1, ein Sprecher bestätigte den Medienbericht.

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Rechtsschutz: HG Wien kassiert Uniqas „Ausnahmesituationsklausel“

Viele Fluggesellschaften verschleppten nach Beginn der Corona-Pandemie die Erstattung nicht nutzbarer Tickets. Wer eine Rechtsschutzversicherung mit Allgemeinem Vertragsrechtsschutz hat, dachte auf der sicheren Seite zu sein. Doch einige Assekuranzen wurden kreativ und wollten sich mit fadenscheinigen Ausreden vor der Deckung drücken. Dem schob nun das Handelsgericht Wien einen Riegel vor. Der Verein für Konsumenteninformation klagte im Auftrag des Sozialministeriums gegen einen der größten Anbieter Österreichs, die Uniqa-Versicherung. Grund dafür war, dass es laut VKI im Frühjahr 2020 vermehrt zu Beschwerden gekommen ist, dass das Unternehmen im Bereich Rechtsschutz die Deckung verweigert haben soll und sich dabei auf eine „Ausnahmesituationsklausel“ berufen haben soll. Andere Versicherer versuchten sich ebenfalls zu drücken Die Uniqa war hier kein Einzelfall, denn Aviation Direct liegt ein Fall vor, in dem eine andere Assekuranz im Mai 2020 die Deckung für rechtliches Vorgehen gegen Laudamotion GmbH ablehnte. Der Fluggast hatte ein Return-Ticket für Mitte April 2020, das im Jänner 2020 gebucht wurde, jedoch konnte dieses mangels Flugbetrieb nicht angetreten werden. Lauda erstattete das Geld nicht, sondern der Chat-Kundenservice band dem Konsumenten einen besonderen „Bären“ auf: Pro Monat könne man aus Kapazitätsgründen maximal 10.000 Flugscheine erstatten. Der Passagier hatte aber kein superbilliges Ticket, sondern bezahlte für seine Reise pro Person etwa 250 Euro. Dem Lauda-Kunden platzte der Kragen und er ersuchte seine Rechtsschutzversicherung um Deckung, da alle Versuche – auch per Einschreiben mit Rückschein – nicht zur Rückzahlung führten. Die böse Überraschung kam dann von der Assekuranz: Abgelehnt, denn aufgrund behördlicher Anordnungen hätte Lauda nicht fliegen können. Das war

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Corona versalzt Do&Co die Suppe

Das aufgrund der Corona-Pandemie stark reduzierte Flugangebot hat auch Spuren in den Finanzzahlen des Airline-Caterers Do&Co hinterlassen. Dieser Geschäftsbereich verzeichnete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 einen 78,2-prozentigen Umsatzrückgang auf 78,81 Millionen Euro. Das EBITDA sank um 83,6 Prozent auf 6,66 Millionen Euro ab. Das EBIT ist mit -15,05 Millionen Euro tiefrot. Profitieren konnte Do&Co lediglich davon, dass einige Airlines in einzelnen Ländern wieder begonnen haben Essen an Bord und ihren Lounges anzubieten, „da die Unzufriedenheit der Passagiere, insbesondere in den Premiumklassen, bereits sehr groß wurde“. Do&Co übernahm Mitte Mai 2020 das Catering für die Langstreckenflüge von British Airways ab Heathrow. Mit 15. September 2020 folgten auch die Kurzstreckenverbindungen. Hierzu wurde im Vereinigten Königreich eine 34.000 Quadratmeter große Großküche eröffnet. „Die COVID-19 Pandemie hat Do&Co gezwungen auch in der Division Airline Catering an neuen Geschäftsmodellen und Produkten zu arbeiten. In diesem Zusammenhang wurde mit mehreren Airlines aufgrund der COVID-19 Pandemie ein neues „Premium Box“- Konzept entwickelt, um die Interaktion zwischen Crew und Passagieren zu reduzieren. Das Do&Co Produkt kann somit kontaktlos von den Flugbegleitern an die Passagiere übergeben werden“, so das Unternehmen in einer Aussendung. Die Do&Co Airline-Catering-Zahlen auf einen Blick:

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FACC AG verzeichnet wieder steigende Nachfrage

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC AG musste in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen um 32,6 Prozent verminderten Umsatz von 392,8 Millionen Euro verzeichnen. Das operative Ergebnis beträgt minus 57,5 Millionen Euro, wobei dies laut Vorstand durch Sondereffekte einmalig mit 48,5 Millionen Euro negativ belastet ist. Dennoch: Die FACC AG konnte im September 2020 einen 30-prozentigen Nachfrageanstieg und wagt sich vorsichtig von einer möglichen Trendwende zu sprechen. „Die Erholung der globalen Märkte wird voraussichtlich langsam voranschreiten, das Erreichen des Vor-Corona-Niveaus kann aus heutiger Sicht bis zum Jahr 2024 dauern. Als Reaktion auf die neuen Markteinschätzungen gab FACC Mitte September bekannt, dass eine Anpassung der Kapazitäten unausweichlich sei und als Folge der Konzern im vierten Quartal den Personalstand um 650 Mitarbeiter reduzieren werde. Für die betroffenen Mitarbeiter wurde ein Sozialplan vereinbart. Zudem beendete FACC mit Ende September die Kurzarbeit in nahezu allen Bereichen des Konzerns“, so das Unternehmen. Die weltweite Corona-Krise wird die Gesellschaft und die Märkte noch länger beschäftigen. FACC beobachtet und analysiert die Entwicklungen genau und setzt zielgerichtet strategische und operative Maßnahmen, um sich den neuen Anforderungen schnell und entschlossen anzupassen. So werden die Fixkosten mit einem konzernweiten Optimierungsprogramm reduziert, die vertikale Integration im Bereich der Metallbearbeitung zum Zweck der Materialkostensenkung weiterhin forciert und der geplante Neubau des FACC Standortes in Kroatien in Ausführung und Größe angepasst bzw. zeitverzögert realisiert. Das Insourcing von bisher ausgelagerten Bauteilen läuft planmäßig und wird ab Anfang 2021 die Auslastung der Werke erhöhen. „Mit den getroffenen Maßnahmen sichern wir langfristig rund 100 hochqualifizierte

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