Jan Gruber

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Jan Gruber

Kenia setzt auf qualifiziertes Handwerk: Tourismusbranche reagiert auf Fachkräftelücke mit dualer Ausbildung

Der boomende Tourismussektor an Kenias Küste sieht sich mit einer wachsenden Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in den technischen Bereichen konfrontiert. Fernab der direkten Gästebetreuung in der Hotellerie – an Rezeptionen oder in Restaurants – ist die einwandfreie Funktion der Infrastruktur für den Erfolg der Branche essenziell. Wartungsabteilungen in Hotels benötigen spezialisiertes Personal, das in der Lage ist, Lecks zu beheben, Sanitäranlagen zu reparieren und elektrische Systeme instand zu halten. Um diese Fachkräftelücke zu schließen und gleichzeitig jungen, benachteiligten Menschen Perspektiven zu eröffnen, hat die Tui Academy in Zusammenarbeit mit dem Severin Craftsman Training Center in Mombasa ein dreijähriges Ausbildungsprogramm ins Leben gerufen. Das Programm, das sich an 90 junge Erwachsene richtet, bietet Ausbildungen in gefragten Handwerksberufen wie Klempner, Elektriker, Maurer und Metallbauer an und orientiert sich dabei am praxisnahen deutschen Modell. Die Initiative reagiert auf eine hohe Jugendarbeitslosigkeit in den Küstengemeinden Kenias und zielt darauf ab, die lokale Wirtschaft durch die Schaffung von qualifizierten Arbeitskräften zu stärken. Gezielte Qualifizierung für den Hotelbetrieb Die Tui Academy in Kenia, eine von insgesamt zwölf weltweiten Akademien der Tui Care Foundation, konzentriert sich auf die praktische und theoriebegleitete Ausbildung von Handwerkern, deren Kompetenzen direkt in der Tourismus- und Gastgewerbebranche benötigt werden. Die Ausbildung orientiert sich explizit am dualen System nach deutschem Vorbild, bei dem die Verbindung von Theorie und praktischer Anwendung im Vordergrund steht. Die Auszubildenden werden nicht nur im Severin Craftsman Training Center unterrichtet, sondern sammeln auch Berufserfahrung direkt in den Wartungsabteilungen der Hotels. Diese betriebsnahe Praxis ist entscheidend, um die vielseitigen und

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Hohe Nachfrage, steigende Preise: Gansl-Saison in Wien beginnt mit höheren Kosten

Die Martinigansl-Saison startet in Wien traditionell mit hohem Interesse bei Gästen und Wirten, steht jedoch in diesem Jahr unter dem Zeichen steigender Preise. Wie eine Umfrage der Wirtschaftskammer Wien belegt, ist das Gansl-Essen für 42 Prozent der Befragten im Herbst unverzichtbar. Dies spiegelt sich im Vorjahreskonsum wider: Über 40 Prozent der Wiener genossen das Martinigansl sogar mehrmals pro Saison. Die klassische Zubereitung von der Einmachsuppe bis zur Gänseleberterrine erfreut sich dabei der größten Beliebtheit. Trotz guter Reservierungszahlen sehen sich viele Wiener Gastronomen gezwungen, die Preise für eine Portion Martinigansl anzuheben. Die Ursache liegt in den massiv gestiegenen Betriebskosten. Neben erhöhten Pacht-, Gehalts- und Personalkosten schlagen auch die höheren Einkaufspreise für Gänse zu Buche. Branchenvertreter der Wirtschaftskammer rechnen damit, dass etwa die Hälfte der Betriebe die Portionspreise um zwei bis vier Euro erhöhen wird. Nur rund 20 Prozent versuchen, Preissteigerungen zu vermeiden. Die Kalkulation ist ohnehin knapp: Selbst bei vollständiger Verwertung der Gansl ist die Marge gering, wodurch die Wirte maßgeblich auf Einnahmen aus Beilagen und Getränken angewiesen sind. Für 85 Prozent der Wiener Gasthäuser ist die Ganslzeit von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Saison, die oft schon Mitte Oktober beginnt und typischerweise bis Ende November, teilweise auch länger, läuft, wird als ein wichtiger Zeitraum für Umsatz und Geschäft betrachtet. Ein Blick auf die aktuellen Preise in verschiedenen Wiener Lokalen bestätigt die Preisanstiege und die Bandbreite des Angebots für 2025. Das Viertel Martinigansl wird in der Gastronomie in Wien aktuell zwischen 34 Euro und 37,50 Euro angeboten, wobei einzelne Gerichte mit spezifischen

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Royal Jordanian nimmt München-Flüge wieder auf und forciert Europa-Expansion

Die jordanische Nationalfluggesellschaft Royal Jordanian Airlines (RJ) setzt ihre Wachstumsstrategie auf dem europäischen Markt fort und kehrt nach einer mehrjährigen Unterbrechung nach München zurück. Ab dem 27. März 2026 soll die Nonstop-Verbindung zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und der jordanischen Metropole Amman, dem Drehkreuz der Airline, wieder ganzjährig angeboten werden. Die Route, die zuletzt im Jahr 2020 bedient wurde, ist zunächst mit drei wöchentlichen Umläufen jeweils mittwochs, freitags und sonntags geplant. Mit der Wiederaufnahme der München-Flüge ergänzt Royal Jordanian ihr bereits bestehendes deutsches Streckennetz, das die wichtigen Wirtschaftsstandorte Berlin, Düsseldorf und Frankfurt umfasst, um einen weiteren zentralen Hub. Dieser Schritt unterstreicht die ambitionierte Strategie von Royal Jordanian, Jordanien als vielseitiges und modernes Reiseziel für den deutschen Markt zu positionieren und gleichzeitig die Rolle Ammans als wichtiges regionales Bindeglied zwischen Europa, dem Nahen Osten, dem Golf und Asien zu stärken. Flottenmodernisierung als Basis der Expansion Die strategische Neuausrichtung von Royal Jordanian stützt sich maßgeblich auf eine umfangreiche Modernisierung der Flotte. Bis zum Jahr 2028 plant die Fluggesellschaft, ihre Gesamtflotte von aktuell 24 auf über 40 Flugzeuge zu erweitern. Im Mittelpunkt dieser Erneuerung steht die schrittweise Einführung der Airbus A320neo-Familie, welche die älteren A320ceo-Modelle ablösen soll. Auf der neuen München-Route wird der moderne Airbus A320neo zum Einsatz kommen. Dieses Flugzeugmuster, das für seine technischen Vorteile und den Passagierkomfort bekannt ist, spielt eine Schlüsselrolle in der Expansion der Airline auf Kurz- und Mittelstrecken. Das Kabinendesign des A320neo, zu dem WLAN an Bord und die innovative Airspace-Kabine gehören, ist auf ein verbessertes Reiseerlebnis ausgelegt. Die

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Erfolgreicher Abschluss der Vollmund-Kulinarikserie 2025 in Graz

Die Veranstaltungsreihe Vollmund der Erlebnisregion Graz beendete ihre Saison 2025 mit zwei Abendveranstaltungen in der Kanonenbastei auf dem Grazer Schlossberg. Die Kulinarik-Serie, die von Juni bis Oktober stattfand, etablierte sich laut den Verantwortlichen als neues kulinarisches Leitprodukt der Region. Sie vereinte die Gastronomie auf hohem Niveau mit wechselnden, außergewöhnlichen Schauplätzen, um die Vielfalt der Region Graz in den Vordergrund zu stellen. Insgesamt umfasste die Vollmund-Serie 2025 zehn Termine an fünf ausgewählten Orten, die jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Abenden unter dem Zeichen des Vollmonds stattfanden. Die Reise für die Gäste führte vom Hüblerhof in Semriach, über den Packer Stausee und Frohnleiten bis hin zum Graz Airport. Den Abschluss bildete die Kanonenbastei auf dem Grazer Schlossberg, wo die Besucher ein Fünf-Gänge-Menü inklusive Weinbegleitung genießen konnten. Pro Abend war die Teilnehmerzahl auf 50 Personen limitiert, und die Kosten für ein Ticket beliefen sich auf 169,00 Euro. Jede Veranstaltung wurde von steirischen Top-Köchen gestaltet, die ihre Menüs von der jeweiligen Topographie des Veranstaltungsortes inspirieren ließen. Zu den beteiligten Spitzenköchen zählten unter anderem Christof Widakovich vom Restaurant Schlossberg, der den Abschluss am Schlossberg kochte, sowie Johann Lafer am Graz Airport und Reinhard Rois in Frohnleiten. Ziel der Eventreihe ist es, die regionale Wertschöpfung zu steigern, Betriebe und Produzenten der Steiermark zu vernetzen und ein „Wir-Gefühl“ für das lokale Angebot zu schaffen. Durch die Einbeziehung regionaler Unternehmen für alle Aufträge, von der Logistik bis zur Technik, wurden die kurzen Wege bewusst gefördert. Nach dem erfolgreichen Verlauf der Saison 2025 kündigt die Erlebnisregion Graz bereits eine Neuauflage

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Die späte russische Verantwortung: Putins Eingeständnis nach dem Abschuss des Azerbaijan-Airlines-Fluges 8243

Neun Monate nach dem tragischen Absturz eines Passagierflugzeugs der Azerbaijan Airlines (AZAL) im Dezember 2024 hat der russische Präsident Wladimir Putin erstmals direkt die Verantwortung Russlands für den Tod von 38 Menschen anerkannt. Bei einem Treffen mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev am 9. Oktober 2025 in Duschanbe, Tadschikistan, erklärte Putin, dass das zivile Flugzeug, das vom aserbaidschanischen Baku nach Grozny in Russland unterwegs war, durch Trümmer von russischen Flugabwehrraketen getroffen wurde. Diese Raketen waren demnach gegen ukrainische Drohnen gerichtet, die sich dem russischen Luftraum näherten. Die späte, aber direkte Bestätigung schließt eine monatelange diplomatische Krise zwischen Moskau und Baku ab und markiert einen Wendepunkt in den bilateralen Beziehungen, wobei Russland Entschädigungen und eine Untersuchung der verantwortlichen Beamten versprach. Der tragische Absturz des Embraer E190 Der Zwischenfall betrifft den Azerbaijan Airlines Flug J28243, durchgeführt mit einer Embraer E190 mit der Registrierung 4K-AZ65. Das Flugzeug startete am 25. Dezember 2024 in Baku und sollte auf dem Flughafen von Grozny, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, landen. An Bord befanden sich 62 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder, insgesamt 67 Personen. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass die Besatzung des Fluges aufgrund von schlechtem Wetter und dichtem Nebel in Grozny versuchte, zum internationalen Flughafen Aktau in Kasachstan auszuweichen. Etwa 40 Minuten nach dem Start, als sich das Flugzeug dem russischen Luftraum bei Grozny näherte, meldete die Besatzung den Verlust der GPS-Navigationshilfen, ein Phänomen, das Experten auf den Einsatz russischer elektronischer Kampfführung (ew) zur Abwehr von Drohnen zurückführten. Die Region um Grozny stand zu diesem

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Hohe Passagierfrequenz: Dortmund erwartet 180.000 Reisende in den Herbstferien

Der Dortmund Airport stellt sich auf eine intensive Reisezeit ein. Mit dem Beginn der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen rechnet der Flughafen in den zwei Wochen bis zum 26. Oktober mit einem Aufkommen von rund 180.000 Passagieren. Die erwartete Zahl liegt damit deutlich über den Werten des Vorjahres. In den Herbstferien 2024 hatte der Flughafen 172.174 Fluggäste verzeichnet, was bereits ein Plus von 27,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2023 darstellte. Dieses anhaltend hohe Niveau setzt den Wachstumstrend der Vormonate fort: So zählte der Flughafen im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 1,48 Millionen Passagiere und verzeichnete in den Sommerferien sogar einen neuen Rekord mit über 494.000 Reisenden. Reisende können bis zum Ende des Monats noch aus dem Sommerflugplan wählen, der insgesamt 35 Destinationen in 19 Ländern umfasst. Besonders gefragt sind in der Übergangszeit zum Winter traditionell Städtereisen und Ziele mit spätsommerlichen Temperaturen. Die armenische Hauptstadt Jerewan wird als attraktive Destination mit über 20 Grad Celsius beworben. Auch Budapest ist mit fünf wöchentlichen Verbindungen eine Option für Kultur- und Entspannungssuchende. Für den klassischen Badeurlaub bleiben die türkischen Regionen an Riviera und Ägäis relevant; Flüge nach Antalya werden bis zu viermal und nach Izmir dreimal pro Woche angeboten, da dort auch Mitte Oktober noch Temperaturen um 25 Grad erwartet werden. Obwohl die Passagierzahlen auf Wachstumskurs sind, muss der Airport weiterhin den Abgang von Fluggesellschaften kompensieren. Nach dem Rückzug von Ryanair und der Reduzierung des Angebots bei Eurowings im Zuge des Sommerflugplans versucht der Flughafen, das verlorene Volumen durch die Frequenzsteigerungen und neue Strecken anderer Airlines auszugleichen.

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Corendon baut Winterflugplan ab Brüssel und Amsterdam aus

Der Reiseveranstalter Corendon erweitert sein Angebot für die kommende Wintersaison durch die Einführung neuer Flugrouten ab dem Flughafen Brüssel und dem Flughafen Amsterdam Schiphol. Die strategische Erweiterung konzentriert sich auf die Bedienung populärer Winterdestinationen, um das Streckennetz auf der Kurz- und Langstrecke zu diversifizieren. Corendon setzt dabei auf eine Kooperation mit verschiedenen Fluggesellschaften, um die angebotenen Routen zu bedienen. Ab Brüssel werden drei neue Ziele in den Flugplan aufgenommen. Dazu gehört Marrakesch in Marokko, das ab November mit Transavia bis zu sechs Mal wöchentlich angeflogen wird. Ebenfalls neu ist Madeira (Funchal) in Portugal, das einmal wöchentlich in Kooperation mit Brussels Airlines bedient wird. Die dritte Ergänzung ist die Algarve mit vier Flügen pro Woche nach Faro, die ebenfalls von Transavia durchgeführt werden. Corendon bietet zu allen neuen Zielen Pauschalreisen mit verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten an. Das Programm ab Brüssel beinhaltet zudem weiterhin die beliebten und hochfrequentierten Direktflüge zu den Kanarischen Inseln (Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura), der türkischen Riviera (Antalya), dem Roten Meer (Hurghada) und der spanischen Küste (Malaga). Auch der Flughafen Amsterdam Schiphol wird durch Corendon mit einem neuen Langstreckenziel gestärkt. Corendon nimmt die Insel Sal auf den Kapverden mit drei wöchentlichen Flügen in sein Programm auf. Diese Verbindung erweitert das bereits bestehende Langstreckenangebot ab Amsterdam, zu dem in der Wintersaison die karibischen Inseln Curaçao und Bonaire gehören. Hinzu kommen Routen nach Gambia und Dubai. Die Flüge ab den Niederlanden werden hauptsächlich von Corendon Dutch Airlines oder Transavia durchgeführt. Mit der Fokussierung auf diese Zielgebiete festigt Corendon seine Marktposition im Segment

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Brüssel kritisiert Madrider Bußgelder: Streit um Handgepäckgebühren eskaliert zur europäischen Rechtsfrage

Die Europäische Kommission hat die spanische Regierung öffentlich gerügt und Bußgelder in Höhe von insgesamt 179 Millionen Euro gegen mehrere niedrigpreisige Fluggesellschaften als rechtswidrig eingestuft. Die Bußgelder, die das spanische Ministerium für soziale Rechte und Verbrauch im November 2024 verhängte, richteten sich primär gegen die Gebühren, welche die Airlines für die Mitnahme von Handgepäck verlangten. Weitere sanktionierte Praktiken waren die Gebühren für die Sitzplatzauswahl von begleitenden Personen von Passagieren mit Assistenzbedarf sowie für das Ausdrucken von Bordkarten am Flughafen. Die europäische Behörde sieht in den spanischen Sanktionen einen Verstoß gegen das in der EU-Gesetzgebung verankerte Recht der Fluggesellschaften, ihre Preispolitik selbst zu bestimmen. Der Konflikt, der die Geschäftsmodelle von Gesellschaften wie Ryanair und easyJet direkt betrifft, eskaliert damit zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die Regulierung des Luftverkehrs und die Marktmechanismen in der Europäischen Union. Die spanische Initiative: Verbraucherschutz und die harten Fakten der Bußgelder Die spanische Regierung begründete ihre Sanktionen gegen die fünf niedrigpreisigen Fluggesellschaften – Ryanair, easyJet, Norwegian Air Shuttle, Vueling und Volotea – mit der Notwendigkeit, Verbraucher vor missbräuchlichen Geschäftspraktiken zu schützen. Nach Ansicht des spanischen Verbraucherministeriums würden die beanstandeten Gebühren, insbesondere jene für Handgepäck, das Reisen für Fluggäste künstlich verteuern und wichtige Serviceleistungen unrechtmäßig bepreisen. Die verhängten Bußgelder wurden in ihrer Höhe als Vielfaches der durch diese Praktiken erzielten Einnahmen der jeweiligen Fluggesellschaften festgesetzt. Die Summe von 179 Millionen Euro stellt eine der höchsten Strafen dar, die jemals gegen Fluggesellschaften in Spanien verhängt wurde. Den Löwenanteil der Strafe entfiel mit 107,7 Millionen Euro auf Ryanair, den führenden

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Caspar-David-Friedrich-Weg ist „Deutschlands schönster Wanderweg 2025“

Sachsen hat sich als Zielregion für Aktivurlauber etabliert. Das Bundesland präsentiert Routen, die sowohl für Wanderfreunde als auch für Radfahrer Anziehungspunkte bieten. Die Region feiert insbesondere den Gewinn des Titels „Deutschlands schönster Wanderweg 2025“ durch den Caspar-David-Friedrich-Weg in der Sächsischen Schweiz, der in der Kategorie Tagestouren ausgezeichnet wurde. Die etwa 15 Kilometer lange Route, die in Krippen startet, führt Wanderer auf den Spuren des berühmten Malers Caspar David Friedrich durch das Elbsandsteingebirge und bietet Ausblicke, die Vorlagen für dessen Werke lieferten, darunter das weltbekannte Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Die Ehrung des Caspar-David-Friedrich-Wegs durch das renommierte Wandermagazin fällt in das Jahr des 250. Geburtstages des Romantikmalers (1774–1840) und ist das Ergebnis einer Neugestaltung der Strecke. Entlang des Weges wurden neue Aussichtspunkte und Informationstafeln installiert, die das Leben und Wirken des Künstlers mit der ihn umgebenden Landschaft verknüpfen. Friedrich floh im Sommer 1813 vor den Truppen Napoleons aus Dresden in das Fischerdorf Krippen und nutzte die Wanderungen in der Umgebung zur Motivsuche. Dieser historische und künstlerische Bezug gilt als Alleinstellungsmerkmal der Route. Auch ein weiterer sächsischer Weg überzeugte bei der Publikumswahl: Der Kammweg Erzgebirge-Vogtland erreichte mit seiner 289 Kilometer langen Distanz den 3. Platz in der Kategorie der Mehrtagestouren. Neben dem Erfolg im Wandersegment setzt Sachsen auch auf dynamische Radstrecken. Die Sächsische Schweiz und die Oberlausitz werden durch die Gravelbike-Route RockHead verbunden. Die 320 Kilometer lange Rundtour, die seit 2024 besteht und 2026 in ihre zweite volle Saison startet, richtet sich mit rund 4.660 Höhenmetern an sportlich ambitionierte Radfahrer. Die

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Neustart der Flugverbindung Visby-Bromma durch gotländische Investoren

Gotland bekommt seine wichtigste Flugverbindung zurück: Die neue schwedische Regionalfluggesellschaft Brommaflyg nimmt den Linienbetrieb zwischen Visby und Stockholm-Bromma am 26. Oktober auf. Die Initiative zur Wiederbelebung der Route, die Ende des Vorjahres von der früheren Betreiberin Braathens aufgegeben wurde, geht von sieben führenden gotländischen Unternehmern und Wirtschaftsprofilen aus. Sie betrachten die Flugverbindung als essenziell für die Erschließung von Unternehmen, die Besucherakquise und die Sicherung von Arbeitsplätzen auf der Insel, deren Insellage sie besonders von funktionierenden Kommunikationswegen abhängig macht. Die Betreiber von Brommaflyg setzen auf eine hohe Frequenz, um sowohl Geschäftsreisende als auch Privatkunden zu gewinnen. Geplant sind 46 Abflüge pro Woche, darunter vier Hin- und Rückflüge an jedem Wochentag. Die tatsächliche Flugzeit zwischen Visby und der metropolnahen Hauptstadt liegt bei etwa 35 bis 50 Minuten, was die Verbindung zu einem schnellen Reiseweg macht. Als Fluggerät dient eine geleaste ATR 42 mit 48 Sitzplätzen der estnischen Fluggesellschaft NyxAir. Die Entscheidung, den Betrieb bereits im Oktober und damit in der Nebensaison zu starten, sehen die Verantwortlichen nicht als Risiko, sondern als strategischen Schritt zum Aufbau der Markenbekanntheit vor der lukrativen Sommersaison. Brommaflyg agiert als sogenannte virtuelle Fluggesellschaft ohne eigene Flugzeuge oder Betriebslizenz, indem sie die Kapazitäten eines anderen Unternehmens einkauft. Henrik Svensson, der als Geschäftsführer des neuen Unternehmens auftritt, betonte die Bedeutung der Strecke für die 60.000 Einwohner Gotlands und die Notwendigkeit, auch Reisende vom Festland, insbesondere aus dem Raum Stockholm mit seinen zwei Millionen Einwohnern, zu gewinnen. Die Wiederaufnahme der Fluglinie gilt als mutige, aber notwendige Reaktion des gotländischen Wirtschaftslebens auf

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